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  • Explore, what other travelers do in:
  • Heute ging es Richtung Whitsunday Coast weiter nach Süden. Gleich in der Früh hieß es allerdings erstmal Tiere anschauen! Im Billabong Wildlife Sanctuary gab es alle Tiere, die hier in Australien vorkommen - und man konnte sie streicheln bzw halten. Meine absoluten Favoriten waren der Wombat (ein richtig fetter Klops, aber sehr gemütlich) und der Koala (zierlicher, aber dafür noch gemütlicher - er schläft bis zu 19 Stunden am Tag). Außerdem gab es Kängurus, Krokodile, Kasuare, Dingos, Schlangen und eine Echse (glaub ich zumindest). Die Reptilien find ich persönlich ja nicht so toll, ganz im Gegensatz zu der Reptilienfrau, die uns was über diese tollen Tiere erzählen wollte. Währenddessen ist ihr eine riesige Python um den ganzen Körper gekrochen (am Kopf und sogar zwischen ihren Beinen ?!)... also mir ist vom Zusehen schon ganz heiß geworden und beim anschließenden Foto hatte ich schon wieder so eine Schlange um Hals ;) Der Ranger fand meinen Blick anscheinend so amüsant (zugegeben, als ich das Foto sah musste ich auch ziemlich grinsen), dass er mir das Ding an Ende nochmal um Hals gehängt hat und mit dem Schlangenschädel direkt vor meinem Kopf rumgefuchtelt hat. Und weil der Harti mich so ausgelacht hat, hing sie keine Sekunde später auch vor seinem Gesicht :) Am angsteinflößenden war aber die Krokodilfütterung. Man schaut in einen braunen Teich und auf einmal schießt da ein 5m Krokodil wie aus dem Nichts hervor :o Nach dieser Vorführung ist uns das Baden der letzten Tage etwas vergangen (Hartis Mama hatte schon Angst, dass er vom Krokodil verschleppt wurde, weil sie im Radio was von Mann und australischer Nationalpark gesagt hatten)!
    Danach stand uns der Sinn nach Entspannung und wir übernachteten an einem Zeltplatz in Bowen, wo wir einen der schönsten Sonnenuntergänge überhaupt genießen konnten. Wir waren mal wieder fast allein und fragten uns mittlerweile, wie das Hochsaison und Schulferien sein kann?! Aber gleich am nächsten Tag wurden wir belehrt - und zwar aufs Heftigste. Wir kommen in AirlieBeach an, von wo unsere Segeltour starten soll. Auf einmal gibt es Geschäfte, Highlife und sehr viele Leute - wir waren schön ganz verwirrt und mich hat ein gleich ein ungutes Gefühl beschlichen. Wir hatten natürlich noch keine Tour gebucht und waren zeitlich auch nicht mega flexibel. Und so kann es dann auch... alle 2-tägigen Segeltrips waren bis nächsten Donnerstag ausgebucht und morgen gibt's schon gleich gar kein Platz mehr, egal für wie lang. Da wir das aber unbedingt machen wollen, haben wir jetzt zwar ein super Angebot genommen, allerdings wirft es unseren Zeitplan etwas übern Haufen. Am Montag segeln wir also für 3 Tage und 2 Nächte los und ein Tauchgang ist auch inklusive (obwohl ich mit meiner Schnorchelerfahrung hierbei etwas skeptisch bin ;)). Darauf bin ich gleich in die Apotheke gelaufen und hab mir Tabletten gegen Seekrankheit geholt ;) Wir freuen uns auf jeden Fall schon und werden dann berichten!!!
