October 2016
  • Day20

    Amazonas Regenwald Nr. 2

    October 31, 2016 in Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    Am Nachmittag sind wir zu einer typischen Farm im Amazonasgebiet geschippert. Hier haben wir alle dort angebauten Früchte probiert und gesehen, wie Landwirtschaft hier funktioniert. Von Monokultur ist keine Rede - auf 4 Hektar bauen sie Papaya, Bananen, Mandarine, Orange, Zitrone, Ananas , Coca Sträucher, Avokado, Sternfrucht, Chilli Sträucher, Stinkfrucht, Ingwer, Paprika und Maniok an. Es war total beeindruckend, mal zu sehen, wie das ganze Obst aus dem Supermarkt wirklich wächst. Die Ananas z.B. wächst an einem Strauch, der nur eine einzige Frucht trägt und danach abgesägt wird. Der nächste Strauch braucht dann 1,5 Jahre, bis die nächste Frucht geerntet werden kann! Bei Bananen (die 4m hohen Gewächse zählen nicht zu den Bäumen sondern sind ein Gras) ist es das selbe, nur dass sie schneller wachsen und an einem Strunk sehr viele Früchte dran hängen. Die Abendbeschäftigung war eine Bootsfahrt im Stockfinsteren. Wir waren auf der Suche nach Kaimanen und fanden stattdessen einen Jaguar! Ein absoluter Glückstreffer, den König des Amazonas zu sehen! Unser Guide hat einfach die besten Augen überhaupt... Er hat jedes noch so kleine Tier an der Reflexion seiner Augen erkannt und beim Jaguar ist er ganz nervös geworden :) Wir konnten mit dem Boot bis auf ein paar Meter ran fahren, die Bilder sind leider wegen Dunkelheit nicht so gut geworden aber es war ein einmaliges Erlebnis! Morgen geht es Richtung Heimreise, zuerst ein Inlandsflug nach Lima und am nächsten Tag ins schöne München. Wir freuen uns schon wieder auch wenn die Reise und das Land wirklich unvergesslich sind!Read more

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  • Day20

    Amazonas Regenwald

    October 31, 2016 in Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    Mit dem Flugzeug dauert die Reise von Cusco in eine andere Welt nur 35 Minuten. Wir steigen bei 32 Grad und strahlendem Sonnenschein aus und sind von sattem Grün umgeben. Heute ist laut unserem Guide Elvis ein eher kühler, angenehmer Tag :) Mit dem Bus geht es eine Stunde über eine holprige Straße bis zur kleinen Kommune 'infierno' (Hölle-ein sehr idyllischer Name). Von hier fahren wir mit dem Boot 2,5 Stunden den Tambopata Fluss bis zu unserer Lodge hinauf. Die Peruaner zaubern auch unter widrigsten Bedingungen ein hervorragendes Essen, angerichtet in einer Alu Box, auf den Tisch. Ich hatte wirklich bisher noch nie so wenig Probleme mit meiner vegetarischen Extrawurscht ;) Überall bekomme ich super Alternativen und das ohne Nachfragen. Die Lodge liegt mitten im Dschungel mit ca. 20 Hütten, die alle mit Schilf abgedeckt sind und aus je zwei Zimmern mit 'eigenem Bad' bestehen. Die Anführungszeichen deswegen, weil es eigentlich keine Decke gibt, alles offen ist und nur mit Moskitonetzen vor Tieren geschützt wird. An Privatsphäre aufm Klo ist also nicht zu denken, da der Nachbar alles mithört ;) Unser Nachbar ist noch dazu Österreicher und versteht alles, was wir reden - wie hat unser Guide so schön gesagt: better keep your secrets :) Im Zimmer gibt es keinen Strom, für die Romantik sind 3 Kerzenhalter aufgestellt, die einem den Weg ins Bad weisen. Da das Zimmer komplett offen ist, hat man immer einen wunderschönen Blick und schläft sozusagen mitten im Dschungel. Am Abend haben wir uns mit Stirnlampen bewaffnet und einen Nachtspaziergang gemacht. Das Ganze war ein ziemlicher Spaß weil 2 aus unserer Tour eine ordentliche Panik vor Spinnen oder sonstigen Krabeltieren haben. Unser Guide hat das mit Humor genommen und ihnen nur noch mehr Angst gemacht indem er ihnen Käfer und Ameisen direkt ins Gesicht gehalten hat ;) Alle mussten dann ihre Taschenlampen aus machen und nur den Geräuschen lauschen - wirklich beeindruckend was für einen Lärmpegel die Tiere machen. Am Morgen ging es um 6 weiter mit der Wildlife Beobachtung. In der Morgenhitze von 30 Grad sind wir zu einem See gewandert, haben eine kleine Kanu Tour unternommen und waren dann mittags wieder in der Lodge. Insgesamt haben wir sehr viele Tiere gesehen, deren Namen ich gar nicht auf deutsch weiss bzw. schon wieder vergessen habe. Mit dabei waren: Gürteltier, riesige Kröte (Fussballgroß & sehr eklig), Grünfrosch, riesige Taranteln (ca. 15cm lang), Affen, viele Spinnen, farbenfrohe Papageie, Wasserschweine (sehen aus wie Meerschweinchen, nur in der Größe eines Schweins), Piranha, Kaimane, Riesenameisen (1,5cm lang), Königsgeier und Riesenadler. Die Artenvielfalt ist einfach unglaublich! Auf dem Weg wurden wir zu Tarnzwecken noch wie die einheimischen Jäger bemalt. Aus grünen, unscheinbaren Blättern kommt tieflilaner Saft raus. Der Harti hat als erstes seine Kriegsbemalung bekommen und ich sollte eine Jaguarklaue werden. Die Peruaner haben aber wirklich einen unschlagbaren Humor und so hat er mir ein Katzengesicht wie beim Kindergartensommerfest aufgemalt ;) Die Farbe hat sich trotz Schweiss, Sonnencreme und Insektenspray sehr gut gehalten und so sind wir den ganzen Vormittag wie Idioten durch den Dschungel spaziert...Read more

