Arnis / Schleimünde
2 hours ago in Germany ⋅ ☀️ 24 °C
Nach einem Einkaufstag in Kappeln, auf Touristentour. Fahrt nach Arnis, schön dem Fahrwasser der Schlei folgend, am Museumshafen und den Werften vorbei, eigentlich ein Katzensprung. Arnis, nicht Arneis (davon kann man betrunken werden), darf sich Stadt nennen, und macht Betrunken ob der schnuggeligen Eindrücke. Hier wohnen die einstmals 60 von Kappeln geflüchteten Einwohner, die da ihre eigene Kaviar- und Fischhandelsflotten aufbauten. Tempi passati, heute sind rund 300 Einwohner da, die hauptsächlich vom Werftbetrieb leben (4 Werften, also eine pro 90 Einwohner). Die schmucken Häuser, alle mit üppiger Rosenberankung, reihen sich an einer Perlenschnur auf, die Lange Strasse (mehr Verkehrswege gibts kaum). Bemerkenswert auch die kleine Kirche, vollbehangen mit Modellen alter Handelsschiffe, da wird jedem Kund, was Glaube bedeuten kann.
Satt gesehen, machten wir uns auf der Schlei runter Richtung Meer.
Auf dieser Fahrt bemerkten wir viele schöne Landschaftsanordnungen, die wir beim Kommen, bei der vollen Konzentration, auf das enge Fahrwasser, nicht wahrgenommen hatten, Katen im Schatten wuchtiger Bäume, kleine Laubbaumwäldchen, weite Kornfelder und romantische Anlegestellen. Hier in Schleimünde sind wir in ein kleines Häfelchen eingelaufen, wo nichts ist als der Leuchtturm, das alte Lotsenhaus und dann das offene Meer. Und Uli sucht immer noch eine gute Badestelle, denn alles ist hier so seicht, und von daher schwimmungeeignet. Morgen nun, gehts wieder hinauf auf´s Meer.Read more
Kappeln
Jun 22–23 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C
Bei recht moderatem Nord-Nord-West-Wind haben wir in Damp abgelegt, nachdem wir unseren Dieseltank wieder gefüllt und die Grauwassertanks abgesogen haben. Günstiger Wind ist nicht immer der gewünschte Wind, Schlag um Schlag sind wir gegen den Wind zur Schleimündung hochgesegelt. So werden Strecken dann länger als geplant. Aber….das zügige durch das Wasser fahren, das Plätschern der Heckwelle, die immer wieder wechselnden Sichten auf Meer und Uferpartien einfach ein Genuss. Und die Wenden wurden immer professioneller, eben ein gutes Skipperteam.
Als Ortsfremde sind wir das eng betonnte Fahrwasser der Schlei nicht unter Segel sondern mit dem Motor gefahren. Eine hügelige, teils bewaldete Landschaft hat unsere Sinne erfreut. Ein besonderes Erlebnis: Kurz vor unserm Ziel, dem Yachthafen in Kappel, überspannt eine Brücke die Schlei. Diese wird zu jeder dreiviertel Stunde zur Durchfahrt der Boote hochgehoben. Die Schiffe sammeln sich vor diesem Zeitpunkt fast wie eine Herde Schafe, nur blöken sie nicht. Schon imponierend, wenn sich die beiden Brückenteile hochheben und gen Himmel zeigen.
Einen kleinen Abendspaziergang der Schlei entlang überraschte uns mit alten Häuserzeilen, Backstein in Art des Biedermeiers, Kontore und ehemalige Fischerei- und Handelshäuser, aber auch zahllose Bistros, Bars und Restaurants. Wer verübelt da, dass wir uns zum Abendschmaus hinsetzten?Read more
Damp
Jun 20–22 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C
So gegen 0300 Uhr hatte sich ein Sturm aufgebaut, der bis zur Orkanstärke anwuchs (11 bft). Das hat gepfiffen und gedröhnt und…..wir lagen sicher, was aber nicht verhinderte, dass unser Schlaf nicht ganz ungestört verlief. Erstaunlicherweise ist dazu recht wenig Regen gefallen.
