7.11. Ginza, Fischmarkt, Meji-Schrein...
November 8, 2025 in Japan ⋅ ⛅ 12 °C
Heute wollte ich noch einige "wichtige" touristische Ziele abhaken. Deshalb startete ich morgens um 9 schon die zweite - von gestern hierher terminverschobene - Guru-Walking- Führung. Der Guide war wieder der mollige US- Mexikaner Giovanni, der hier studiert hat und uns beim berühmten großen Schrein von seiner Shinto- Heirat mit einer Japanerin erzählt hatte.
Leider sahen wir nur von außen: Tor und Brücke VOR dem Kaiserpalast- Gelände . Den Palast selbst konnte man offenbar nicht einmal von außen sehen. Dann durchquerten wir das berühmte reiche Ginza-Viertel mit all den TEUREN, glänzenden Firmen- Hochhäusern mit Edelshops, Markennamen, aber auch einem Kabuki- Theater und dem ersten Kaufhaus Tokios aus den 1930er Jahren. Vor dessen Eingang wacht der Löwe, der heute- am Tag der Feuerwehrleute -passend kostümiert war.
Danach das Tsukiji-Viertel mit dem alten Fischmarkt- m.E. völlig verkommen zur überlaufen und überschätzen "Fressmeile" für Touristen. Zumal der echte Fisch- Großmarkt für Handel und Gastrobetriebe inzwischen woanders ist.
Dort endete die Führung und ich zog per Metro alleine weiter zum Mejii Jingu-Schrein, der 1920 für den Kaiser und seine Frau Shoken in einem Wald angelegt wurde. Die Stimmung im heutigen Yoyogi-Park mit seinen über 100 000 sehr alten, gewaltigen Bäumen, in denen laut exotische Vögel kreischen, empfand ich als sehr erholsam. Die Bäume wurden für den Schrein aus ganz Japan gespendet und der Torij am Parkeingang ist der größte in ganz Japan. Der vormalige Herrscher Meji und seine Frau haben gern WAKA- Gedichte verfasst- mit 31 Silben und 5 Zeilen fast doppelt so lange wie Haikus. Hier eines von zeitloser Aktualität verfasst vom Kaiser selbst:
Although we live
In a world wich is fraught
with turbid confusion,
Our hearts should remain filled
with an open calmness.
Anschließend schleppte ich mich noch nach Shibuja zur berüchtigten. weil belebtestenten Fußgängerkreuzung der Welt. Sie heißt hier "Alle gehen- Kreuzung" - siehe Video. Allerdings habe ich lange nach der fast ebenso berühmten Statue des Hundes Hatchiko gesucht. Google maps führte mich so oft im Kreis herum, dass ich mich doch wieder durchfragen fragen musste. Die Geschichte von dem treuen Hund, der auch nach dem Tod des Herrchens immer noch jahrelang zum Bahnhof kam, um ihn dort zu erwarten - die gibt's auch von einer italienischen Stadt. Als ich davon zurück nach Asakusa kam, musste ich mit Gepäck vom APA- Hotel ins Nomad-East- Hostel umziehen. Das ich erstmal gar nicht fand bis ich mehrere Nachbarn in den Häusern drum herum gefragt hatte. Dann war keiner vom Staff IM Hostel, so dass ich erst eine Nachricht über Booking.com sendete. Daraufhin tauchte aber ganz schnell eine sehr hilfsbereite und süße junge Maiko auf, die mich hier wunderbar ins Hostel einführte. Ich hab den Wechsel in das große Dreibettzimmer - ganz für mich alleine! - nicht bereut! Es gibt hier sogar ein Bügeleisen, mit dem ich nachts noch rasch die Falten aus meiner "guten Bluse" rausbügeln konnte... Apropos " NACHTS" . Es ist schon wieder 1 Tag später und in gut 5 Stunden klingelt der Wecker für den nächsten Ortswechsel...Read more





















