• Entspannte Tage in Honduras ☀️🤿

    Feb 26–Mar 9 in Honduras ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Reise zum Inselparadies hatte es zunächst einmal in sich: Mitten in der Nacht fuhren wir mit dem Uber zum Flughafen in Mexiko City. Von dort ging es über El Salvador weiter nach Honduras. In Honduras landeten wir in San Pedro Sula und fuhren anschließend mit einem zuvor organisierten Fahrer etwa vier Stunden in die Küstenstadt La Ceiba. Von dort nahmen wir die Fähre (ca. 1,5 Stunden) zur kleinen Karibikinsel Utila. In Summe waren wir knapp 16 Stunden unterwegs und entsprechend froh, als wir endlich angekommen waren.

    Die kommenden Tage verbrachten wir in der Tauchschule Utila Underwater Vision, die uns Janina empfohlen hatte. Utila gehört – genau wie die größere und bekanntere Nachbarinsel Roatán – zu den Bay Islands und wird vom Mesoamerikanischen Barriereriff, dem zweitgrößten Korallenriff der Welt nach dem Great Barrier Reef, umgeben. Dementsprechend reiht sich auf der Insel eine Tauchschule an die nächste und man kann hier vergleichsweise sehr günstig tauchen gehen. Viele Reisende kommen extra nach Utila, um hier ihren Divemaster- oder Instructor-Kurs zu machen.

    Unsere Zeit auf den Inseln wurde zur entspanntesten Phase unserer Reise bis dato. Entweder lagen wir am Strand und lasen Kindle oder es ging mit dem Boot zu einem der vielen Tauchspots rund um die Insel. In unserer Unterkunft spielten wir Karten oder Billard. An einem Abend besuchten wir ein super niedliches Kino (3 € Eintritt) mit einer verrückten Besitzerin, die während der Filmvorführung mit Abstand am lautesten lachte.

    Eine etwas ernüchternde Nachricht bekamen wir allerdings gleich am ersten Tag: Die erhofften Walhaie, für die Utila früher berühmt war, sieht man hier inzwischen kaum noch. Ein Grund dafür ist, dass sie in Mexiko und Belize teilweise gezielt angefüttert werden, wodurch sich ihre Wanderroute verändert hat. Ich machte auf Utila insgesamt sechs Tauchgänge, die sich gefühlt von Tauchgang zu Tauchgang steigerten. Die Sicht unter Wasser ist hervorragend und die Diversität an Fischen und Korallen wirklich beeindruckend. Leider blieb mir größeres Marine Life diesmal verwehrt. Die Highlights waren Meeresschildkröten, Muränen und Oktopusse. Antra machte einen Refresher-Kurs, brach diesen aufgrund der starken Wellen aber vorsichtshalber ab. Ihre Tauchzeit kommt noch! 😃

    An einem Tag wanderten wir auf die Nordseite der Insel und „hoch“ zum Pumpkin Hill. Mit knapp 50 Metern ist er der höchste Punkt der Insel. Dort steht ein etwas in die Jahre gekommener Leuchtturm, den man von innen besteigen kann. Von oben hat man eine tolle Aussicht über die gesamte Insel und das umliegende Karibische Meer.

    Nach einer Woche wechselten wir noch einmal die Insel und fuhren mit der Fähre nach Roatán. Roatán ist deutlich größer, touristischer und auch teurer als Utila. Für uns sah das Programm aber ähnlich aus: entspannte Strandtage – und ich ging noch einmal einen Tag tauchen.

    Auf Roatán entsteht seit einigen Jahren außerdem eine Startup- bzw. Tech-Stadt namens Próspera, eine sogenannte ZEDE (Zona de Empleo y Desarrollo Económico) – eine spezielle Wirtschaftszone mit eigenen regulatorischen Rahmenbedingungen für Unternehmen. Bekannt wurde das Projekt unter anderem durch die Netflix-Doku über den Millionär Bryan Johnson, der versucht, seinen Alterungsprozess möglichst stark zu verlangsamen. Seine Anti-Aging-Klinik bzw. das Forschungsprojekt „Blueprint“ ist dort angesiedelt.

    Unsere Tage auf den Bay Islands waren eine schöne Abwechslung, weil wir zuvor kaum Zeit am Meer oder am Strand verbracht hatten. Das Tauchen war gut – aufgrund des Rufs der Inseln als „Taucherparadies“ hatte ich persönlich allerdings etwas mehr erwartet.
    Außerdem sind wir beide eher aktive Reisende, sodass wir uns jetzt auch wieder auf etwas mehr Action in El Salvador freuen.

    Bezüglich Sicherheit fühlten wir uns auf den Inseln übrigens jederzeit sehr wohl. Vom Festland wollten wir allerdings möglichst schnell weg – daher auch der private Fahrer. Die Stadt San Pedro Sula gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Städte der Welt, insbesondere aufgrund der hohen Gewalt- und Bandenkriminalität
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