• Lüneburg

    30. maj, Tyskland ⋅ ☁️ 21 °C

    Nein, nicht mit dem Boot, sondern per Bahn und Rädle vom Sportboothafen Uelzen her. Erst mit den Rädle zum Bahnhof Uelzen. Bemerkenswert, der alte Bahnhof Uelzen (Backsteinbau) wurde durch Hundertwasser neu konzipiert und nach dessen Plänen ausgeführt. Eine phantasievolle von alt und neu Symbiose, eines der letzten Kunstwerke von ihm. Nach dem Sattsehen per Bahn weiter nach Lüneburg und dann mit den Rädle Mitten in die Altstadt. Doch vorher noch ein Besuch beim Veloservice, bei dem wir uns angemeldet hattet, um die Übersetzungen zu justieren. Erst wollte dieser uns nicht annehmen, dann nach Vorzeigen unseres Mailverkehrs ging´s doch. Um so erstaunter waren wir, dass diese „Reparatur“ völlig kostenlos gemacht wurde. Na, wir haben dann die Kaffeekasse für die Mitarbeiter gesponsert.
    Die Altstadt in Lüneburg ist ja schon sehr sehenswert. Schmale Gassen, weite Plätze und alle mit wunderbaren Backsteinfassaden, die sehr künstlerisch ausgeführt und geschmückt sind. Der Ausblick vom Wasserturm (in mitten der Stadt) über die kleine Altstadt bot Blicke in die verwinkelten Gassen mit ihren ebenso kunstvoll angeordneten Giebeln.
    Als bekennende „Rote Rosen Seher“ war eine Führung durch die ARD-Studios angesagt. Da fanden sich die Räume, Plätze, Gässchen, Läden, in denen die Geschichten spielen. Übrigens all diese Orte gibt in Lüneburg nicht. Wenn man ´s vom Bildschirm her kennt, verwundert schon, wie hier Illusionen produziert werden. Nein, es sind keine Pappkulissen, sondern feste Bauten, die gegen oben offen sind, wo die Scheinwerfer hängen. Wie die Führerin ausführte, wird nach einem auf die Sekunde getakteten Drehplan (tagtäglich Montags - Freitags von 0730 bis 1745) gedreht, der von den rund 150 Mitarbeitern, davon sind nur 20 Schauspieler, alles abfordert. Und lustig: die Komparsen werden alle 14 Tage ausgewechselt, damit diese nicht bekannt werden (na schon wieder die oder der). Einmal zu erfahren, wie solche Soaps entstehen, war schon sehr interessant, die Führung hat aber auch müde gemacht, so dass wir froh waren an der frischen Luft heimwärts zu radeln, ohne auf ein leckeres Essen im gutbürgerlichen Brauhaus (nicht im Studio, sondern in Uelzens Städtchen) zu verzichten.
    Læs mere