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Eifelsteig Aachen -> Trier

Der Eifelsteig, ein Fernwanderweg von Aachen bis nach Trier. Die 313 km sind offiziell in 15 - 16 Tagen zu schaffen. Ich teile mir den Weg in mehrere Einzelabschnitte auf. Wann ich fertig bin, steht noch in den Sternen 😁. Read more
  • Trip start
    June 28, 2025

    Eifelsteig E1: Aachen -> Roetgen I

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 26 °C

    Der Eifelsteig von Aachen nach Trier mit seinen offiziell 15 Etappen und insgesamt 313 km, liegt für den gemeinen Rheinländer quasi vor der Tür. Man muss ihn einfach nur beginnen - so wie jetzt für mich.
    Ich laufe ihn - aus Zeitmangel - jedoch nicht an einem Stück, sondern in Einzelabschnitten mit mehr oder weniger langen Pausen dazwischen. Wann ich ihn beenden werde, steht noch in den Sternen.

    Heute steht die erste Etappe von Aachen nach Roetgen an und dient eigentlich dem Material-Check. Auf der offiziell 14 km langen Strecke (Schwierigkeit: Leicht), können meine neuen Schuhe eingelaufen werden. Zusätzlich wird ein Merino-Shirt mit einbezogen - bei den vorhergesagten Temperaturen von knapp 30°C ein guter Test.
    Die Anreise erfolgt von Köln HBF nach Aachen Rothe-Erde per RegioBahn in 50 min. Dann direkt am kleinen Aachener Bahnhof in einen der vielen Busse auf der zweispurigen Trier-Straße in Richtung Süden umsteigen.
    Nach 10 Minuten steige ich in Aachen-Brand aus und starte meine Wanderung etwa 4 km vor dem offiziellen Startpunkt im Aachener Stadtteil Kornelimünster.
    Zuerst geht es über den zugepflasterten Brander Marktplatz zur sehenswerten Kirche Sankt Donatus und weiter die Niederforstbacher Straße runter bis zum Kreisverkehr. Dort biege ich scharf links in den Vennbahnweg ein - eine ehemalige Bahntrasse aus vergangenen Zeiten - der bis nach Trier ausgebaut ist. Heute wird er von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt. An Sonntagen ist er zwischen Aachen und Kornelimünster nur bedingt zu empfehlen. Bei gutem Wetter muß man aufpassen, nicht von Radfahrern im "slim fit outfit" angefahren zu werden.
    Am heutigen Samstag ist jedoch wenig los, die meisten Bewohner sind wahrscheinlich beim Einkaufen oder bei der Haus-, Garten- und Autopflege. Mir soll's recht sein 🫣.
    Auf den ersten Kilometern nach Kornelimünster passiert man das Rollefbachviadukt und das Itertalviadukt mit tollem Blick auf das Umland. Der Weg liegt schön im Halbschatten, so dass man nicht zu sehr von der Sonne gebruzelt wird.
    Direkt hinter dem Itertalviadukt mache ich eine 180° Kehre und verlasse den Vennbahnweg. Die letzten 100 m runter zum offiziellen Startpunkt in Kornelimünster führen an der Straße entlang. Dann geht es offiziell los, auf einem schönen Feldweg direkt am kleinen Bach Inde entlang bis zum Reiterhof "Gut Schlauser Mühle".
    Bis zur kleinen Ortschaft Hahn, geht es auf Naturpfade bergauf und bergab. Die Natur strahlt mit Hilfe der Sonne in allen möglichen Grüntönen. Es gibt viel Schatten und ein paar Bänke zum Rasten. Ein wirklich toller Streckenteil!
    Nach Erreichen des kleinen Ortes Hahn, der sich im Tal der Inde befindet, wird die bis jetzt gut beschilderte Streckenführung etwas unübersichtlich. Ich verheddere mich in ein paar Sackgassen und muss umdrehen, bis ich den richtigen Weg wieder gefunden habe.
    Die ersten 8 km sind nach etwas mehr als eineinhalb Stunden geschafft. Ich bin positiv überrascht, wie toll die Landschaft ist! Der Material-Check ist in den Hintergrund getreten 😄.
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  • Eifelsteig E1: Aachen -> Roetgen II

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 25 °C

    Nachdem ich den Eifelsteig in Hahn wieder gefunden habe 🫣, geht's direkt in den Wald, immer dem Bach Inde entlang in Richtung "Freizeitgelände Walheim". Man passiert kurz hinter Hahn den verfallenen, leicht mystisch angehauchten Kalkofen "In der Au" und überquert mehrmals die Inde - manchmal mit und ohne Brücke.
    Wieder ein toller Abschnitt mit viel Grün und schönen Naturpfaden.
    Kurz vor dem Freizeitgelände kommt man an dem ehemaligen Kalksteinbruch und Kalkwerk Walheim vorbei. Sie wurden in den 1950ern jedoch aufgegeben, da sich die kleinen Öfen nicht mehr lohnten. Die Natur hat sich dort sehr viel zurück geholt und man erkennt nicht mehr viel. Wer mag, kann über einen separaten Weg in den kleinen Steinbruch wandern. Die Kalköfen sind alle hermetisch abgeschlossen, so dass man auch hier nicht mehr viel erkennen kann.
    Von hier ist es nur noch ein Katzensprung zum gut besuchten Walheimer Freizeitgelände mit Abenteuerspielplatz und Kiosk. Mein Zuckerhaushalt fülle ich hier mit Eis auf 😉!

