• Jumilla

    30. oktober 2025, Spanien ⋅ ☀️ 16 °C

    Ich habe richtig gut geschlafen. So Klostermauern, die können was. Auf dem Balkon trinke ich Kaffee und schaue mir die in der morgendlichen Sonne schimmernden Berge an, in die ich gleich radeln werde. Wie immer geht's kurz vor 9h los. Es geht direkt berghoch. Nach ein paar km zweigt mein Sträßchen ab. Die gesamte Sierra besteht aus Pinien. Rech tund Links der Straße gedeihen Rosmarin und Thymian in massen. Alles richt danach. Nach zwei km recht geradeaus,was aber immer wieder blicke zu den hochaufragenden Felsenberge gestattet, gehen die Serpentinen los. Ich kann fast die gesamte Strecke im Berghang einsehen. Das radeln in den Serpentinen macht richtig Spaß und schon bald bin ich an einem Aussichtspunkt wo ich das ganze wiederum von oben einsehe. Noch ein Stück geradeaus 2,3 Serpentinen und ich bin am höchsten Punkt der Straße. Was soll ich sagen. Kein Passschild. Ein richtiger Gebirgspass und kein Schild.
    700 Höhenmeter und kein Schild. Aber schön ist es hier Sehr schön. Ich genieße die Blicke in alle Richtungen. Teils sehe ich das Meer. Ich mache mich für die Abfahrt bereit und los geht's. Nach einer Weile kreuzt ein Steinbock die Straße. Trotzt allens bitten. Das Biest bleibt nicht stehen für ein Foto. Es folgt eine Abfolge vieler kleiner Serpentinen. Sicher 20 Stück. Vor vielen Jahren habe ich mal mit Martin hier gegessen und ein Profiradrennen an dieser Stelle uns angesehen. Lance Armstrong ist hier an uns vorbeigeradeldet. Äh gesprintet. Ich rausche weiter den Berg hienunter. Durch El Berro hindurch. Hier waren wir damals auf den Campingplatz. Mit Steffi war ich auch mal hier. Die Bar meines damaligen Vertrauens hat zu. Obwohl schon 11h durch. Irgendwann bin ich unten. Die Serra Espunia waren sehr schön. Es geht jetzt recht gemächlich durch Felder . Nach rechts habe ich weite Blicke in die staubtrockene Wüstenlandschaft. Nach vorne stellen sich schon wieder die ersten Berge auf. Nach einem Aufschwung geht es länger Bergab. Ich bin froh denn ich hab ganz schön mit Wind zu kämpfe. In dem Städtchen Mula hole ich mir im Aldi ein paar Kleinigkeiten und es geht jetzt ein kurzes Stück auf einer Bahntrasse lang. Am Rastplatz mache ich Vesper. Leider kann ich dem Weg nicht weiter folgen. Der Umweg ist zu groß. Aber die Trauer hält sich in Grenzen. Die Steffi ist diesen schönen Radweg mit vielen Tunneln schon mit mir gefahren. Für mich geht's weiter bergan. Ich kreuze eine Autobahn, vorbei an einem staubigen Schotterwerk nebst Steinbruch und ein paar Serpentinen weiter bin ich oben. Der Blick haut mich um. Ich bin auf einer Hochfläche die von Obstanbau geprägt ist. Dahinter erheben sich massive Berge. Da es viel bergab geht, kann ich viel schauen und genießen. Nach einem Gegenanstieg fällt die Strasse steil ins Tal. Das war einer der Schönsten Streckenabschnitte. Eine wunderschöne Panoramestrasse. In chiza kaufe ich Nachschub ein und die letzten 35km geht's nunmehr Bergauf. Erstmal aus dem Ort raus lande ich mal wieder auf einer alten Bahntrasse die durch eine Wüstenlandschaft führt. Ganz schick das ganze aber die Qualität nimmt rasch ab. Nach einem Einschnitt öffnet sich ein riesiges Tal, das von massiven Bergflanken gedeckt wird. Hier ist Salatanbaugeiet. Mein Weg wird von allerlei Landwirtschaftlichen Geräten genutzt und ich weiche auf die Straße aus. Zum Glück gibt's einen großen standstreifen auf den ich sicher die letzten 20km radeln kann. Wie gesagt, es kann nicht überall am schönsten sein. In Jumilla angeommem herscht geschäftiges Treiben. Erstmal ins Hotel und Baden. Dann lande ich ein einer Pizzeria wo die Tapas sehr gut sind und nun sitze ich in einer Hotelnahen, ohrenbetäubend lauten Bar und schreibe den Bericht. Gleich geht's ins Bett. Gute Nacht.
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