    P.S.: Ein kleines Highlight ist noch beim Einchecken am Campingplatz passiert. Der Harti sollte einen ID zeigen und am Ende wurde der Platz auf Herrn Erben, Vorname Dipling gebucht! Österreicher und ihre Titel : P
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  • In der Früh ging es über eine sehr kurvige und enge Straße zu den Wallaman Falls. Der Wasserfall ist mit fast 300 m der höchste single-drop (mir fällt die passende Übersetzung grad nicht ein) Wasserfall in Australien und wir waren anfangs skeptisch, ob sich der Umweg von 100 km lohnt. Doch oben angekommen hat sich die Frage von selbst beantwortet! So etwas gigantisches haben wir beide bisher noch nicht gesehen und heute waren wir ausnahmsweise mal froh, in der Regenzeit zu reisen. Bei wenig Wasser ist es sicher nur halb so spektakulär... Es gäbe auch einen Wanderweg bis zum Fuß, allerdings lähmt einen die unglaubliche Hitze schon ziemlich. Aus unserem ursprünglichen Vorsatz “gesund ernähren und viel Sport machen“ ist also nur noch “gesund ernähren“ übrig geblieben ;)
    Danach ging es zur Abkühlung im Paradise Pool baden. Die Aussies bevorzugen nämlich eher kleine Gumpen, die angeblich Croc-free sind, als das Meer. Es wurde uns von einer Einheimischen Kristall klares Wasser versprochen. Ganz so war es nicht und ein Krokodil hätte sich leicht ungesehen anschleichen können ;)
    Die Nacht haben wir in Townsville verbracht und bei Sonnenuntergang den Aussichtspunkt am Castle Hill besucht. Früh morgens ging es dann mit der Fähre nach Magnetic Island (inklusive Delphinschau), eine wunderschöne Insel mit einzigartigen Stränden und dem absoluten Urlaubsflair an den Strandpromenaden. Hier haben wir unsere erste (und wahrscheinlich auch letzte) Wanderung zu einem Hügel mit Wehranlagen aus dem 2. Weltkrieg gemacht. Auf dem Weg dorthin sind wir förmlich zerflossen und haben geschnauft wie bei unserem 5000er in Peru :) Aber der Ausblick hat alles entschädigt und was für mich noch wichtiger war: wir haben einen lieben, kleinen Koala gesehen, der tiefenentspannt im Baum saß und sogar für ein Selfie mit uns bereit war (danke an Marlies & Hias für den Tipp ;) )!!! Nach der Anstrengung haben wir uns erstmal 5 Stunden am Strand erholen müssen und haben dann noch eine Rundfahrt mit dem Bus gemacht.
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  • Heute ging es vom Hinterland wieder zurück zur Küste. Ein bisschen wehmütig waren wir schon weil es für uns bedeutet, nachts bei 30 Grad wieder unsagbar zu schwitzen ;) Die Temperaturen waren im Hochland dann doch etwas angenehmer und wir mussten nachts sogar ein Leintuch zum Zudecken nehmen! Die Strecke war gesäumt von mehr oder weniger spektakulären Wasserfällen. Der erste hatte ein großes Besucherzentrum und wir sind die 15 Meter vom Parkplatz voller Erwartung zum Wasserfall spaziert. Ziemlich verunsichert, ob wir uns nicht verlaufen haben, standen wir vor einer 2m hohen Staustufe, die in einem braunen Becken endete. Wenn wir das beschriftete Schild mit Malanda Falls nicht gesehen hätten, würden wir wahrscheinlich immer noch danach suchen :) Freudestrahlend ist uns dann noch eine Familie mit Gummiplanschspielzug entgegen gekommen, um dort Baden zu gehen! Wir haben dann lieber Ausschau nach Baumkängurus (Mupee) gehalten, die nur an wenigen Stellen der Welt vorkommen (leider war die Suche erfolglos). Die drei weiteren Wasserfälle waren dann Gott sei Dank imposanter und sind fast 20 m über Basaltsäulen nach unten gestürzt. Hier haben auch wir uns dann ins Wasser begeben - eine angenehme Erfrischung mit Abenteuer. Es hieß zwar, dass dort keine Gefahr wartet, aber wenn ich mal von Wasserschlangen etc. gelesen hab, kann ich da nicht ruhig vor mich hinplanschen... Gut, dass der Harti gleich ein Poster über Schlangen in Queensland gekauft hat. Das hängt jetzt im Camper und beim Essen kann man sich ausgiebig informieren! Neben Schlangen hat der Regenwald aber noch mehr zu bieten: riesige Bäume, die bis zu 100 m hoch sind und ihre Wurzeln von der Krone nach unten hängen lassen. Unvorstellbar, wie das aussah! Ein paar Schnabeltiere haben wir dann auch noch gesichtet :) Die Tierchen sind hier sehr klein (ca. 30 cm) und extrem schüchtern aber unsere Ausdauer wurde bezahlt und wir können den Punkt auf der Bucketliste streichen <3 Diesmal haben wir auch ein lebendes Känguru und ein Kasuar (1m großer, komischer Vogel, der typisch für die Region ist) gesehen!
