• Pustekuchen

    August 28 in Japan ⋅ ☁️ 21 °C

    Eigentlich war geplant um 8 Uhr gemütlich frühstücken, gegen 10 Uhr Richtung Fähre starten und um 12.05 Uhr mit der Fähre zurück nach Wakkanai fahren.
    Jetzt kommt Pustekuchen: Nicht nur, dass Ben um 4 Uhr wach wurde, weil in der täglichen Info für die Fischer der Insel, das Wort "Tsunami" vorkam. Sofort hellwach googelt er sich durch und fand keine weitere Meldung.
    Geplant war Aufstehen um 7 Ihr, da Klingelton unsere dienstbaren Geister schon - wir waren vollkommen irritiert. Doch ein Tsunami??
    Nicht ganz, aber alle Fahrkarten für diesen Tag wurden aufgrund der schlechten Wetterlage abgesagt, die einzige lief um 09.30 Uhr aus. So wurden wir gefragt, ob wir auf dem Schiff frühstücken wollten. Wir zogen aber das Frühstück in der Villa vor. Also husch husch ins Bad und Kofferpacken, damit wir gleich nach dem Frühstück loskonnten. Zum Abschied von der absoluten Luxusherberge Villa Kamui erschien der schönste und größte Regenbogen meines Lebens, der zu unseren Füßen ins Wasser glitt.

    Im strömenden Regen bei stürmischen Böen ging es nach Oshidomari zur Fähre. Das Laden (rückwärts einfahren) funktioniert inzwischen problemlos und ab ging's bei stürmischer See.
    Wir haben uns gut geschlagen, nur die letzte Viertelstunde war bei uns kritisch. Aber im kühlen Gang mit Blick aufs Meer blieb das Frühstück drin und die Übelkeit verzog sich!
    Gut angekommen machten wir uns auf die 154 km lange Strecke nach Mombetsu.
    Dafür waren 3 Stunden angegeben - mit Geschwindigkeiten zwischen 40 und 60 km/h eigentlich nicht zu schaffen.
    Vor allem im strömenden Regen, starken seitlichen Winden und trübem Licht.
    Glücklicherweise habe ich den Tempomat und Spurhalteassistenten entdeckt. So ein Teufelszeug, da fährt die Karre von allein, bremst vor Kurven, der Abstandsassistent macht auch seinen Job und das rettete während meinen Sekundenschlafattacken uns glatt das Leben.
    No risk- no fun!
    Wobei sich der fun echt im Rahmen hielt....
    Aber irgendwie und irgendwann kamen wir beim Mombetsu Prince Hotel an.
    Ein bißchen ausruhen und dann haben wir uns aufgemacht, in einem authentischen, sprich hauptsächlich von Japanern besuchten, Restaurant zu Essen. Lecker, auch wenn keine Schneekrabbe dabei war - die hatten wir am Tag zuvor in der Villa Kamui.
    Zurück ins Hotel und Augenpflege machen, denn am nächsten Tag geht es 181 km weiter - aber diesmal mit stündlich Pausen - versprochen!
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