• Bogotá und Ciao Colombia 🇨🇴

    Jul 10–15, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Ein letztes mal: Hallo aus Kolumbien!

    Zurück in Neiva machten wir eine interessante Erfahrung: bisher hatten wir alle Langstreckentickets über die App Redbus gekauft, da die Tickets hier deutlich reduziert sind. Da wir aber nicht wussten wann wir in Neiva ankommen würden, entschieden wir kein Ticket vorab zu kaufen und gingen in Neiva an den Schalter. Als wir der Dame den Preis bei Redbus zeigten, verkaufte sie uns die Tickets zum gleichen reduzierten Preis, jedoch nur solange wir bar zahlten.
    Das machten wir und buchten den nächsten Bus um 11:30 Uhr, der ein Direktbus ohne Zwischenstopps war und zudem unser erster und einziger Doppeldeckerbus in Kolumbien 🥳
    Der Bus kam relativ pünktlich, fuhr aber leider auch erst eine Stunde später los... so ist das hier in Kolumbien 🙃

    Angekommen in Bogotá mussten wir noch ein Taxi zu unserem Airbnb bekommen, was gar nicht so einfach war. Kolumbien spielte an diesem Abend das Halbfinale und es herrschte wahrlich Ausnahmezustand.
    Manu ging zu mehreren Taxen und wurde abgewiesen mit der Begründung, es sei zu weit. Nach einer Stunde (!) fand Lisa dann über die App iDrive (ähnlich wie Uber) einen Fahrer - Halleluja!