    Am nächsten Tag ging es die Küste entlang Richtung Süden bis nach Ingham, wo wir in Mission Beach einen ruhigen Nachmittag verbracht haben. Die Strände sind wunderschön und menschenleer - es ist grad Nebensaison und Baden darf man im Meer wegen Quallen und Haien eh nicht. So sind wir meist allein, was einen manchmal fast beunruhigt.
    Das Wetter ist weiter typisch tropisch und macht uns etwas zu schaffen. Es regnet jeden Tag ziemlich heftig und das natürlich meist, wenn wir gerade kochen oder essen. Mittlerweile sieht unser Camper wie ein Waschsalon aus, Kleiderbügel mit feuchten Sachen überall ;)
    Wie manche vielleicht bemerkt haben, sind wir beim Selfie machen mittlerweile schon auf einem höheren Niveau und das dank einem Geschenk vom Harti im Adventskalender - der sagenumwobene Selfie-Stick :) Ich bin jetzt also genauso wie die Leute, die ich bisher immer milde belächelt hab, aber er ist irgendwie schon praktisch.
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  • Heute ging es zuerst noch ein kleines Stück weiter nördlich an der Küste entlang bis zum Daintree NP. Das hieß für uns noch schwüler und heißer als bisher und außerdem immer öfter Warnschilder für Krokodile. Irgendwie üben diese Tiere ja doch eine Faszination aus und um heil zu bleiben entschieden wir uns für eine Crocodile Cruise Tour am Daintree River. Dort angekommen haben wir ein Angebot gesehen, wo man an zwei verschiedenen Stellen je eine Stunde Boot fahren kann. Haben uns schon gewundert, wieso das genauso viel kostet wie bei anderen Anbietern nur eine Stunde-danach wussten wir es! Wir haben auf der Fahrt vieles gesehen, nur keine Krokodile! Die waren anscheinend grad müde wurde uns gesagt aber erst vor 3 Monaten hat eins hier in der Nähe einen Menschen gefressen, weil der im Meer an einer ungesicherten Stelle rumgeplantscht hat - na servus. Danach ging es in luftige Höhe in die Tablelands bis auf 600m. Der 'Highway' da hoch war so kurvig wie bei uns zu einer Alm auf 3000 m Höhe und unsere sieben Sachen sind hinten hin und her geklimpert... Der Weg hat sich aber gelohnt - wundervolle Gewitterstimmung und weniger als 30 Grad. Unseren Campingplatz in einer abgeschiedenen Granitschlucht haben wir bei strömendem Regen erreicht, so dass die Sandpiste fast zu einem Fluss wurde und unser windiges Gefährt sich schon etwas schwer getan hat. Begrüßt wurden wir dort vom Wallabys (kleine Beuteltiere) und wer weiß wievielen anderen Tierarten (Pfau, riesig eklige Truthähne, Pony, Papagei, Hendl mit Afrofrisuren, Gänsen, Echsen). Eine Schlange lag auch im Käfig und der Besitzer war ganz stolz auf sie. “Er ist ein ganz netter“ und schon hing das Ding um meinen Hals rum :o als er sich dann langsam zusammengezogen hat und ich aufgehört hab zu atmen, hat er sie dann freundlicherweise wieder eingesperrt :) Wer denkt, das war genug Wildlife, der hat sich getäuscht! Mein Highlight war der Lake Tinaroo, an dem man Schnabeltiere sehen soll. Wir begeben uns also auf eine Schotterpiste rund um den See mit idyllischen Rastplätzen wie dem Platypus Lookout - nur gesehen haben wir dort nix. Am Ende der Route hab ich schon los geschimpft, dass es hier weder Krokodile noch Schnabeltiere gibt! Nahe dem Highway in Yungabarra wollten wir dem Ganzen noch eine letzte Chance geben und zu einem Aussichtspunkt für Schnabeltiere spazieren. Am Startpunkt angekommen ist ein ziemlich heftiger Tropensturm über uns gezogen und hat uns fast 2 Stunden zu der überdachten Bank gezwungen. In dem Fall unser Glück, am Ende haben wir die Umrisse und den Schnabel von diesen lieben Tieren gesehen!!! 5 wilde Kängurus haben wir auch schon gesehen, einzigstes Manko - sie lagen allesamt ziemlich steif am Straßenrand ;)Read more

