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  • Day45

    Den ersten richtigen Tag in Sydney haben wir wie in Melbourne mit einer geführten Tour begonnen. Mit unserem Architekturstudenten sind wir 3 Stunden durch die Innenstadt gelaufen und haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Geendet hat die Tour an den zwei bekanntesten Wahrzeichen - der Harbour Bridge und dem Opernhaus. Da beide wirklich sehr beeindruckend sind, gibt es hiervon sehr viele Fotos und von dem Rest der Stadt kaum welche ;) Gestärkt haben wir uns im Munich Brauhaus, dass zufälligerweise ganz in der Nähe lag! Dort wurden wir von Kellnern in Dirndl und Lederhosn empfangen und es läuft non-stop Zillertaler Hochzeitsmarsch oder die schlimmsten Partyschlager, die selbst für die Wiesn zu primitiv wären! Nach der Bierprobe und einer Breze mit Butter für 5 Dollar haben wir dann beschlossen, dass wir uns doch auf daheim freuen ;) Als unsere Füße dann schon ganz müde von ganzen gehen waren, wollte ich nur noch in den botanischen Garten und mich hinlegen und fand, dass wir die Oper schon lang genug gesehen haben. Der Harti war aber sehr hartnäckig und wollte unbedingt noch rein... “vielleicht gibt's ja noch ein paar Tickets für eine Vorstellung heut Abend“. Ich dachte mir nur “Jaaaaa klar, es steht ja nur überall, dass man hier Wochen vorher buchen muss!“. Und so kam es, dass wir in kurzer Hose, T-Shirt und Turnschuhe (die Kleiderordnung ist hier nicht so streng) bei Klängen von Tschaikowsky (keine Ahnung ob das richtig geschrieben ist?) in der Oper von Sydney saßen :) Es war echt super und die Oper ist von drinnen noch viel schöner als von außen!
    Nach dem gestrigen anstrengenden Tag sind wir heute etwas gemütlicher gestartet. Zuerst noch ein letztes Mal durch die Straßen Sydneys flanieren und all die teuren Sachen in den Kaufhäusern bestaunen. Freundlicherweise haben sie das 6 stöckige Kaufhaus so geplant, dass man je nach Geldbeutel nicht bis ganz oben muss. Für unsere Verhältnisse war Level 1-2 vollkommen ausreichend, beginnend bei Nike im ersten und endend bei Calvin Klein im zweiten Stock :) Zum Abschluss unserer fast 7 wöchigen Reise wollten wir nochmal Sonne, Strand und Meer aufsaugen, bevor es in's kühle Europa geht. Hierfür bietet sich nichts mehr an als Bondi Beach, der Strand an dem die Schönen und noch Schöneren sich sonnen, surfen, joggen oder einfach nur ihren Körper präsentieren wollen ;) Es war wirklich ein reines Schaulaufen und nach einer Stunde haben wir uns auf einen Küstenspaziergang ins 5 km entfernte Coogee aufgemacht. Der Weg war wirklich ein toller Abschluss und hat uns hoffentlich genügend Energie für die 30 h Air China gegeben, die noch auf uns warten!
    Wir haben viele unglaubliche Erlebnisse in Australien gehabt, manche schöner (fast alles ;)) und manche weniger schön (kaputte Klimaanlage am heißesten Ort meines Lebens, Horror-Seegang an den Whitsundays und die schlechte Sushirolle in Melbourne) - aber wir werden alle in Erinnerung behalten und haben unsere Reiselust hoffentlich für das nächste Jahr gestillt!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day44

    Unsere Unterkunft in Sydney liegt im idyllischen Stadtteil Paddington und wir hatten mit Airbnb mal wieder großes Glück. Wunderschöne Wohnung und die Gastgeber sind sehr zurückhaltend und selten da ;) Am ersten Tag wollten wir eigentlich schon die Stadt erkunden aber nachdem die letzte Nacht für uns beide wenig erholsam war, waren wir ziemlich antriebslos... So haben wir erstmal die Couch genossen und es dann grad mal bis zu den Paddington Markets geschafft wo ich dann vor Ort gemerkt hab, dass ich da vor 6 Jahren mit der Steffi auch schon war ;) Abends haben wir uns ins Kino geschleppt und ab heute wird sich der Harti sicher nicht mehr über die Kinopreise in München beschweren :D Hier kostet es für Studenten nämlich billigstenfalls 18 Dollar... Am nächsten Tag haben wir uns zeitig mit einem Freund vom Harti und seiner Bekannten getroffen um einen Tagesausflug in die Blue Mountains zu machen. Die Berge liegen nur eine Stunde von Sydney entfernt und sind wegen ihren bizarren Sandsteintürmen und vielen schönen Wanderwegen bekannt. Das ganze Tal ist übersäht von Eukalyptus, deren Öl immer einen blauen Dunst über die Berge zaubert. Mit dem Wetter hatten wir auch extremes Glück, da sie eigentlich Regen angesagt hatten und wir aber bei strahlendem Sonnenschein zu einem Wasserfall gewandert sind. Unten gab's Picknick und dann ging's mit vollem Bauch die vielen, sehr steilen und schiefen Stufen wieder rauf. Zum Abschluss haben wir die Three Sisters besucht und man hat gleich gemerkt, dass die 3 Sandsteintürme in jedem Reiseführer als Must-See drinstehen. Reisebusse und riesige Aussichtsplattformen gepaart mit teuren Kaffee ;) Aber der Anblick war trotzdem sehenswert und zur Stärkung sind wir danach in Manly (beliebter Strand der Sydneysider) zum Thailänder Essen gegangen. Nach Hause ging's dann mit der Fähre, die uns den Blick auf die Harbour Bridge und das Opernhaus bei Nacht präsentiert hat. Die nächsten zwei Tage steht dann Stadt Sightseeing auf unserem Programm.Read more

