• Sandige Begegnungen

    March 10 in Morocco ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einem ruhigen, gemächlichen Morgen mitten in der stillen Wüste, umgeben von nichts als Sand und weiter Weite, saßen wir bei unserem Kaffee und genossen die völlige Ruhe hier draußen am Erg Chegaga.

    Irgendwann kamen dann meine geliebten Dromedare vorbei, denn ganz in der Nähe befindet sich ein kleiner Wasserpunkt. Es ist jedes Mal ein besonderer Moment, wenn diese ruhigen, sanften Tiere auftauchen. Natürlich ging ich sofort hinüber, um sie zu begrüßen, sie zu streicheln und einen Moment mit ihnen zu verbringen. Wenn sie so zutraulich sind, ist das einfach ein wunderschönes Erlebnis.

    Später verbrachten wir noch eine schöne Zeit mit unseren Nachbarn Ronny und Biene. Wir saßen zusammen, unterhielten uns und genossen diesen entspannten Vormittag in der Wüste.

    Am Nachmittag kam dann plötzlich ein ordentlicher Wüstenwind über das kleine Campinggebiet geschossen. Der Sand wirbelte durch die Luft, und für einen Moment dachten wir, dass der Abend wohl eher im Fahrzeug stattfinden würde – mit Sand im Mund, auf dem Essen und in unseren Getränken.

    Doch erstaunlicherweise legte sich der Wind später wieder, als hätte die Wüste selbst beschlossen, uns doch noch einen ruhigen Abend zu schenken.

    Am Nachmittag kamen dann Bianca und Armin an, die ganz spontan nach Südmarokko gereist waren, um uns hier zu treffen. Sie waren mit ihrem wunderschön ausgebauten T6 unterwegs – ein tolles Fahrzeug, allerdings nicht unbedingt für die Dünen gemacht.

    Und genau das zeigte sich sofort: Als sie auf den Platz fuhren, ließ Claas – natürlich mit einem Augenzwinkern – die arme Bianca, die gerade am Steuer saß, direkt in eine Düne fahren. Prompt steckte der Wagen fest. Plötzlich war hier richtig Leben: Rückwärtsmanöver, gutes Zureden, kleine Bleche unter die Räder legen – und die ganze Nachbarschaft half mit. Nach vier Anläufen hatten wir den Bus schließlich aus dem Sand befreit, und Bianca und Armin konnten ihren Platz auf diesem wunderbar ruhigen Wüstenplatz einnehmen.

    Zur Feier ihrer Ankunft saßen wir dann zu sechst zusammen – drei Paare inmitten der Wüste – und öffneten den leckeren Wein, den Bianca und Armin mitgebracht hatten. Wir stießen an, lachten viel und genossen dieses fröhliche Wiedersehen.

    Kurz darauf kam uns die Idee, noch in die Dünen hinaufzugehen, um den Sonnenuntergang zu erleben. Claas hatte wunderbare Musik dabei, und so liefen wir gemeinsam den Sand hinauf. Oben machten wir Fotos, hörten Musik und genossen diesen ganz besonderen Moment – das warme Licht, die Weite, das Gefühl von Freiheit.

    Zurück am Platz bereitete Claas wieder sein berühmtes Hühnchen zu – diesmal wirklich absolut deliziös. Bianca und Armin hatten Pulpo mit Gemüse mitgebracht, und so saßen wir schließlich zusammen unter dem Sternenhimmel und hatten ein kleines Festmahl.

    Der Duft des Essens, gute Gespräche, leises Lachen und die große Stille der Wüste um uns herum.

    Ein perfektes Ende für einen wunderschönen Tag.
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