• Sehnde

    26–27 mag, Germania ⋅ ☀️ 29 °C

    Eigentlich war heute ein ruhiger Fahrtentag durch Grün und durchblickende Dörfchen angesagt und ich hab mir schon überlegt, was ich heute Abend berichten kann.
    Erstmal noch in Hannover einkaufen, um unsere Bestände wiedermal aufzufüllen. Uli hat sich einen Friseurtermin ausgemacht und kam mit einer windschnittigen Frisur zurück, ob wohl dann nicht benötigt, denn es herrschte Windstille und intensivste Sonneneinstrahlung. Auch Diesel musste noch getankt werden, und siehe da, trotz ausgefallener Benzinuhr, haben Uli`s Verbrauchsberechnungen genau gestimmt!
    Kurz nach Hannover dann in die Schleuse. Wiedermal das Gefühl, tief im Keller zu sitzen, eingeklemmt zwischen zwei kahlen Betonwänden.
    Die Fahrt war bei normalem Gegenverkehr, immer wieder die gleichen Manöver, die wir in der Zwischenzeit gut beherrschen. Doch dann auf dem AIS-Monitor zwei die dicht hintereinander gezeigt wurden, und dann unsere Beobachtung, dass der eine den andern überholen will! Au, das kann eng werden, also volle Konzentration und natürlich Aufstoppen und Abwarten. Zufrieden festgestellt, dass wir auch das können.
    Auf der Fahrt bemerkten wir, dass wir bei gleichen Motorenleistung langsamer wurden. Vorwärts- und Zurückfahren bei hoher Drehzahl hat nichts gebracht. Also abwarten.
    In Sehnden angelegt, ergab sich dann, dass Uli die Badesaison eröffnete. Beherzt stieg sie, bewehrt mit Taucherbrille ins trüber Nass und musste feststellen, dass es auch unten nicht klarer wurde. Also mit den Händen, handschuhbewehrt, und den Füssen, barfuß, Rumpf und Schraube abtastend. Siehe da, ihre Zehen haben einen veritablen Ast, der sich in der Schraube verharkt hat erspürt. Mit der ihr eigenen Zähigkeit, hat sie diesen rausgewunden und mit diesem noch anderes Astgezeugs.
    So war dann der leckere Heringssalat und das Weissweinschorle aus der Bordküche mehr als verdient und sehr sehr schmackhaft.
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