    Weiter geht's im Schatten der Bäume in Richtung Friesenrath. Am Ende des kleinen Örtchen biegt man links in den Wald ab. Es geht wieder hoch zum Kitzenhaus und dann über 1,5 km gerade aus auf geschotterten Forstwegen. Nicht der schönste Weg!
    Kurz vor Rott wird es wieder angenehmer. Man überquert den Vichtbach und nach einem kurzen Anstieg die Straße nach Rott. Man läuft durch malerischen Wald an hohen Farnen vorbei. Ein Träumchen!
    Dann wird zum zweiten Mal eine Straße überquert und man erreicht nach ca. 1 km geschottertem Forstweg, die Moor- und Heidelandschaft des "Hohen Venn". Das Naturschutzgebiet Struffelt ist Teil davon und man wandert anschließend auf Holzbohlen durch das Hochmoor.
    Eine tolle Gegend! Wer Zeit hat, kann die komplette, ca. 2 - 3 stündige Struffelt-Runde machen. Sie ist Partnerweg des Eifelsteigs und definitiv sehenswert!

    Mit 502 hm ist hier der höchste Punkt der Etappe erreicht.
    Mittlerweile bin ich 3,5 Stunden unterwegs und habe knapp 16 km erwandert ohne erkennbare Blessuren an den Füßen. Die Schuhe machen das, was sie sollen 😄👍.
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  • Eifelsteig E1: Aachen -> Roetgen III

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C

    Durch das Naturschutzgebiet Struffelt geht es über Holzbohlen und Naturpfade runter zur Dreilägerbachtalsperre, die zur Trinkwasserversorgung gebaut wurde. Es gibt eine kleine Aussichtsplattform, von wo man eine schöne Sicht auf das kühle Nass hat. Es ist nun nicht mehr weit bis Roetgen, dass mit dem offiziellen Titel "Tor zur Eifel" strahlt. Man kann schon die ersten Häuser des etwas versprengten Ortes sehen. Man sagt, dass Roetgen in der Städteregion Aachen die höchste Dichte von Einkommensmillionäre aufweist. Egal!

    Weiter geht's vom Aussichtspunkt der Talsperre über einen schmalen und etwas steilen zick-zack Weg runter zum Fuß der Staumauer. Auf der anderen Straßenseite dann wieder hoch in den schattigen Wald.
    Hat man die letzte Anhöhe geschafft, gehen die letzten 2 km an Kuhweiden entlang, bis zum alten Bahnhofsschild von Roetgen. Den Bahnhof selber sucht man vergebens. Der befand sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf belgischem Staatsgebiet. Da er stark beschädigt war, wurde er von den Belgiern abgerissen.
    Bis zur Bushaltestelle in Roetgen sind es nur noch 100 m - mein Ziel der ersten Etappe des Eifelsteigs.

    Insgesamt sind es nun knapp 20 km geworden, für die ich 4,5 Stunden unterwegs war. Ich bin positiv überrascht, wie abwechslungsreich die erste Etappe ist. Zurück geht es mit dem Bus SB66 bis zum Bahnhof Aachen Rothe-Erde ohne Umsteigen - top (für 5 €, falls kein Deutschland-Ticket zur Hand ist)! Die Regio-Bahn fährt keine 10 Minuten später in Richtung Köln los.

    Mein Material hat gut mitgearbeitet 😆. Die Schuhe drücken fast gar nicht und das Merino-Shirt ist der Knüller. Der verschwitzte Rücken ist im Nu trocken und man verspürt kaum unangenehme Kühle bei Pausen. Ich bin leicht beeindruckt!
    Die nächste Reise kann kommen 👍🙋.

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    AACHEN-BRAND -> ROETGEN
    Distanz ........................ 19,7 km
    Dauer ........................... 4h 30min
    Zeit in Bewegung ... 4h 00min
    Höchster Punkt ....... 506 m
    Tiefster Punkt .......... 271 m
    Auf-/Abstieg ............ 366 / -202 m
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  • Eifelsteig E2: Roetgen -> Monschau I

    July 5, 2025 in Belgium ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute steht die zweite Etappe des Eifelsteigs an. Sie führt von Roetgen über Belgien in die Tuchmacherstadt Monschau. Die Etappe, mit offiziell 17 km (Schwierigkeit: mittel), soll in 4h 30min zu schaffen sein und eignet sich auch gut als Tagesausflug.

