Flores & das Maya-Erbe 🌳🛕🐆
19.–23. helmik., Guatemala ⋅ ☀️ 34 °C
Für uns geht es heute weiter in den Norden des Landes, wo wir die folgenden Tage auf der Insel Flores übernachten, die vom See „Petén Itzá“ umgeben ist. Die kleine Insel lässt sich innerhalb von etwa 30 Minuten problemlos umrunden und besitzt viele schöne Cafés und Restaurants. Besonders zu empfehlen ist das Maracuya-Café, welches wir täglich besuchten und uns leckere Bowls und Kaffee schmecken ließen.
Am Tag unserer Ankunft erkundeten wir die Insel zunächst zu Fuß und liehen uns gegen Abend ein Doppel-Kajak aus, um den See zu erkunden. Auch den Sonnenuntergang genossen wir vom Wasser aus.
Von Flores aus kann man außerdem hervorragend Tagestouren in die ehemaligen Maya-Zentren Tikal und Yaxhá unternehmen, die mitten im Dschungel liegen und erst im Jahr 1848 (Tikal) bzw. im frühen 20. Jahrhundert (Yaxhá, systematisch ab ca. 1904) wiederentdeckt wurden. Tikal gilt als eines der wichtigsten Machtzentren und als eine der größten Städte der Maya-Welt. Zwischen etwa 200 n. Chr. und 900 n. Chr. erreichte die Stadt ihre Blütezeit, und schätzungsweise 60.000 bis 100.000 Menschen lebten hier. Nach dem Niedergang der Maya-Zivilisation holte sich der Dschungel die Tempel und Gebäude langsam zurück, und sie gerieten über Jahrhunderte in Vergessenheit. Bis heute sind nur etwa 15–20 % der gesamten Anlage freigelegt – der Großteil liegt weiterhin verborgen unter dichter Vegetation. Gleichzeitig sind Tikal und Yaxhá heute ein wichtiges Schutzgebiet und bieten Lebensraum für Affen, Nasenbären, Tapire und Jaguare. Um dieses empfindliche Ökosystem zu schützen, werden bewusst nicht alle Strukturen freigelegt. 🛕🌳
Für Tikal organisierten wir lediglich den Transport und erkundeten die Tempelanlage etwa 4 Stunden lang zu Fuß. Einige Tempel sind vollständig freigelegt, andere nur teilweise. Das Highlight von Tikal ist der Tempel IV, der mit seinen ca. 65 Metern Höhe der höchste Tempel der Anlage ist und weit aus dem Dschungel herausragt. Von oben hat man einen beeindruckenden Blick über das Blätterdach, aus dem mehrere andere Tempelspitzen hervorragen. Während unserer Erkundung sahen wir Klammer- und Brüllaffen, Nasenbären, Eichhörnchen und sogar ein kleines Krokodil in einem Sumpf. Erst in der vergangenen Woche berichteten Besucher, dass sie beobachtet hatten, wie ein Jaguar am helllichten Tag einen Nasenbären erbeutete. 🐆
Auch unseren zweiten Tag verbrachten wir bei den Maya-Tempeln im Dschungel. Diesmal besuchten wir Yaxhá, das etwa 2 Stunden von Flores entfernt liegt. Die Tempel sind hier nicht ganz so imposant wie in Tikal, dafür gibt es deutlich weniger Touristen, und die Stadt liegt malerisch zwischen zwei Lagunen. Landschaftlich fanden wir Yaxhá sogar noch schöner und ursprünglicher. Auf einem der Tempel verbrachten wir den Nachmittag und beobachteten den Sonnenuntergang. Von dort hatten wir auch eine wunderbare Sicht auf Klammeraffen, die in den Baumkronen rund um den Tempel spielten. 🐒
Der Besuch in Flores hat uns wirklich sehr gut gefallen. Es ist faszinierend zu sehen, in welch gutem Zustand die freigelegten Tempel nach über 1.000 Jahren noch sind und wie sich die Natur den Großteil der Stadt zurückerobert hat. Die Kombination aus Geschichte, Natur und Archäologie macht Flores zu einem tollen Reiseziel. Auch die kleine Insel Flores war der perfekte Ausgangspunkt. Einzig die Hitze hat uns teilweise zu schaffen gemacht, da es hier oft 35 °C oder mehr hatte und damit etwa 8–10 °C wärmer war als im Hochland Guatemalas. 🥵
Nach knapp einem Monat in Guatemala geht es für uns nun weiter nach Mexiko! 🇲🇽 Guatemala hatten wir zuvor gar nicht auf dem Schirm und sind sehr glücklich, dass wir vier unvergessliche Wochen hier erleben durften. Eine absolute Reiseempfehlung!Lue lisää
