  • Day42

    Nach dem schweren Abschied unserer heiß geliebten Gemma (deren Klimaanlage zwar manchmal ausfällt, die aber so schön lila war) ging es zu unserer neuen Unterkunft. Am der Hausnummer angekommen waren wir von dem 50 stöckigen Wolkenkratzer erstmal erschlagen (1. Foto)! Das Ding sah ganz schön luxuriös aus und wird zu 99,9 % von Studenten aus China bewohnt (die fehlenden 0,1 % waren wir :)). Unser Gastgeber spricht wenig englisch aber das Zimmer war der Hammer und im Haus gab es Swimming Pool und Dachterrasse im 9. Stock! Der Ausblick auf die weiteren 50 Wolkenkratzer der Umgebung war natürlich unglaublich ;) Ich hab selten eine Stadt gesehen, die aus so viel Hochhäusern - und viele zusätzlich in Bau - besteht. Abends sind wir zu einem großen Nachtmarkt gegangen und haben uns die Bäuche vollschlagen. Ich konnte mich nicht zurückhalten und hab beim 'Italiener' Nudeln geholt - das war ein Fehler weil sie die italienische Küche wohl nicht überall so gut beherrschen wie bei uns ;) Mein Herz hat schon einen Freudensprung gemacht, als ich den bayerischen Brezn-Stand gesehen hab. Doch die Freude hielt bei Schokobreze oder Breze mit Zuckerstreusel nur kurz :) Am nächsten Tag haben wir die kostenlose City Führung mitgemacht und sind 3 Stunden durch die ganze Stadt gelaufen. Von kulturellen Stopps wie Bücherei, Goldschatzkammer, Kirchen usw. bis zu neumoderner Street Art und Graffiti haben wir alles mitgenommen. Abends wollten wir uns kulturell etwas weiterbilden und sind zu einem 'Theater/Kabarett/irgendwas' in den ButterflyClub gegangen. Der Mann am Ticketschalter hat uns extra noch geraten, früher hinzugehen weil die Bar dort so nett ist. Dort angekommen wurden von einem total verrückten Interieur empfangen - ein rotes Zimmer voll gestopft mit Sachen (von der Gummipuppe über Jesusbilder bis zu Sonntagsgeschirr war alles mit dabei). Das kam uns dann schon ein bisschen spanisch vor und wir waren gespannt auf das Stück! Und das war dann auch wirklich das merkwürdigste, was ich je gesehen hab ;) Eine Dame mit sehr freizügigem, unvorteilhaften Outfit erzählt bzw singt ihr Liebesleben, begleitet von einem Pianisten im Anzug und zwei Frauen, die mit Bikini (voll geklebt mit Gänsefedern) über die Bühne gehüpft sind. Die ersten Minuten musste ich mich so fassungslos zusammenreißen, damit ich nicht laut zu lachen anfange aber man gewöhnt sich schnell und so habe ich die dreiviertel Stunde gut überstanden ;)
    Am nächsten Tag haben wir uns ein richtig gutes Frühstück in einem schönen alten Cafe gegönnt und wollten dann gestärkt in den Tag aufbrechen. Bis mittags hat die Energie noch gereicht und wir haben uns die alte Rüstung von Ned Kelly (australischer Robin Hood) angeschaut. Ab dann war ich leider nur noch auf der Suche nach einem Klo weil ich wohl was falsches gegessen hab (wir tippen zwar eher auf das Sushi vom Vorabend als auf das gute Frühstück, aber wer weiß ;)). Und so hab ich den Nachmittag mit Spucktüte versucht zu überstehen , bis es dann abends in einen voll gestopften Zug mit einem stinkenden Alki neben uns (nicht das beste für einen schlechten Magen) zu unserer Unterkunft in die Nähe des Flughafens ging. Der Harti hat es sogar geschafft, mir hier -an einem Ort so weit weg von der Heimat- eine normale Breze zu besorgen. Das war glaub ich meine Rettung und so kamen am nächsten Morgen die Lebensgeister wieder zurück - was auch dringend nötig war weil ich um 6 in der Früh in ein Flugzeug steigen musste ;). Die nächsten 4 Tage steht noch Sydney auf dem Programm und dann geht's wieder nach Hause.
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  • Day39

    Die 250 km lange Great Ocean Road von Warrnambool bis Torquay war landschaftlich wirklich eine wunderschöne Strecke! Ganz im Westen sind wir an der Shipwreck Coast gestartet weil hier zur Zeit des Goldrausches ab 1850 viele europäische und amerikanische Schiffe kurz vor dem heißersehnten Ziel gegen einen der Kalktürme, die oft auch unter dem Meeresspiegel sind, krachten und sanken. Die Küstenlinie ist atemberaubend, steile Felswände, wildes Wasser und dann die bizarren Felstürme und -brücken mitten im Meer. Bekannt ist die London Bridge, die ursprünglich mal ein Doppelbogen war, auf den man spazieren konnte. 1990 ist ein Mann auf dem ersten Bogen rum gehüpft um seiner Frau zu zeigen, dass er stabil ist (sie hatte nämlich Angst dass er zusammen bricht). Und dann passiert natürlich, was passieren muss - der Bogen bricht ein. Die zwei Touris standen geschockt auf dem nun abgeschnittenen Turm, wurde aber bald mit dem Heli gerettet ;) Ein weiterer weltberühmter Ort sind die 12 Apostel - obwohl es weder 12 Türme sind (7 bis 9, je nachdem wie man drauf schaut) noch handelte es sich ursprünglich um Apostel. Früher wurde es 'die Sau mit Ferkeln' genannt aber der Name war irgendwann nicht mehr adäquat für so eine Attraktion ;) Die Türme sind auch nicht sonderlich stabil und so stürzt immer mal wieder einer ein (2005 der letzte).