Beim Frühstück haben wir unsere Route nach Damp geplant und rechneten mit einer Fahrzeit um die 3 Stunden. Schon vor dem Auslaufen konnten wir auf unserm Plotter erkennen, dass die Kieler Bucht dicht mit Booten befahren wird. Wir konnten so erahnen, dass diverse Regatten am Laufen waren. Kieler Woche!!!, die wir eigentlich wegen des Rummels meiden wollten. Und so war´s auch. Kaum ausgelaufen, waren wir mit den aus der Kieler Förde regattierenden Booten konfrontiert und fortan kamen schon die nächsten und das immer und immer wieder. Konzentriertes Wahrschauen und gehörig Ausguck-Schauen waren angesagt, erforderlich und auch erfolgreich. Und, das zu unserer Freude!: Wir haben den ersten Tag erlebt, wo wir den Motor nur zum Aus- und Einlaufen nutzten. Ein wahrer, genussvoller Segeltag, auch wenn die Reise länger gedauert hat als geplant, statt 3 halt 5 Stunden. Immer Wind zwischen 8 und 17 Knoten, unterwegs mit 3-4 Knoten Fahrt. Dazu hat die Sonne gebrannt, wie sie nur brennen kann.
Das Einlaufen in Damp, war bei der wohlwollenden Unterstützung des Hafenmeisters ein Kinderspiel, und wieder liegen wir ruhig und bleiben gelassen bei den angesagten Gewittern. Hier hat wohl die Saison begonnen. Rund um den Hafen Bistros und Cafés voller Leute, Halligalli-Musik über dem Hafen, eben Urlaubsstimmung, lachende und sprudelnde Leutegeräusche und das Dauerkreischen der Möven.Read more
Wendtdorf
Jun 19–20 in Germany ⋅ ☀️ 25 °C
Die Gewitterwarnungen machten uns heute bei der Ausfahrt aus Orth Sorge. Doch der Wetterradar korrigierte sich, die Gewitter sind südlicher durchgezogen. Mit gutem Wind sind wir unseres Wegs gefahren. Unser Ziel war Lippe. Vor diesem Hafen haben wir die Einfahrtstonnen wie Sperber gesucht, fanden aber nichts vor. Das Internet hat uns dann belehrt, dass der Hafen seit 2025 geschlossen ist. Das erste Mal, dass unser Revierführer nichts davon wusste.
Also neue Zielbestimmung und mit etwas Bauchweh feststellen müssen, dass dieses 20 Meilen weiter, Marina Wendtdorf, liegt. So richteten wir uns auf eine längere Tour (ca. 4 Stunden längere Fahrt) ein. Die Winde wollten nicht mitmachen, respektive es setzten Drehende ein und gleichzeitig flaute es ab, aber umso sonniger und wärmer wurde es. Den Motor gestartet , und das zweite Unbill kam auf uns zu, ratsch, eine ins Wasser gefallene Schott wurde von der Schraube erfasst und blockierte diese. So haben wir dann unter Segel beigelegt, und damit unsere Manöverkenntnisse aufgefrischt. Uli die mutige Tauchgängerin stieg unfreiwillig ins kalte Wasser, und….. mit Bravour legte sie die Schraube frei! Sie war völlig von Kräften. Doch die wurden noch gebraucht, denn jetzt ging’s drum, weiter zu navigieren ohne eine auf dem Plotter eingegebene Route, reine Seekarten-Navigation. Doch unser Team hat auch das, mit neuen Erkenntnissen der Navigation, bewältigt. So sind wir ziemlich geschafft in Wendtdorf, wo wir eigentlich wegen des Rummels um die Kieler-Woche nie hinwollten, eingefahren.
Jetzt die Abendsonne genießen, entspannen und in lockerer Weise die Umschiffung der Kieler-Woche planen.Read more

Wauu! Da kommt ihr ja zügig nordwärts. Kiel bewusst ausgelassen? Oder Kiel einfach nicht auf dem Wasser? Schönen Abend lu&I [Lucienne/Ivo]

Uli Schlör Ueli HafnerKiel bewusst ausgelassen…. Kieler Woche wollten wir eigentlich überspringen, aber Wetter (verspäteter Start), Miltär (Schießübungen) und ein nicht mehr bewirtschafteter Hafen (Lippe) haben es anders gewollt 🙃
Orth
Jun 17–19 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C
Bei ruhiger See und moderaten Winden ging’s los. Allerdings haben wir´s dann vorgezogen, unter der Brücke nicht zu halsen, sondern unter Motor den Fehmarn-Sund und die Brücke drüber zu durchfahren. Die Route zum Hafen von Orth schien uns von so vielen Untiefen gepflastert, dass wir die Segel nicht erneut setzten. Für uns bodenseegewohnte kam Nervosität auf, denn das Log zeigt schnell nur 2 - 3 Meter, die gut getonnte Einfahrt nach Orth hat uns aber sicher geführt.