  • Day19

    Ausritt rund um Cusco

    October 30, 2016 in Peru ⋅ ☁️ 19 °C

    Pünktlich um 9 wurden wir von einem Ranch-Besitzer und unserem heutigen Guide am Hotel abgeholt. Mal wieder sind wir überrascht, wir gut alles organisiert ist. Wir müssen echt keinen Finger krümmen sondern nur sagen, was wir gerne machen wollen und von Peruanischer Gemütlichkeit bzw. Unpünktlichkeit ist nichts zu sehen. An der Ranch angekommen wurden wir von einem kleinen Babyfohlen empfangen, dass erst in der Nacht geboren war und mit Nabelschnur über die Wiese gestackselt ist :) Mein Pferd wollte später dann noch die am Boden liegende Plazenta fressen wovon ich es mit den Zügeln grad noch abhalten konnte. Da der Harti noch nie geritten ist, hat er das gemütlichste Pferd bekommen - bedeutet das faulste ;) Wenn man es angetrieben hat, ist es drei Schritte schneller getrabt und dann wieder vor sich hin geschlurft... Der Weg war aber auch ziemlich steil und steinig und die Pferde konnten einem schon leid tun. Die Einführung für'n Harti war auch ziemlich spärlich - zieh rechts wenn du nach rechts willst und links wenn du nach links willst. Alles klar? Und so saßen wir bei den steilen bergab Passagen ziemlich unsicher auf dem Pferd, mit Zeit sind wir aber wie Cowboys geritten (wie unser Guide uns versichert hat ;)). Am Ende durften wir sogar galoppieren, was wirklich Spaß gemacht hat. Nur der Trab hat uns und unsre Hinterteile ziemlich herausgefordert. Wenn man nicht weiß, wie man sich bewegen soll, wird man einfach wie ein Kartoffelsack ständig aufs Pferd zurückgeschleudert ;) Und das merken wir auch heut noch, sobald wir uns hinsetzen...Die Pferde haben uns zu 4 Inka Stätten in der Umgebung von Cusco gebracht - einem Wassertempel, einem Mondtempel, einer Kommunikations- & Handelsstation und dem größten Sonnentempel des letzten Inkaherrschers. Der Sonnentempel ist nochmal eine Dimension für sich - riesige Zickzack Mauern, in die verschiedene Tiermotive mit Steinen reinmodeliert wurden. Der Vormittag verging wie im Flug und unsere Reise ins Inka Land haben wir mit einem Besuch im Inka Museum abgeschlossen. Der Harti hat in Kanada anscheinend noch nicht genug wegen seiner Frisur gejammert, so dass wir hier auch noch einen Friseur suchen mussten. Trotz gewisser Sprachbarrieren hat sich die Dame extrem viel Mühe gegeben und ihm gleich auch noch eine Bartpflege verpasst. So saß er eine halbe Stunde tiefenentspannt für insgesamt 5€ aufm Stuhl und war (man glaubt es kaum) sogar zufrieden mit dem Ergebnis :) Abends ging es in ein ziemlich nobles Lokal mit verschiedenen Steaks, die auf einem heißen Stein serviert wurden. Da konnte der Harti sich natürlich nicht zurückhalten und hat gleich die Deluxeplatte mit 3 Fleischsorten (Rind, Alpaca, Shrimp) bestellt ;) Für mich gab's Kartoffelsuppe, die auch sehr gut war. Nach einem Absackercocktail ging es dann zurück ins Hotel. Morgen früh brechen wir auf Richtung Dschungel, wir freuen uns schon auf diesen krassen Temperatur- & Landschaftswechsel!Read more

