• Lisa Wil
Jan – Feb 2017

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A 45-day adventure by Lisa Read more
  • Trip start
    January 9, 2017

    Los geht's- nach anfänglichen Problemen

    January 9, 2017 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    Die Reise startet gleich mit einem Stresstest für mich! Mein Visum ist irgendwie auf die falsche Passnummer gelaufen und die Dame konnte mich nicht einchecken 🙈 Deswegen musste ich einen kleinen Marathon durch den Flughafen laufen um an einem PC ein neues Visum auf den Pass zu beantragen. Dann blieb nur noch zu hoffen, dass das Visum schnell genehmigt wird und ich nicht in Shanghai bleiben muss :) Nach 1,5 Stunden am Schalter und Neubeantragung (ging zum Glück innerhalb von 10 Minuten) darf ich letztendlich einreisen und wir konnten sogar noch nebeneinander sitzen😉 Wir fanden beide, dass die Reise ab jetzt unter einem guten Stern stehen musste und haben ein letztes Mal die gute bayerische Kost genossen! Im Flugzeug war unsere Freude dann groß - es waren gefühlt so viele Flugbegleiter wie Passagiere und wir konnten uns schön ausbreiten. In Shanghai wartete unser 13 stündiger Aufenthalt und wir waren froh, dass unser Gepäck gleich bis Sydney durchgecheckt war - oder auch nicht! Hier wurde uns mit einem strahlendem Lächeln im Gesicht erklärt, dass das ein Fehler war. Wir müssen raus, Gepäck hohen und wieder rein. Ach ihr habt alle kein Visum?! Hmm dann müsst ihr wohl ein 144 Stunden Visum beantragen... Gut dass wir mit dem Anschlussflug kein Stress haben :) Ich hab noch scherzhaft zum Harti gesagt “wahrscheinlich können wir jetzt noch nicht für Sydney einchecken weil es zu früh ist“ - und genauso war's dann auch. Jetzt sitzen wir 8 Stunden an unser Gepäck gekettet in einer Abflughalle, in der sich die Menschen wie Sardinen stapeln. Und das schlimmste - es gibt nur einen chinesischen Nudelsuppenladen zum Essen! Ich glaube, die Zeit wird für mich nur sehr langsam vergehen ;)Read more

  • Endlich :)

    January 13, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 26 °C

    Ich will euch den quälenden Sermon über unsere 53 Stunden lange Reise ersparen und kann nur sagen - wir waren einfach nur unendlich fertig als wir endlich in Cairns gelandet sind ;) Empfangen wurden wir von den Tropen mit einem typisch tropischen Regenschauer bei 30 Grad in der Nacht, zum Glück hat uns das Hostel vom Flughafen abholt, sonst wären wir nach Sekunden pitschnass gewesen. In der Früh haben wir unseren Campervan abgeholt und eine Proberunde am Parkplatz gedreht bevor es in den Linksverkehr ging... ganz wilde Sache muss ich sagen! Ich hab schon mehrmals panisch aufschreien müssen wenn der Harti zum abbiegen quer über die 6 spurige Straße gefahren ist weil es sich einfach komplett verkehrt anfühlt. Irgendwann hab ich mir gedacht, er wird's schon machen und mich meiner Aufgabe als Reiseleiterin gewidmet :) Ansonsten sind wir beeindruckt von der Hitze, Feuchte aber auch der unglaublichen Schönheit der Küste. Die Straße nach Port Douglas führt meist direkt am Meer entlang und die Strände sind wirklich atemberaubend. Reingehen sollte man aber immer nur in klein eingezäunten Bereichen weil Krokodile (6 m lang und liebevoll salties genannt) und giftige Quallen sich in diesen Gefilden auch sehr wohl fühlen. Da wir uns an die Tierwelt hier erst gewöhnen müssen, haben wir uns heut erstmal auf Strandspaziergänge beschränkt :) Unseren Camper lieben wir jetzt schon heiß und innig (vor allem den Luxus eines Kühlschranks). In der Nacht wurden wir zwar fast (wie Hartis Fleisch zum Abendessen) im Bett gegrillt - hier gibt's also noch Optimierungsbedarf. Wir werden uns wohl nach einem Ventilator umschauen müssen :) Morgen starten wir gleich mit einem Highlight - schnorcheln am Great Barrier Reef. Ein Tag lang am Boot inklusive Vollverpflegung - und sicher auch inklusive Sonnenbrand da wir noch totale Weißbrote sind...Read more

  • Schnorcheln am Great Barrier Reef

    January 14, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 31 °C

    Unsere Schnorcheltour sollte einen ganzen Tag zu 3 verschiedenen Spots an das äußere Great Barrier Reef gehen, wo die Korallen etc. noch nicht so zerstört sind und die Lebensräume noch intakt sind. Das Wetter und die Windbedingungen waren perfekt und für die seekranken Leute wurden gleich Ingwertabletten for free verteilt ;) Danach wurden wir komplett ausgerüstet, inklusive Ganzkörperneoprenkondom von Hand bis Fuss wegen den vielen Quallen. Ich hatte ab da schon leichte Sorgen - diejenigen, die mit mir schon mal im Sommerurlaub waren wissen, dass ich nicht die beste Schnorchlerin bin :) Um genauer zu sein, kann ich partout nicht unter Wasser atmen, auch wenn der Harti es mir bisher nicht glauben wollte (jetzt glaubt er es mir aber ;) ). Effektiv habe ich den Schnorchel genau 1x im Mund gehabt, mich verschluckt und ihn dann weggelassen... Das Riff war aber auch so total faszinierend! Wundervolle Fische in allen möglichen Farben, Korallen, Seegurken, Riesenmuscheln etc. Das Highlight war aber bestimmt ein gigantischer und extrem zutraulicher Humpback Fisch (über 1m groß, grün blau funkelnd und ich hab ihn sogar berührt) und ein Weissspitzen- Riffhai (da war ich zum Glück grad draußen aber Harti hatte das Vergnügen)!! Das mit dem Sonnenbrand hat sich bei mir bewahrheitet - in der erdenklich dümmsten Form die man sich vorstellen kann. Weil ich ja nicht schnorcheln konnte, war mein Gesicht natürlich oft über Wasser und jetzt hab ich einen roten 1 cm dicken Streifen zwischen Haaransatz und Taucherbrille ;) Der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt! Morgen geht's in Regenwald und zu unserem nördlichsten Tourstopp.Read more

  • Wildlife der australischen Tablelands

    January 15, 2017 in Australia ⋅ 🌧 20 °C

    Heute ging es zuerst noch ein kleines Stück weiter nördlich an der Küste entlang bis zum Daintree NP. Das hieß für uns noch schwüler und heißer als bisher und außerdem immer öfter Warnschilder für Krokodile. Irgendwie üben diese Tiere ja doch eine Faszination aus und um heil zu bleiben entschieden wir uns für eine Crocodile Cruise Tour am Daintree River. Dort angekommen haben wir ein Angebot gesehen, wo man an zwei verschiedenen Stellen je eine Stunde Boot fahren kann. Haben uns schon gewundert, wieso das genauso viel kostet wie bei anderen Anbietern nur eine Stunde-danach wussten wir es! Wir haben auf der Fahrt vieles gesehen, nur keine Krokodile! Die waren anscheinend grad müde wurde uns gesagt aber erst vor 3 Monaten hat eins hier in der Nähe einen Menschen gefressen, weil der im Meer an einer ungesicherten Stelle rumgeplantscht hat - na servus. Danach ging es in luftige Höhe in die Tablelands bis auf 600m. Der 'Highway' da hoch war so kurvig wie bei uns zu einer Alm auf 3000 m Höhe und unsere sieben Sachen sind hinten hin und her geklimpert... Der Weg hat sich aber gelohnt - wundervolle Gewitterstimmung und weniger als 30 Grad. Unseren Campingplatz in einer abgeschiedenen Granitschlucht haben wir bei strömendem Regen erreicht, so dass die Sandpiste fast zu einem Fluss wurde und unser windiges Gefährt sich schon etwas schwer getan hat. Begrüßt wurden wir dort vom Wallabys (kleine Beuteltiere) und wer weiß wievielen anderen Tierarten (Pfau, riesig eklige Truthähne, Pony, Papagei, Hendl mit Afrofrisuren, Gänsen, Echsen). Eine Schlange lag auch im Käfig und der Besitzer war ganz stolz auf sie. “Er ist ein ganz netter“ und schon hing das Ding um meinen Hals rum :o als er sich dann langsam zusammengezogen hat und ich aufgehört hab zu atmen, hat er sie dann freundlicherweise wieder eingesperrt :) Wer denkt, das war genug Wildlife, der hat sich getäuscht! Mein Highlight war der Lake Tinaroo, an dem man Schnabeltiere sehen soll. Wir begeben uns also auf eine Schotterpiste rund um den See mit idyllischen Rastplätzen wie dem Platypus Lookout - nur gesehen haben wir dort nix. Am Ende der Route hab ich schon los geschimpft, dass es hier weder Krokodile noch Schnabeltiere gibt! Nahe dem Highway in Yungabarra wollten wir dem Ganzen noch eine letzte Chance geben und zu einem Aussichtspunkt für Schnabeltiere spazieren. Am Startpunkt angekommen ist ein ziemlich heftiger Tropensturm über uns gezogen und hat uns fast 2 Stunden zu der überdachten Bank gezwungen. In dem Fall unser Glück, am Ende haben wir die Umrisse und den Schnabel von diesen lieben Tieren gesehen!!! 5 wilde Kängurus haben wir auch schon gesehen, einzigstes Manko - sie lagen allesamt ziemlich steif am Straßenrand ;)Read more

