• Route 9 und frustrierender Besuch des Zollamtes

    3 czerwca, Argentyna ⋅ ☁️ 18 °C

    Nun geht es zunächst nach Juyui. Der Ort ist nicht sehenswert und wir steuern ihn nur an, um das dortige Zollamt aufzusuchen. Da uns am letzten Grenzübergang nur ein TIP (Einfuhrgenehmigung für das Fahrzeug) von drei Monaten erteilt wurde, versuchen wir nun beim Zollamt eine Verlängerung zu bewirken, denn wenn wir aus unserem Deutschland-Urlaub zurück kommen, ist die Frist bereits ein paar Tage abgelaufen. In Juyui wird uns jedoch mitgeteilt, dass sie das nicht genehmigen können, weil der Ablauf der Frist noch zu lange hin ist. Aber wir sollen in Salta zum Zollamt gehen, kurz bevor wir nach Deutschland fliegen. Das ist uns zu riskant. So wollen wir gleich morgen zum Zoll fahren. Zunächst fahren wir allerdings die sehr kurvenreiche, enge Route 9 nach Salta. Aber eine wunderschöne Strecke ist es. Ganz plötzlich hört diese trockene Berglandschaft mit dem wenigen Bewuchs auf und verwandelt sich in einen subtropischen Urwald. Die Äste der Bäume hängen gefährlich tief über der Straße und mehr als einmal gibt das neue Kratzer ins Womo. Micha muss höllisch aufpassen, denn an jeder Ecke lauert ein Esel, ein Pferd oder ein anderes Fahrzeug schießt uns mit unfassbarer Geschwindigkeit entgegen. Aber nach den Wochen der Berglandschaft ist es so erholsam für die Augen und die Seele, diesen tiefgrünen Dschungel zu sehen und die Feuchtigkeit endlich wieder auf der Haut zu spüren.
    Wir fahren zu einem riesigen Camping Municipal, auf dem es nur noch vier andere Gäste gibt und uns erklärt wird, dass wir nicht bezahlen brauchen, weil die zuständige Chica nur ab und an mal zum Kassieren kommt. Ach, solche Campingplätze sind mir doch die liebsten 😂
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