  • Unsere Schnorcheltour sollte einen ganzen Tag zu 3 verschiedenen Spots an das äußere Great Barrier Reef gehen, wo die Korallen etc. noch nicht so zerstört sind und die Lebensräume noch intakt sind. Das Wetter und die Windbedingungen waren perfekt und für die seekranken Leute wurden gleich Ingwertabletten for free verteilt ;) Danach wurden wir komplett ausgerüstet, inklusive Ganzkörperneoprenkondom von Hand bis Fuss wegen den vielen Quallen. Ich hatte ab da schon leichte Sorgen - diejenigen, die mit mir schon mal im Sommerurlaub waren wissen, dass ich nicht die beste Schnorchlerin bin :) Um genauer zu sein, kann ich partout nicht unter Wasser atmen, auch wenn der Harti es mir bisher nicht glauben wollte (jetzt glaubt er es mir aber ;) ). Effektiv habe ich den Schnorchel genau 1x im Mund gehabt, mich verschluckt und ihn dann weggelassen... Das Riff war aber auch so total faszinierend! Wundervolle Fische in allen möglichen Farben, Korallen, Seegurken, Riesenmuscheln etc. Das Highlight war aber bestimmt ein gigantischer und extrem zutraulicher Humpback Fisch (über 1m groß, grün blau funkelnd und ich hab ihn sogar berührt) und ein Weissspitzen- Riffhai (da war ich zum Glück grad draußen aber Harti hatte das Vergnügen)!! Das mit dem Sonnenbrand hat sich bei mir bewahrheitet - in der erdenklich dümmsten Form die man sich vorstellen kann. Weil ich ja nicht schnorcheln konnte, war mein Gesicht natürlich oft über Wasser und jetzt hab ich einen roten 1 cm dicken Streifen zwischen Haaransatz und Taucherbrille ;) Der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt! Morgen geht's in Regenwald und zu unserem nördlichsten Tourstopp.Read more

  • Ich will euch den quälenden Sermon über unsere 53 Stunden lange Reise ersparen und kann nur sagen - wir waren einfach nur unendlich fertig als wir endlich in Cairns gelandet sind ;) Empfangen wurden wir von den Tropen mit einem typisch tropischen Regenschauer bei 30 Grad in der Nacht, zum Glück hat uns das Hostel vom Flughafen abholt, sonst wären wir nach Sekunden pitschnass gewesen. In der Früh haben wir unseren Campervan abgeholt und eine Proberunde am Parkplatz gedreht bevor es in den Linksverkehr ging... ganz wilde Sache muss ich sagen! Ich hab schon mehrmals panisch aufschreien müssen wenn der Harti zum abbiegen quer über die 6 spurige Straße gefahren ist weil es sich einfach komplett verkehrt anfühlt. Irgendwann hab ich mir gedacht, er wird's schon machen und mich meiner Aufgabe als Reiseleiterin gewidmet :) Ansonsten sind wir beeindruckt von der Hitze, Feuchte aber auch der unglaublichen Schönheit der Küste. Die Straße nach Port Douglas führt meist direkt am Meer entlang und die Strände sind wirklich atemberaubend. Reingehen sollte man aber immer nur in klein eingezäunten Bereichen weil Krokodile (6 m lang und liebevoll salties genannt) und giftige Quallen sich in diesen Gefilden auch sehr wohl fühlen. Da wir uns an die Tierwelt hier erst gewöhnen müssen, haben wir uns heut erstmal