  • Wasserfälle und das Meer

    January 17, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute ging es vom Hinterland wieder zurück zur Küste. Ein bisschen wehmütig waren wir schon weil es für uns bedeutet, nachts bei 30 Grad wieder unsagbar zu schwitzen ;) Die Temperaturen waren im Hochland dann doch etwas angenehmer und wir mussten nachts sogar ein Leintuch zum Zudecken nehmen! Die Strecke war gesäumt von mehr oder weniger spektakulären Wasserfällen. Der erste hatte ein großes Besucherzentrum und wir sind die 15 Meter vom Parkplatz voller Erwartung zum Wasserfall spaziert. Ziemlich verunsichert, ob wir uns nicht verlaufen haben, standen wir vor einer 2m hohen Staustufe, die in einem braunen Becken endete. Wenn wir das beschriftete Schild mit Malanda Falls nicht gesehen hätten, würden wir wahrscheinlich immer noch danach suchen :) Freudestrahlend ist uns dann noch eine Familie mit Gummiplanschspielzug entgegen gekommen, um dort Baden zu gehen! Wir haben dann lieber Ausschau nach Baumkängurus (Mupee) gehalten, die nur an wenigen Stellen der Welt vorkommen (leider war die Suche erfolglos). Die drei weiteren Wasserfälle waren dann Gott sei Dank imposanter und sind fast 20 m über Basaltsäulen nach unten gestürzt. Hier haben auch wir uns dann ins Wasser begeben - eine angenehme Erfrischung mit Abenteuer. Es hieß zwar, dass dort keine Gefahr wartet, aber wenn ich mal von Wasserschlangen etc. gelesen hab, kann ich da nicht ruhig vor mich hinplanschen... Gut, dass der Harti gleich ein Poster über Schlangen in Queensland gekauft hat. Das hängt jetzt im Camper und beim Essen kann man sich ausgiebig informieren! Neben Schlangen hat der Regenwald aber noch mehr zu bieten: riesige Bäume, die bis zu 100 m hoch sind und ihre Wurzeln von der Krone nach unten hängen lassen. Unvorstellbar, wie das aussah! Ein paar Schnabeltiere haben wir dann auch noch gesichtet :) Die Tierchen sind hier sehr klein (ca. 30 cm) und extrem schüchtern aber unsere Ausdauer wurde bezahlt und wir können den Punkt auf der Bucketliste streichen <3 Diesmal haben wir auch ein lebendes Känguru und ein Kasuar (1m großer, komischer Vogel, der typisch für die Region ist) gesehen!
    Am nächsten Tag ging es die Küste entlang Richtung Süden bis nach Ingham, wo wir in Mission Beach einen ruhigen Nachmittag verbracht haben. Die Strände sind wunderschön und menschenleer - es ist grad Nebensaison und Baden darf man im Meer wegen Quallen und Haien eh nicht. So sind wir meist allein, was einen manchmal fast beunruhigt.
    Das Wetter ist weiter typisch tropisch und macht uns etwas zu schaffen. Es regnet jeden Tag ziemlich heftig und das natürlich meist, wenn wir gerade kochen oder essen. Mittlerweile sieht unser Camper wie ein Waschsalon aus, Kleiderbügel mit feuchten Sachen überall ;)
    Wie manche vielleicht bemerkt haben, sind wir beim Selfie machen mittlerweile schon auf einem höheren Niveau und das dank einem Geschenk vom Harti im Adventskalender - der sagenumwobene Selfie-Stick :) Ich bin jetzt also genauso wie die Leute, die ich bisher immer milde belächelt hab, aber er ist irgendwie schon praktisch.
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  • Townsville und Umgebung

    January 19, 2017 in Australia ⋅ 🌙 28 °C

    In der Früh ging es über eine sehr kurvige und enge Straße zu den Wallaman Falls. Der Wasserfall ist mit fast 300 m der höchste single-drop (mir fällt die passende Übersetzung grad nicht ein) Wasserfall in Australien und wir waren anfangs skeptisch, ob sich der Umweg von 100 km lohnt. Doch oben angekommen hat sich die Frage von selbst beantwortet! So etwas gigantisches haben wir beide bisher noch nicht gesehen und heute waren wir ausnahmsweise mal froh, in der Regenzeit zu reisen. Bei wenig Wasser ist es sicher nur halb so spektakulär... Es gäbe auch einen Wanderweg bis zum Fuß, allerdings lähmt einen die unglaubliche Hitze schon ziemlich. Aus unserem ursprünglichen Vorsatz “gesund ernähren und viel Sport machen“ ist also nur noch “gesund ernähren“ übrig geblieben ;)
    Danach ging es zur Abkühlung im Paradise Pool baden. Die Aussies bevorzugen nämlich eher kleine Gumpen, die angeblich Croc-free sind, als das Meer. Es wurde uns von einer Einheimischen Kristall klares Wasser versprochen. Ganz so war es nicht und ein Krokodil hätte sich leicht ungesehen anschleichen können ;)
    Die Nacht haben wir in Townsville verbracht und bei Sonnenuntergang den Aussichtspunkt am Castle Hill besucht. Früh morgens ging es dann mit der Fähre nach Magnetic Island (inklusive Delphinschau), eine wunderschöne Insel mit einzigartigen Stränden und dem absoluten Urlaubsflair an den Strandpromenaden. Hier haben wir unsere erste (und wahrscheinlich auch letzte) Wanderung zu einem Hügel mit Wehranlagen aus dem 2. Weltkrieg gemacht. Auf dem Weg dorthin sind wir förmlich zerflossen und haben geschnauft wie bei unserem 5000er in Peru :) Aber der Ausblick hat alles entschädigt und was für mich noch wichtiger war: wir haben einen lieben, kleinen Koala gesehen, der tiefenentspannt im Baum saß und sogar für ein Selfie mit uns bereit war (danke an Marlies & Hias für den Tipp ;) )!!! Nach der Anstrengung haben wir uns erstmal 5 Stunden am Strand erholen müssen und haben dann noch eine Rundfahrt mit dem Bus gemacht.
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  • Nachtrag Schnorcheln GBR

    January 20, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 30 °C

    Nachdem der Harti so eine gute Verbindung zu seinen österreichischen Landsleuten hatte, kommen hier schon ein paar Fotos der Unterwasserkamera beim Schnorcheln am Great Barrier Reef :)

  • Whitsunday Coast

    January 21, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute ging es Richtung Whitsunday Coast weiter nach Süden. Gleich in der Früh hieß es allerdings erstmal Tiere anschauen! Im Billabong Wildlife Sanctuary gab es alle Tiere, die hier in Australien vorkommen - und man konnte sie streicheln bzw halten. Meine absoluten Favoriten waren der Wombat (ein richtig fetter Klops, aber sehr gemütlich) und der Koala (zierlicher, aber dafür noch gemütlicher - er schläft bis zu 19 Stunden am Tag). Außerdem gab es Kängurus, Krokodile, Kasuare, Dingos, Schlangen und eine Echse (glaub ich zumindest). Die Reptilien find ich persönlich ja nicht so toll, ganz im Gegensatz zu der Reptilienfrau, die uns was über diese tollen Tiere erzählen wollte. Währenddessen ist ihr eine riesige Python um den ganzen Körper gekrochen (am Kopf und sogar zwischen ihren Beinen ?!)... also mir ist vom Zusehen schon ganz heiß geworden und beim anschließenden Foto hatte ich schon wieder so eine Schlange um Hals ;) Der Ranger fand meinen Blick anscheinend so amüsant (zugegeben, als ich das Foto sah musste ich auch ziemlich grinsen), dass er mir das Ding an Ende nochmal um Hals gehängt hat und mit dem Schlangenschädel direkt vor meinem Kopf rumgefuchtelt hat. Und weil der Harti mich so ausgelacht hat, hing sie keine Sekunde später auch vor seinem Gesicht :) Am angsteinflößenden war aber die Krokodilfütterung. Man schaut in einen braunen Teich und auf einmal schießt da ein 5m Krokodil wie aus dem Nichts hervor :o Nach dieser Vorführung ist uns das Baden der letzten Tage etwas vergangen (Hartis Mama hatte schon Angst, dass er vom Krokodil verschleppt wurde, weil sie im Radio was von Mann und australischer Nationalpark gesagt hatten)!
    Danach stand uns der Sinn nach Entspannung und wir übernachteten an einem Zeltplatz in Bowen, wo wir einen der schönsten Sonnenuntergänge überhaupt genießen konnten. Wir waren mal wieder fast allein und fragten uns mittlerweile, wie das Hochsaison und Schulferien sein kann?! Aber gleich am nächsten Tag wurden wir belehrt - und zwar aufs Heftigste. Wir kommen in AirlieBeach an, von wo unsere Segeltour starten soll. Auf einmal gibt es Geschäfte, Highlife und sehr viele Leute - wir waren schön ganz verwirrt und mich hat ein gleich ein ungutes Gefühl beschlichen. Wir hatten natürlich noch keine Tour gebucht und waren zeitlich auch nicht mega flexibel. Und so kann es dann auch... alle 2-tägigen Segeltrips waren bis nächsten Donnerstag ausgebucht und morgen gibt's schon gleich gar kein Platz mehr, egal für wie lang. Da wir das aber unbedingt machen wollen, haben wir jetzt zwar ein super Angebot genommen, allerdings wirft es unseren Zeitplan etwas übern Haufen. Am Montag segeln wir also für 3 Tage und 2 Nächte los und ein Tauchgang ist auch inklusive (obwohl ich mit meiner Schnorchelerfahrung hierbei etwas skeptisch bin ;)). Darauf bin ich gleich in die Apotheke gelaufen und hab mir Tabletten gegen Seekrankheit geholt ;) Wir freuen uns auf jeden Fall schon und werden dann berichten!!!
    P.S.: Ein kleines Highlight ist noch beim Einchecken am Campingplatz passiert. Der Harti sollte einen ID zeigen und am Ende wurde der Platz auf Herrn Erben, Vorname Dipling gebucht! Österreicher und ihre Titel : P
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  • Segeltrip Whitsundays