    Die Anreise erfolgt per Bahn vom Epizentrum des Rheinlands "Köln" bis Aachen "Rothe Erde". Anschließend geht es mit der Buslinie 66 in ca. 25 min nach Roetgen bis zur Bushaltestelle "Roetgen Wanderstation". Sie markiert den Startpunkt der zweiten Etappe des Eifelsteigs - kann man also nicht verfehlen, wenn man mit dem Bus anreist 🫣.
    Um kurz vor 13 Uhr starte ich dann meine Wanderung - etwas spät, aber die Anfahrt zieht sich. Die ersten 500 m läuft man durch Wohngebiete von Roetgen und unterquert dann die alte Bahntrasse "Vennbahn", die zu Belgien gehört. Dahinter ist man wieder in Deutschland. Genauer gesagt in einer deutschen Exklave - denn Belgien umgibt diesen Teil von Roetgen komplett.
    Danach verlässt man so langsam die Bebauung von Roetgen. Gleich hinter der Brücke geht es links auf einen schönen Naturweg in Richtung "Hohes Venn" - ein Hochmoor, mit riesigem Wasser- und CO2-Speicher!
    Die Natur strahlt wieder in allen Grüntönen - trotz trockenem Frühjahr! Man passiert Pferdekoppeln, folgt der kleinen Weser und überquert mehrmals die Grenze zwischen Belgien und Deutschland ohne großes Brimborium.
    Der einzige Unterschied in Belgien ist, das die Markierung des Eifelsteigs mit einem gelb-grünen Balken markiert ist. Außerdem ähnelt auch der Wald des "Konigreich Belgien", dem des deutschen Waldes 😆.
    Nach dem Überqueren des Steinbachs ändert sich so langsam die Landschaft. Die Graslandschaft übernimmt immer mehr das Zepter.
    Nach ca. 6 km kommt man an den Überresten von "Reinhartzhof" vorbei, die heute als Wüstung zur Stadt Eupen in der belgischen Provinz Lüttich gehört. Heute erinnern Reste einiger zugewachsener Grundmauern, ein Gedenkstein, eine Kapelle, eine Schutzhütte und eine jährliche Gedenkveranstaltung sowie Schautafeln über die historische Bedeutung der Siedlung. Hier lebte man ohne Strom- und Wasserversorgung und von dem, was die Natur und das Vieh hergab - bis zum Jahre 1971!
    Ich mache hier zuerst mal eine kleine Pause und genieße die Ruhe. Viel los ist auf dem Eifelsteig noch nicht.
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  • Eifelsteig E2: Roetgen -> Monschau II

    July 5, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Nach der kurzen Pause am Reinhartzhof geht es einen ca. 5 km laaaangen Weg immer geradeaus durch das "Hohe Venn" - immer leicht bergauf. Links und rechts vom Weg sprießt die Natur in ihrer vollen Pracht. Ein paar abgestorbene Bäume dürfen in einem Hochmoor natürlich nicht fehlen.
    Während des Wanderns auf dem etwas "langweiligen" Weg, schweifen meine Gedanken ganz weit ab. Ich trete aus Unachtsamkeit fast auf eine kleine Schlange, die sich auf dem grob asphaltierten Weg sonnt. Sie ist mindestens genauso erschrocken, wie ich. Es ist vermutlich eine Kreuzotter, eine Giftschlange (jedoch nicht tödlich für den Menschen), die zur Gattung der Vibern gehört. Von denen habe ich schon einmal bei einer Wanderung in Montenegro Bekanntschaft gemacht. Schlangen sind eigentlich mein Endgegner und muss ich nicht haben. Aber die kleine, etwa 15 cm große Schlange wirkt eher süß 😆.
    Nach 5 km "gerade-aus-wandern", erreiche ich "Steling", mit 658 m der höchste Punkt auf dem Eifelsteig. Ich mache noch einen kleinen Umweg zum Eifel-Blick und genieße die Aussicht auf die Eifel. Tolles Plätzchen hier!
    Keinen Kilometer weiter ist man bei "Kaiser Karls Bettstatt". Hier liegt ein großer Felsbrocken, auf dem man sich "kaiserlich" ausruhen kann. Der Legende nach fand hier Kaiser Karl Zuflucht und verbrachte hier eine Nacht.
    Danach geht's weiter über schöne Wege mit viel Grün und ausgetrockneten Bachläufen. Der Pfad führt gemächlich runter und man erreicht nach insgesamt 14 km das kleine Örtchen Mützenich und seinem "Konsum am Eifelsteig" - hat leider zu 😔. Ein "Magnum" wäre jetzt der Hit!

    Bis nach Monschau sind es auf dem Eifelsteig jetzt nur noch 4 km!
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  • Eifelsteig E2: Roetgen -> Monschau III

    July 5, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Die restlichen 4 km nach Monschau verlaufen fast nur noch talwärts. In Mützenich quert man zwei kaum befahrene Durchgangsstraßen und taucht kurz danach wieder ins Grün ein, mit schönem Naturpfaden.
    Kurz vor Monschau quert man die vielbefahrene B258, die einen direkt nach Trier bringen würde - machen wir aber nicht 😉.
    Auf der anderen Seite der Straße führen zum Teil steile Treppen unmittelbar ins Epizentrum von Monschau. Man sieht schon die Burg, mit ihrem "fetten" Wehrturm. Das alte Gemäuer wurde um 1200 erbaut und hat sicherlich schon einiges erlebt. Heute findet man in Teilen der Burganlage eine Jugendherberge und ein Altenheim. Im Sommer wird der Innenhof als Veranstaltungsort für Freiluftkonzerte genutzt.
    Ein paar Treppenstufen später, erreiche ich nach 4 Stunden kurz vor 17 Uhr das Zentrum von Monschau - mein Etappenziel!
    Bis zur Bushaltestelle sind es nur ein paar Schritte. Jedoch sehe ich von meinem Bus 66 nur noch die Rücklichter, als er gerade Richtung Aachen losfährt. Der nächste geht wieder in einer Stunde - Wochenend-Fahrplan 😔.
    Also bleibt mir nichts anderes übrig, als auf ein wenig Sightseeing 😆 - es gibt sicherlich Schlimmeres.
    Das schmucke Örtchen zieht wohl viel internationales Publikum an. Das Sprachenspektrum ist vielfältig im kleinen Eifelstädtchen Monschau. Zum Schluss gibt es noch belgische Fritten von "Chez Louis". Dann geht es mit der Linie 66 um 17:48 Uhr zurück nach Aachen Rothe-Erde.