    Angekommen in unserer Wohnung! Für die nächsten 5 Tage kochten wir nur noch.
    Am nächsten Tag starteten wir gemütlich in den Tag und gingen los Richtung Innenstadt. Auf dem Weg kamen wir am Militärmuseum vorbei, da der Eintritt kostenlos war, sind wir kurz durchgelaufen. Manu war deutlich faszinierter als Lisa 😅
    Im Anschluss sind wir in "das Highlight" von Bogotá gegangen, das Goldmuseum. Pro Person zahlt man ca 1,15€ Eintritt und hat 4 Stockwerke voll Infos. Ehrlich gesagt hatten wir uns etwas mehr erhofft, da doch irgendwie weniger zur Geschichte erzählt wird als gedacht. Naja da wir schon mal da waren, haben wir uns aber natürlich auch alle Stockwerke angeschaut. Wie wir einen Tag später bei unserer Freewalkingtour erfahren, dauert der durchschnittliche Besuch des Goldmuseums ca 4 Stunden - wir waren immerhin 1,5 Stunden da 😂
    Nach dieser spannenden Tour liefen wir noch Richtung Mall inklusive Decathlon. Dort besorgten wir eine zweite Stirnlampe und ein UV Shirt.
    Zurück zur Unterkunft wollten wir den Bus nehmen. Da wir bisher keine Bahnkarte hatten und der Busfahrer unser Bargeld nicht annehmen wollte, durften wir so mitfahren. Ehrlich sagt war das aber auch voll in Ordnung. Laut Schild durften in diesem winzigen Bus 24 Leute sitzen und 20 stehen. Es wäre nicht übertrieben wenn wir behaupten, dass dort mindestens 40 Leute, inkl. uns standen.
    Tag 2 in Bogotá war Lisas Highlight: es ging wieder zum Bouldern. Sie hatte sämtlichen Hallen vorher genau inspiziert und eine Halle gefunden, die dem System in Deutschland am nächsten kam 😍 und wenn man vor 14:30 ankommt, spart man sogar am Eintritt. Als Schwaben machten wir uns also morgens direkt zu Fuß auf den Weg.
    Dort blieben wir ca 3 Stunden und unterhielten uns zwischendurch mit einem super netten Kolumbianer, der uns ein paar Tipps gab.
    Auf dem Heimweg sind wir noch durch unseren Stadteil "La Candelaria" gelaufen und haben Batches für unsere Rucksäcke besorgt.
    Am Samstag wollten wir eigentlich morgens auf den Monserrate wandern, jedoch regnete es und war auf dem Berg nebelig. Dementsprechend machten wir uns einen gemütlichen Morgen und versuchten unser Glück mit den Waschmaschinen im Keller. Dank einer netten Bewohnerin aus dem Haus, die uns mit ihrem Account die Waschmaschine anmachte (natürlich haben wir ihr das Geld in Bar gegeben) konnten wir diese endlich starten - vieles läuft in Kolumbien suuuper unkompliziert, dass jedoch war der Horror 😀
    Da die Waschmaschine natürlich nicht auch noch Trockner ist, gestalteten wir kurzerhand unsere Wohnung zum Trocknungsplatz um. Um 14 Uhr startete dann noch unsere 3 Stündige Freewalkingtour durch La Candelaria. Dabei erfuhren wir, dass wir den Monserrate besser nicht Sonntags besteigen sollten, da an diesen Tagen bis zu 3500 Menschen pro Stunde auf dem Wanderweg sind.. tja blöd, wir hatten uns das für Sonntag vorgenommen 🙃
    Fest entschlossen starteten wir also um 6:45 Uhr und kamen um 8 Uhr morgens auf dem 3170m hohen Kirch,- und Hausberg an 🥳
    Dort oben war es ganz schön frisch und voller Menschen. Aber dafür war der Ausblick wirklich wunderbar! Nach einer Besichtigung der Kirche und einer Runde auf dem Berg machten wir uns durchgefroren an den Abstieg. Dabei kamen uns immer noch mehr Menschenmassen entgegen. Zurück in der Unterkunft verbrachten wir den restlichen Vormittag und Mittag mit Essen, Heimattelefonaten, dem EM-Finale und dem Buchen unseres Ausreisefluges von den Galapagos Inseln, da man den bei der Einreise schon nachweisen muss. Am Abend fand dann das Copa America Finale statt und da Kolumbien im Finale stand, wollten wir das auf jeden Fall anschauen. Also trafen wir uns in einer Bar mit Marie und Tim - die beiden sind heute auch angereist - und aßen Tapas, tranken Bier und schauten das Finale. Leider startete das Finale mit 80 Minuten Verspätung. Damit noch nicht genug gab's zur Halbzeit noch eine Show mit Shakira und damit wurde die Pause auch mal schnell auf 30 Minuten verlängert. Das Spiel ging in die Verlängerung und leider schoss Argentinien kurz vor Ende dann doch noch das 1:0 und wurde damit Copa America Meister.
    Der nächste Tag war unser Abreisetag, doch direkt morgens sahen wir schon, dass unser Flug auf 23 Uhr nachhintenverlegt wurde. Nach dem Check-out machten wir uns auf den Weg zur Mall, Lisa wollte nochmal in den Decathlon und wir brauchten noch Zahnpasta und Manu Duschgel und Rasierklingen. Ganz deutsch wie wir sind, holten wir uns bei Ikea (der auch in der Mall ist) ein Hotdog Menü 😂
    Nachmittags liefen wir noch kurz zu einem der vielen DHL Express Shops in der Stadt, da leider Gottes unsere Insta360 Action Cam erblindet ist… die Kamera ist keine 4 Monate alt 😡
    Nach langem hin und her mit dem Support bekamen wir die Anweisung die Kamera zur Reparatur nach Hong-Kong zu schicken.
    Am Paketshop verklickerte uns der Mitarbeiter, dass wir doch bitte direkt ans Luftfrachtzentrum von DHL gehen sollen und dass dort dann verschicken.
    Also gut, wir mussten ja eh an den Flughafen und dann konnten wir noch die Kamera dort verschicken. Um kurz nach 18:00Uhr verließen wir das Luftfrachtzentrum und unsere Kamera ging nicht wie geplant nach Hong-Kong, sondern zu Lisas Papa, der das (für uns Dankenswerterweise) nun weiter übernimmt.

    Von dort aus ging es für uns dann zum Abflugsterminal. Da wir ja aber eine kleine Verspätung hatten, bleib noch genügend Zeit um noch etwas zu essen.
    Ach was wäre ein Abschluss des Kolumbienteils ohne „richtige“ Verzögerung?
    Wir saßen relativ früh an unserem Terminal.
    Irgendwann wurden die Menschen immer weniger und die Abflugzeit rückte näher - mittlerweile 0:25 🥹
    Lisa ging zu einer Anzeigetafel um nochmal zu checken ob sich nichts geändert hat. Jup, siehe da haben die kurzerhand das Gate geändert und wir mussten einmal 5 Minuten zum neuen Gate laufen. Dort wurden auch schon die ersten Leute geboardet.
    Der Flug war leicht turbulent aber wir sind wohlbehalten in Ecuador zwischengelandet.
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