auf Strandspaziergänge beschränkt :) Unseren Camper lieben wir jetzt schon heiß und innig (vor allem den Luxus eines Kühlschranks). In der Nacht wurden wir zwar fast (wie Hartis Fleisch zum Abendessen) im Bett gegrillt - hier gibt's also noch Optimierungsbedarf. Wir werden uns wohl nach einem Ventilator umschauen müssen :) Morgen starten wir gleich mit einem Highlight - schnorcheln am Great Barrier Reef. Ein Tag lang am Boot inklusive Vollverpflegung - und sicher auch inklusive Sonnenbrand da wir noch totale Weißbrote sind...Read more

  • Die Reise startet gleich mit einem Stresstest für mich! Mein Visum ist irgendwie auf die falsche Passnummer gelaufen und die Dame konnte mich nicht einchecken 🙈 Deswegen musste ich einen kleinen Marathon durch den Flughafen laufen um an einem PC ein neues Visum auf den Pass zu beantragen. Dann blieb nur noch zu hoffen, dass das Visum schnell genehmigt wird und ich nicht in Shanghai bleiben muss :) Nach 1,5 Stunden am Schalter und Neubeantragung (ging zum Glück innerhalb von 10 Minuten) darf ich letztendlich einreisen und wir konnten sogar noch nebeneinander sitzen😉 Wir fanden beide, dass die Reise ab jetzt unter einem guten Stern stehen musste und haben ein letztes Mal die gute bayerische Kost genossen! Im Flugzeug war unsere Freude dann groß - es waren gefühlt so viele Flugbegleiter wie Passagiere und wir konnten uns schön ausbreiten. In Shanghai wartete unser 13 stündiger Aufenthalt und wir waren froh, dass unser Gepäck gleich bis Sydney durchgecheckt war - oder auch nicht! Hier wurde uns mit einem strahlendem Lächeln im Gesicht erklärt, dass das ein Fehler war. Wir müssen raus, Gepäck hohen und wieder rein. Ach ihr habt alle kein Visum?! Hmm dann müsst ihr wohl ein 144 Stunden Visum beantragen... Gut dass wir mit dem Anschlussflug kein Stress haben :) Ich hab noch scherzhaft zum Harti gesagt “wahrscheinlich können wir jetzt noch nicht für Sydney einchecken weil es zu früh ist“ - und genauso war's dann auch. Jetzt sitzen wir 8 Stunden an unser Gepäck gekettet in einer Abflughalle, in der sich die Menschen wie Sardinen stapeln. Und das schlimmste - es gibt nur einen chinesischen Nudelsuppenladen zum Essen! Ich glaube, die Zeit wird für mich nur sehr langsam vergehen ;)Read more

  • Am Nachmittag sind wir zu einer typischen Farm im Amazonasgebiet geschippert. Hier haben wir alle dort angebauten Früchte probiert und gesehen, wie Landwirtschaft hier funktioniert. Von Monokultur ist keine Rede - auf 4 Hektar bauen sie Papaya, Bananen, Mandarine, Orange, Zitrone, Ananas , Coca Sträucher, Avokado, Sternfrucht, Chilli Sträucher, Stinkfrucht, Ingwer, Paprika und Maniok an. Es war total beeindruckend, mal zu sehen, wie das ganze Obst aus dem Supermarkt wirklich wächst. Die Ananas z.B. wächst an einem Strauch, der nur eine einzige Frucht trägt und danach abgesägt wird. Der nächste Strauch braucht dann 1,5 Jahre, bis die nächste Frucht geerntet werden kann! Bei Bananen (die 4m hohen Gewächse zählen nicht zu den Bäumen sondern sind ein Gras) ist es das selbe, nur dass sie schneller wachsen und an einem Strunk sehr viele Früchte dran hängen. Die Abendbeschäftigung war eine Bootsfahrt im Stockfinsteren. Wir waren auf der Suche nach Kaimanen und fanden stattdessen einen Jaguar! Ein absoluter Glückstreffer, den König des Amazonas zu sehen! Unser Guide hat einfach