• Ruinen von Quilmes und Camping mit Thermalbecken

    9 giugno, Argentina ⋅ ☁️ 19 °C

    Beim Verlassen Cafayates macht sich bei uns ein Gefühl der Erleichterung breit. Vielleicht liegt es daran, dass wir bis Paraguay 1500km vor uns haben und Stellplatz und TIP-Problem noch nicht ganz geklärt sind. Auf jeden Fall fahren wir beide, nun besser gelaunt, zu den Ruinen von Quilmes. Das indigene Volk der Quilmes errichtete im 11.Jhr. eine riesige Stadt mit einer enormen Festungsanlage, um sich u.a. gegen die Inkas zu schützen. Etwa 5000 Menschen sollen hier gelebt haben. Die dicken Mauern sind ein Zeugnis ihrer guten Baukunst. Leider halfen diese auch nicht, als die spanischen Eroberer kamen. Nach einem erbitterten Kampf wurden die Überlebenden zu einem 1000km langen Marsch nach Buenos Aires gezwungen, bei dem nur ein Bruchteil des Quilmes-Volkes überlebte. Nachfahren der Quilmes haben sich wieder in dieser Gegend angesiedelt und und versuchen, ihre Kultur und Sprache wieder aufleben zu lassen. Das Museum und sehr freundliche Angestellte bieten ausführliche Erklärungen. Wir klettern bis auf den höchsten Punkt der Festungsanlage und haben einen wunderbaren Blick auf die am Hang liegenden Ruinen und die dazwischen wachsenden Kandelaberkakteen.
    Danach setzen wir unsere Fahrt fort. Sie führt zunächst nochmal auf 3000m durch eine hübsche Bergregion und ziemlich schnell geht es dann durch einen dichten Nebelregenwald, in dem natürlich gerade wieder Nebel und Regen herrscht 😅, in Angst einflößenden Kurven auf 100Hm hinab. Volle Konzentration ist hier notwendig, denn zwischen den Nebelschwaden tauchen aller paar Meter Kühe, Pferde, Esel, Schweine, Hunde und Hühner auf der Straße auf. Ein Pferd hatte es wohl nicht geschafft, einem Auto auszuweichen bzw.umgekehrt. Tot liegt es am Straßenrand.
    Vorbei geht es an einer schönen Lagune, aber wir können leider nicht halten, denn wir haben noch über 100km vor uns bis zum Rio Hondo. Dort wollen wir einen Campingplatz am Fluss ansteuern, auf dem es mehrere Thermalbecken gibt. Am Abend kommen wir dort an. Es nieselt zwar etwas, aber der Platz gefällt uns mit der direkten Flusslage und den tollen warmen Becken, die wir ganz für uns allein haben.
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