    In Melbourne hieß es dann Abschied nehmen von unsere Reisegruppe und Cara, die den ganzen Tag mit ihrer geschenkten Omaunterhose auf dem Kopf oder über ihrem Rock rumgelaufen ist :D Im Cafe wurde sie ganz schräg angeschaut, aber gestört hat sie das kaum... Wir haben die Tour auf jeden Fall sehr genossen (bis auf die ausgefallene Klimaanlage) und in den 9 Tagen über 4000 km runtergefahren. Temperaturschocks waren hierbei auch inklusive ;) Jetzt freuen wir uns auf die letzte Woche mit Big City Life in Melbourne und Sydney!
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  • Day39

    Von Adelaide sind wir in der Früh zum Grampians NP aufgebrochen. Die Landschaft des Nationalparks erinnert uns mit seinen Wasserfällen und Bäumen eher an unsere Breiten und wir fühlen uns gleich ein bisschen wohler :) Auf dem Weg dorthin haben wir noch Halt an einem Salzsee gemacht, der ganz rosa war (kommt auf dem Foto leider nicht so gut rüber). Die Farbe kommt durch die vielen Algen zustande, die sich in dieser Gumpe tummeln. War schön zum Anschauen aber für eine Erfrischung nicht geeignet (ca 50cm tief). Diese Info hatten die zwei italienischen Touris wohl nicht, die mit Bikini und Handtuch kurz nach uns am 'Strand' angekommen sind ;) Leider sind wir zu früh wieder los gefahren um ihre Schwimmversuche mitzuerleben...
    Im Grampians sind wir zu einem Wasserfall spaziert und haben das Spektakel genossen, den Briten beim überqueren des Baches zuzuschauen. Manche haben anscheinend noch nie ihren Fuß auf einen Stein gesetzt und sich so selten dämlich angestellt (eine ist sogar mit ihrem dicken Kapuzenpulli baden gegangen und bei 18 Grad mit dem nassen Ding weiter spaziert). Danach ging es zu einem Aussichtspunkt, den unser Guide Cara als Top of World bezeichnet hat. Und der Ausblick war wirklich atemberaubend schön - eine weite Fläche, Stausee und Berge! Und Cara hat uns gleich noch mehr versprochen, wenn wir morgen um kurz vor 6 aufbrechen um den Sonnenaufgang auf dem Berg zu genießen. Alle haben ziemlich leise 'ja ok' gesagt nachdem einen das frühe Aufstehen wirklich ein bisschen fertig macht. Noch dazu hat sich die Wettervorhersage mit 13 Grad und Wolken nicht so prickelnd angehört. Ich hab also Daunenweste, Pulli und Jacke eingesteckt und los ging unsere Wanderung im Dunkeln. Oben angekommen hat der Wind bei 10 Grad geblasen und der Sonnenaufgang war leider wegen der Wolken ziemlich unspektakulär. Wir fanden es trotzdem sehr schön, im Gegensatz zu manch anderen, die mit kurzer Hose und T-Shirt fast erfroren wären ;) Der Sandstein ist hier zu total verrückten Formen erodiert worden und lässt oft einzelne Türme oder dünne Brücken stehen. Bei schönerem Wetter haben wir noch beim Tower Hill NP Halt gemacht und einen unglaublichen lieben Baby Koala im Baum gesichtet. Er hat dann eine halbe Stunde wie auf dem Laufsteg für uns posiert und wir wollten ihn am liebsten in unsere Tasche stecken und mitnehmen. Übernachtet haben wir in Port Campell, einem gemütlichen, kleinen Fischerdorf an der Great Ocean Road. Abends haben wir noch Valentinstagswichteln gemacht und jeder hat eine Kleinigkeit von jemandem aus der Gruppe bekommen. Cara hat uns wirklich 9 Tage mit ihrer verrückten aber sehr netten Art bei Laune gehalten und hat als Dank 3 sehr hässliche und riesige Omaunterhosen und eine Flasche Gin bekommen ;)
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  • Day36

    Vor Sonnenaufgang ging es bei angenehmer Temperatur (ca. 35 Grad) zu einem 2 Stunden Spaziergang im Flinders Range NP. Später kann man hier fast nicht wandern weil einen die Sonne sonst brät aber so war es sehr angenehm und wir konnten viele Kängurus bestaunen und freuten uns, wieder Wälder zu sehen. Die Fahrt Richtung Adelaide führt uns durch das Weinviertel Australiens (Barossa Vally, Clare Vally...) und da darf eine Weinverkostung natürlich nicht fehlen. Man merkt schon, für welche Personengruppe die Tour ist. Besichtigung von der Produktion oder den Weingärten - wer braucht das schon? Hauptsache man kann trinken ;) Glücklicherweise waren wir davor Mittag essen und so konnten wir die (mindestens) 10 verschiedenen roten und weißen Weine genießen. Bekannt ist die Region vor allem für ihren Riesling ('bester Wein 2016' prämiert im Rheinland) und Shiraz und wir standen mit unserem verschwitzten Sportoutfit da und haben den Wein gekonnt nach rechts und links gedreht ;) Nachdem es Samstag Abend war, wurden im Hostel in Adelaide gleich mal die Trinkspiele ausgepackt und wir waren sogar bis 12! wach :) Das war ganz ungewohnt während dieser Reise weil man ja meist um spätestens halb 7 aufgestanden ist. Morgen war aber unser freier Tag und jeder konnte machen was er will.
