• Nach einer gewittrigen Nacht

    August 27 in Japan ⋅ ⛅ 20 °C

    Während am Abend und in der Nacht gewittrige Schauer sich über uns entleerten, schien am frühen Morgen die Sonne , als wäre nix gewesen. Wie hatten eine tolle Tour auf einem beim Hafen gelegenen Berg zu einem Observatorium entdeckt und diese stand heute auf dem Plan.
    Gleich nach dem Frühstück ging los. Am Anfang des Aufstiegs gab es eine Gedenlstätte für die Ureinwohner, die Ainu, die im Krieg gegen Russland gefallen sind.
    Es gab zwei Aufstiegsmöglichkeiten:
    1. Steiler Aufstieg und moderater Abstieg, beides mit Steinen und Stufen.
    2. Moderater Aufstieg, dafür den kürzeren aber steileren Abstieg.
    Wir wählten Variante 1 und wir waren später echt froh, da nicht wieder runter zu müssen. Es war steil mit großen Stufen aus Natursteinen. Der Ausblick war grandios!
    Gerade rechtzeitig haben wir es wieder zum Auto geschafft, als es zu tröpfeln anfing.
    Ab nach Hause und ab ins Fass, ins Saunafass!. Eigentlich bin ich keine Saunaliebhaberin, aber die Gelegenheit hier, mit Blick aufs Meer, musste ich nutzen. Die Sauna heizte langsam hoch, während die Regentropfen gegen die Scheibe pochten, das Meer war grau und aufgewühlt, und ich dampft so vor mich hin. Nach 25 Minuten reichte es mir und ich stieg ins 1/3 gefüllte Wasserbecken (eis-) kaltem Wasser und rundete die Saunaorgie mit ebenso kalten Wassegüssen ab. Schnell ins Haus, abtrocknen und ein bißchen nachschwitzen - ready for lunch!
    Wir haben uns für die Pizzeria Golleys in Kutsugata entschieden, die 4,9 von 5 -Bewertung hat
    Ben nahm eine Pizza mit Kombu (Seetang) und ich eine mit Baby Anchovis, das sind ca 1-2cm lange dünne Fischchen. Der Teig war super lecker, beim Belag hatte ich mir mehr versprochen.
    Kaum waren wir im Auto, begann es zu regnen und das hielt den ganzen Nachmittag an. Das war mir aber egal, weil ich mich dann in den Whirlpool legte und dem Regenwetter und den gischtsprühenden Wellen zusah. Voll schön, du hast das Gefühl am Ende der Welt zu sein (auch wenn in 50m Entfernung eine kleine Straße vorbeigeht).
    Beim Abendessen hat sich unser Koch was ganz feines ausgedacht: Königskrabbe, Reisgerichte mit Krebsfleisch und ShabuShabu mit Wagyu-Fleisch - um mal nur die großen Gerichte zu nennen.
    Beim Dinner zogen dicke schwarze Wolken auf und kurz darauf erschienen die ersten Blitze, zuerst noch weit entfernt, dann immer näher kommend, erst grummelnder, dann grollender Donner, anschließend dicke Regentropfen, die der heftige Wind gegen die Glasfronten unseres Wohnzimmers wirft,
    Ein tolles Naturschauspiel in einem Traumhaus!
    Wir hoffen, das morgen Früh wieder Ruhe einkehrt, da wir mit der Fähre zurück nach Hokkaido/Wakkanai fahren und 100 Minuten auf offener See sind.
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