    January 26, 2017, Great Barrier Reef ⋅ 🌙 27 °C

    Mit dem Segelboot Kiana (ca. 14m lang und ziemlich klein wie ich fand) ging es mit 12 weiteren Touris und 3 Crew Mitgliedern los. Der erste Tag sollte zur Insel Whitsundays und dem weltbekannten Whitehaven Beach gehen. Der Strand soll einer der schönsten der Welt sein weil er fast weiß ist und zu 99,9 Prozent aus Quarz besteht. Dazu noch türkis blaues Wasser - was will man mehr ;) Als wir mit unserem Boot in der Nähe angelegt haben, sind schon die grauen Wolken am Himmel gewesen. Wir konnten noch ein paar Fotos im Trockenen machen und dann kamen die sintflutartigen Regenfälle. Irgendwie erinnert uns das an Vancouver Island und Machu Picchu (nur etwas wärmer), wo wir uns jedes Mal gedacht haben “wir sind einmal in unserem Leben hier- warum regnet es genau jetzt?!“. Aber ich muss sagen, auch wenn das Weiß des Standes und das türkise Meer nicht so gut raus kamen, die Stimmung war schon gewaltig! Danach ging es zur Hook Island, wo wir in einer Bucht übernachtet haben. Mit einer Tablette habe ich die Nacht auch gut überstanden und war schon ziemlich stolz auf mich! Den Probetauchgang musste ich leider nach 3 Atemzügen abbrechen (aber immerhin mehr als ich beim Schnorcheln geschafft hab :)), der Harti fand es aber ziemlich toll und konnte die Tiere und Pflanzen des Riffs von unten begutachten. Die nächsten Tage stand Segeln zum äußeren Great Barrier Reef inklusive Übernachtung am Riff an. Klingt spannend - und das war es auch! Äußeres Riff heißt nämlich, segeln über den offenen Ozean. Und das heißt wiederum hohe Wellen (ganz objektiv um die 2m hoch, nicht dass ihr denkt ich übertreibe ;)) und ein Boot, dass fast waagrecht im Wasser liegt und wo ständig eine Welle unsere Walnußschale überschwemmt. Ich habe also wie mit Sekundenkleber angeklebt auf meiner Bank gesessen - eine Hand krampfhaft an der Reling, die andere am Tisch - und der Harti hat immerzu gesagt, dass die doch bitte sofort Schwimmwesten austeilen sollen weil ganz schnell einer über Bord gehen könnte (hat mich jetzt nicht gerade beruhigt). Die chinesische Familie hinter mir hing zuerst halb tot da (danach haben sie sich lautstark ins Meer erleichtert), die anderen lagen in ihren Kojen und unser Skipper fand, dass jetzt die richtige Zeit wäre, sich seine Nägel zu schneiden?! Ich dachte wirklich ich seh nicht richtig!!! Die anderen beiden Crew Mitglieder haben in Ruhe gelesen - daraus habe ich geschlossen, dass die Situation nicht lebensbedrohlich sein kann. Aber entspannen konnte sich trotzdem keiner von uns beiden. Nach 2,5 Stunden war der Horror vorbei und wir sind am Riff angekommen. Innerhalb von ein paar Minuten sollten sich alle in ihre Neoprenanzüge quetschen und ab ins Tenderboot - wir gehen jetzt schnorcheln oder tauchen! Die meisten waren noch etwas wacklig auf den Beinen aber die kleine Chinesin -eben noch kotzend- wartete freudig auf den Tauchgang... Ich habe sie etwas beneidet, das muss ich zugeben. Das Schnorcheln da draußen war leider auch nicht so angenehm wie am Anfang unserer Tour, wir sind zwischen einzelnen Korallenstöcken (stepping stones) hin und her geschwommen und am offenen Meer gibt es halt einfach Wellen und starke Strömung. So war ich die meiste Zeit damit beschäftigt, kein Meerwasser einzuatmen und nicht weggetrieben zu werden ;) Nebenher habe ich dann noch ein Hai gesehen, aber der war “nur ganz klein“ (2m). Ansonsten gab's natürlich Korallen und viele schöne Fische! Die Nacht draußen am Riff war schon toll - super Stimmung und ganz viele Tiere bei Nacht! Die Rückfahrt war für mich dann noch schlimmer als hin und als dann auch noch der Harti das Steuer übernommen hat, habe ich mein Frühstück schnell mit den Fischen im Meer geteilt (was eventuell auch beim Skipper passiert wäre - aber man weiß es nicht ;)). Zudem habe ich es geschafft, am letzten Tag im Klo auszurutschen (das trotz Anker und kaum Bewegung) und voll gegen die Tür zu knallen. Mein kleiner Zeh musste leider mein ganzes Gewicht abfedern und hat mit ziemlich viel Blut darauf reagiert. Jetzt ist er dick und droht jeden Moment zu explodieren ;) Hartis Kommentar nach näherer Untersuchung: ein bisschen angebrochen wird er schon sein... na dann! Zusammengefasst war es definitiv eine Erfahrung, aber ich würde es eher als Abenteuer denn als Urlaub bezeichnen... Harti beteuert weiter, dass Segeln im Mittelmeer was ganz anderes ist und ich noch nicht aufgeben darf ;)Read more

  • Auf Prospektion im Outback

    January 27, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 3 °C

    Nach 3 Tagen auf See wollten wir das komplette Gegenteil erleben. Zuerst starteten wir in Mackay, einer Stadt an der Küste. Es war Australia Day und alle Australier sollten feiern - das heißt überall waren Feste angekündigt. Während dem Stadtbummel fragen wir uns allerdings, ob das ernst gemeint war?! Wir waren mit Sicherheit die einzigen Touristen in der ganzen Stadt und zudem oft die einzigen Menschen überhaupt... also nach Party sah es hier nicht aus, eher nach Weltuntergang... Danach ging es ca. 300km ins Landesinnere. Dort wollten wir mit der Edelsteinsuche reich werden und unseren Urlaub gleich mitfinanzieren ;) Das einzige was es in der Gegend gibt ist Bergbau - das aber in jeder erdenklichen Form, da das Bowen Basin Australiens größes Kohlerevier ist. Rechts und links der Straße türmen sich riesige Haufen von Abbraum und auf den Gleisen daneben reihen sich Waggons voll mit (Stein-)Kohle. Unser Ziel war Rubyvale, was direkt neben Sapphire und Emerald liegt. Man kann schon erahnen, dass die Ortschaften irgendwas mit Edelsteinen zu tun haben ;) Die Gemfields waren mal die ertragreichsten Felder überhaupt, vor allem für Saphir. Die letzten 100km gab es einfach nur rote Erde und unendliche Weite um uns rum - keine Autos und nichts war in der Nähe und wir konnten schon mal ein Vorgeschmack vom Outback bekommen (inklusive der Temperatur bei 37 Grad). Neben der beeindruckenden Landschaft sind wir auch noch in den Genuss der heimischen Tierwelt gekommen (das fand ich allerdings weniger schön ;)). Ich saß ganz entspannt im Auto und auf einmal spür ich an meinem kaputten Zeh so ein kribbeln (ich dachte schon das ist das Vorstadium vom Absterben) - aber nein es war nur eine 5 cm große Kakerlake! Panisch atmend hab ich meinen Fuß hoch zum Harti gehoben, der gleich eine Vollbremsung gemacht hat, Tür auf, Flip Flop raus und Kakerlake gleich mit :) Nach diesem Schock habe ich die restlichen 2 Stunden beide Füße auf dem Armaturenbrett gelassen - das war einfach nur widerlich!!! Kurz darauf lag auch noch eine 2m Schlange auf der Straße (zum Glück schon tot) und beim Aussteigen wäre eine verrückter Vogel fast in meine Tür reingeflogen... da ist mir dann schon der Satz “ich will heim“ rausgerutscht ;) Abends gab's zur Beruhigung unser erstes richtiges Bier in einem richtigen Bergbau-Pub. Das erste hatten wir uns in Airlie Beach gekauft und uns gemütlich an die Hauptstraße gesetzt. Bis dann die Polizei kam und gesagt hat “in Queensland kostet Alkohol an öffentlichen Plätzen 157$ pro Person“. Unser geschockter Blick hat ihn beschwichtigt und wir mussten es nur auf der Stelle wegschütten ;). Das Bier im Pub war auf jeden Fall sehr schmackhaft und wir sind gestärkt in den nächsten Tag gestartet. Zuerst ging es in eine untertägige Saphirmine (die voll mit Fledermäusen war) und danach haben wir selber nach Edelsteinen gesucht und Dreck gesiebt. Wir haben sogar einige Saphire gefunden! Man muss natürlich anmerken, dass wir extra einen Beutel Gestein mit dem Namen “good luck“ gekauft hatten, es wäre also ärgerlich wenn wir da nichts gefunden hätten ;) Sie sind aber glaub ich alle nicht so rein, dass sich das Schleifen lohnen würde. Es gibt aber wirklich noch viele Leute, die ihr bisheriges Leben aufgeben und hier ein Claim kaufen um nach Edelsteinen zu graben oder dies ein Monat im Jahr als Urlaub machen... Es war auf jeder Fall sehr interessant, diese Gegend zu sehen und der Umweg ins Inland hat sich definitiv gelohnt! Am Rückweg zur Küste ging es entlang vom Capricorn Highway, inklusive wilder Kamele, die einfach gemütlich an der Straße lagen!
    Zuetzt will der Harti mit dem letzten Foto noch ein Rätsel stellen (für die, die es interessiert ;) wers errät bekommt auch ein Mitbringsel : ) Auf welcher besonderen Linie befinden wir uns mit unserem Camper, der mittags - wie man am Foto erkennt - nahezu (idealerweise) keinen ... wirft?! Antworten bitte mit Namen versehen ;)
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  • Australische Kleinstädte