  • Day17

    Machu Picchu & der Nebelwald

    October 28, 2016 in Peru ⋅ ⛅ 26 °C

    Pünktlich um 4.15 haben wir uns mit unserem Guide Manuel in der Lobby getroffen und sind im Stockdunklen und sehr ergiebigen Regen durch den Ort spaziert. Ziel war die Bushaltestelle, an der ab 5.30 die Busse über Serpentinen 400 hm bis zur Ruinenstadt fahren. Um die Uhrzeit und bei dem Regen erwartet man eigentlich wenig Publikumsverkehr aber wir wurden schnell eines besseren belehrt. Die Schlange vor uns war schon lang aber die hinter uns sollte noch länger werden :) Alle standen brav über eine Stunde im Regen, nur wir hatten das Glück, dass bei uns genau ein Dach drüber war ;) Als Belohnung für die lange und nasse Warterei wurden wir um 6 in der Früh von der Inkastätte empfangen - wirklich?! Wir konnten nicht mal genau sagen, wo oben und unten war weil es so unglaublich neblig war... heißt also nicht umsonst Nebelwald ;) Das sollte ja gut los gehen. Zumindest waren wir echt eine der Ersten und konnten Fotos ohne Menschen machen. Und falls doch einer drauf war, hätten es auch wir sein können. Sahen eh alle gleich aus - Poncho in allen erdenklichen Farben war das wichtigste Kleidungsstück ;) Nachdem die Dinger nach einer gewissen Zeit überall an einem dran klebten, der Regen nicht aufhörte und mein erster Hungerschub kam, wurde die Laune nicht gerade besser. Wir konnten echt nicht glauben, dass wir genau an diesem einen, wichtigen Tag so ein Sauwetter haben sollten - wir haben davor immer so brav aufgegessen und hatten das einfach nicht verdient ;) Petrus sah das wohl genauso und um halb 10 hat der Wind den Nebel weggeblasen und einen unglaublichen Blick freigegeben. Wir waren grad auf dem Weg zum Sonnentor, welches das Ende des Inka Trails ist und noch höher als die Stadt liegt. Die Minuten haben wir sofort für Fotos genutzt - und das zurecht. Am Sonnentor angekommen hat man schon wieder nichts von der Stadt gesehen. Nach 5 Minuten war der Ausblick wieder atemberaubend und wir sind mit Jacke an- und ausziehen gar nicht mehr hinterher gekommen :) Das Wetter wechselt hier wirklich im Minutentakt... Wir waren einfach nur froh, überhaupt noch so gutes Wetter zu haben, das hätte den Urlaub schon ein bisschen ruiniert. Harti hat die freie Sicht gleich genutzt, um zum dritten Mal die Runde durch die Stadt zu drehen und Fotos der Häuser und Tempel zu machen. Die Baukunst ist beeindruckend. Die Steine in den Häusern der höheren Leute und den Tempeln passen einfach exakt aufeinander, egal wie viel Ecken nötig sind. Danach ging es wieder runter und mit Zug und Bus zurück nach Cusco. Morgen werden Harti und ich die archäologischen Stätte um Cusco mit dem Pferd erkunden ;)Read more

