Gandia Playa
1. november 2025, Spanien ⋅ ☁️ 17 °C
Die Spanier haben richtig gefeiert. Ein geknalle und gegrölle bis tief in die Nacht. Entsprechend gerädert war ich früh. Ich rolle aus der Stadt raus und komme direkt auf einen Bahntrassenradweg den ich zu großen Teilen den ganzen Tag folgen werde. Es handelt sich hier um den Teilabschnitt des Eurovelo 8. Ein Radweg der von Portugal bis nach Griechenland führt. Aber schon nach ein paar km endet der Weg an einem Kreiverkehr vor einer Leitplanke. Kein weiterkommen. Ein Schild weist darauf hin das hier Schluss ist. Witzig. Ich hebe mein Rad über die Planke, aber so eine Tourenradlerin...?
Ich weiche auf eine Strasse aus die ein wenig an der Autobahn langführt. Schon nach 7km bin ich am höchsten Punkt für heute angekommen. Jetzt geht's meistens bergab bis ans Meer. Plötzlich ein Hinweis das der Radweg weitergeht. Ich fahre ins Dickicht, komme aber nur ein paar Meter weit. Zurück zur Straße. 100m weiter erneut ein Versuch. Diesmal klappts. Jetzt geht es auf einem Pfad der immer besser wird. Nach einer größeren Kurve ein Rastplatz. Ich schau mir die Umgebung an. Ab jetzt geht's richtig bergab. Mir sind schon von weitem die vielen Felsen aufgefallen. Es geht in einen langen Tunnel. Kurz Sonnenlicht, wieder Tunnel usw. Ich werde heute sehr viele Tunnel durchfahren. Das hat man selten. Die Strecke macht Spaß Die Fahrbahn ist gut und die Blicke in den Talkessel mit der Stadt Alcoy sind toll. In einer riesigen Kehre geht es ins Tal. An einer Brücke üben sich junge Leute im bungee jumping. Ich schaue hinunter. Na hoffentlich ist das Seil nicht zu lang. Überall steilen sich die orangenen Felsen auf. Ein toller Anblick. Durch die Stadt werde ich gut geführt. Es geht meist auf der Trasse Verkehrsfrei dahin. Im nächsten Ort ist die Hölle los Die ganze Stadt ist ein Jarmarkt. Menschen und Automassen. Ich schiebe mein Rad durch das Getümmel und komme an ein Wohnmobilaussteller vorbei. Geschwind kaufe ich uns ein neues Womo und lasse es nach Hause schicken. 😉
Nach Muro führt mein Weg auf guten Asphalt in ein immer enger werdendes Tal. Die Berge und Felsen rücken immer näher heran. Nun kommt auch meine obligatorische Burgruine. Aber viel zuhoch. Der Weg führt in eine Schlucht. Hier schlängelt sich die Trasse eng an die Felsen geschmiegt durch viele Einschnitte und Tunnel. Es ist eine wilde, beeindruckende Szenerie. Nur die Fahrbahn taugt nicht mehr. Teils blanker Fels und grober Schotter lassen mich bergab nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Ich genieße das ganze Trotzdem. Dieses Naturereigniss ist was besonderes. Ab und zu kann man auch mal besser rollen und so komme ich langsam vorwärts. An einer Stelle wo eine Brücke fehlt gehts steil bergab. Hier muss ich schieben. Und genau an dieser Stelle kommt das erste Hinweisschild das ich auf dem Eurovelo 8 bin. Hier kann niemand veloiren. Schon gar nicht mit Gepäck. Es geht jetzt ein bisschen besser weiter. Steile Felswände, dunkle Tunnel (Licht am Rad), so geht es weiter. Vorbei an einem Wasserfall stehe ich plötzlich an einem Abgrund. Hier fehlt eine Brücke. Steil geht es bergauf. Das Stück muss umfahren werden. Dieser Abschnitt ist zu Ende. Durch ein paar Dörfer geht es im Zickzack Richtung Gandia. Kurz davor komme ich zu meiner letzten Bahntrasse. Die Verbindung zwischen Oliva und Gandia. Der Vollständigkeit halber nehme ich sie mit und rolle gemütlich ins Städchen. Eine kleine Runde durch die Altstadt und die letzten km zur Playa. Hier herrscht Rambo Zambo. Richtiges Turizeugs. Warum nicht. Ich check ins Hotel ein, Zimmer mit Meerblick und lasse mich draußen treiben. Gleich inne Bar, Fischzeugs essen und Spanischen Fußball schauen. Gute Nacht.Læs mere


























RejsendeWann geht es auf die Insel?
RejsendeFähre morgen Nacht von valencia. Wir werden uns wohl nicht sehen.
RejsendeFliegt ihr von Malle aus zurück und falls ja, wann?
RejsendeNein von Gran canaria zurück