    January 29, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 32 °C

    Die Route führt uns nun wieder an der Küste entlang Richtung Süden. Erster Stopp in der Früh war Rockhampton, berühmt als die Rinder Hauptstadt Australiens. Deswegen stehen häufig Statuen dieser Tiere wild verteilt an der Strasse. Die Nacht haben wir kurz davor in Gracemere verbracht, wo der größte Viehmarkt der südlichen Hemisphäre statt findet. Viel war davon nicht zu sehen. Verwundernswert war auch der Campingplatzbesitzer, ein junger, lässiger Kerl der den ganzen Tag mit seinem Golfcart über den Platz fährt. Auf seine Frage, wo wir grad her kommen antworteten wir mit Rubyvale und er quittierte das lauthals mit einem “Oh Jesus what the hell did you do there?!?“. Und ich dachte mir nur, da gibt's wenigstens Edelsteine, in Gracemere gab's außer Mc Do gar nichts! Deswegen waren wir voller Vorfreude auf Rockhampton, eine große Stadt mit einem Museum etc... erstmal wurde Hartis Bart noch getrimmt (er ist mal wieder höchst unzufrieden ;)). Danach fuhren wir wieder durch eine verlassene Stadt und das Museum war seines namens nicht wert... wo sind die ganzen Menschen fragen wir uns langsam? Die Antwort kam kurz danach, als wir im Shopping Center etwas außerhalb zum Supermarkt wollten. Hier stapelten sich die Leute an der Fressmeile! Die Kleinstädte haben uns bisher also nicht so überzeugt. Bundaberg wollten wir noch eine Chance geben, nachdem ich gelesen hab, dass es ganz gemütlich sein soll. Und wir wurden nicht enttäuscht. Es waren selbst sonntags Menschen auf der Straße und ein paar Geschäfte hatten offen. Unsere Dankbarkeit haben wir gleich im Gottesdienst gezeigt, in den wir aus Versehen reingeplatzt sind und aus Anstand ein bissl geblieben sind (wollten eigentlich nur kurz die Kirche anschauen). Hier sind sie auf jeden Fall hoch modern mit riesigem Beamer, Kinderspielecke etc... Danach ging es direkt zum Touristenmagnet Nummer 1 in Bundaberg - die Rumdestillerie. Angeblich weltberühmt, allerdings hatte keiner der Europäer in unserer Gruppe je davon gehört. 95 % der Millionen Liter Rum werden nämlich von den Australiern selbst getrunken. Er macht aber wirklich was her - ist im Moment der beste Rum der Welt und hat viele Preise abgeräumt. Der teuerste kostet um die 10 000 $ die Flasche. Nach der Werksführung gab's die Verkostung und wir haben natürlich die teuerste (zur Auswahl stehende) Variante probieren wollen (25 $ pro Stamperl). Auf den edlen Tropfen musste ich mich fast übergeben - 12 Uhr mittags, fast nüchtern und ich mag eh keinen Rum :) Der Harti sah nicht viel glücklicher mit seinem Drink aus, auch wenn er es nicht zugeben will ;) Beim zweiten Drink haben wir auf die leichtere Likörvariante gesetzt (gute Variante). Neben Rum hat die Stadt noch ein weiteres einzigartiges Getränk - das Ginger Beer. Es schmeckt meines Erachtens kaum nach Ingwer und Alkohol ist auch keiner drin. Aber es ist unglaublich gut! Der Camper wiegt jetzt also ein paar Kilo mehr und der Harti muss wegen den Flaschen die Kurven sanfter nehmen :) Einen kurzen Zwischenstopp haben wir noch in Maryborough gemacht, der Geburtsstätte von der Autorin von Mary Poppins. Die ist zwar mit 10 nach England ausgewandert, aber eine Statue wurde ihr trotzdem gewidmet ;) Im Supermarkt wurde uns gleich noch frohe Weihnachten gewünscht, das fühlt sich mal richtig verkehrt an... Übernachtet wird heut in Hervey Bay und morgen machen wir eine Tagestour nach Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt!Read more

  • Fraser Island

    January 30, 2017 in Australia ⋅ 🌙 24 °C

    Unser Ausflug auf die größte Sandinsel der Welt (120 km lang und bis zu 12 km breit) lässt sich am treffendsten mit den Worten “7 Stunden lang im Allrad Truck über Sandwege hoppeln“ beschreiben. Unglaublich, wie sich unser Bus durch weichen und festen Sand durchgewühlt hat. Ich war schon nach ein paar Minuten froh, dass wir uns nicht selber ein Allrad Auto gemietet haben... Das klingt immer so spannend aber da bleiben alle Nase lang Touris mit ihren Jeeps im Sand hängen und das Fahren dort stell ich mir sehr anstrengend vor. Manche Abschnitte sind so weich, dass du locker 20/30 cm einsinkst. Abenteuer eben :) Ich war auf jeden Fall mit unser Wahl zufrieden weil die großen Trucks natürlich nicht ganz so durchgeschüttelt werden! Die Insel ist bemerkenswerterweise fast komplett von Regenwald bedeckt, der direkt im Sand wurzelt. Und mitten in der Insel gibt es Süßwasserseen, die so unglaublich klar sind und von türkis, grün nach blau wechseln. Harti hat hier das schönstes Badeerlebnis in seinem Leben gehabt (so enthusiastisch war er bisher noch nie ;)). Danach ging es zum 75 Mile Beach, einem schnurgeraden Strand, der hier fast als Autobahn genutzt wird. Zwischendrin steigt ein junger Pilot mit weißen Socken bis zum Knie ein und bietet uns einen kurzen Rundflug über die Insel an. Ich hör schon gar nicht mehr zu sondern begutachte diese merkwürdigen Socken und plötzlich frägt der Harti mich, ob wir das nicht machen wollen. MICH!!! Nach meinem Flugerlebnis in Peru habe ich mir geschworen, nie wieder so eine klapprige Kiste zu besteigen und die hier sah auch nicht größer oder neuer aus. Ich hab also nur schockiert “spinnst du?“ gesagt und nach kurzem Zögern stand er schon neben dem Piloten ;) Seinen Erzählungen nach war es sehr schön und ein paar wilde Manöver gab's auch oben drauf. Am Eli Creek haben wir uns dann wieder getroffen und ich dachte nur , zum Glück er lebt noch :) Am Rückweg haben wir glücklicherweise auch noch Dingos gesehen, die reinrassig nur hier vorkommen (irgendwie eine Mischung aus Hund und Wolf oder so). Der Tag war also ein voller Erfolg und der Ausflug hat sich gelohnt!Read more

  • Brisbane & Umgebung

    February 1, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    An zwei Tagen wollten wir die Sunshine Coast, Brisbane und die Goldcoast abhandeln und nebenbei noch den Bundesstaat und die Zeitzone wechseln. Unser erster Besuch war Noosa, ein total idyllisches Fleckchen mit einem unglaublichen Strand und einer total entspannten Flaniermeile. Bei ziemlicher Hitze sind wir dann für den Coastal Track losmarschiert und haben bei dem Küstenweg wunderschöne Landschaft und ziemlich viele Surfer gesehen. Ab hier beginnt also langsam das australische Leben mit sonnengebräunten Surferboys/-girls, wie man sich das so vorstellt. In Noosa hätten wir ruhig noch länger bleiben können aber unser Stopp für heute war Brisbane. Am Weg dorthin haben wir noch kurz an den Glasshouse Mountains, 12 Vulkangipfeln, halt gemacht. Am nächsten Tag ging's erstmal zu unserer Camper Vermietung, um neue Handtücher und Bettzeug zu holen. So haben wir mal die Möglichkeit gehabt, Rushhour in einer Großstadt zu erleben. Und das mit einem Gefährt, dass meines Erachtens ziemlich große tote Winkel hat ;) Verfahren haben wir uns natürlich auch (selbstverständlich war ich schuld) und die Laune des Fahrers war schon etwas gesunken. Mit frischer Wäsche im Gepäck ging's dann ins Zentrum. Da es keine U-Bahn gibt und sehr viel Verkehr, haben sie die Busse in den Untergrund verlagert und Kilometer lange Straßen gebaut. Der Stadtkern strotzt vor Hochhäusern und wird schön vom Fluss eingerahmt. Wir sind zuerst mit der Fähre rum gefahren und dann im Business District ausgestiegen. Es war grad Mittag und alle Bänker, Immobilienmakler etc haben sich ihr Bio-Gesund-Essen in ihren Designerkleidchen und Anzügen gegönnt. Ich würde sagen, dass wir ziemlich herausstachen - der Harti vielleicht noch mehr als ich nachdem er eher nach Strandurlauber aussah (Badehose, Sportshirt, Strohhut und Trekkingsandalen ;)). Je näher wir zur Shoppingmeile kamen, desto mehr haben sich die Leute unserem Lifestyle angepasst :) Nach dem Spaziergang ging es zum Rathaus und einem Museum, das sich darin befand. Als Schmankerl konnten wir mit einem Aufzug von 1930 hoch in den Uhrturm fahren und die Aussicht genießen.
    Dann hieß es für uns wieder ab aus Land. Heute wollten wir In Byron Bay übernachten, was uns von vielen wärmsten empfohlen wurde. Die sehr touristische Goldcoast haben wir aus Zeitgründen ausgelassen - man hat aber gemerkt, dass hier was los ist. Auf einmal standen wir im Stau - und zwar ca 160 km lang! Und das auf einer 3 spurigen Autobahn, ohne Schlaglöcher. Wir waren ganz verwirrt ;) Hier angekommen sind wir gleich zu einem Spaziergang durch die Hauptstraße aufgebrochen (mit ziemlich hohen Erwartungen). Nach ein paar Metern wurden wir gleich von einem Freak angeredet, der Hartis Shirt sehr cool fand (einfach nur schwarz?!). Und irgendwie waren diese verrückten Hippies überall auf der Straße. 50 Prozent der Männer haben lange, zerzottelte Haare und es scheint als wären wir wieder in der Flowerpower Zeit angekommen. Jetzt im Trend ist anscheinend auch, keine Schuhe mehr zu tragen. Im Supermarkt sind mehr Leute barfuss durch die Gänge geschlurft als mit Schuhen ;) Falls man auf der Suche nach Gras ist, wird man hier sicher auch nicht lang suchen müssen. Wir waren also beide etwas verwundert, wie verschieden Geschmäcker sein können, vor allem weil diejenigen, die uns das empfohlen haben, eher prüde waren. Der Harti hat irgendwann schockiert gemeint: sag mal sind wir eigentlich wirklich so spießig?! Das war der Satz des Tages ;) Wir werden dem Ort auf jeden Fall bei Tageslicht noch eine Chance geben! Darauf gab's erstmal ein gutes Fleischpflanzerl und schon sah die Welt ganz anders aus.
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  • Kultur-Highlights Nord-New South Wales