    Als wir in der Früh unser Fenster aufgemacht haben, sind wir fast zu Eis erstarrt! Kälteeinbruch in Adelaide bei gerade mal 17 Grad und einem Maximum von 21. Da mussten wir erstmal eine viertel Stunde in unseren Taschen wühlen um zu den langen Sachen zu kommen (abends hab ich sogar meine Daunenweste gebraucht für die der Harti mich immer verarscht hat) :) Die Lebensgeister kehrten sofort zurück und wir waren voller Tatendrang. Mit dem Radl erkundeten wir die ganze Stadt, besuchten die ArtGallery (teils sehr merkwürdige Exponate wie zwei tote Pferde ineinander gestopft), das Wein Center, den Friedhof und ein Cricket Spiel. Das war unser absolutes Highlight. Es ist wirklich eins der langweiligsten Spiele die ich je gesehen hab. Ein einziges Spiel dauert ca 4 Tage und pro Tag wird von in der Früh bis zum Abend gespielt. Es gibt regelmäßig Tee- und Esspausen für die Spieler, damit sie sich ja von ihrem anstrengenden Spiel erholen können. Von den 13 Leuten am Feld bewegen sich nämlich genau 2 (evtl 3 ;)). Die Schiedsrichter stehen mit Sonnenhut am Platz und genießen das schöne Wetter und die Zuschauer kommen mit ihren Büchern zum Spiel damit die Zeit nicht ganz so sinnlos ist :) Es ist aber eins der beliebtesten Spiele hier in Australien und wenn man vielleicht etwas mehr drinnen ist, wird es auch spannender (oder auch nicht). Die Stadt hat uns richtig gut gefallen, schöne Häuser und hoher Freizeitwert. Touristenfreundlich ist sie auch noch weil irgendwie von den Rädern über das Cricket bis zum Museum alles umsonst war! Morgen geht es wieder in die Natur zum Grampians NP.
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  • Day33

    Die Fahrt bis zur Opalhauptstadt Coober Pedy war wirklich sehr lang (11h) und die Landschaft wechselt von dem überraschenden Grün zu Rot und immer weniger Vegetation. Autos begegnet man hier nur relativ selten und die Temperatur stieg beharrlich auf 45 Grad an. Neben dem langen Sitzen kam dann noch erschwerlich hinzu, dass die Klimaanlage für die letzten 3 Stunden Fahrt mehr oder weniger ausgefallen ist weil die Leistung vom Auto einfach nicht genug war. Das war echtes Überlebenstraining wenn es selbst im Auto 38 Grad hat und du nirgendwo deinen Körper runterkühlen kannst (und das nach 2 Tagen campen, natürlich auch ohne Klima). Wir saßen also alle pitschnass im Auto und haben die Minuten gezählt bis wir in Coober Pedy ankommen. Hier wartete nämlich ein Untergrund-Hostel auf uns und wir als Tunnelliebhaber wussten gleich - da wird's kühler ;) Dort angekommen wurden wir von 24 Grad empfangen - ein absoluter Segen nach dieser Schwitzerei (ich habe echt noch nie in meinem Leben so geschwitzt)! Wir haben dann gleich noch eine Opalmine besucht und der Harti hat wieder damit geliebäugelt, hier einen Claim zu kaufen und das raue Mineurleben zu probieren :) Draußen kann es hier im Sommer zwar 55 Grad werden (wir hatten heut nur 46) aber unter Tage ist es ganz angenehm :) In dem Kaff ging es zum Pizza essen in ein Restaurant ohne Charme - und was passiert in dieser gottverlassenen Gegend?! Eine weitere Touristen Gruppe setzt sich an den Nebentisch und plötzlich sagt der Harti:“ja servus was macht ihr denn hier???“. Man kann mitten im Outback schon mal einen Studienkollegen treffen ;) Echt verrückt... Unsere Leiterin hatte dann noch eine Überraschung für uns. Es ging zu einer Pflegestation für verwundete Kängurus und dort haben wir ein so liebes Baby Känguru streicheln können <3 Es ist 5 Monate alt und schläft 23,5 Stunden am Tag...
    Zum Abschluss des Tages sind wir in eine Untergrund-Bar gegangen und haben uns einem kleinen Cider für 8$ gegönnt. Es ist schon was besonderes, dass wirklich viele Einwohner hier ihre 3 Zimmer Wohnung etc. in den Berg hineinbauen um der Hitze zu entkommen. Unser Schlafplatz hatte bis auf die Stockbettatmosphäre auch einen gewissen Charme und wir haben schon lang nicht mehr so gut geschlafen :) Vor dem nächsten Tag graute es machen schon weil wieder 700 km auf dem Plan standen und die Fahrt von gestern noch jedem in den Knochen saß. In der Tourbeschreibung stand schön “lehn dich im Privatauto zurück und genieße das Outback“. Ab dem Mittag ist dann wieder die Klima ausgefallen und der Schweiß ist einem wirklich in Strömen über den Körper gelaufen (Hartis Kommentar 'ich hab echt einen See in meinem Flip Flop' und das war nicht übertrieben). Wir haben zwischendurch noch einen Stopp bei einem Salzsee gemacht und da war die Temperatur schon bei 48 Grad. Bevor wir uns wieder ins 38 Grad kalte Auto setzen konnte musste ich mir erstmal eine Flasche Wasser drüber kippen um das zu überstehen... Die Nacht haben wir nahe der Flinders Range verbracht. Die Landschaft sieht mittlerweile schon wieder einladender aus (Bäume, Berge), die Temperatur bleibt aber beharrlich über 40.