  • Day16

    Lares Trek

    October 27, 2016 in Peru ⋅ 🌧 9 °C

    Unsere Trekking Tour startete erstmal mit einer 3-stündigen Busfahrt zum kleinen Ort Lares mitten im Nirgendwo. Die Straße dorthin kann man ohne Probleme in die Kategorie 'gemeingefährlich für Magen und Geist' einstufen. Kurven über Kurven und bei der Abzweigung nach Lares sagt unser Guide gut gelaunt: One way street. Ich frag gutgläubig nochmal 'ach wirklich' und er antwortet 'si, si'. Als der Fahrer bei jeder Kurve ziemlich lang hupt, haben wir uns schon bissl gewundert - aber vielleicht will er ja die Lamas und Alpacas vertreiben :) Naja war natürlich nicht so und nach 5 Minuten kam uns schon der erste Kleintransporter entgegen... Dass bei der Geschwindigkeit und Sicht nicht mehr passiert ist echt verwunderlich. Die Gruppe besteht aus 6 Leuten (Kanadier, Briten, Chinese), die alle ganz sympathisch sind. Der Start der Wanderung war sommerlich warm und wir hatten schon größte Befürchtung, bei dem Wetter 1000 hm morgen zu wandern. Der Chinese ist gleich los gesprintet, als würde er einen Marathon laufen wollen. Wir anderen haben sofort Wetten abgeschlossen, wann er umkippt aber ich muss zu seiner Verteidigung sagen, dass er dieses Tempo bis zum Ende durchhalten hat. Wie wir am Abend gesehen haben, sind wohl die meisten auf Tabletten (Ibu oder sonstiges Zeug), entweder gegen die Höhe oder gegen Ermüdung ;) Die heutige Etappe war von der Anstrengung sehr kommod und passend zum Mittagessen hat es angefangen zu regnen. Was normal ziemlich ärgerlich war, war hier perfekt. Wir wurden in einem großen 8-Mann Zelt mit Stühlen, Tisch, Tee und einem 3 Gänge Menü empfangen. Unglaublich was unsre Köche unter den Bedingungen zaubern! Im ersten Camp angekommen wurden wir gleich wieder mit Kaffee, Popcorn und Kuchen begrüßt :) Die Nacht haben wir in der Nähe von einer verlassenen Hütte auf 3800m verbracht, in der wir auch essen & Karten spielen konnten und nicht ab 6 im Dunklen saßen. Unser Koch hat sich in seine Arbeitskleidung geschmissen und uns ein weiteres vorzügliches 3 Gänge Menü gezaubert. Wir waren alle fassungslos, mit wieviel Essen wir hier versorgt werden. Meine 15 Müsli Riegel sind wohl umsonst und ich werde sie wieder mit heim bringen ;) Der zweite Tag startete um 5.30 mit Cocatee und schon wieder einem Haufen Essen (Porridge, Palatschinken mit soooo lieber Deko). Danach ging es kontinuierlich 1000hm bergauf. Ich war überrascht, dass es echt ziemlich gut vorwärts ging und das trotz der Höhe. Eine andere Gruppe von unserem Anbieter haben wir gleich überholt und im nachhinein erfahren, dass es nicht alle von ihnen bis zum Gipfel geschafft haben (s. auch arme Frau am Ende des Blogs). Viele Touris buchen diesen Trek anscheinend, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was sie erwartet... Nach 4 Stunden haben wir die schlimmste Etappe geschafft - 4790 m. Der Weg dorthin war am Ende ziemlich felsig (zusätzlich kam Regen, Schnee, Graupel) und die großen Schritte haben einem bei der Höhe schon zu schaffen gemacht. 2 aus unserer Gruppe haben wegen dem Sauerstoffmangel kurz ihre Fingerspitzen nicht mehr gespürt. Unsere Träger und Köche sind federleicht mit den Pferden, Mulis und Lamas an uns vorbeigezogen - und das mit Sandalen und barfuß... Als wir oben angekommen sind, wurde das Wetter wieder schöner und sonniger und die 1000hm wieder runter waren ziemlich schweißtreibend. Mittagessen gab es mitten im Nirgendwo und für die scheuen Touris haben die armen Träger sogar ein Mini-Klozelt aufgestellt... ich konnte es echt nicht glauben :) Die Landschaft ist wirklich faszinierend hier. Unser Zeltplatz für die Nacht ist heute auf einem Fussballplatz und als wir ankommen sind, war alles schon vorbereitet und aufgebaut. Und was darf natürlich nicht fehlen - Essen ;) Alle haben schon zum Stöhnen angefangen aber dann trotzdem brav aufgegessen. Wer viel leistet, der muss auch viel essen haben wir es uns gut geredet. Am dritten Tag ging es dann nochmal 1000hm runter und meine Zehen fühlen sich vom ständigen Anstoßen schon blau an. Der arme Brite hatte so starke Knieschmerzen, dass er nur noch humpeln konnte. Glücklich unten angekommen gab es gleich mal Mittagessen zur Entschädigung ;) Aus der zweiten Wandergruppe ist eine Frau dabei vom Stuhl in Ohnmacht gefallen und konnte sich dann ungefähr eine Stunde lang nicht aufrecht halten. Alle standen ziemlich ratlos außen rum (Beine hoch, Wasser trinken? Noch nie gehört) - vom erste Hilfe Kurs war nicht viel zu sehen. Es wurde dann ein Arzt angerufen, der Stunden entfernt war. Zum Glück ging es ihr von allein besser, was Schlimmes will man hier wirklich nicht gern haben. Danach ging es gleich weiter zu einer Chicherria, wo wir selbst 'gebrautes' Maisbier mit Erdbeeren getrunken haben. Morgen früh geht es um 4.15 rauf nach Machu Picchu, um hoffentlich einen schönen Sonnenaufgang zu erleben.Read more