    Die zweite Etappe des Eifelsteigs ist sehr entspannt zu gehen. Es gibt so gut wie keine steilen "Aufs und Abs" und ist somit für jeden Wanderer geeignet, der sich 20 km zutraut. Trotz der vielen asphaltierten Wege, ist er dennoch abwechslungsreich und die Natur am Wegesrand sehr vielfältig.

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    ROETGEN -> MONSCHAU
    Distanz ........................ 18,5 km
    Dauer ........................... 4h
    Zeit in Bewegung ... 3h 35min
    Höchster Punkt ....... 658 m
    Tiefster Punkt .......... 456 m
    Auf-/Abstieg ............ 350 / -350m
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  • Eifelsteig E3: Monschau -> Einruhr I

    June 27 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach etwa einem Jahr Pause, geht es wieder auf den Fernwanderweg "Eifelsteig", der von Aachen, über die Eifel, nach Trier führt.
    Drei Tage am Stück nehme ich mir für die nächsten drei Etappen Zeit. Es geht von Monschau über Einruhr und Gemünd, nach Steinfeld. Insgesamt an die 65 km mit vielen auf's und ab's.

    Die Anreise aus dem Kölner Raum gestaltet sich, trotz Hitzewelle, entspannt. Der klimatisierte "Regional Express" nach Aachen und Bus nach Monschau sind pünktlich und wenig besucht. Für einen Samstag Morgen nicht so untypisch.
    Um 8:15 Uhr steigreich an der letzten Haltestelle "Monschau Altstadt" aus und bummle noch etwas durch die fast menschenleeren Gassen, des immer wieder sehenswerten Eifel-Städtchens. Wie oft ich jetzt schon da war, kann ich nicht sagen - hab' aufgehört zu zählen.

    Folgt man im Ort der Rur (ohne h) flussabwärts geht der Eifelsteig links schon los. Ein kurzer aber knackiger Anstieg führt zum "Eifelblick Kierberg". Normalerweise kein Thema, aber heute Morgen hat es schon 26°C mit erhöhter Luftfeuchtigkeit 🫣. Man schwitzt schon ordentlich! Die Aussicht auf das im Tal liegende Monschau ist aber auch mit Schweißtropfen im Gesicht toll.

    Vom Aussichtspunkt schlängelt sich eine Art Höhenweg immer der Rur entlang, bis er an der Monschauer Glashütte wieder ins Tal führt, um gleich wieder an Höhe zu gewinnen. Auf dem Weg zur Perlenbacher Mühle, geht es mal wieder runter. Die gleichnamige Talsperre liegt spiegelglatt vor mir. Durch den Mangel an Wind, wird ein schon fast perfektes Spiegelbild der Umgebung reflektiert.
    Der Uferweg bis fast zum Ende des Sees ist angenehm, wenn auch nicht immer im Schatten. Der Anstieg nach Höfen, mit seinen etwa 100 Höhenmeter, muss mit viel Schweiß erkämpft werden.
    Nach 1h 30min sind die ersten knapp 7 km geschafft und ich kehre in die "Alte Molkerei" in Höfen ein. Die morgendliche, schweißtreibende Aktivität, belohne ich mir mit einem isotonischen Getränk - natürlich alkoholfrei. Es ist ja noch nicht mal 10 Uhr!
    Eigentlich hat der Laden noch zu, aber der Wirt hat bei diesen Temperaturen Mitleid mit mir 😄.
    Wir knacken im Augenblick die 30°C!
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  • Eifelsteig E03: Monschau -> Einruhr II

    June 27 in Germany ⋅ ⛅ 35 °C

    Nach der Erfrischung in Höfen, verlasse ich den Ort in Richtung Osten, nicht ohne die bekannten Buchenhecken zu bewundern. Sie wurden in früherer Zeit u.a. als Wind-, Regen- und Schneeschutz für die Gebäude gepflanzt und werden bis zu 6 m hoch.