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  • Day32

    Das Outback hat uns wider Erwarten mit relativ viel grün empfangen weil es die letzten Tage ziemlich geregnet hat. Die Farbkontraste von rotem Sand und grüner Steppe waren wirklich sehr schön! Alice Springs ist eine Stadt von 26.000 Einwohnern (nichts besonderes) und außen rum gibt es weit und breit keine Zivilisation. Dort mit dem Flugzeug aus Sydney angekommen stand auf unserem Infozettel gleich, dass wir abends nicht allein raus sollen und unsere Wertsachen im Zimmer lassen sollen. Am Weg zum Supermarkt wussten wir dann wieso. In der Stadt gibt es sehr viele Aborigines, die alle nur auf der Straße lungern und nicht arbeiten. Und zugegebenermaßen schauen die wirklich immer sehr unfreundlich und grimmig drein, so dass einem bei Tag schon etwas mulmig wird... Der Staat probiert sie zu integrieren, aber das klappt irgendwie überhaupt nicht und viele sind Klebstoff- oder alkoholabhängig. Eine absolute Parallelgesellschaft, die hier im Zentrum herrscht. Während unserer Zeit hier haben wir wirklich nur einen einzigen Eingeborenen arbeiten sehen, ansonsten wird alles von Weißen gemacht. Das hat uns extrem gewundert weil sie ja alle arbeitslos sind (die wenigsten leben noch im Busch wie damals, sondern laufen mit Handy und Nikeschuhen rum). Wir haben dann viele Studien gefunden und die Eingeborenen haben mit durchschnittlich 62 Punkten anscheinend den geringsten IQ aller Rassen auf der Welt und können somit oft die simpelsten Dinge bewerkstelligen. Das Problem wird in Australien aber gern ignoriert und eine Lösung ist nicht in Sicht.
    Unsere Reisegruppe für die nächsten 10 Tage besteht aus 17 anderen, meist jüngeren Leuten (die Schweizer bilden mit 5 Mann/Frauen witzigerweise die Mehrheit) und einer total ausgeflippten, rastalockigen Führerin :) Sie ist eine richtige weisse Buschfrau, aber sehr nett.
    Wir starten um 6 in der Früh Richtung Uluru (ist der indigene und respektvollere Name für den Ayers Rock) und besuchen auf dem Weg noch einen Okra-“Abbau“, wo die Aborigines ihre Farbe für Körperbemalung etc her bekommen. Dort gab es zum Frühstück 'bush coconut'. Das klang anfangs sehr verlockend, als sie die kleinen Kugel aufgemacht hat ist mir der Appetit aber sofort vergangen! Schwarzes vergammeltes Zeug, Würmer und ein bisschen weißes Kokosnussfleisch aussen. Es gehört aber anscheinend so ;) Dann sollte jeder eine Kostprobe nehmen - manche haben Würmer bekommen, andere das Fleisch. Da ich Vegetarier bin blieb ich verschont von den zappelnden Tieren aber das vergammelte andere Zeug war auch nicht besser - einfach nur greißlig! Zur Erfrischung ging es dann zum Baden zum Ellery Creek Water Hole, unerwartet im roten Outback aber sehr schön (wenn man den Gedanken an unsere Krokodilvorführung beiseite schiebt - klar war das Wasser nämlich nicht). Nach 5 Stunden sind wir dann am Uluru angekommen uuuund... es regnet!? Mittlerweile mussten wir schon lachen weil es immer bei den Besonderheiten auf unseren Reisen regnet. Es hat nur kurz angehalten und die 40 Grad auch nicht abgekühlt. Es hieß wir campen dort für zwei Tage in einem Swag (wie ein Biwak für eine Person mit Moskitonetz) unter freiem Himmel. Als sie uns dann die 'Swags' gezeigt hat, war es erstmal mucksmäuschenstill. Es war einfach nur eine dünne Matratze umhüllt von einem ziemlich unappetitlichen, dicken Stofffetzen ohne Netz :) Wir sollten also im Land mit den meisten gefährlichen Tieren auf der Welt einfach am Boden ohne Zelt oder irgendwas schlafen und das bei um die 30 Grad Nachttemperatur. Nicht zu vergessen, dass es grad kurz geregnet hat. Aber dafür ist gesorgt - man soll doch einfach die Klappe überm Kopf zumachen und sich in den Stofffetzen reinlegen (wie man dann noch Luft kriegen soll war für mich aber fraglich). Ich bin ja wirklich nicht zimperlich aber selbst ich hab mir gedacht, dass ich den ekligen Stoff unter keinen Umständen berühren will, geschweige denn mich damit einhüllen kann. Der Harti hat den rätselnden Ausdruck aus seinem Gesicht gar nicht mehr raus bekommen und ein anderes Mädel hat das Weinen angefangen ;D Das größte Problem kam dann aber erst auf - unser Platz war verseucht von Ameisen, die wirklich Millionenfach und einfach überall waren. Jeder freute sich also nachts von Ameisen und Mücken zerfleischt zu werden. Kurzum, wir haben es überlebt, es war dann auch nicht ganz so schlimm, auch wenn es zwischendurch kurz geregnet hat ;) Der Sternenhimmel war auch wunderschön! In der Früh ging's um 5.30 zum beeindruckenden