• Køge

    Jul 26–29 in Denmark ☁️ 18 °C

    26.07.
    Wie berichtet nochmals früh los, denn eine Fahrt von rund 6 Stunden liegt vor uns. Die See ist so ruhig, fast wie wenn Flaute herrscht. Und dem ist auch so, der Windmesser meldet zeitweise Winde zwischen 0,2 - 1 Knoten. Unser Motor schnurrt und schnurrt. Vorbei geht es an dem Kliff von Klint, wunderbar was da die Gletscher der Urzeit hinterlassen haben, beeindruckend. Und Verkehr kam auf, alle wollten Richtung Kopenhagen oder Richtung Schweden. Sonntag, all die Wochenendsegler wollen nach Hause. Wir als etwas langsamere waren mit gehörig Ausschau halten beschäftigt! Leider setzte Nieselregen ein und die Sicht verschlechterte sich. Zudem zog eine Nebelbank auf, die sich aber nach Osten verzog. Mit ruhiger Fahrt steuerten wir Køge an, und fanden viele freie Liegeplätze, so wie der Törnführer voraus sagt, die Schweden müssen wieder zur Arbeit.
    Ganze drei Minuten Fußmarsch haben uns zum Nachtessen ins Stacy Diners geführt. Eine Beiz, die sich den 50er Jahren in USA verschrieben hat. Am Gebäude sind seitlich je zwei halbe gelbe Schulbusse angebaut, die als Speiseraum dienen und innen stehen Oldtimer (früher Strassenkreuzer genannt) in denen jetzt Tische zum Essen montiert sind. Dazu dezente Rock´n Roll-Musik. Ganz Paris-Texas (Rosa von Praunheim). Herrlich haben der Burger und die Spareribbs gemundet.
    27.07.
    Ausgeschlafen, haben wir uns auf den Weg mit dem Bus zur Uni-Klinik gemacht. Die freundliche Anfrage, dass Uli die Fäden ziehen lassen will ist mit ebensolcher Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft entgegen genommen worden. Ja die Sache hatte Faden (der nun entfernt ist). Sieht gut aus!
    Mit dem Bus ins Zentrum der Stadt. Auch hier gibts die Nikolai-Kirche. Sie wurde Ende des 14. Jhdt. errichtet und fand im 17. Jhdt. zur heutigen wuchtigen Backstein Gestalt. Im Innern finden sich Altar, Kanzel, und Gestühl in meisterhaft ausgefertigter Schnitzarbeit aus dem 16./17. Jhdt. Ein lohnender Besuch. Durstig und etwas hungrig in einem „Café“ platz genommen. Uli entdeckt auf dem Nachbartisch eine Häppchen-Teller, der sich Hygge-Teller nennt. So anmächelig, dass der gleich bestellt wird. In kleinen Schälchen Lachs, Schinken, Salami, Crevetten, Thunfisch, Brot und Butter. Mehr als ein Häppchen, einfach lecker lecker.
    28.07.
    Wir sind nochmals mit dem Bus zur Stadt gefahren. Übrigens es gibt da eine App ähnlich der SBB-App. Nach Hinterlegen der Daten, steigt man einfach in den ÖV, gleich welcher Art, checkt sich ein und aus, und damit ist die Fahrt bezahlt (Wisch und weg). Wir wollten unbedingt zum Frisör, den gestern haben wir festgestellt, dass in der Hauptstraße zum Marktplatz jedes dritte Geschäft ein Frisör ist. Da kann man einfach Platz nehmen und kommt gleich dran. Trotzdem, in jedem Geschäft sah man wartende Leute, so das ich mich frage, ob die Køgener und Køgenerinnen das Haareschneiden zu ihrem Hobby machen. Wir bekamen unsere windschnittigen Frisuren zum Seniorentarif verpasst. Ein Bummel durch die Altstadt lohnt schon, den es zeigen sich viele alte Fachwerkhäuser und schmucke Gässchen.
    Morgen geht´s nun in aller Früh los auf unsere letzte 26 Meilen-Etappe nach Københavne, Kopenhagen wir kommen!
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