Orth, ja es heisst tatsächlich so, was das „H“ am Wortende bedeutet, erschließt sich uns nicht. Ort ist ja Ort. Nun aber tatsächlich heisst es „Schwanitz“, denn hier werden Sequenzen der skurrilen Filmgeschichten von „Nord bei Nordwest“ gedreht. Das Boot von Kommissar/Tierarzt Jakobs liegt auch tatsächlich da. Trotz dieses Hintergrunds ein wunderbar stiller, romantischer Ostseehafen, der einmal ein Handelshafen war. Stillgelegte Eisenbahnschienen und Lagerhäuser erinnern dran.
Heute hat uns eine Radtour ins Innere der Insel geführt. Weite Felder von Weizen, der in der Sonne (ohne poetisch zu werden) wirklich golden glänzte, Hafer, Roggen, Kartoffeln, und sogar einen Weinberg (oder sagt man hier eher Weingarten in der Fläche) erfreuten unsere Augen. In Burg wurden wir darauf aufmerksam, dass ein „Bulli-Festival“ stattfindet, und so ergötzten uns vorbeifahrende VW-Busse jeder Gestalt. Eine Besichtigung der Dorfkirche hat sich ausgezahlt, nicht Backsteingotik, nein merkbar der Übergang von Romanik zur Gotik, einfach schlicht, und doch versehen mit vielen Kunstkostbarkeiten aus dem Mittelalter. Hier auch erfahren, das St. Nikolai (dem ist die Kirche geweiht) der Schutzpatron der Seefahrer sei.
Und ja, das Wetter ist nun auch auf der wärmeren Seite, jedenfalls haben wir geschwitzt und nach dem Retablieren beim Griechen den kühlen Wein genossen. Wir hatten ja auch Zeit, da die Schwitzwäsche im Waschautomaten lag.Read more

TravelerIn Holland kommt der heilige Nikolaus jedes Jahr übers Meer und hat einen Mohr dabei, was immer für Ärger sorgt, weil er von einem schwarz angemalten Weissen dargestellt wird, was wütende Demos der schwarzen Gemeinde auslöst.
Großenbrode
June 16 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C
Die Winde haben nachgelassen, die Voraussagen des Seewetterdienstes sind nicht schlecht, also los. Das soll uns einer mal nachmachen, starten neben der ebenfalls auslaufenden Finnlandfähre, Nussschale gegen Saurier. Nein wir haben sie nicht gerammt und einfach vorbeiziehen lassen. Kaum aus dem Hafen ins offene Wasser, waren wir unsere Sorgen und Nervosität los, der Wind war moderat (3-4 bft) der Wellengang bei einem Meter. All unsere Reff-Vorbereitungen haben sich in Minne aufgelöst, wir haben Kurs aufgenommen. Erstaunt hat uns der rege Schiffsverkehr nicht, denn alle wollten raus, verständlich doch und es hat ja genügend Platz auf der offenen See um auszuweichen. Ergab dann auch Begegnungen mit herzlichem Grüßen von Bord zu Bord. Einen wunderbarer Zweimaster haben wir angetroffen, wohl Vorbote der Kieler Woche. Ungefähr nach 2/3 der Partie stand dann der Wind so schlecht, dass wir mit Motor fuhren um nicht in den Abendstunden anzukommen. Durch ein gut betonntes Fahrwasser haben wir zum Hafen gefunden, wo uns, wie schon so oft, freundliche Schonlieger beim Anlegen zu Hande gingen. Ein kleiner Abendspaziergang durch Kuranlagen von Großenbrode hat uns zu unserem Abendessbeizli geführt. Da kam dann schon Urlaubsstimmung auf, Sand, Meer, unendlicher Horizont und natürlich, nebst toter Hose, Rentner in Zahl, wie wir eben auch.Read more
Travemünde Pause
Jun 8–15 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C
08.06.2026
Heute ist Maststellen angesagt. Kompetente Mitarbeiter von der Böbs Werft bauen den eingelagerten Mast zusammen und montieren in auf unserm Boot. Uquadrat II wird zum Segelschiff, was es immer war und ist. Zurück an unserm Liegeplatz stand das Segelsetzen an. Uff, wie manchmal haben wir uns gefragt, wie das laufende Gut läuft, eingezogen, wieder ausgeschlauft, und erneut eingefädelt. Ja das stimmt, „kaum macht man`s richtig, schon funktioniert`s“!
Ein erster Radausflug am Nachmittag hat uns erfahren lassen, dass wir nun wirklich Maritimes erleben, grosse Schiffe laufen ein und aus, Lotsenboote stehen bereit, überall Seezeichen und ein Leuchtturm, einfach mehr Meer.
