Ria Formosa - das 'mar calmo'
October 8, 2024 in Portugal ⋅ ⛅ 19 °C
Unser gestriges Programm lautete: Fahrt Richtung Ost-Algarve. Der Weg dorthin führte uns durch das südöstliche Alentejo. Auch hier wieder menschenleere Landstriche, karge Hochebenen, tief eingeschnittene Fluss-Täler, deren Flüsse kaum Wasser führten, der gebirgige Parque Natural do Vale do Guadiana und längs der Straßen Eukalyptus-Bäume, deren 'Sauna-Duft' uns zwar nicht schwitzen ließ, aber das gesamte WoMo füllte. Manche der Dörfer dort im Naturpark warben mit dem hier heimischen Luchs. Auf Straßenschildern wurde vor querenden (nicht 'queeren' ) Luchsen gewarnt.
Nach ca. vier Stunden kurzweiliger und kurvenreicher Fahrt dann die Ria Formosa. Dieses 'Mar Calmo', wie die Fischer die Ria hier nennen, ist ein schmaler und ruhiger Streifen Atlantik, eine 60 Kilometer lange Meeres-Lagune, die durch eine Barriere von sechs schmalen Sandinseln vor der Dünung des offenen Atlantiks geschützt ist. Mit kleinen Fährbooten gelangt man in weniger als fünf Minuten an die recht einsamen Strände des offenen Atlantik. Landeinwärts zieht sich ein Labyrinth von Kanälen, Inseln, Sumpfgebieten und Sandbänken, berühmt für seine Fauna (vor allem die hier tatsächlich rosafarbenen Flamingos) und für seine Salzgewinnung, das Flor de Sal.
Wir haben, dicht bei dem Städtchen Tavira und inmitten des hübschen Dorfs Cabanas, einen guten Campingplatz gefunden, der jetzt in der Nachsaison fast leer ist.
Zur untergehenden Sonne gab's noch einen Spaziergang ins Dorf, an die Ria Formosa und zu einer kleinen Bar. Die war so gemütlich, dass sie für die nächsten Tage unsere Anlaufstelle für den 18- Uhr-Termin, den Wachtel'schen 'Jour fixe', sein wird. An der langen Uferpromenade gibt's zahlreiche nette Restaurants, viele kleine Boote, auch kleine Fischerboote (größere Boote schaffen die Passage in die Ria nicht). Direkt am Wasser dann auch die typischen Holzschuppen der Fischer, in denen sie ihr Arbeitszeug verstauen, insbesondere Reusen und Leinen für den Fang der 'Lulas', der hier kulinarisch so geschätzten Tintenfische.
Heute war dann pures Nichtstun angesagt. Das Wetter, d.h. vor allem die südliche Sonne, spielte mit. Die Temperaturen waren mehr als angenehm und die Pool-Landschaft des Platzes mehr als einladend. Wir teilten den Pool mit nur wenigen anderen Menschen. Schwimmen, lesen, 'vor sich hin dösen' und Sonne tanken: Herrlich!
Abends radelten wir ins Dorf zu unserem 'Jour fixe', zu einem Glas Wein und gebackenem Lulas. Das war's und es war genug!Read more




