Sonnenaufgang am Uluru und dann starteten wir um halb 8 mit der Wanderung um bzw. der Harti auf den Berg. Prinzipiell bevorzugen die Aborigines es, wenn man ihn nicht besteigt aber es machen trotzdem viele (vor allem Asiaten). Im Sommer ist der sehr steile Trampelpfad auf blankem Fels nur bis 8 in der Früh offen weil es sonst zu heiß ist und regelmäßig Leute an Herzinfarkt sterben. Besonders sicher schien das Ganze von unten auch nicht und als ich die Asiaten auf allen Vieren runter krabbeln sah, beschloss ich lieber unten zu bleiben und den 11km langen Rundweg zu gehen (bei 40 Grad und knalliger Sonne schien mir das echt genug Bewegung). Der Harti konnte es nicht lassen und ist die 350hm hoch gegangen (der Weg war wohl echt sehr steil und unsicher) und wurde oben mit einem unglaublichen Blick belohnt. Danach ist er noch unter Eile den Rundweg gelaufen weil er ja nichts verpassen wollte. Ich war auf jeder Fall froh, ihn nicht auf allen Vieren wieder zu treffen (auch wenn er von oben bis unten komplett durchgeschwitzt war und das auch noch eine Stunde später im Bus angehalten hat :)). Der Monolith und seine Größe waren wirklich beeindruckend, aber diesen extremen Mythos konnten wir nicht ganz nachvollziehen. Über die Mittagszeit sollten wir uns entspannen - am Pool oder einfach am Zeltplatz ein Nickerchen machen. Variante 1: Der Pool war so voll gestopft mit Leuten, dass das Wasser sicher nicht mehr erfrischend war. Variante 2: klang vielversprechend, nur wo soll man sich hinlegen?! Bäume bzw. Sträucher gab es nur außen rum, es hatte über 40 Grad und sobald man 5 Sekunden an einem Ort stehen blieb wurde man von Ameisen eingehüllt (ich dachte immer, dass sie in Filmen übertreiben, wenn Menschen von Ameisen aufgefressen werden aber jetzt glaube ich es sofort ;)). Und an diesem erbärmlichen Ort blieben wir auch noch zwei Nächte - das haben sicher 95% unserer Gruppe gedacht. Abends sind wir noch zum Kata Tjuta gefahren, der ähnlich wie der Uluru entstanden ist nur weniger bekannt ist weil es nicht ein einziger Gupf ist sondern mehrere kleinere. Mir hat das fast besser gefallen und ich hab mich immer mehr gefragt, was alle soooo toll am Uluru finden. Mit einem Plastikbecher Champagner zwischen 100 anderen Touristen am Abend wurde es mir dann langsam klar. Der Sonnenuntergang ließ den Berg wirklich in einem tiefen Rot leuchten und die Szenerie war gewaltig (Tagsüber ist er eher langweilig braun). Fix und fertig von der Hitze und dem ständigen frühen aufstehen ging es wieder zu unserer Matratze. Morgen heißt es lange Auto fahren (800km) und wir freuten uns auf etwas länger schlafen und Klimaanlage. Doch das länger Schlafen war falsch gedacht. Irgendwie müssen wir jeden Tag eine halbe Stunde früher raus (auch wenn man immer denkt früher geht nicht mehr) und um 5 in der Früh saßen wir brav im Bus um bis nach Coober Pedy zu Opalminen zu fahren.
    Anmerkung von Harti: Er findet den Uluru schon sehr außergewöhnlich und besonders! ;)
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  • Day27

    Unser letzter richtiger Tag im Camper stand ganz im Zeichen der Seen. Die Route führt uns wunderschön auf schmalen Landzungen immer zwischen Meer und Seen hindurch. Im Myall Lakes NP sind wir wieder zu einem Leuchtturm hoch gewandert und haben die sagenhafte Aussicht genossen! Am einen Ende lag ein schöner langer Strand - gefühlt im Nirgendwo. Aber irgendwie muss da doch eine Straße hinführen, denn wie wir merken konnten, heißt es für Australier nicht 'gehen wir zum Strand' sondern 'fahren wir auf den Strand'. Da nimmt man gemütlich sein Allrad-Auto, parkt mitten am Sand, fährt die Markise aus und hat seinen Kühlschrank immer dabei :) Eigentlich ein ganz entspannter Lebensstil! An einem abgelegenen See, zu dem eine kleine Schotterpiste führt, wollten wir Mittag machen. Dort angekommen hatten wir unerwartet Probleme, einen Parkplatz zu finden - Kindergeburtstag und auch sonst absolutes Highlife und das mitten in der Pampa! Wir haben groß aufgetischt und kaum dass wir uns hingesetzt hatten, haben wir schon Besuch bekommen. Ein Meter langer Waran hat sich auf den Bädetüchern geräkelt und sich die Sonne auf den Rücken scheinen lassen. Ich war schon wieder kurz davor, auf meinen Campingstuhl zu springen aber die Kindergeburtstags-Gruppe blieb ganz ruhig sitzen :) Diese Tiere scheinen hier so wie für uns Hunde zu sein... sehr gewöhnungsbedürftig! Abends sind wir in den Genuss von einem imposanten Gewitter gekommen und ich konnte den Blitz mit meiner Kamera sogar einfangen!