    Hinter Höfen erwartet mich viel Sonne ohne Schatten. Zum Glück geht es nach knapp einem Kilometer in das etwas kühlende Kluckbachtal runter. Nach 3 km im kühlendem Wald, erreicht man den Zusammenfluss des Kluckbaches mit der Rur (ohne h). Am liebsten würde ich reinspringen 🫣.
    Nach der Überquerung des Kluckbaches geht's steil hoch, bis zum "Eifelblick". Nichts spektakuläres, aber schön!
    Die nächsten 7 Kilometer bis zum Örtchen Hammer sind zäh. Es geht immer wieder hoch und runter. Geschätzt geht es alle 2 km runter ins Tal, dann wieder knapp 100 Höhenmeter hoch. Ne Gondel wäre doch die Lösung 🤣.
    Ich überhole die ersten Eifelsteig-Wanderer bei ihren Trinkpausen. Nach einem kurzen Smalltalk bin ich aber schnell wieder auf der Spur. Auch wenn dieser Abschnitt zäh ist, bin ich gerade im "flow" 😄.

    Gegen 13 Uhr erreiche ich den Campingplatz von Hammer, der natürlichen wieder im Tal, direkt an der Rur, liegt. Ich mache Pause bei einem Eis und Radler. Dieses Mal mit Alkohol - es gibt nix anderes 😕. Ich bin ziemlich foxi 😔.

    Nach dem Ort Hammer muss man natürlich wieder hoch - wieder ca. 100 Höhenmeter. Bis zum nächsten Ort Dedenborn, den man nur tangiert, sind es nur noch 5 km unter reichlich Schatten-spendenden Bäumen. Oberhalb des Ortes gibt es noch einen schönen Pausenplatz im Schatten mit breiter Bank, den ich gerne mitnehme. Ich mache jetzt alle 30 min eine Trinkpause! Ich komme mir vor, wie ein FIFA WM-Spieler 😄.

    Bis nach Einruhr sind es nur noch 3,5 km. Das beflügelt enorm, trotz der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Einige Abschnitte sind wieder in der Sonne, aber egal. Mein restlicher 1,5L-Wasservorrat reicht bis dahin. Es geht jetzt praktisch nur noch runter.
    Gegen 14:50 Uhr erblicke ich zum ersten Mal Einruhr. Was für ein toller Anblick nach dieser "Hitzeschlacht". Nach weiteren 20 Minuten, bin ich im Ort und stehe um 15:10 Uhr vor meiner Unterkunft, dem Hotel Garni "Im Fachwerkhof".
    Der Check-in bei den niederländischen Betreibern läuft unkompliziert und ich liege kurz danach, ziemlich geschafft, im Bett!

    Die Currywurst mit Fritten beim Kiosk um die Ecke, darf natürlich nicht fehlen. Ich muss ja meine Kalorien auffüllen 😉.

    Kurz & Knapp:
    :: Länge ............................... 26,7 km
    :: Zeit in Bewegung ....... 5h 51min
    :: Zeit gesamt ................... 7h 01min
    :: Bergauf/Bergab ........... 710 m / 848 m
    :: Max./min. Höhe ............ 553 m / 280 m
    :: Schritte ............................ 36 k
    :: Wasserverbrauch ........ 3,5 L + 2x Radler
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  • Eifelsteig E3: Einruhr ... Good Morning

    June 28 in Germany ⋅ ☀️ 25 °C

    Was für eine heiße Nacht im Hotel Garni Im Fachwerkhof!
    Mein Zimmer unterm Dach mit Westausrichtung und ohne Außenrolladen, hat sich am Abend wie ein Backofen aufgeheizt. Als die Sonne gegen 20 Uhr hinter der "Eifeler Bergwelt" verschwindet, wird es etwas angenehmer. Schlafen ist nur bei geöffnetem Fenster möglich. Die Mücken sind mir egal 😔. Gegen 2 Uhr kommt starker Sturm auf! Abkühlung, jedoch negativ!
    Erst kurz vor 5 Uhr bringt ein Platzregen etwas Abkühlung. Lärm-technisch jedoch ungünstig für den Schlaf!
    Um kurz vor 7 Uhr ist dann Schluss mit der Nachtruhe. Ich fühle mich leicht gerädert und sitze um 7:30 Uhr pünktlich im etwas kühlerem Frühstücksraum.
    Die Betreiber sind etwas im Stress. Es gab kurz vorher Stromausfall und ein Großteil des Frühstücks konnte nicht zubereitet werden.
    Das Warten hat sich aber gelohnt! Ein Mega-Frühstück. Ich schlage mir den Bauch mit fast allem voll, was das Buffet hergibt. Toll!
    Kurz vor halb neun bin ich fertig gepackt und bezahle bargeldlos meine 94€ für das etwas überteuerte Einzelzimmer inkl. Frühstück. Eine Wasserflasche zur Begrüßung wäre bei diesen Temperaturen eine nette Geste gewesen!

    Was gibt es über den kleinen Ort Einruhr, mit seinen etwas über 600 Einwohner, zu sagen?

    - Er liegt sehr idyllisch am Obersee, der zusammen mit der Eiserbach als Vorsperre für die Rurtalsperre dient. Zusammen haben sie ein Stauraumvolumen von 203 Mio m3 - unvorstellbar, aber notwendig, um die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten! Volumenmäßig ist es der zweitgrößte Stausee in Deutschland

    - Es ist ein kleiner Touristenmagnet für Jung und Alt, aber speziell für Biker am Wochenende, die die Haarnadelkurven runter von der Eifelhochfläche nach Einruhr gerne als Trainingsgelände nutzen. Bei schönem Wetter gibt es regelmäßig schwere Unfälle!

