Hannover
May 24–26 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C
Das hab ich noch nie gehört. Heute Morgen, einen Kuckuck der singt. Nicht einfach ein Kuckuck wie üblich, sondern Kuckuck-kukukuuuu oder Kuuuu-kuck-kuuu. Wahrscheinlich ein Gigolo oder ein Star-Tenor unter dieser Vogelgattung. Oder vielleicht eine Mutation zwischen Lerche und Kuckuck? Jedenfalls herzerfreulich.
Heute war soviel Verkehr wie wir selten erlebten, scheinbar hat die Berufsschifffahrt kein Sonntagsfahrverbot, wie auf den Autobahnen die LKW`s. Na wenigstens waren die meisten Kähne frisch gestrichen und mit Abgasfiltern versehen, so dass die Luft auf dieser grünen Strecke nicht beeinträchtigt wurde (Uli: „Das ist total erfunden!!“).
Auf den Treidler- Wegen dem Kanal entlang waren die pfingstgeniessenden Fahrradfahrer und Picknicker unterwegs. Sie haben uns fröhlich zugewunken. Ja, ich hab ob des vielen Zurückwinkens immer wiedermal den Kurs korrigieren müssen. Man kann eben nicht freihändig fahren. Zudem lahmt dann auch schnell mal das Handgelenk.
Kurz vor Hannover ändert sich dann die Idylle der Begrünung, es geht vorbei am Hannoveraner Nordhafen. Eigentlich keine Hafenanlage wie bekannt, sondern eine kilometerlange Anlegestelle mit Kranen, Silos und aber auch verrosteten Anlagen.
Ganz anders der Yachthafen, in den wir eingelaufen sind, eigentlich eine Parkanlage. Auffallen tut nur, dass hier lauter alte Schiffe liegen. Entweder die Hannoveraner Eigner sind so beständig, oder ich weiss es eben nicht.
Heute Stadtbummel, respektive Stadtradeln:
Wir sind mit dem Bus in das Stadtzentrum gefahren, die Rädle im Gepäck. Vorbei ging’s da an Quartieren mit prächtigen Häusern mit ihren Gründerzeitfassaden. Wir haben uns gefragt: Wiederaufbau (?), denn die Stadt war 1945 zu 90% zerstört, oder weil Aussenquartiere, verschont geblieben?
Am Bahnhof angekommen, einmal nicht Hop-on-Bus, sondern auf die Rädle! Denn die Hannoveraner hatten vor rund 40 Jahren eine bemerkenswerte Phantasie, Touristen ihre Stadt zu zeigen. Nennt sich „Roter Faden“, ein in den Strassenbelag eingelassener roter Strich, der die Besichtigungsroute vorgibt und dazu eine exzellent gemachte Orientierungsbroschüre. (So nebenbei hat wiedermal gut getan, sich ausgiebig zu bewegen.)
Und kaum um die erste Ecke gebogen, stehen wir vor einem Schloss, Irrtum! Es ist das neue Rathaus, erbaut so um 1910, prachtvolle Demonstration hannoveranischen Mäzenentums. Es ist immer noch Sitz der Stadtverwaltung. Der damalige Bürgermeister soll zu Kaiser Wilhelm II., der zur Einweihung kam, gesagt haben: „alles bar bezahlt“ (damals 14 Mio. Reichsmarkt). Auf die Rundkuppel führt ein, scheinbar weltweit einzigartiger Aufzug, der der Kuppelrundung folgt, hinauf. Da bietet sich eine tolle Weitsicht über die ganz Stadt, die wohl 50% Grünfläche umfasst. Der Blick über alles bewahrheitet das. Beim Runtersteigen, durch all die langen Korridore, den Büros und den Wegweisern zu den Dezernaten, kommt mir dann schon Mani Matter in den Sinn: s`isch einnä vom Amt ufbotte gesi……….
An der Leine (Fluss) entlang wird´s dann fast südländisch. An einer Schwelle tummeln sich waghalsige Surfer in den Wellen, fast wie im berühmten München.
Niki de Saint Phalle`s Figuren strahlen vor Heiterkeit, Kunststück, dass sie als erste Frau Ehrenbürgerin der Stadt wurde. Was würde wohl Leibnitz, der hier in der Nähe begraben liegt, für eine Aphorismus fallen lassen, etwa „rund und bunt weist dem Auge den Weg zur Heiterkeit, da ist´s zu meiner Genialität nicht mehr weit“ oder so ähnlich.
In der Stadtkirche erstmals auf Backsteingotik getroffen, und man fragt sich schon, wie diese Spitzbögen nur von Ziegelsteinen getragen werden. Da wird nicht mehr von Dom oder Kathedrale gesprochen, man ist ja in der Lutherstadt.
Leider leider wurde die Altstadt fast vollständig zerstört. Das wenige Wiederaufgebaute, das alte Rathaus (auch Backsteingotik), die zwei drei Gassen mit Fachwerkbauten, zeigen, dass das Stadtbild weit idyllischer war, als heute, bei den zweckdienlichen Wohn- und Dienstleistungsbauten, wie halt fast in jeder Grossstadt.Read more
















Der Sieg von St. Gallen erreicht auch Hannover! Aufregend…wir geniessen s‘Gärtli in Winterthur… Heute a Saint Gall…nicht vorstellbar. Super…ihr in Hannover…geniesst die sommerlichen Temperaturen, schönä Abig! 🙋♀️🙋♀️Lu&I [Lu&I]
Uli Schlör Ueli HafnerDanke Ihr lieben, geniesst Euer Gärtli. Saintgalle , so eben gelesen, soll ja kochen, über 60'000 Leute werden erwartet, und es sei Freinacht, ohwehphweh
TravelerGeniesst das schöne Wetter und den morgigen Tag. Wir hatten heisse 30 Grad😭
Uli Schlör Ueli HafnerOh ja, hier ist es auch plötzlich heiß geworden 🥵