    Morgen heißt es dann Adieu Camper :( Wir sind schon ganz traurig und haben ihn sehr lieb gewonnen! Die Trauer hielt aber nur relativ kurz nachdem wir unsere Airbnb Unterkunft für diese Nacht erreicht hatten! Ein unglaubliches Haus, 5 Minuten vom Strand in Maroubra, super eingerichtet und wir hatten eigentlich 4 Zimmer für uns allein. Wir haben uns also gleich auf die Terrasse gelegt und einfach nur die Aussicht genossen. Unsere Gastgeberin ist Künstlerin, ursprünglich aus Mauritius aber in Australien aufgewachsen. Und wie der Zufall will, fragt sie mich ob ich nicht aus Bayern komme. Ihr Ex-Mann ist wohl Deutscher und sie haben ein paar Jahre in Trudering gewohnt... Die Welt ist echt klein ;) Leider hat dieses Luxusleben nur 12 Stunden gedauert - um 6 in der Früh ging's zum Flughafen und auf ins Landesinnere (bedeutet Hostel oder Campen ;)). Wie das Internet mitten im Nirgendwo ist, werden wir dann sehen - also liebe Eltern macht euch keine Sorgen wenn ihr etwas länger nichts von uns hört :)
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  • Day26

    Byron Bay war bei Tageslicht schon etwas mehr nach unserem Geschmack, die Typen sind aber die gleichen geblieben. Deswegen haben wir hier mehr die Landschaft genossen und sind zu einem Rundweg bis zum Leuchtturm aufgebrochen. Er liegt auf einer Halbinsel und ist der östlichste Punkt des australischen Festlandes. Wir wussten zwar, wie lang der Weg war, aber von Höhenmeter wurde im Reiseführer nirgends gesprochen ;) Deswegen war ich kurz schockiert, als ich die Vielzahl an Stufen vor mir sah und es auch auf die Mittagszeit zuging... Am östlichsten Punkt (war natürlich direkt hinter dem größten Anstieg) sind wir also ziemlich verschwitzt und fertig angekommen :) Oben sind uns dann einige total entspannt und ohne einen Schweißtropfen vergossen zu haben entgegen gekommen. Die haben sich wohl den unverschämt teueren Parkplatz direkt beim Leuchtturm gegönnt! Ich hab mein gespartes Geld lieber gleich in ein Eis investiert und den Ausblick genossen. Schroffe Felsen und einzigartige Strände! Und oben drauf gab's noch einen ganzen Schwarm Delfine!!! Den Nachmittag haben wir an einem ruhigen Strand verbracht und sind ein paar Mal im Wasser gewesen. Hier sind die Wellen zwar echt ziemlich groß und wild (man kann nicht mehr als ein paar Meter rein weil einen sonst die Strömung raus zieht) aber es gibt keine Quallen oder Haie hier ;) Die Nacht haben wir in Coffs Harbour verbracht, dass außer einer riesen Plastikbanane noch einen top Campingplatz zu bieten hat (inklusive Hüpfkissen und Rutschenparadies). Die Banane wurde in den 60iger Jahren dort platziert, um den Tourismus anzulocken. Danach ging ein richtiger Hype mit solchen Megagegenständen los und überall im Land sprossen gigantische Hummer, Ananas etc. aus dem Boden. Und wir waren an der Geburtsstätte - sehr beeindruckend (Ironie!!!) :) Man muss halt dort gewesen sein, wenn man in Coffs Harbour war. Port Macquarie war unser nächster Halt. Hier haben wir einen Spaziergang entlang der Küste gemacht und die Steine am Pier sind mit allen möglichen Kunstwerken verziert (Bayern waren wohl auch mal hier :)). Die Nacht verbringen wir an einem Campingplatz bei Forster, der direkt zwischen Lagune und Meer liegt. Wunderschön und ruhig. Den Platz teilen wir nur mit einer ziemlich großen Moskitopopulation ;) Nachdem heute der erste bedeckte Tag war, waren wir abends sogar motiviert und haben ein bissl Fussball, Basketball und Tischtennis gespielt!Read more

  • Day24

    An zwei Tagen wollten wir die Sunshine Coast, Brisbane und die Goldcoast abhandeln und nebenbei noch den Bundesstaat und die Zeitzone wechseln. Unser erster Besuch war Noosa, ein total idyllisches Fleckchen mit einem unglaublichen Strand und einer total entspannten Flaniermeile. Bei ziemlicher Hitze sind wir dann für den Coastal Track losmarschiert und haben bei dem Küstenweg wunderschöne Landschaft und ziemlich viele Surfer gesehen. Ab hier beginnt also langsam das australische Leben mit sonnengebräunten Surferboys/-girls, wie man sich das so vorstellt. In Noosa hätten wir ruhig noch länger bleiben können aber unser Stopp für heute war Brisbane. Am Weg dorthin haben wir noch kurz an den Glasshouse Mountains, 12 Vulkangipfeln, halt gemacht. Am nächsten Tag ging's erstmal zu unserer Camper Vermietung, um neue Handtücher und Bettzeug zu holen. So haben wir mal die Möglichkeit gehabt, Rushhour in einer Großstadt zu erleben. Und das mit einem Gefährt, dass meines Erachtens ziemlich große tote Winkel hat ;) Verfahren haben wir uns natürlich auch (selbstverständlich war ich schuld) und die Laune des Fahrers war schon etwas gesunken. Mit frischer Wäsche im Gepäck ging's dann ins Zentrum. Da es keine U-Bahn gibt und sehr viel Verkehr, haben sie die Busse in den Untergrund verlagert und Kilometer lange Straßen gebaut. Der Stadtkern strotzt vor Hochhäusern und wird schön vom Fluss eingerahmt. Wir sind zuerst mit der Fähre rum gefahren und dann im Business District ausgestiegen. Es war grad Mittag und alle Bänker, Immobilienmakler etc haben sich ihr Bio-Gesund-Essen in ihren Designerkleidchen und Anzügen gegönnt. Ich würde sagen, dass wir ziemlich herausstachen - der Harti vielleicht noch mehr als ich nachdem er eher nach Strandurlauber aussah (Badehose, Sportshirt, Strohhut und Trekkingsandalen ;)). Je näher wir zur Shoppingmeile kamen, desto mehr haben sich die Leute unserem Lifestyle angepasst :) Nach dem Spaziergang ging es zum Rathaus und einem Museum, das sich darin befand. Als Schmankerl konnten wir mit einem Aufzug von 1930 hoch in den Uhrturm fahren und die Aussicht genießen.