    February 3, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Byron Bay war bei Tageslicht schon etwas mehr nach unserem Geschmack, die Typen sind aber die gleichen geblieben. Deswegen haben wir hier mehr die Landschaft genossen und sind zu einem Rundweg bis zum Leuchtturm aufgebrochen. Er liegt auf einer Halbinsel und ist der östlichste Punkt des australischen Festlandes. Wir wussten zwar, wie lang der Weg war, aber von Höhenmeter wurde im Reiseführer nirgends gesprochen ;) Deswegen war ich kurz schockiert, als ich die Vielzahl an Stufen vor mir sah und es auch auf die Mittagszeit zuging... Am östlichsten Punkt (war natürlich direkt hinter dem größten Anstieg) sind wir also ziemlich verschwitzt und fertig angekommen :) Oben sind uns dann einige total entspannt und ohne einen Schweißtropfen vergossen zu haben entgegen gekommen. Die haben sich wohl den unverschämt teueren Parkplatz direkt beim Leuchtturm gegönnt! Ich hab mein gespartes Geld lieber gleich in ein Eis investiert und den Ausblick genossen. Schroffe Felsen und einzigartige Strände! Und oben drauf gab's noch einen ganzen Schwarm Delfine!!! Den Nachmittag haben wir an einem ruhigen Strand verbracht und sind ein paar Mal im Wasser gewesen. Hier sind die Wellen zwar echt ziemlich groß und wild (man kann nicht mehr als ein paar Meter rein weil einen sonst die Strömung raus zieht) aber es gibt keine Quallen oder Haie hier ;) Die Nacht haben wir in Coffs Harbour verbracht, dass außer einer riesen Plastikbanane noch einen top Campingplatz zu bieten hat (inklusive Hüpfkissen und Rutschenparadies). Die Banane wurde in den 60iger Jahren dort platziert, um den Tourismus anzulocken. Danach ging ein richtiger Hype mit solchen Megagegenständen los und überall im Land sprossen gigantische Hummer, Ananas etc. aus dem Boden. Und wir waren an der Geburtsstätte - sehr beeindruckend (Ironie!!!) :) Man muss halt dort gewesen sein, wenn man in Coffs Harbour war. Port Macquarie war unser nächster Halt. Hier haben wir einen Spaziergang entlang der Küste gemacht und die Steine am Pier sind mit allen möglichen Kunstwerken verziert (Bayern waren wohl auch mal hier :)). Die Nacht verbringen wir an einem Campingplatz bei Forster, der direkt zwischen Lagune und Meer liegt. Wunderschön und ruhig. Den Platz teilen wir nur mit einer ziemlich großen Moskitopopulation ;) Nachdem heute der erste bedeckte Tag war, waren wir abends sogar motiviert und haben ein bissl Fussball, Basketball und Tischtennis gespielt!Read more

  • Myall Lakes NP & letzter Tag im Camper

    February 4, 2017 in Australia ⋅ 🌙 23 °C

    Unser letzter richtiger Tag im Camper stand ganz im Zeichen der Seen. Die Route führt uns wunderschön auf schmalen Landzungen immer zwischen Meer und Seen hindurch. Im Myall Lakes NP sind wir wieder zu einem Leuchtturm hoch gewandert und haben die sagenhafte Aussicht genossen! Am einen Ende lag ein schöner langer Strand - gefühlt im Nirgendwo. Aber irgendwie muss da doch eine Straße hinführen, denn wie wir merken konnten, heißt es für Australier nicht 'gehen wir zum Strand' sondern 'fahren wir auf den Strand'. Da nimmt man gemütlich sein Allrad-Auto, parkt mitten am Sand, fährt die Markise aus und hat seinen Kühlschrank immer dabei :) Eigentlich ein ganz entspannter Lebensstil! An einem abgelegenen See, zu dem eine kleine Schotterpiste führt, wollten wir Mittag machen. Dort angekommen hatten wir unerwartet Probleme, einen Parkplatz zu finden - Kindergeburtstag und auch sonst absolutes Highlife und das mitten in der Pampa! Wir haben groß aufgetischt und kaum dass wir uns hingesetzt hatten, haben wir schon Besuch bekommen. Ein Meter langer Waran hat sich auf den Bädetüchern geräkelt und sich die Sonne auf den Rücken scheinen lassen. Ich war schon wieder kurz davor, auf meinen Campingstuhl zu springen aber die Kindergeburtstags-Gruppe blieb ganz ruhig sitzen :) Diese Tiere scheinen hier so wie für uns Hunde zu sein... sehr gewöhnungsbedürftig! Abends sind wir in den Genuss von einem imposanten Gewitter gekommen und ich konnte den Blitz mit meiner Kamera sogar einfangen!
    Morgen heißt es dann Adieu Camper :( Wir sind schon ganz traurig und haben ihn sehr lieb gewonnen! Die Trauer hielt aber nur relativ kurz nachdem wir unsere Airbnb Unterkunft für diese Nacht erreicht hatten! Ein unglaubliches Haus, 5 Minuten vom Strand in Maroubra, super eingerichtet und wir hatten eigentlich 4 Zimmer für uns allein. Wir haben uns also gleich auf die Terrasse gelegt und einfach nur die Aussicht genossen. Unsere Gastgeberin ist Künstlerin, ursprünglich aus Mauritius aber in Australien aufgewachsen. Und wie der Zufall will, fragt sie mich ob ich nicht aus Bayern komme. Ihr Ex-Mann ist wohl Deutscher und sie haben ein paar Jahre in Trudering gewohnt... Die Welt ist echt klein ;) Leider hat dieses Luxusleben nur 12 Stunden gedauert - um 6 in der Früh ging's zum Flughafen und auf ins Landesinnere (bedeutet Hostel oder Campen ;)). Wie das Internet mitten im Nirgendwo ist, werden wir dann sehen - also liebe Eltern macht euch keine Sorgen wenn ihr etwas länger nichts von uns hört :)
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  • Alice Springs & Uluru

