• Missiones-Route: Paraguay

    15. juni, Paraguay ⋅ ☁️ 15 °C

    Über Pousadas geht es nach Paraguay. Das dritte Land auf unserer Reise. Als wir am Grenzübergang ankommen, sind wir erstmal geschockt. Eine meterlange Autoschlange ist vor der Grenze. Wir sind wohl nicht die einzigen, die sich heute überlegt haben, nach Paraguay zu fahren. Wider unserer Erwartungen gehen die Grenzformalitäten jedoch sehr schnell, da Argentinien und Paraguay ein vereinfachtes Grenzverfahren haben. Wir bekommen auch unser T.I.P für 90 Tage. Somit steht unserem Flug nach Deutschland nun wohl nichts mehr im Wege. Hier in Paraguay erscheint uns alles einfacher und unkomplizierter als in Argentinien. Schnell bekommen wir eine SIM-Karte. Die Registrierung erfolgt völlig problemlos. Der Einkauf in einem Supermarkt ist auch viel günstiger als in Chile und Argentinien und auch Geld tauschen, geht unkompliziert.
    Die Straßen sind hier zwar oftmals rote Erdpisten, jedoch ist alles schön sauber. Nirgendwo liegt Müll herum.
    Wir besuchen die gut restaurierte Mission Jesús de Tavarangüe. Sie ist auf einem weitläufigen Gelände und hat noch einige gut erhaltene Elemente.
    Wir fahren wieder zum Rio Paraná uns übernachten dort auf einem schönen Naherholungsgebiet mit Grillhütten, Restaurant und Sanitäranlagen. Im Sommer ist es hier bestimmt sehr voll, aber wir sind wieder mal die Einzigen hier.
    Am nächsten Tag fahren wir durch die Städte Hohenau und Obligado, die durch die deutsche Einwanderung sehr geprägt sind. Hier hören wir viele Leute Deutsch sprechen. Es gibt ein Kaffeehaus im Schwarzwald-Stil mit deutschen Kuchen und beim Fleischer Don Otto gibt es leckere deutsche Wurst und die Besitzer erzählen uns von ihren Vorfahren, die vor über 100 Jahren nach Paraguay auswanderten und von den deutschen "Neuankömmlingen", die in den letzten Jahren hier ins Land gekommen sind. Weil wir so trödeln, kommen wir erst gegen 17 Uhr zu unserer letzten Missionsbesichtigung, Trinidad. An manchen Tagen gibt es bei dieser Mission auch eine abendliche Lichtershow. Wir sind zwar zum Abend da, aber an diesem Tag findet dieses nicht statt. Macht aber nichts. Ganz im Gegenteil. Schön sind die Ruinen im Licht der untergehenden Sonne anzusehen.
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