• Planänderung in Mexiko City 🌮🇲🇽

    Feb 22–26 in Mexico ⋅ ☁️ 15 °C

    Von Guatemala ging es weiter nach Mexiko-Stadt. Die Hauptstadt wollten wir bereits letztes Jahr besuchen, hatten unsere Reisepläne damals aber kurzfristig geändert. Und auch diesmal sollte unser Aufenthalt anders verlaufen als gedacht.

    Am Tag unserer Ankunft führten die mexikanische Polizei und das Militär die Festnahme von El Mencho durch – dem wohl mächtigsten Drogenboss des Landes und Anführer des Kartells CJNG. Übersetzt bedeutet der Name „Kartell der neuen Generation“. Die Organisation ist in den letzten Jahren enorm mächtig geworden und verfügt über mehr Waffen und Militärfahrzeuge als alle anderen Kartelle hier. Beim Festnahmeversuch wurde El Mencho durch Schüsse verletzt und erlag später seinen Verletzungen. Sein Tod löste in vielen Regionen Mexikos eine Welle der Gewalt aus – Angriffe auf Polizisten und Zivilisten, Brandstiftungen und Straßenblockaden. Vor allem in den westlichen Bundesstaaten herrscht Ausnahmezustand. Aufgrund der angespannten und vor allem unsicheren Lage entschieden wir uns daher, unsere geplante Weiterreise durch Mexiko abzusagen und nach einigen Tagen in der Hauptstadt wieder auszureisen. Stattdessen fiel unsere Wahl auf die Taucherinsel Utila in Honduras, die uns wärmstens empfohlen wurde – danke Janina! 😀

    Während unserer vier Tage vor Ort sahen wir zwar auffallend viel Polizei, fühlten uns aber jederzeit sicher. Wir übernachteten im wunderschönen Viertel Roma Norte und genossen die zahlreichen Cafés und Restaurants. Außerdem nutzten wir die Zeit zum Shoppen (endlich habe ich meine Tauchkamera kaufen können!) und für Sightseeing. Besonders beeindruckt hat uns die Altstadt mit ihrer imposanten Kathedrale und dem riesigen Platz der Verfassung – hier wird aktuell sogar eine Bühne für ein kostenloses Shakira-Konzert aufgebaut. Das öffentliche Leben scheint hier also weitgehend normal weiterzugehen.

    Zusätzlich besuchten wir das Schloss und den weitläufigen Stadtwald Chapultepec. Dort befindet sich auch eines der besten Anthropologie-Museen der Welt, in dem wir mehrere Stunden verbrachten und das wir sehr empfehlen können. Den Rest der Zeit nutzten wir zur Planung unserer Weiterreise sowie für Workouts im Fitnessstudio.

    Auch wenn unser Aufenthalt deutlich kürzer ausfiel als geplant, hat Mexiko-Stadt bei uns einen tollen Eindruck hinterlassen. Schade, dass wir nicht noch mehr vom Land sehen konnten – die aktuelle Lage lässt es leider nicht zu.

    Jetzt geht es weiter nach Honduras
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