09.06.2026
Herzlichen Dank für die vielen und herzlichen Geburtstagswünsche. Karen, Ruth, Heike und Rolf haben uns besucht und beim Bummeln Travemünde gezeigt und vieles aus der Zeit vor der Wende erzählt. Travemünde kommt uns vor, wie ein Dörfchen, und es ist kaum zu glauben, dass da die Fähreriesen einlaufen. Ein Kontrast sondergleichen, die kleinen Häuserzeilen und plötzlich fährt da ein Hochhaus vorbei und macht vor der engen Anlegestelle gleich noch ein Tellerwende zum Heckanlegen.
Hier ist jedes Jahr eine grosse Sandskulpturen-Ausstellung in einer Halle. Dieses Jahr unter dem Motto „Zeitreise“. Und tatsächlich: Darstellungen von Urzeittieren, Neandertalern, Ägyptern, Römer, Mittelalter, Pest, die grossen Philosophen, die Dampfmaschine, der Bergbau, TV und Mondlandung, Telefon und gar eine junge Frau, die das Handy in der Hand hält. Sehr beeindruckend, was da die Künstler darstellen und ich komm ins Nachdenken, was Zeit so alles beinhalten kann.
10.06.2026
Tagesthema Schiffstechnik: Unser Windgeber sendet kein Signal an die Instrumente. Alle die Wissen hatten wurden zur Problemlösung aufgeboten, das Endergebnis, der Akku im Windgeber war leergelaufen und nicht wieder aufladbar. Die hilfreichen Kräfte von Böbs-Werft haben alles gegeben, einen neuen Akku zu besorgen, was nicht ganz einfach war.
Am Nachmittag Besuch von Uli, die unseren Motorbootmast abgeholt hat und bei der er nun lagert, bis……. Ganz herzlichen Dank Uli.
11.06.2026
Grosser Waschtag. Es ist schon angenehm, wenn man gleich mehrere Maschinen (Waschen / Trocknen) laufen lassen kann und so die Wäscheberge in einem Tag abarbeiten kann.
Nebenbei nochmals an den Kran. Der Akku aus Hamburg ist angekommen und wurde in den Windgeber eingebaut. Passt, welch eine Erleichterung .
12.06.2026
Besuch von Thomas aus Hamburg. Welche Freude gemeinsame Erlebnisse aus der Mongoleizeit auszutauschen und die Tips des Weltenseglers zur Kenntnis und zum Merken hinters Ohr zu schreiben.
Wir haben uns vertraut gemacht, mit dem Plotter, so ein ähnliches Gerät wie das Autonavi, nur müssen die Routen eben „geplant“ werden, d.h. die Wegepunkte ausgemessen und eingetragen werden.
13.06.2026
Richtiges Aprilwetter, warme Sonne mit heftigen Schauern wechselnd und als Folge wunderbare Regenbogen. Nochmals hat uns Rolf bei Kaffee und Kuchen auf anzusteuernde Häfen aufmerksam gemacht und Besonderheiten der relativ untiefen Ostsee geschildert, so dass wir nun mit Respekt an die geplante Seefahrt herangehen.
14./15.06.2026
Ja wenn man die Wetterkarten selbst zeichnen könnte, dann säh´s besser aus. Noch immer liegen wir in Travemünde. Überstarke Winde von 5 - 8 Beaufort, starke Regenschauer lassen uns nicht rausfahren. Nicht dass wir den Mut verloren hätten, oder Angsthasen wären, nein, nur einfach nicht gewillt, Risiken einzugehen. Würden ja auch am Bodensee nicht rausgehen, geschweige denn in unbekannte Gewässer. So sind wir beschäftigt mit zukünftiger Routenplanung, Schwimmen im Wellenbad, Friseurbesuch (wollen ja wieder windschnittig sein) und vor allem mit dem Rädle immer gegen den Wind fahren. Und Fischbrötchen zu essen, schmeckt ja auch ganz gut, sogar (in dieser Kälte) hat´s zum Softeis gereicht. Etwas runtergefahren hat uns schon das halbtägliche Wetterhören des Deutschen Seewetterdienstes. Aber das alte Lied vom Segler, entweder zu viel oder zu wenig Wind.
Heute nun lauten die Prognosen etwas optimistischer, so dass es morgen weitergehen kann. Alle Vorbereitungen sind getroffen, wir hoffen.Read more


















































































TravelerWie cool. Es ist soo schön da oben in Kappeln und Schleimünde. Was ist die nächste Station? Gehts auch nach Flensburg?
Uli Schlör Ueli HafnerWir haben vor Sønderborg und dann Flensburger Förde…