die besten Augen überhaupt... Er hat jedes noch so kleine Tier an der Reflexion seiner Augen erkannt und beim Jaguar ist er ganz nervös geworden :) Wir konnten mit dem Boot bis auf ein paar Meter ran fahren, die Bilder sind leider wegen Dunkelheit nicht so gut geworden aber es war ein einmaliges Erlebnis! Morgen geht es Richtung Heimreise, zuerst ein Inlandsflug nach Lima und am nächsten Tag ins schöne München. Wir freuen uns schon wieder auch wenn die Reise und das Land wirklich unvergesslich sind!Read more

  • Mit dem Flugzeug dauert die Reise von Cusco in eine andere Welt nur 35 Minuten. Wir steigen bei 32 Grad und strahlendem Sonnenschein aus und sind von sattem Grün umgeben. Heute ist laut unserem Guide Elvis ein eher kühler, angenehmer Tag :) Mit dem Bus geht es eine Stunde über eine holprige Straße bis zur kleinen Kommune 'infierno' (Hölle-ein sehr idyllischer Name). Von hier fahren wir mit dem Boot 2,5 Stunden den Tambopata Fluss bis zu unserer Lodge hinauf. Die Peruaner zaubern auch unter widrigsten Bedingungen ein hervorragendes Essen, angerichtet in einer Alu Box, auf den Tisch. Ich hatte wirklich bisher noch nie so wenig Probleme mit meiner vegetarischen Extrawurscht ;) Überall bekomme ich super Alternativen und das ohne Nachfragen. Die Lodge liegt mitten im Dschungel mit ca. 20 Hütten, die alle mit Schilf abgedeckt sind und aus je zwei Zimmern mit 'eigenem Bad' bestehen. Die Anführungszeichen deswegen, weil es eigentlich keine Decke gibt, alles offen ist und nur mit Moskitonetzen vor Tieren geschützt wird. An Privatsphäre aufm Klo ist also nicht zu denken, da der Nachbar alles mithört ;) Unser Nachbar ist noch dazu Österreicher und versteht alles, was wir reden - wie hat unser Guide so schön gesagt: better keep your secrets :) Im Zimmer gibt es keinen Strom, für die Romantik sind 3 Kerzenhalter aufgestellt, die einem den Weg ins Bad weisen. Da das Zimmer komplett offen ist, hat man immer einen wunderschönen Blick und schläft sozusagen mitten im Dschungel. Am Abend haben wir uns mit Stirnlampen bewaffnet und einen Nachtspaziergang gemacht. Das Ganze war ein ziemlicher Spaß weil 2 aus unserer Tour eine ordentliche Panik vor Spinnen oder sonstigen Krabeltieren haben. Unser Guide hat das mit Humor genommen und ihnen nur noch mehr Angst gemacht indem er ihnen Käfer und Ameisen direkt ins Gesicht gehalten hat ;) Alle mussten dann ihre Taschenlampen aus machen und nur den Geräuschen lauschen - wirklich beeindruckend was für einen Lärmpegel die Tiere machen. Am Morgen ging es um 6 weiter mit der Wildlife Beobachtung. In der Morgenhitze von 30 Grad sind wir zu einem See gewandert, haben eine kleine Kanu Tour unternommen und waren dann mittags wieder in der Lodge. Insgesamt haben wir sehr viele Tiere gesehen, deren Namen ich gar nicht auf deutsch weiss bzw. schon wieder vergessen habe. Mit dabei waren: Gürteltier, riesige Kröte (Fussballgroß & sehr eklig), Grünfrosch, riesige Taranteln (ca. 15cm lang), Affen, viele Spinnen, farbenfrohe Papageie, Wasserschweine (sehen aus wie Meerschweinchen, nur in der Größe eines Schweins), Piranha, Kaimane, Riesenameisen (1,5cm lang), Königsgeier und Riesenadler. Die Artenvielfalt ist einfach unglaublich! Auf dem Weg wurden wir zu Tarnzwecken noch wie die einheimischen Jäger bemalt. Aus grünen, unscheinbaren Blättern kommt tieflilaner Saft raus. Der Harti hat als erstes seine Kriegsbemalung bekommen und ich sollte eine Jaguarklaue werden. Die Peruaner haben aber wirklich einen unschlagbaren Humor und so hat er mir ein Katzengesicht wie beim Kindergartensommerfest aufgemalt ;) Die Farbe hat sich trotz Schweiss, Sonnencreme und Insektenspray sehr gut gehalten und so sind wir den ganzen Vormittag wie Idioten durch den Dschungel spaziert...Read more