    February 9, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 33 °C

    Das Outback hat uns wider Erwarten mit relativ viel grün empfangen weil es die letzten Tage ziemlich geregnet hat. Die Farbkontraste von rotem Sand und grüner Steppe waren wirklich sehr schön! Alice Springs ist eine Stadt von 26.000 Einwohnern (nichts besonderes) und außen rum gibt es weit und breit keine Zivilisation. Dort mit dem Flugzeug aus Sydney angekommen stand auf unserem Infozettel gleich, dass wir abends nicht allein raus sollen und unsere Wertsachen im Zimmer lassen sollen. Am Weg zum Supermarkt wussten wir dann wieso. In der Stadt gibt es sehr viele Aborigines, die alle nur auf der Straße lungern und nicht arbeiten. Und zugegebenermaßen schauen die wirklich immer sehr unfreundlich und grimmig drein, so dass einem bei Tag schon etwas mulmig wird... Der Staat probiert sie zu integrieren, aber das klappt irgendwie überhaupt nicht und viele sind Klebstoff- oder alkoholabhängig. Eine absolute Parallelgesellschaft, die hier im Zentrum herrscht. Während unserer Zeit hier haben wir wirklich nur einen einzigen Eingeborenen arbeiten sehen, ansonsten wird alles von Weißen gemacht. Das hat uns extrem gewundert weil sie ja alle arbeitslos sind (die wenigsten leben noch im Busch wie damals, sondern laufen mit Handy und Nikeschuhen rum). Wir haben dann viele Studien gefunden und die Eingeborenen haben mit durchschnittlich 62 Punkten anscheinend den geringsten IQ aller Rassen auf der Welt und können somit oft die simpelsten Dinge bewerkstelligen. Das Problem wird in Australien aber gern ignoriert und eine Lösung ist nicht in Sicht.
    Unsere Reisegruppe für die nächsten 10 Tage besteht aus 17 anderen, meist jüngeren Leuten (die Schweizer bilden mit 5 Mann/Frauen witzigerweise die Mehrheit) und einer total ausgeflippten, rastalockigen Führerin :) Sie ist eine richtige weisse Buschfrau, aber sehr nett.
    Wir starten um 6 in der Früh Richtung Uluru (ist der indigene und respektvollere Name für den Ayers Rock) und besuchen auf dem Weg noch einen Okra-“Abbau“, wo die Aborigines ihre Farbe für Körperbemalung etc her bekommen. Dort gab es zum Frühstück 'bush coconut'. Das klang anfangs sehr verlockend, als sie die kleinen Kugel aufgemacht hat ist mir der Appetit aber sofort vergangen! Schwarzes vergammeltes Zeug, Würmer und ein bisschen weißes Kokosnussfleisch aussen. Es gehört aber anscheinend so ;) Dann sollte jeder eine Kostprobe nehmen - manche haben Würmer bekommen, andere das Fleisch. Da ich Vegetarier bin blieb ich verschont von den zappelnden Tieren aber das vergammelte andere Zeug war auch nicht besser - einfach nur greißlig! Zur Erfrischung ging es dann zum Baden zum Ellery Creek Water Hole, unerwartet im roten Outback aber sehr schön (wenn man den Gedanken an unsere Krokodilvorführung beiseite schiebt - klar war das Wasser nämlich nicht). Nach 5 Stunden sind wir dann am Uluru angekommen uuuund... es regnet!? Mittlerweile mussten wir schon lachen weil es immer bei den Besonderheiten auf unseren Reisen regnet. Es hat nur kurz angehalten und die 40 Grad auch nicht abgekühlt. Es hieß wir campen dort für zwei Tage in einem Swag (wie ein Biwak für eine Person mit Moskitonetz) unter freiem Himmel. Als sie uns dann die 'Swags' gezeigt hat, war es erstmal mucksmäuschenstill. Es war einfach nur eine dünne Matratze umhüllt von einem ziemlich unappetitlichen, dicken Stofffetzen ohne Netz :) Wir sollten also im Land mit den meisten gefährlichen Tieren auf der Welt einfach am Boden ohne Zelt oder irgendwas schlafen und das bei um die 30 Grad Nachttemperatur. Nicht zu vergessen, dass es grad kurz geregnet hat. Aber dafür ist gesorgt - man soll doch einfach die Klappe überm Kopf zumachen und sich in den Stofffetzen reinlegen (wie man dann noch Luft kriegen soll war für mich aber fraglich). Ich bin ja wirklich nicht zimperlich aber selbst ich hab mir gedacht, dass ich den ekligen Stoff unter keinen Umständen berühren will, geschweige denn mich damit einhüllen kann. Der Harti hat den rätselnden Ausdruck aus seinem Gesicht gar nicht mehr raus bekommen und ein anderes Mädel hat das Weinen angefangen ;D Das größte Problem kam dann aber erst auf - unser Platz war verseucht von Ameisen, die wirklich Millionenfach und einfach überall waren. Jeder freute sich also nachts von Ameisen und Mücken zerfleischt zu werden. Kurzum, wir haben es überlebt, es war dann auch nicht ganz so schlimm, auch wenn es zwischendurch kurz geregnet hat ;) Der Sternenhimmel war auch wunderschön! In der Früh ging's um 5.30 zum beeindruckenden Sonnenaufgang am Uluru und dann starteten wir um halb 8 mit der Wanderung um bzw. der Harti auf den Berg. Prinzipiell bevorzugen die Aborigines es, wenn man ihn nicht besteigt aber es machen trotzdem viele (vor allem Asiaten). Im Sommer ist der sehr steile Trampelpfad auf blankem Fels nur bis 8 in der Früh offen weil es sonst zu heiß ist und regelmäßig Leute an Herzinfarkt sterben. Besonders sicher schien das Ganze von unten auch nicht und als ich die Asiaten auf allen Vieren runter krabbeln sah, beschloss ich lieber unten zu bleiben und den 11km langen Rundweg zu gehen (bei 40 Grad und knalliger Sonne schien mir das echt genug Bewegung). Der Harti konnte es nicht lassen und ist die 350hm hoch gegangen (der Weg war wohl echt sehr steil und unsicher) und wurde oben mit einem unglaublichen Blick belohnt. Danach ist er noch unter Eile den Rundweg gelaufen weil er ja nichts verpassen wollte. Ich war auf jeder Fall froh, ihn nicht auf allen Vieren wieder zu treffen (auch wenn er von oben bis unten komplett durchgeschwitzt war und das auch noch eine Stunde später im Bus angehalten hat :)). Der Monolith und seine Größe waren wirklich beeindruckend, aber diesen extremen Mythos konnten wir nicht ganz nachvollziehen. Über die Mittagszeit sollten wir uns entspannen - am Pool oder einfach am Zeltplatz ein Nickerchen machen. Variante 1: Der Pool war so voll gestopft mit Leuten, dass das Wasser sicher nicht mehr erfrischend war. Variante 2: klang vielversprechend, nur wo soll man sich hinlegen?! Bäume bzw. Sträucher gab es nur außen rum, es hatte über 40 Grad und sobald man 5 Sekunden an einem Ort stehen blieb wurde man von Ameisen eingehüllt (ich dachte immer, dass sie in Filmen übertreiben, wenn Menschen von Ameisen aufgefressen werden aber jetzt glaube ich es sofort ;)). Und an diesem erbärmlichen Ort blieben wir auch noch zwei Nächte - das haben sicher 95% unserer Gruppe gedacht. Abends sind wir noch zum Kata Tjuta gefahren, der ähnlich wie der Uluru entstanden ist nur weniger bekannt ist weil es nicht ein einziger Gupf ist sondern mehrere kleinere. Mir hat das fast besser gefallen und ich hab mich immer mehr gefragt, was alle soooo toll am Uluru finden. Mit einem Plastikbecher Champagner zwischen 100 anderen Touristen am Abend wurde es mir dann langsam klar. Der Sonnenuntergang ließ den Berg wirklich in einem tiefen Rot leuchten und die Szenerie war gewaltig (Tagsüber ist er eher langweilig braun). Fix und fertig von der Hitze und dem ständigen frühen aufstehen ging es wieder zu unserer Matratze. Morgen heißt es lange Auto fahren (800km) und wir freuten uns auf etwas länger schlafen und Klimaanlage. Doch das länger Schlafen war falsch gedacht. Irgendwie müssen wir jeden Tag eine halbe Stunde früher raus (auch wenn man immer denkt früher geht nicht mehr) und um 5 in der Früh saßen wir brav im Bus um bis nach Coober Pedy zu Opalminen zu fahren.
    Anmerkung von Harti: Er findet den Uluru schon sehr außergewöhnlich und besonders! ;)
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  • Das wahre Outback - Coober Pedy

    February 10, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Fahrt bis zur Opalhauptstadt Coober Pedy war wirklich sehr lang (11h) und die Landschaft wechselt von dem überraschenden Grün zu Rot und immer weniger Vegetation. Autos begegnet man hier nur relativ selten und die Temperatur stieg beharrlich auf 45 Grad an. Neben dem langen Sitzen kam dann noch erschwerlich hinzu, dass die Klimaanlage für die letzten 3 Stunden Fahrt mehr oder weniger ausgefallen ist weil die Leistung vom Auto einfach nicht genug war. Das war echtes Überlebenstraining wenn es selbst im Auto 38 Grad hat und du nirgendwo deinen Körper runterkühlen kannst (und das nach 2 Tagen campen, natürlich auch ohne Klima). Wir saßen also alle pitschnass im Auto und haben die Minuten gezählt bis wir in Coober Pedy ankommen. Hier wartete nämlich ein Untergrund-Hostel auf uns und wir als Tunnelliebhaber wussten gleich - da wird's kühler ;) Dort angekommen wurden wir von 24 Grad empfangen - ein absoluter Segen nach dieser Schwitzerei (ich habe echt noch nie in meinem Leben so geschwitzt)! Wir haben dann gleich noch eine Opalmine besucht und der Harti hat wieder damit geliebäugelt, hier einen Claim zu kaufen und das raue Mineurleben zu probieren :) Draußen kann es hier im Sommer zwar 55 Grad werden (wir hatten heut nur 46) aber unter Tage ist es ganz angenehm :) In dem Kaff ging es zum Pizza essen in ein Restaurant ohne Charme - und was passiert in dieser gottverlassenen Gegend?! Eine weitere Touristen Gruppe setzt sich an den Nebentisch und plötzlich sagt der Harti:“ja servus was macht ihr denn hier???“. Man kann mitten im Outback schon mal einen Studienkollegen treffen ;) Echt verrückt... Unsere Leiterin hatte dann noch eine Überraschung für uns. Es ging zu einer Pflegestation für verwundete Kängurus und dort haben wir ein so liebes Baby Känguru streicheln können <3 Es ist 5 Monate alt und schläft 23,5 Stunden am Tag...
    Zum Abschluss des Tages sind wir in eine Untergrund-Bar gegangen und haben uns einem kleinen Cider für 8$ gegönnt. Es ist schon was besonderes, dass wirklich viele Einwohner hier ihre 3 Zimmer Wohnung etc. in den Berg hineinbauen um der Hitze zu entkommen. Unser Schlafplatz hatte bis auf die Stockbettatmosphäre auch einen gewissen Charme und wir haben schon lang nicht mehr so gut geschlafen :) Vor dem nächsten Tag graute es machen schon weil wieder 700 km auf dem Plan standen und die Fahrt von gestern noch jedem in den Knochen saß. In der Tourbeschreibung stand schön “lehn dich im Privatauto zurück und genieße das Outback“. Ab dem Mittag ist dann wieder die Klima ausgefallen und der Schweiß ist einem wirklich in Strömen über den Körper gelaufen (Hartis Kommentar 'ich hab echt einen See in meinem Flip Flop' und das war nicht übertrieben). Wir haben zwischendurch noch einen Stopp bei einem Salzsee gemacht und da war die Temperatur schon bei 48 Grad. Bevor wir uns wieder ins 38 Grad kalte Auto setzen konnte musste ich mir erstmal eine Flasche Wasser drüber kippen um das zu überstehen... Die Nacht haben wir nahe der Flinders Range verbracht. Die Landschaft sieht mittlerweile schon wieder einladender aus (Bäume, Berge), die Temperatur bleibt aber beharrlich über 40.
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  • Flinders Range bis Adelaide

