• Zum Hochgernhaus

    September 9 in Germany 🌧 12 °C

    Heute laufen wir bergab. Und später bergauf. Bei Regen. Also gibt es nicht so viel zu berichten 😁

    Das Frühstück ist grandios. Aber wir haben einiges vor uns und starten gegen 9. Komplett in Regenzeug gehüllt genießen wir den Nieselregen am Morgen. Dir heute alles entscheidende Frage ist: will man nass und kalt am Ziel ankommen (ohne Regenzeug) oder nass und warm (mit Regenzeug verschwitzt). Die zweite Variante gewinnt. Schließlich haben wir es ja die Ausrüstung mitgenommen. Zudem wird sie durch den Regen wieder sauber 🤔😅

    Den Ostgipfel der Kampenwand schenken wir uns. Zwar hat der Regen gerade eine Pause eingelegt, aber eine Rutschpartie über Felsen ist nicht so unser Favorit. Einige Abstiege sind auch so schon anspruchsvoll. Nach der Hochplatte kommt eine Waldautobahn runter nach Marquartstein. An sich nicht so schön, bei dem Wetter allerdings eine Wohltat, da wir nicht über Felsen oder Wurzeln runterrutschen müssen. In Marquartstein hat nur eine Gaststätte offen: das Burgcafé. Nach dem Imbiss bestelle ich nicht einen Gipfelstrudel. Dachte ich zumindest. Die Wirtin Petra kennt das nicht. Ich wiederhole: „Gipfelstrudel“. Sie schaut irritiert. Ich zeige ihr das Schild, das neben dem lecker aussehenden Nachtisch im Kühlschrank steht. Und merke, dass das „Apfelstrudel“ heißen soll. Ein sehr schwungvolles A war für mich ein Gi 😁 Egal, der Apfelstrudel war sehr gut und Petra hat jetzt eine neue Geschäftsidee für Wanderer zum Hochgern. Beim Abschied schenkt sie uns noch jeweils eine kleine Tüte Kekse. Selten wurden wir so gut bewirtet. Danke, Petra! 🥳

    Nachdem es sich schön eingeregnet hat, starten wir den Aufstieg. Gut zwei Stunden brauchen wir. Die Sicht nimmt stetig ab bis wir am Hochgernhaus ankommen. Der Regen bleibt die ganze Zeit. Es ist ein so unbeschreiblich schönes Gefühl, am Ziel anzukommen, die nassen Sachen zum Trocknen aufzuhängen, zu duschen und dann in trockenen Sachen im Gastraum was warmes zu trinken.

    Der Wirt Ali (ein Brite) ist super nett und erzählt uns erst mal siebzehn Geschichten als ich mich vorstelle. Die privat geführte Hütte ist ein Traum. Super gemütlich, bestes Essen und Trinken (Geheimtipp Kürbis-Karotten-Ingwer-Suppe) und herzliche Gespräche. Wir sind mal wieder im kleinen Kreis von lediglich sechs Gästen vor Ort. Der Abend entwickelt sich.
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