    Dann hieß es für uns wieder ab aus Land. Heute wollten wir In Byron Bay übernachten, was uns von vielen wärmsten empfohlen wurde. Die sehr touristische Goldcoast haben wir aus Zeitgründen ausgelassen - man hat aber gemerkt, dass hier was los ist. Auf einmal standen wir im Stau - und zwar ca 160 km lang! Und das auf einer 3 spurigen Autobahn, ohne Schlaglöcher. Wir waren ganz verwirrt ;) Hier angekommen sind wir gleich zu einem Spaziergang durch die Hauptstraße aufgebrochen (mit ziemlich hohen Erwartungen). Nach ein paar Metern wurden wir gleich von einem Freak angeredet, der Hartis Shirt sehr cool fand (einfach nur schwarz?!). Und irgendwie waren diese verrückten Hippies überall auf der Straße. 50 Prozent der Männer haben lange, zerzottelte Haare und es scheint als wären wir wieder in der Flowerpower Zeit angekommen. Jetzt im Trend ist anscheinend auch, keine Schuhe mehr zu tragen. Im Supermarkt sind mehr Leute barfuss durch die Gänge geschlurft als mit Schuhen ;) Falls man auf der Suche nach Gras ist, wird man hier sicher auch nicht lang suchen müssen. Wir waren also beide etwas verwundert, wie verschieden Geschmäcker sein können, vor allem weil diejenigen, die uns das empfohlen haben, eher prüde waren. Der Harti hat irgendwann schockiert gemeint: sag mal sind wir eigentlich wirklich so spießig?! Das war der Satz des Tages ;) Wir werden dem Ort auf jeden Fall bei Tageslicht noch eine Chance geben! Darauf gab's erstmal ein gutes Fleischpflanzerl und schon sah die Welt ganz anders aus.
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  • Day22

    Unser Ausflug auf die größte Sandinsel der Welt (120 km lang und bis zu 12 km breit) lässt sich am treffendsten mit den Worten “7 Stunden lang im Allrad Truck über Sandwege hoppeln“ beschreiben. Unglaublich, wie sich unser Bus durch weichen und festen Sand durchgewühlt hat. Ich war schon nach ein paar Minuten froh, dass wir uns nicht selber ein Allrad Auto gemietet haben... Das klingt immer so spannend aber da bleiben alle Nase lang Touris mit ihren Jeeps im Sand hängen und das Fahren dort stell ich mir sehr anstrengend vor. Manche Abschnitte sind so weich, dass du locker 20/30 cm einsinkst. Abenteuer eben :) Ich war auf jeden Fall mit unser Wahl zufrieden weil die großen Trucks natürlich nicht ganz so durchgeschüttelt werden! Die Insel ist bemerkenswerterweise fast komplett von Regenwald bedeckt, der direkt im Sand wurzelt. Und mitten in der Insel gibt es Süßwasserseen, die so unglaublich klar sind und von türkis, grün nach blau wechseln. Harti hat hier das schönstes Badeerlebnis in seinem Leben gehabt (so enthusiastisch war er bisher noch nie ;)). Danach ging es zum 75 Mile Beach, einem schnurgeraden Strand, der hier fast als Autobahn genutzt wird. Zwischendrin steigt ein junger Pilot mit weißen Socken bis zum Knie ein und bietet uns einen kurzen Rundflug über die Insel an. Ich hör schon gar nicht mehr zu sondern begutachte diese merkwürdigen Socken und plötzlich frägt der Harti mich, ob wir das nicht machen wollen. MICH!!! Nach meinem Flugerlebnis in Peru habe ich mir geschworen, nie wieder so eine klapprige Kiste zu besteigen und die hier sah auch nicht größer oder neuer aus. Ich hab also nur schockiert “spinnst du?“ gesagt und nach kurzem Zögern stand er schon neben dem Piloten ;) Seinen Erzählungen nach war es sehr schön und ein paar wilde Manöver gab's auch oben drauf. Am Eli Creek haben wir uns dann wieder getroffen und ich dachte nur , zum Glück er lebt noch :) Am Rückweg haben wir glücklicherweise auch noch Dingos gesehen, die reinrassig nur hier vorkommen (irgendwie eine Mischung aus Hund und Wolf oder so). Der Tag war also ein voller Erfolg und der Ausflug hat sich gelohnt!Read more