    - Es gibt einige, schön restaurierte Fachwerkhäuser, die sehr wahrscheinlich den "reichen" Städter aus dem Umland gehören. In den Hofeinfahrten stehen meistens teure Nobelkarossen mit fremden Kennzeichen.

    - Es gibt KEINEN Lebensmittel-Laden im Ort! Für Wanderer sub-optimal.
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  • Eifelsteig E4: Einruhr -> Gemünd l

    June 28 in Germany ⋅ ☀️ 28 °C

    Um 8:30 Uhr bin ich wieder auf dem Eifelsteig. Die 4. Etappe führt von Einruhr gleich bergauf zum "Herbert's Eck", ein gemütlicher Rastplatz mit herrlichem Blick auf Einruhr und den Obersee. Die noch tiefstehende Sonne lässt die Natur in intensiven Farben aufleuchten. Man umrundet die Bebauung von Einruhr in einem großen, ansteigenden Bogen am Waldrand in Richtung Urfttalsperre. Immer wieder gibt es aus 100 Höhenmeter herrliche Blicke auf den Obersee. Der Weg ist ein Träumchen und vor lauter Schauen, verfehle ich den richtigen Abzweiger. Die paar hundert Meter sollten bei einer Gesamtlänge von 22 km jedoch nicht weiter ins Gewicht fallen 🫣.
    Nach knapp 3 km geht es langsam wieder auf See-Niveau. Eine Abkürzung über eine kniehohe Wiese erspart mir etwas Weg in der Sonne. Somit bin ich schneller als gedacht direkt am See und offiziell im Nationalpark Eifel.
    Der See ist für weitere 5 km mein stiller Begleiter und immer zum Greifen nahe.
    An der Urfttalsperre hat die Entspannung dann Pause. Es geht sehr steil auf geradem Weg hoch zum "Aussichtspunkt Urfttalsperre". Auf 300 m Wegstrecke bewältigt man knapp 100 Höhenmeter!
    Schweißgebadet komme ich oben an und bin schon fast etwas überwältigt vom tollen Blick auf den Urftsee und seiner Talsperre.

    Die Urfttalsperre staut seit 1905 die Urft. Sie ist somit die älteste Talsperre in der Eifel und war bei ihrer Inbetriebnahme die größte in Europa. Sie dient hauptsächlich der Strom-Erzeugung und erfüllt Wasser-ausgleichende Aufgaben bei Hochwässer und in Trockenperioden. Sie entleert sich in den Obersee und ist somit Teil des Rurtalsperre-Systems.

    Nach einer kurzen Pause mit viiiiel Wasser geht's weiter auf dem Eifel-Plateau mit wenig Schatten in Richtung "Vogelsang", eine düstere Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus.
    Die folgenden 5 km, mit sehr wenig Schatten, sind sehr schweißtreibend. Es geht kurz vor der NS-Ordensburg wieder 100 m runter, um den Neffgesbach zu queren und anschließend die selbe Höhe wieder hoch.
    Gegen 11:30 Uhr stehe ich vor den düster wirkenden Gebäuden von "Vogelsang".
    Gut die Hälfte der 4. Etappe ist geschafft.
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  • Eifelsteig E4: Einruhr -> Gemünd II

    June 28 in Germany ⋅ ⛅ 31 °C

    Eigentlich wollte ich Vogelsang gar nicht besichtigen, jedoch war die Verlockung auf ein kaltes Radler einfach zu groß 🫣.
    Die ehemalige NS-Ordensburg wirkt auf mich sehr düster und gewaltig. Heute wird der Ort "Internationaler Punkt Vogelsang" genannt. Neben der historischen Aufarbeitung, werden auch mehrere Ausstellungen über den Nationalpark Eifel angeboten. Das stylische Besucherzentrum hat Tonnen von Informationenmaterial und bietet viele Führungen an. Ich denke, da kann man locker einen halben Tag verbringen, ohne Langeweile zu verspüren. Mir hat es die kleine Ausstellung "WeRememberEifel" angetan. Sie ist Menschen aus der Region gewidmet, die rund um den IP Vogelsang zu Opfern des NS-Regimes wurden. Die Informationen zu den Biographien wurden in Schulprojekten, von Vereinen oder von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Sie wächst ständig und jeder kann mitmachen.
    In Videos werden die Opfer etwas zum Leben erweckt, indem KI die alten Bilder zu Bewegungen animiert. Sehr schöne Sache!

    Nach der schweren Kost, genehmige ich mir im angrenzenden Restaurant eine Fassbrause und ein Stück Torte für sagenhafte 5,80€. Schmeckt!

    Nach einer Stunde am IP Vogelsang mache ich mich gegen 12:30 Uhr auf, für die letzten 8 Kilometer nach Gemünd - easypeasy. Vom Eifel-Plateau geht's runter zum Morsbach, der sich 40 m tiefer in Richtung Urft schlängelt. Danach wieder kurz hoch zum Aussichtspunkt "Kickley" mit toller Aussicht auf das Tal der Urft und ausgiebiger Trinkpause. Schlussendlich führt der Eifelsteig jetzt nur noch runter. Die restlichen 4 km auf breiten Wegen sind schnell erwandert. Gegen 14:30 Uhr erreiche ich meine Unterkunft "Gästehaus Eifelsteig" am Hühnerberg in Gemünd.
    Der Check-in mit dem netten Eigentümer ist ruckzuck erledigt und ich bekomme sogar ein Upgrade mit kleiner Terrasse.