  • Pünktlich um 9 wurden wir von einem Ranch-Besitzer und unserem heutigen Guide am Hotel abgeholt. Mal wieder sind wir überrascht, wir gut alles organisiert ist. Wir müssen echt keinen Finger krümmen sondern nur sagen, was wir gerne machen wollen und von Peruanischer Gemütlichkeit bzw. Unpünktlichkeit ist nichts zu sehen. An der Ranch angekommen wurden wir von einem kleinen Babyfohlen empfangen, dass erst in der Nacht geboren war und mit Nabelschnur über die Wiese gestackselt ist :) Mein Pferd wollte später dann noch die am Boden liegende Plazenta fressen wovon ich es mit den Zügeln grad noch abhalten konnte. Da der Harti noch nie geritten ist, hat er das gemütlichste Pferd bekommen - bedeutet das faulste ;) Wenn man es angetrieben hat, ist es drei Schritte schneller getrabt und dann wieder vor sich hin geschlurft... Der Weg war aber auch ziemlich steil und steinig und die Pferde konnten einem schon leid tun. Die Einführung für'n Harti war auch ziemlich spärlich - zieh rechts wenn du nach rechts willst und links wenn du nach links willst. Alles klar? Und so saßen wir bei den steilen bergab Passagen ziemlich unsicher auf dem Pferd, mit Zeit sind wir aber wie Cowboys geritten (wie unser Guide uns versichert hat ;)). Am Ende durften wir sogar galoppieren, was wirklich Spaß gemacht hat. Nur der Trab hat uns und unsre Hinterteile ziemlich herausgefordert. Wenn man nicht weiß, wie man sich bewegen soll, wird man einfach wie ein Kartoffelsack ständig aufs Pferd zurückgeschleudert ;) Und das merken wir auch heut noch, sobald wir uns hinsetzen...Die Pferde haben uns zu 4 Inka Stätten in der Umgebung von Cusco gebracht - einem Wassertempel, einem Mondtempel, einer Kommunikations- & Handelsstation und dem größten Sonnentempel des letzten Inkaherrschers. Der Sonnentempel ist nochmal eine Dimension für sich - riesige Zickzack Mauern, in die verschiedene Tiermotive mit Steinen reinmodeliert wurden. Der Vormittag verging wie im Flug und unsere Reise ins Inka Land haben wir mit einem Besuch im Inka Museum abgeschlossen. Der Harti hat in Kanada anscheinend noch nicht genug wegen seiner Frisur gejammert, so dass wir hier auch noch einen Friseur suchen mussten. Trotz gewisser Sprachbarrieren hat sich die Dame extrem viel Mühe gegeben und ihm gleich auch noch eine Bartpflege verpasst. So saß er eine halbe Stunde tiefenentspannt für insgesamt 5€ aufm Stuhl und war (man glaubt es kaum) sogar zufrieden mit dem Ergebnis :) Abends ging es in ein ziemlich nobles Lokal mit verschiedenen Steaks, die auf einem heißen Stein serviert wurden. Da konnte der Harti sich natürlich nicht zurückhalten und hat gleich die Deluxeplatte mit 3 Fleischsorten (Rind, Alpaca, Shrimp) bestellt ;) Für mich gab's Kartoffelsuppe, die auch sehr gut war. Nach einem Absackercocktail ging es dann zurück ins Hotel. Morgen früh brechen wir auf Richtung Dschungel, wir freuen uns schon auf diesen krassen Temperatur- & Landschaftswechsel!Read more