• Eifelsteig E4: Einruhr -> Gemünd l

    June 28 in Germany ⋅ ☀️ 28 °C

    Um 8:30 Uhr bin ich wieder auf dem Eifelsteig. Die 4. Etappe führt von Einruhr gleich bergauf zum "Herbert's Eck", ein gemütlicher Rastplatz mit herrlichem Blick auf Einruhr und den Obersee. Die noch tiefstehende Sonne lässt die Natur in intensiven Farben aufleuchten. Man umrundet die Bebauung von Einruhr in einem großen, ansteigenden Bogen am Waldrand in Richtung Urfttalsperre. Immer wieder gibt es aus 100 Höhenmeter herrliche Blicke auf den Obersee. Der Weg ist ein Träumchen und vor lauter Schauen, verfehle ich den richtigen Abzweiger. Die paar hundert Meter sollten bei einer Gesamtlänge von 22 km jedoch nicht weiter ins Gewicht fallen 🫣.
    Nach knapp 3 km geht es langsam wieder auf See-Niveau. Eine Abkürzung über eine kniehohe Wiese erspart mir etwas Weg in der Sonne. Somit bin ich schneller als gedacht direkt am See und offiziell im Nationalpark Eifel.
    Der See ist für weitere 5 km mein stiller Begleiter und immer zum Greifen nahe.
    An der Urfttalsperre hat die Entspannung dann Pause. Es geht sehr steil auf geradem Weg hoch zum "Aussichtspunkt Urfttalsperre". Auf 300 m Wegstrecke bewältigt man knapp 100 Höhenmeter!
    Schweißgebadet komme ich oben an und bin schon fast etwas überwältigt vom tollen Blick auf den Urftsee und seiner Talsperre.

    Die Urfttalsperre staut seit 1905 die Urft. Sie ist somit die älteste Talsperre in der Eifel und war bei ihrer Inbetriebnahme die größte in Europa. Sie dient hauptsächlich der Strom-Erzeugung und erfüllt Wasser-ausgleichende Aufgaben bei Hochwässer und in Trockenperioden. Sie entleert sich in den Obersee und ist somit Teil des Rurtalsperre-Systems.

    Nach einer kurzen Pause mit viiiiel Wasser geht's weiter auf dem Eifel-Plateau mit wenig Schatten in Richtung "Vogelsang", eine düstere Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus.
    Die folgenden 5 km, mit sehr wenig Schatten, sind sehr schweißtreibend. Es geht kurz vor der NS-Ordensburg wieder 100 m runter, um den Neffgesbach zu queren und anschließend die selbe Höhe wieder hoch.
    Gegen 11:30 Uhr stehe ich vor den düster wirkenden Gebäuden von "Vogelsang".
    Gut die Hälfte der 4. Etappe ist geschafft.
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