  • Day13

    Im Inka-Kernland

    October 24, 2016 in Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    Gestern waren wir fast nur mit Bus fahren beschäftigt um von Puno nach Cusco zu kommen. Zu unserer großen Freude wurde die Landschaft auf dem Weg immer grüner und wir sehen zum ersten Mal wieder Bäume und Flüsse :) Am Nachmittag hatten wir die Vorbesprechung für unsren Trek. Aus unserer Gruppe sind Harti und ich die einzigen, die den Lares Trek und nicht den Inka Trail machen. Auf dem Lares Trek sind wir anscheinend zu 6. Kennengelernt haben wir bisher noch keinen, wir sind gespannt. Heute ging es wieder zeitig los. Im Privatbus sind wir ins Urubamba Tal (heiliges Tal) gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir erstmal einen Aussichtsstopp über Cusco gemacht. Die Innenstadt ist wirklich total schön und immer noch stark von ehemaligen Inkabauten geprägt. Die typischen Steine, die Millimeter genau aufeinander passen (und das ohne Mörtel), sieht man hier überall. Der zweite Stopp war ein Webereiprojekt in einem kleinen abgeschiedenen Dorf. Mittlerweile sind 60 Frauen hier beschäftigt und zeigen den Touris die alte Tradition der Inka. Hier ist wirklich alles natürlich, die Lama und Alpaca geben die Wolle und die Farbe kommt von Blüten, Pflanzen, Parasiten etc.... Es war wirklich faszinierend zu sehen, wie diese Stoffe die Wolle sofort färben. Danach sind wir zur ersten archäologischen Inka Stätte gefahren. Ganz oben auf dem Gipfel trohnen die Häuser und an der steilsten Bergflanke haben sie mit ihren typischen Terrassen Landwirtschaft betreiben. Mittagessen gab es bei einer idyllischen Farm. Einheimische Exklusivitäten wie Quinoasalat, gefüllte Paprika, sehr eklige Kartoffeln (sahen irgendwie vergammelt aus, gehören aber so ;)), süße Maispampe und Maracuja-Gelee als Nachspeise. Das war wirklich ein Gaumenschmaus (hoffentlich zahlt unser Magen uns das nicht heim). Der letzte Stopp ist Ollantaytambo, wo morgen auch unsere Tour startet. Der Ort war eine der letzten Inka Städte und ist total sehenswert. Neben einer gemütlichen Altstadt sticht eine imposante Inka Festung hervor. Hier wimmelt es nur so von Touristen, sodass der Stau auf den Stufen beachtlich war. Mitten im Ort wohnt eine Frau mit Hunderten von Meerschweinchen, die sind hier nämlich eine Spezialität. Erst nach einer viertel Stunde haben wir gemerkt, dass die Dame neben den lebenden Tierchen als Wandschmuck auch kleine, tote Lamas hängen hat. Ziemlich gruselig, da hat's mir schon den Magen umgedreht...Ab morgen genießen wir für 3 Tage Natur pur, auf einer Höhe von bis zu 4800 m. Es könnte also kalt werden ;)Read more