    Läuft heute! Sicherlich auch wegen den fallenden Temperaturen im Vergleich zu gestern!

    Kurz & Knapp:
    :: Länge ............................... 22,0 km
    :: Zeit in Bewegung ....... 4h 51min
    :: Zeit gesamt ................... 6h 04min
    :: Bergauf/Bergab ........... 670 m / 545 m
    :: Max./min. Höhe ............ 523 m / 277 m
    :: Schritte ............................ 29 k
    :: Wasserverbrauch ........ 2,5 L + 1x Fassbrause
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  • Eifelsteig E4: Gemünd

    June 28 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Gemünd, mit seinen knapp 4000 Einwohnern, liegt recht nett am Zusammenfluss der Olef in die Urft. Vom Kurhaus, direkt am Ufer der Urft, hat man einen schönen Blick auf das "Eifel-Chalet" und den Kurpark.
    In der kleinen Fußgängerzone steuer' ich gleich das Restaurant "Istanbul Döner" an, um einen Happen zu essen. Viel gab's heute noch nicht 😥. Stilsicher bestelle ich einen Dönerteller mit Salat und ein Radler.
    Vom Ambiente gebe ich dem Laden eine zwei, geschmacklich eher eine drei. Ist leider etwas enttäuschend, was da auf dem Teller landet.
    Das Baklava verkneife ich mir deshalb und hole mir ein Eis in der benachbarten Eisdiele. Die Kugel kostet hier noch 1,50€ 👍🏽. Und schmeckt sogar!

    In der Fußgängerzone warnt die Polizei alle "Boomer" vor dubiosen Anrufen - nett 😄.
    Auf dem Rückweg zum "Gästehaus Eifelsteig" fällt mir die "Mitfahrbank" auf. Für alle, die eine Fahrgelegenheit suchen, einfach auf die Bank setzen und warten, bis einer hält. Der "Daumen" ist Geschichte! Tolle Idee, die ich so noch nicht gesehen habe.

    Auf meiner "geupgradeten" Terrasse gibt's am Abend noch ein Feierabend-Bierchen, kühl aus dem Kühlschrank der Gemeinschaftsküche. Bezahlt wird per Strichliste auf Vertrauensbasis 👍🏽.

    Bis morgen. 🙋🏽
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  • Eifelsteig E4: Gemünd ... Good Morning

    June 29 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Diese Nacht war deutlich angenehmer, als die Letzte in Einruhr. Dennoch, von einem erholsamen Schlaf bin ich weit entfernt. Zu viel Wärme hat sich in den Häusern während der letzten heißen Tagen angestaut. Auch die über Nacht offene Terrassentür hat nicht viel Abkühlung gebracht. Zum Glück sind keine wilden Tiere während meiner Schlafphase in meine Bude eingedrungen 😄.
    Um 7 Uhr wird aufgestanden und das mitgebrachte Porridge zum Frühstück zubereitet. Serviert wird auf der Terrasse mit einem frisch aufgebrühtem Kaffee. Die Küche des kleinen Appartements und die Gemeinschaftsküche ist gut ausgestattet! Für 50€ die Nacht kann man da nicht meckern.

    Um kurz nach acht bin ich abreisetauglich, verabschiede mich von meinem Wirt und laufe ins Örtchen runter. Beim Bäcker in der Fußgängerzone decke ich mich noch mit einem Rollkuchen ein. Die heutige Etappe ist zwar nicht so lange, aber für einen Rollkuchen ist immer Platz 😉.
    Gegen 8:30 Uhr erwartet mich dann der Einstieg zum Eifelsteig direkt hinter der Kirche von Gemünd.
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  • Eifelsteig E5: Gemünd -> Steinfeld

    Jun 29–Jul 8 in Germany ⋅ ☁️ 23 °C

    Die 5. Etappe des Eifelsteig erwartet mich gleich hinter der Kirche St. Nikolaus in Gemünd. Ein schmaler Weg führt gleich bergauf durch den Wald, immer an der Olef entlang. Nach 3 km habe ich die ersten 100 Höhenmeter locker-flockig hinter mir gelassen, ohne in Schweiß gebadet zu sein. Es ist heute bewölkt und mit knapp über 20°C sehr "kalt" - tolles Wanderwetter 😉.
    Am tollen Aussichtspunkt "Kuckucksley", hoch über dem Örtchen Olef, wird der Weg etwas unübersichtlich. Die Beschilderung lässt arg nach. Auch mein GPS versagt, so dass ich auf's Geratewohl (ja, mit "t" 🫣) nach Olef absteige. Funktioniert aber widererwarten gut.

    Kurz vor Olef wird der Eifelsteig in den 1000-Seelen-Ort umgeleitet. Kommt öfters vor, als man glaubt. Wahrscheinlich ein Erdrutsch, Steinschlag oder ähnliches.

