Enttäuschung pur 🙃
March 8 in Morocco ⋅ ☀️ 21 °C
Erstes Aufwachen heute Morgen im kleinen Dreiergespann mit der süßen Familie. Wir saßen schon recht früh zusammen bei einem Kaffee, denn auf dem Campingplatz war am Morgen bereits einiges los – Stimmen, Fahrzeuge, Bewegung überall.
Nach einer kurzen Dusche machte ich mich mit Sophia und der kleinen Marla auf den Weg in die Stadt. Unser Ziel war der große Markt von Zagora. Schon beim Ankommen merkte man sofort, wie lebendig es dort ist: Menschen, Stimmen, Stände voller Gemüse, Gewürze und allerlei Dinge für den Alltag.
Wir schlenderten durch die Gassen, kauften frisches Gemüse ein und fanden sogar noch eine Kleinigkeit zum Anziehen für die Wüste. Währenddessen stieg die Temperatur langsam und es wurde spürbar heißer. Neben den Einkäufen für den Tag suchten wir auch noch ein paar Dinge für die Fahrzeuge – manches haben wir gefunden, anderes müssen wir vielleicht morgen noch besorgen.
Nach diesem schönen, lebendigen Morgen kamen wir schließlich wieder zurück zum Campingplatz – mit unseren Einkäufen vom quirligen Markt. Doch dort erwartete uns plötzlich eine ganz andere Nachricht, die dem Tag eine völlig neue Richtung gab.
Der Mercedes 917 meines Freundes Claas hat einen schweren Chassis-Schaden. Eine wirklich ernste Sache. Plötzlich drehte sich alles nur noch um die Frage, wie wir das hier irgendwie reparieren oder zumindest so stabilisieren können, dass der Wagen weiterfahren kann.
Glücklicherweise hatten Stephan und Sophia noch zwei massive Metallteile in ihrem Fahrzeug, die sich eventuell zum Verstärken eignen könnten. Solches Material bekommt man hier unten in Marokko nicht so einfach. Also begann die Suche nach jemandem, der überhaupt in der Lage wäre, so etwas zu schweißen.
Der Traum vom Offroading und Overlanding in der Wüste ist damit vorerst vorbei. Für mich persönlich natürlich eine große Enttäuschung. Gleichzeitig wurde uns aber auch klar: Es ist eigentlich ein Glück, dass wir den Schaden jetzt entdeckt haben. Wäre das Chassis draußen in der Wüste gebrochen, hätte das ganz andere Folgen haben können und wäre wahrscheinlich kaum noch zu reparieren gewesen.
So nahm der Tag eine völlig andere Wendung als geplant. Statt Wüstenvorfreude standen Gespräche, Überlegungen und Telefonate im Mittelpunkt. Am Ende haben wir möglicherweise eine Werkstatt hier in der Gegend gefunden, die zumindest eine provisorische Schweißung machen könnte.
Trotzdem ist klar, dass eine richtige Reparatur später in Deutschland fachmännisch gemacht werden muss, damit der Wagen wieder sicher ist und auch den TÜV bekommt. Wahrscheinlich werden Claas und ich deshalb eher wieder Richtung Norden fahren und auf den Straßen bleiben müssen.
So ist das mit Abenteuern – manchmal entwickeln sie sich ganz anders, als man es sich vorgestellt hat. Man kann es nicht ändern, nur mit der Situation umgehen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Und genau das werden wir jetzt tun.Read more


















Schade für euch. Gut dass das nicht in der wüste passiert ist. Ein bisschen glück braucht der mensch. Freue mich auf deinen nächsten bericht bussi [Renate]
TravelerJa, wirklich schade. Schaun wir mal ob die das heute vorläufig hinbekommen. Müssen sie einfach. Bussi 💋
So ist es! Es kommen bestimmt noch mehr Reisen zu. Liebe Grüße [Karla]
TravelerTja. So isses. Klar kommen noch mehr Reisen. Fachgeschwafel beim Mechaniker