  • Day11

    Pendant zum Urlaub aufm Bauernhof -NICHT

    October 22, 2016 in Peru ⋅ 🌙 8 °C

    Wer gedacht hat, dass die Übernachtung bei der Gastfamilie und das Erleben ihres Alltags wie unser Urlaub auf dem Bauernhof mit ein bisschen Tiere streicheln ist, der hat sich ordentlich getäuscht. Zuerst war die Nacht nicht sonderlich erholsam. Das erste Mal sind wir schon um 11 wieder wach geworden und ab dann haben die Hunde sich über Stunden einen erbitterten Jaulwettkampf geliefert... Ab 5 kamen dann noch die Esel hinzu ;) Nur gut, dass wir so früh ins Bett gegangen sind! Um kurz nach 7 hat unser Gastpapa (der selber erst 21 ist) uns zum Frühstück geholt. Dort durften wir dann das typische Gebäck zubereiten. Anfangs haben wir uns beim Formen der Teigfladen ziemlich dämlich angestellt aber sie haben immer nur gesagt: sehr gut! Und dann heimlich die Fladen doppelt so groß gezogen ;) Harti durfte das Ganze dann in Fett raus braten und die trockene Geschichte wurde dann unser Frühstück. Fließendes Wasser gibt es in der Küche übrigens nicht, das wird alles mit Eimern von einem großen Tank hertragen. Heute waren Octavio und seine Cousine auch etwas gesprächiger. Gestern Abend haben sie so gut wie kein Wort mit uns gewechselt und sich in Aymara unterhalten. In der Früh hab ich dann auf einmal gemerkt, dass sie doch alle spanisch sprechen ;) Die Cousine hat mir dann viel von ihrem Leben dort erzählt und ihrer Schullaufbahn. Die Familien haben meist 7/8 Kinder wovon aber nur die Jüngsten dort bleiben und die Landwirtschaft führen. Die anderen ziehen nach Lima oder Puno um zu studieren. Nach dem reichhaltigen Frühstück ging es auch gleich los mit dem Farmeralltag. Der Harti musste in das Schafsgehege steigen und sie für das Schafstreiben zu ihrer Weide fertig machen. Mit dem Hund Rootbell an der Seite ging es los. Bis dahin fanden wir den Alltag ja noch ganz lustig, vor allem als wir uns danach gleich mal ausruhen sollten ;) Danach kam aber im wahrsten Sinne des Wortes eine Scheißarbeit. Wir sollten 4 riesige Säcke mit getrockneter Schafskacke voll schaufeln. Das Problem war aber, dass es ziemlich windig war und uns die getrocknete Kacke um die Ohren geflogen ist. Natürlich hatten wir beide brav davor Labello verwendet, damit auch ja möglichst viele Späne dran kleben bleiben ;) Als die Säcke voll waren (50 kg jeder) wurde einer auf den Esel gespannt und den anderen 'durfte' der Harti in der Scheibtruhe den halben Berg zum Kartoffelfeld rauf schieben. Das Ganze ging natürlich zweimal von statten weil wir ja vier Säcke hatten :) Es hat nicht lang gedauert bis der Harti geschimpft hat, dass wir für so einen Scheiss auch noch zahlen... Das lag aber sicher nur daran, dass ihm der Dreck im Bart, im Nacken und an der Hose hing ;) Als Belohnung sind wir auf den höchsten Hügel der Gemeinde spaziert und bekamen dann ein frühes Mittagessen. Mal wieder Quinoasuppe und als Hauptspeise Reis mit Kartoffeln und frittiertem Käse. Das Essen lag bei der folgenden Bootsfahrt zurück nach Puno ziemlich schwer im Magen aber die Sehnsucht nach einer Dusche im Hotel ließ das alles vergessen :) Morgen geht es dann nach Cusco und die Trekking Tour rückt immer näher. Das letzte Foto ist übrigens das Gehöft unserer Gastfamilie.Read more