    February 13, 2017 in Australia ⋅ ☁️ 19 °C

    Vor Sonnenaufgang ging es bei angenehmer Temperatur (ca. 35 Grad) zu einem 2 Stunden Spaziergang im Flinders Range NP. Später kann man hier fast nicht wandern weil einen die Sonne sonst brät aber so war es sehr angenehm und wir konnten viele Kängurus bestaunen und freuten uns, wieder Wälder zu sehen. Die Fahrt Richtung Adelaide führt uns durch das Weinviertel Australiens (Barossa Vally, Clare Vally...) und da darf eine Weinverkostung natürlich nicht fehlen. Man merkt schon, für welche Personengruppe die Tour ist. Besichtigung von der Produktion oder den Weingärten - wer braucht das schon? Hauptsache man kann trinken ;) Glücklicherweise waren wir davor Mittag essen und so konnten wir die (mindestens) 10 verschiedenen roten und weißen Weine genießen. Bekannt ist die Region vor allem für ihren Riesling ('bester Wein 2016' prämiert im Rheinland) und Shiraz und wir standen mit unserem verschwitzten Sportoutfit da und haben den Wein gekonnt nach rechts und links gedreht ;) Nachdem es Samstag Abend war, wurden im Hostel in Adelaide gleich mal die Trinkspiele ausgepackt und wir waren sogar bis 12! wach :) Das war ganz ungewohnt während dieser Reise weil man ja meist um spätestens halb 7 aufgestanden ist. Morgen war aber unser freier Tag und jeder konnte machen was er will.
    Als wir in der Früh unser Fenster aufgemacht haben, sind wir fast zu Eis erstarrt! Kälteeinbruch in Adelaide bei gerade mal 17 Grad und einem Maximum von 21. Da mussten wir erstmal eine viertel Stunde in unseren Taschen wühlen um zu den langen Sachen zu kommen (abends hab ich sogar meine Daunenweste gebraucht für die der Harti mich immer verarscht hat) :) Die Lebensgeister kehrten sofort zurück und wir waren voller Tatendrang. Mit dem Radl erkundeten wir die ganze Stadt, besuchten die ArtGallery (teils sehr merkwürdige Exponate wie zwei tote Pferde ineinander gestopft), das Wein Center, den Friedhof und ein Cricket Spiel. Das war unser absolutes Highlight. Es ist wirklich eins der langweiligsten Spiele die ich je gesehen hab. Ein einziges Spiel dauert ca 4 Tage und pro Tag wird von in der Früh bis zum Abend gespielt. Es gibt regelmäßig Tee- und Esspausen für die Spieler, damit sie sich ja von ihrem anstrengenden Spiel erholen können. Von den 13 Leuten am Feld bewegen sich nämlich genau 2 (evtl 3 ;)). Die Schiedsrichter stehen mit Sonnenhut am Platz und genießen das schöne Wetter und die Zuschauer kommen mit ihren Büchern zum Spiel damit die Zeit nicht ganz so sinnlos ist :) Es ist aber eins der beliebtesten Spiele hier in Australien und wenn man vielleicht etwas mehr drinnen ist, wird es auch spannender (oder auch nicht). Die Stadt hat uns richtig gut gefallen, schöne Häuser und hoher Freizeitwert. Touristenfreundlich ist sie auch noch weil irgendwie von den Rädern über das Cricket bis zum Museum alles umsonst war! Morgen geht es wieder in die Natur zum Grampians NP.
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  • Grampian NP

    February 16, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Von Adelaide sind wir in der Früh zum Grampians NP aufgebrochen. Die Landschaft des Nationalparks erinnert uns mit seinen Wasserfällen und Bäumen eher an unsere Breiten und wir fühlen uns gleich ein bisschen wohler :) Auf dem Weg dorthin haben wir noch Halt an einem Salzsee gemacht, der ganz rosa war (kommt auf dem Foto leider nicht so gut rüber). Die Farbe kommt durch die vielen Algen zustande, die sich in dieser Gumpe tummeln. War schön zum Anschauen aber für eine Erfrischung nicht geeignet (ca 50cm tief). Diese Info hatten die zwei italienischen Touris wohl nicht, die mit Bikini und Handtuch kurz nach uns am 'Strand' angekommen sind ;) Leider sind wir zu früh wieder los gefahren um ihre Schwimmversuche mitzuerleben...
    Im Grampians sind wir zu einem Wasserfall spaziert und haben das Spektakel genossen, den Briten beim überqueren des Baches zuzuschauen. Manche haben anscheinend noch nie ihren Fuß auf einen Stein gesetzt und sich so selten dämlich angestellt (eine ist sogar mit ihrem dicken Kapuzenpulli baden gegangen und bei 18 Grad mit dem nassen Ding weiter spaziert). Danach ging es zu einem Aussichtspunkt, den unser Guide Cara als Top of World bezeichnet hat. Und der Ausblick war wirklich atemberaubend schön - eine weite Fläche, Stausee und Berge! Und Cara hat uns gleich noch mehr versprochen, wenn wir morgen um kurz vor 6 aufbrechen um den Sonnenaufgang auf dem Berg zu genießen. Alle haben ziemlich leise 'ja ok' gesagt nachdem einen das frühe Aufstehen wirklich ein bisschen fertig macht. Noch dazu hat sich die Wettervorhersage mit 13 Grad und Wolken nicht so prickelnd angehört. Ich hab also Daunenweste, Pulli und Jacke eingesteckt und los ging unsere Wanderung im Dunkeln. Oben angekommen hat der Wind bei 10 Grad geblasen und der Sonnenaufgang war leider wegen der Wolken ziemlich unspektakulär. Wir fanden es trotzdem sehr schön, im Gegensatz zu manch anderen, die mit kurzer Hose und T-Shirt fast erfroren wären ;) Der Sandstein ist hier zu total verrückten Formen erodiert worden und lässt oft einzelne Türme oder dünne Brücken stehen. Bei schönerem Wetter haben wir noch beim Tower Hill NP Halt gemacht und einen unglaublichen lieben Baby Koala im Baum gesichtet. Er hat dann eine halbe Stunde wie auf dem Laufsteg für uns posiert und wir wollten ihn am liebsten in unsere Tasche stecken und mitnehmen. Übernachtet haben wir in Port Campell, einem gemütlichen, kleinen Fischerdorf an der Great Ocean Road. Abends haben wir noch Valentinstagswichteln gemacht und jeder hat eine Kleinigkeit von jemandem aus der Gruppe bekommen. Cara hat uns wirklich 9 Tage mit ihrer verrückten aber sehr netten Art bei Laune gehalten und hat als Dank 3 sehr hässliche und riesige Omaunterhosen und eine Flasche Gin bekommen ;)
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  • Great Ocean Road

    February 16, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 19 °C

    Die 250 km lange Great Ocean Road von Warrnambool bis Torquay war landschaftlich wirklich eine wunderschöne Strecke! Ganz im Westen sind wir an der Shipwreck Coast gestartet weil hier zur Zeit des Goldrausches ab 1850 viele europäische und amerikanische Schiffe kurz vor dem heißersehnten Ziel gegen einen der Kalktürme, die oft auch unter dem Meeresspiegel sind, krachten und sanken. Die Küstenlinie ist atemberaubend, steile Felswände, wildes Wasser und dann die bizarren Felstürme und -brücken mitten im Meer. Bekannt ist die London Bridge, die ursprünglich mal ein Doppelbogen war, auf den man spazieren konnte. 1990 ist ein Mann auf dem ersten Bogen rum gehüpft um seiner Frau zu zeigen, dass er stabil ist (sie hatte nämlich Angst dass er zusammen bricht). Und dann passiert natürlich, was passieren muss - der Bogen bricht ein. Die zwei Touris standen geschockt auf dem nun abgeschnittenen Turm, wurde aber bald mit dem Heli gerettet ;) Ein weiterer weltberühmter Ort sind die 12 Apostel - obwohl es weder 12 Türme sind (7 bis 9, je nachdem wie man drauf schaut) noch handelte es sich ursprünglich um Apostel. Früher wurde es 'die Sau mit Ferkeln' genannt aber der Name war irgendwann nicht mehr adäquat für so eine Attraktion ;) Die Türme sind auch nicht sonderlich stabil und so stürzt immer mal wieder einer ein (2005 der letzte).
    In Melbourne hieß es dann Abschied nehmen von unsere Reisegruppe und Cara, die den ganzen Tag mit ihrer geschenkten Omaunterhose auf dem Kopf oder über ihrem Rock rumgelaufen ist :D Im Cafe wurde sie ganz schräg angeschaut, aber gestört hat sie das kaum... Wir haben die Tour auf jeden Fall sehr genossen (bis auf die ausgefallene Klimaanlage) und in den 9 Tagen über 4000 km runtergefahren. Temperaturschocks waren hierbei auch inklusive ;) Jetzt freuen wir uns auf die letzte Woche mit Big City Life in Melbourne und Sydney!
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  • Melbourne