    Der schöne Ort Olef begeistert mich! Tolle Fachwerkhäuser und einen schönen Ortskern mit dem "der verrückte Stuhl". Ein Stuhl, bestehend aus zwei versetzten Bauteilen, die je nach Perspektive, wieder einen zusammengesetzten Stuhl ergeben.

    Nach einer kurzen Pause und ein Rollkuchen weniger, geht's weiter durch viel Wald und Grün zum höchsten Punkt dieser Etappe auf ca. 530 m. Die ersten 10 km sind "geschafft" und die Sonne bahnt sich immer öfter ihren Weg durch die Wolken.
    Runter geht's wieder nach Golbach, wo der Eifelsteig Teil des Pingenwanderpfads wird. Pingen sind alte Erzgruben und Schürfstellen, die einst das Zentrum des Bergbaus in der Region waren. Gesehen habe ich zwar keine, aber der schmale Weg durch sattgrünen Wald ist phantastisch.

    Die nächsten 3 - 4 km folgt man dem Kallbach langsam bergauf. Es geht an Pferdekoppeln, Wiesen und Feldern vorbei, bis man wieder auf etwa 530 Höhenmeter ist. Der letzte große Anstieg für diese Etappe!
    Die restlichen 2 km führen entspannt, fast nur noch bergab, bis Steinfeld, das ich gegen 12:45 Uhr erreiche.

    Ich steuere gleich das bekannte Kloster Steinfeld an und begebe mich direkt, ohne über Los zu gehen, in die Klosterküche. Der Hunger nagt kräftig an mir. Das Frühstück war karg und der Rollkuchen zu "klein'' 😄.
    Eine Erbsensuppe für 6€ und ein äußerst schmackhaftes Klosterbräu sind jetzt notwendig!
    Das Essen im Schatten der Klostermauern schmeckt prächtig. Die Sonne hat nun wieder die Oberhand gewonnen.

    Eine schöne, etwas kürzere und dadurch entspannte Etappe mit wenig Höhenmeter.

    Kurz & Knapp:
    :: Länge ............................... 18,7 km
    :: Zeit in Bewegung ....... 4h 06min
    :: Zeit gesamt ................... 4h 36min
    :: Bergauf/Bergab ........... 478 m / 369 m
    :: Max./min. Höhe ............ 539 m / 333 m
    :: Schritte ............................ 26 k
    :: Wasserverbrauch ........ 1,5 L
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  • Eifelsteig E5: Steinfelder Kloster / Abreise

    June 29 in Germany ⋅ ☀️ 25 °C

    Steinfeld ist bekannt für sein Kloster, das seit dem frühen 20. Jhd. von den Salvatorianer betrieben wird. Die Ursprünge reichen bis in die Zeit Heinrichs I. zwischen 919 und 936 zurück. Also ein wirklich "alter" Trümmer, den es sich lohnt, anzuschauen.
    Die Klosterküche war schon mal vorzüglich.

    Als ich meine Erbsensuppe verdrücke, ist gerade Schulschluss im angegliederten Gymnasium. TeenagerInnen verlassen fluchtartig das Gelände. Am Outfit der "Innen" glaubt man kaum, sich innerhalb der Mauern von Glaubensbrüder zu befinden 🫣😄.
    Heute befinden sich hier noch die Akademie "Kloster Steinfeld", sowie ein Bildungs- und Gästehaus auf Vier-Sterne-Niveau.
    Besonders beeindruckend ist die nahezu vollständig erhaltene Gesamtanlage. Der historische Klostergarten der Stille und das begehbare Labyrinth bietet Raum für Ruhe und Entschleunigung.

    Die Basilika aus dem 12. Jhd. mit seinen zwei Türmen und schönem spätgotischem Interieur ist toll! International bekannt ist die Basilika vor allem für die einzigartige König-Orgel aus dem Jahr 1727. Ich bin da aber kein Experte 🫣.

    Nach einer Stunde habe ich von dem schönen Kloster genug gesehen und mache mich zu Fuß auf den kurzen Weg ins 2 km entfernte Urft. Meine dreitägige Wandertour ist am Ende und ich muss zum Bahnhof, um nach Hause zu kommen.

    Der Urfter Bahnhof, mit neuem Bahnsteig, ist klein, das Bahnhofsgebäude verbarrikadiert.
    Die DB lässt mich aber nicht im Stich. Mein klimatisierter Zug kommt zwar mit 15 Minuten Verspätung, lässt mir aber in Euskirchen noch 15 min zum Umsteigen. Dort muss ich von Gleis 3 zu Gleis 46, hä? Ein kleines Kreisstädtchen mit 46 Gleisen?
    Tja, es handelt sich hier um ein Sackgassen- Gleis am Ende des Bahnhofs.
    Die Bimmelbahn ohne AC fährt pünktlich nach Düren ab, muss aber öfters einen Halt einlegen. Dadurch verkürzt sich die Umsteigezeit für meinen Anschlusszug nach Düren auf eine Minute, um den Bahnsteig zu wechseln.
    Der Zug wartet, trotz abgelaufener Abfahrtszeit auf mich. Was für ein Service der DB. Ich bin euer größter Fan 😉!
    Nach knapp drei Stunden bin ich dann zu Hause - geht doch 😄!
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    Trip end
    June 29, 2026