  • Day11

    Back in time - unsere Gastfamilie

    October 22, 2016 in Peru ⋅ 🌙 19 °C

    Der Tag startete gleich mal sportlich nachdem das Frühstück in unserem Hotel oben auf der Dachterrasse serviert wurde. Das haben wir natürlich erst ganz unten an der Rezeption erfahren und mussten dann 6 Stockwerke rauf. Bei 3800 m Höhe kam jeder keuchend oben an und man fragt sich immer wieder, wie wir die Trekking Tour mit einer Tagesetappe von ca. 1000hm schaffen sollen ;) Danach ging es ereignisreich weiter und wir wurden mit einer peruanischen Art der Rikscha zum Hafen gefahren. Selbst im Auto ist der Verkehr schon etwas beängstigend aber in der Rikscha sitzt man halt echt auf der Straße :) Zum Glück ist Puno um einiges kleiner und ruhiger als Lima... Am Hafen wartete dann unser Boot und Tourguide für die nächsten zwei Tage. Der erste Stopp sind die Islas de Uro. Die Uros sind vor ca. 600 Jahren vor den Inkas geflohen und haben sich auf den Titicaca See zurückgezogen indem sie sich Boote aus Schilf gebaut und auf diesen übernachtet haben. Irgendwann sind sie auf die Idee gekommen, schwimmende Inseln aus dem Material zu bauen und genau auf solchen leben sie jetzt noch. Als unterste Schicht schneiden sie Torfblöcke aus, binden die zusammen und stapeln dann viele Schichten Schilf darüber. Oben drauf kommen dann noch die Hütten. Sobald man auf die Insel steigt fühlt es sich etwas wacklig an aber es ist total faszinierend. Insgesamt gibt es 100 kleine Inselchen mit 1400 Bewohnern. Auf unserer Insel leben 3 Familien, aber die Kinder und Männer sind tagsüber in der Schule (es gibt eine extra Insel mit Schule und Krankenhaus) und beim Fischen. Wir sind dann in einem Schilfboot noch um die Insel gerudert und sie haben uns ihre Hauptnahrung gezeigt: was sollte es anderes sein als Schilf ;) Sie schälen die Stangen wie Bananen und beißen dann einfach ab... Die Inseln waren bisher definitiv ein Highlight auf unserer Reise. Danach ging es zum unserem zweiten Stopp, der Isla Taquile. Die Insel ist ca. 2 Stunden von Puno entfernt und wird von 8 Quechuagemeinden bewohnt, die hauptsächlich Landwirtschaft betreiben. Jede Gemeinde ist für 2 bestimmte Anbauarten (Kartoffel, Quinoa, Bohnen ...) zuständig und am Ende der Ernte wird alles gleichmäßig aufgeteilt. Es war echt total interessant, die Kultur so mitzuerleben. Obwohl es hier immer schwieriger wird, die Tradition aufrecht zu erhalten weil Facebook auch hier nicht halt macht und viele Junge lieber in die Stadt ziehen. Letzter Stopp ist unserer Gastfamilie, hier werden wir von unserem neuen Papa Juan Octavio empfangen. Die Gemeinde gehört zur Aymara Kultur (Volk aus der prä-Inkazeit) und sie sprechen ihre eigene Sprache. Mittlerweile können die meisten auch spanisch, ansonsten wäre die Kommunikation etwas schwierig ;) Zur Begrüßung müssen die Neulinge gegen die einheimischen Kinder Fussball spielen. Da aus unserer Gruppe außer Harti und mir alles Grobmotoriker waren (eine ist beim ersten Ballkontakt ziemlich fies über ihre eigenen Füße gestolpert und am Asphaltplatz gelandet), wurden die Teams gleich gemischt. Wir Touris hatten natürlich den Nachteil der Höhe und nach wenigen Minuten konnte ich schon fast nimmer laufen. Der zweite Showpunkt war ein gemeinsamer traditioneller Tanz. Dafür wurden wir in die hiesige Tracht reingequetscht und durften uns beim Tanzen zum Affen machen ;) Kurz vor der Dämmerung ging es zum Haus unserer neuen Familie und wir haben ein Zimmer bekommen, dass sogar ein eigenes Bad und Steckdosen besitzt. Mit so was haben wir mal gar nicht gerechnet, nachdem es hieß, dass wir die alte traditionelle Lebensweise kennenlernen sollten. Zum Abendessen wurden wir in die kleine Küchenhütte gerufen und es gab Quinoasuppe und Reis mit Kartoffeln und Gemüse. Die Nahrung ist auf jeden Fall sehr kohlenhydratlastig. Um kurz nach 7 hieß es dann: So jetzt ruhen wir uns aus. Was so viel bedeutet wie gute Nacht. Daher saßen wir in unserem kleinen, kalten Zimmer ohne Buch oder sonstige Beschäftigung. Unsre einzige Möglichkeit war also, Konversation zu betreiben... Um viertel vor 8 haben wir uns dann ins Bett gelegt und den Wecker für in 11,5 Stunden gestellt :)Read more