    February 19, 2017 in Australia ⋅ 🌧 11 °C

    Nach dem schweren Abschied unserer heiß geliebten Gemma (deren Klimaanlage zwar manchmal ausfällt, die aber so schön lila war) ging es zu unserer neuen Unterkunft. Am der Hausnummer angekommen waren wir von dem 50 stöckigen Wolkenkratzer erstmal erschlagen (1. Foto)! Das Ding sah ganz schön luxuriös aus und wird zu 99,9 % von Studenten aus China bewohnt (die fehlenden 0,1 % waren wir :)). Unser Gastgeber spricht wenig englisch aber das Zimmer war der Hammer und im Haus gab es Swimming Pool und Dachterrasse im 9. Stock! Der Ausblick auf die weiteren 50 Wolkenkratzer der Umgebung war natürlich unglaublich ;) Ich hab selten eine Stadt gesehen, die aus so viel Hochhäusern - und viele zusätzlich in Bau - besteht. Abends sind wir zu einem großen Nachtmarkt gegangen und haben uns die Bäuche vollschlagen. Ich konnte mich nicht zurückhalten und hab beim 'Italiener' Nudeln geholt - das war ein Fehler weil sie die italienische Küche wohl nicht überall so gut beherrschen wie bei uns ;) Mein Herz hat schon einen Freudensprung gemacht, als ich den bayerischen Brezn-Stand gesehen hab. Doch die Freude hielt bei Schokobreze oder Breze mit Zuckerstreusel nur kurz :) Am nächsten Tag haben wir die kostenlose City Führung mitgemacht und sind 3 Stunden durch die ganze Stadt gelaufen. Von kulturellen Stopps wie Bücherei, Goldschatzkammer, Kirchen usw. bis zu neumoderner Street Art und Graffiti haben wir alles mitgenommen. Abends wollten wir uns kulturell etwas weiterbilden und sind zu einem 'Theater/Kabarett/irgendwas' in den ButterflyClub gegangen. Der Mann am Ticketschalter hat uns extra noch geraten, früher hinzugehen weil die Bar dort so nett ist. Dort angekommen wurden von einem total verrückten Interieur empfangen - ein rotes Zimmer voll gestopft mit Sachen (von der Gummipuppe über Jesusbilder bis zu Sonntagsgeschirr war alles mit dabei). Das kam uns dann schon ein bisschen spanisch vor und wir waren gespannt auf das Stück! Und das war dann auch wirklich das merkwürdigste, was ich je gesehen hab ;) Eine Dame mit sehr freizügigem, unvorteilhaften Outfit erzählt bzw singt ihr Liebesleben, begleitet von einem Pianisten im Anzug und zwei Frauen, die mit Bikini (voll geklebt mit Gänsefedern) über die Bühne gehüpft sind. Die ersten Minuten musste ich mich so fassungslos zusammenreißen, damit ich nicht laut zu lachen anfange aber man gewöhnt sich schnell und so habe ich die dreiviertel Stunde gut überstanden ;)
    Am nächsten Tag haben wir uns ein richtig gutes Frühstück in einem schönen alten Cafe gegönnt und wollten dann gestärkt in den Tag aufbrechen. Bis mittags hat die Energie noch gereicht und wir haben uns die alte Rüstung von Ned Kelly (australischer Robin Hood) angeschaut. Ab dann war ich leider nur noch auf der Suche nach einem Klo weil ich wohl was falsches gegessen hab (wir tippen zwar eher auf das Sushi vom Vorabend als auf das gute Frühstück, aber wer weiß ;)). Und so hab ich den Nachmittag mit Spucktüte versucht zu überstehen , bis es dann abends in einen voll gestopften Zug mit einem stinkenden Alki neben uns (nicht das beste für einen schlechten Magen) zu unserer Unterkunft in die Nähe des Flughafens ging. Der Harti hat es sogar geschafft, mir hier -an einem Ort so weit weg von der Heimat- eine normale Breze zu besorgen. Das war glaub ich meine Rettung und so kamen am nächsten Morgen die Lebensgeister wieder zurück - was auch dringend nötig war weil ich um 6 in der Früh in ein Flugzeug steigen musste ;). Die nächsten 4 Tage steht noch Sydney auf dem Programm und dann geht's wieder nach Hause.
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  • Ankunft Sydney & Blue Mountains

    February 21, 2017 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Unsere Unterkunft in Sydney liegt im idyllischen Stadtteil Paddington und wir hatten mit Airbnb mal wieder großes Glück. Wunderschöne Wohnung und die Gastgeber sind sehr zurückhaltend und selten da ;) Am ersten Tag wollten wir eigentlich schon die Stadt erkunden aber nachdem die letzte Nacht für uns beide wenig erholsam war, waren wir ziemlich antriebslos... So haben wir erstmal die Couch genossen und es dann grad mal bis zu den Paddington Markets geschafft wo ich dann vor Ort gemerkt hab, dass ich da vor 6 Jahren mit der Steffi auch schon war ;) Abends haben wir uns ins Kino geschleppt und ab heute wird sich der Harti sicher nicht mehr über die Kinopreise in München beschweren :D Hier kostet es für Studenten nämlich billigstenfalls 18 Dollar... Am nächsten Tag haben wir uns zeitig mit einem Freund vom Harti und seiner Bekannten getroffen um einen Tagesausflug in die Blue Mountains zu machen. Die Berge liegen nur eine Stunde von Sydney entfernt und sind wegen ihren bizarren Sandsteintürmen und vielen schönen Wanderwegen bekannt. Das ganze Tal ist übersäht von Eukalyptus, deren Öl immer einen blauen Dunst über die Berge zaubert. Mit dem Wetter hatten wir auch extremes Glück, da sie eigentlich Regen angesagt hatten und wir aber bei strahlendem Sonnenschein zu einem Wasserfall gewandert sind. Unten gab's Picknick und dann ging's mit vollem Bauch die vielen, sehr steilen und schiefen Stufen wieder rauf. Zum Abschluss haben wir die Three Sisters besucht und man hat gleich gemerkt, dass die 3 Sandsteintürme in jedem Reiseführer als Must-See drinstehen. Reisebusse und riesige Aussichtsplattformen gepaart mit teuren Kaffee ;) Aber der Anblick war trotzdem sehenswert und zur Stärkung sind wir danach in Manly (beliebter Strand der Sydneysider) zum Thailänder Essen gegangen. Nach Hause ging's dann mit der Fähre, die uns den Blick auf die Harbour Bridge und das Opernhaus bei Nacht präsentiert hat. Die nächsten zwei Tage steht dann Stadt Sightseeing auf unserem Programm.Read more

  • Sydney

    February 22, 2017 in China ⋅ 🌧 5 °C

    Den ersten richtigen Tag in Sydney haben wir wie in Melbourne mit einer geführten Tour begonnen. Mit unserem Architekturstudenten sind wir 3 Stunden durch die Innenstadt gelaufen und haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Geendet hat die Tour an den zwei bekanntesten Wahrzeichen - der Harbour Bridge und dem Opernhaus. Da beide wirklich sehr beeindruckend sind, gibt es hiervon sehr viele Fotos und von dem Rest der Stadt kaum welche ;) Gestärkt haben wir uns im Munich Brauhaus, dass zufälligerweise ganz in der Nähe lag! Dort wurden wir von Kellnern in Dirndl und Lederhosn empfangen und es läuft non-stop Zillertaler Hochzeitsmarsch oder die schlimmsten Partyschlager, die selbst für die Wiesn zu primitiv wären! Nach der Bierprobe und einer Breze mit Butter für 5 Dollar haben wir dann beschlossen, dass wir uns doch auf daheim freuen ;) Als unsere Füße dann schon ganz müde von ganzen gehen waren, wollte ich nur noch in den botanischen Garten und mich hinlegen und fand, dass wir die Oper schon lang genug gesehen haben. Der Harti war aber sehr hartnäckig und wollte unbedingt noch rein... “vielleicht gibt's ja noch ein paar Tickets für eine Vorstellung heut Abend“. Ich dachte mir nur “Jaaaaa klar, es steht ja nur überall, dass man hier Wochen vorher buchen muss!“. Und so kam es, dass wir in kurzer Hose, T-Shirt und Turnschuhe (die Kleiderordnung ist hier nicht so streng) bei Klängen von Tschaikowsky (keine Ahnung ob das richtig geschrieben ist?) in der Oper von Sydney saßen :) Es war echt super und die Oper ist von drinnen noch viel schöner als von außen!
    Nach dem gestrigen anstrengenden Tag sind wir heute etwas gemütlicher gestartet. Zuerst noch ein letztes Mal durch die Straßen Sydneys flanieren und all die teuren Sachen in den Kaufhäusern bestaunen. Freundlicherweise haben sie das 6 stöckige Kaufhaus so geplant, dass man je nach Geldbeutel nicht bis ganz oben muss. Für unsere Verhältnisse war Level 1-2 vollkommen ausreichend, beginnend bei Nike im ersten und endend bei Calvin Klein im zweiten Stock :) Zum Abschluss unserer fast 7 wöchigen Reise wollten wir nochmal Sonne, Strand und Meer aufsaugen, bevor es in's kühle Europa geht. Hierfür bietet sich nichts mehr an als Bondi Beach, der Strand an dem die Schönen und noch Schöneren sich sonnen, surfen, joggen oder einfach nur ihren Körper präsentieren wollen ;) Es war wirklich ein reines Schaulaufen und nach einer Stunde haben wir uns auf einen Küstenspaziergang ins 5 km entfernte Coogee aufgemacht. Der Weg war wirklich ein toller Abschluss und hat uns hoffentlich genügend Energie für die 30 h Air China gegeben, die noch auf uns warten!
    Wir haben viele unglaubliche Erlebnisse in Australien gehabt, manche schöner (fast alles ;)) und manche weniger schön (kaputte Klimaanlage am heißesten Ort meines Lebens, Horror-Seegang an den Whitsundays und die schlechte Sushirolle in Melbourne) - aber wir werden alle in Erinnerung behalten und haben unsere Reiselust hoffentlich für das nächste Jahr gestillt!
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    Trip end
    February 22, 2017