• Manuel Saile
  • Lisa Glenk
Jun 2024 – May 2025

Weltreise 🌎🗺️

A 352-day adventure by Manuel & Lisa Read more
  • Trip start
    June 4, 2024

    Los gehts!

    June 4, 2024 in England ⋅ ☁️ 15 °C

    Hello Freunde!
    Heute morgen um 8:00 Uhr klingelte der Wecker um uns auf den Weg zu machen ins Abenteuer.

    Eine letzte Tasche mit Hab & Gut im Lager abgelegt und dann ging’s auch schon an den Stuttgarter Hauptbahnhof. Von dort aus ging unser Zug nach Zürich, wo wir mit 20 Minuten Verspätung Überpünktlich ankamen!
    Mit einem weiteren Zug sind wir dann am Flughafen Zürich angekommen.

    Große Reisen fordern in der Regel auch große Tribute - bei uns (viel mehr Lisa) ging’s direkt los.

    Den Rucksack während dem Zugwechsel eben abgeschnallt, wieder angeschnallt und zack war der Bändel der Jogginghose in der Schnalle des Hüftgurtes gefangen.
    Noch blöder ist dann, dass man mit so einem eingefangenen Bändel den geschlossenem Hüftgurt nicht mehr aufbekommt.

    Lässige 1:15 später und nach Einsatz von Haushaltsüblichen Hilfsmitteln die man eben so auf einer Weltreise dabei hat - wurde geschickt mit Nagelfeile, Pinzette und - Danke an Elli und Anela für das Taschenmesser(!) - der Bändel befreit, Gurt geöffnet und Lisa konnte sich wieder frei bewegen 🤝 zur Belohnung gabs erstmal eine Runde Prinzenrolle.

    Danach verlief alles reibungslos und wir sind gut an unserem ersten Zwischenstopp angekommen - London.

    Von hier aus fliegen wir nun zu unserem ersten Land: Kolumbien.
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  • Cartagena - Kolumbien (Tag 1&2)

    Jun 5–7, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 29 °C

    Hola y Bienvenidos a Columbia 🇨🇴

    Nachdem wir die zwei Stunden in London mit ausreichend Snacks verbracht haben ging es mit unserem Langstreckenflug nach Kolumbien - genauer Bogota.
    Hier durften wir dann auch unser Einreiseprozedere machen und haben ein 90-tägiges Touristenvisum erhalten.

    Nach der erfolgreichen Einreise ging eine Stunde später auch schon unser Inlandsflug weiter nach Cartagena.

    6:45 Kolumbianischer Ortszeit angekommen, dachten wir uns dass der Fußbus zur ersten Unterkunft bestimmt gut tut. Mit ca. 25 Kilo Gepäck pro Person machten wir uns also auf den fast 5 Kilometer langen Weg. Immerhin haben wir uns dafür 6 Euro fürs Ubertaxi gespart. 🙃🫠

    Bei gefühlten 90% Luftfeuchtigkeit und 30 Grad kommt man ganz schön ins schwitzen.

    1:15 später waren wir an der ersten Unterkunft, wo wir direkt einchecken und aufs Zimmer durften.

    Frisch geduscht zogen wir los uns die bunte Stadt anschauen. Cartagena selbst hat außerhalb wohl auch Badestrände, an dem Küstenabschnitt in der Innenstadt gibt es leider keinen. Trotzdem haben wir ein kleines Fleckchen Sand gefunden und zumindest die Füße schon mal ins Meer gehalten.
    Um halb 3 entschieden wir uns für ein mit Locals gefülltes Restaurant. Für umgerechnet 11 € inklusive Trinkgeld - so kann das weitergehen.

    Zurück in der Unterkunft entschieden wir uns, unsere weitere Reiseroute für die nächsten Tage zu planen. Gegen 18:30 Uhr sind wir dann völlig platt ins Bett gefallen und haben fast 12 Stunden geschlafen.

    Zum Frühstück gab's Haferflocken mit Banane und Avocado (jup, spannende Kombi - war so auch nicht geplant 🥭).

    Mit vollen Bäuchen schlenderten wir los zu unserer Free Walking Tour. Diese 2:30h vergingen wie im Flug und waren super interessant und aufschlussreich. Heute Abend werden wir noch etwas am Hafen entlang gehen und ein lokales Restaurant aufsuchen. Und Morgen früh geht's weiter nach Santa Marta.
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  • Unser Gepäck für das nächste JahrMit sicherem Gerüst Scheibenwechsel am StraßenrandBusfahrt nach Santa MartaEine der beiden Hostelkatzen 🥰Erste Busfahrt auf der ReiseDie Straße wird abends zur Partygasse, mit lauter BarsErstes Gefängnis in Santa Marta, heute eine SchuleIn der Kirche liegt wohl Simon BolivarAls Schwaben nimmt man natürlich das Menu del díaDie Stadt bzw Tierschützer haben ein Häuschen und Futterstelle für Katzen erbaut 🥹

    Abenteuerfahrt & Santa Marta

    Jun 7–9, 2024 in Colombia ⋅ 🌩️ 30 °C

    Hola Amigos!

    Für uns war es an der Zeit Cartagena zu verlassen.

    Die Rucksäcke am Vorabend gepackt damit wir um 6:30 pünktlich loskommen um den Bus vom Stadtzentrum zum “Terminal de Transportes” zu nehmen. Nach ca. 5 min Fußmarsch waren wir an der besagten Bushaltestelle. Für umgerechnet 1,5€ (zusammen wohl gemerkt 🦊) sind wir dann am Bahnsteig gestanden und warteten auf den Bus der eigentlich gute 10 Minuten später hätte kommen sollen.

    Nun ja Freunde wir sind ja in Südamerika 🙃

    10 Minuten später kam kein Bus für uns. Auch der nachfolgende Bus, der 15 Minuten später hätte da stehen sollen blieb ebenso aus.

    Also wurden wir doch so allmählich etwas nervös da wir laut unserem Fernbus eine Stunde früher am “Terminal de Transportes” sein sollten.
    Natürlich war uns bewusst, dass so etwas passieren kann und daher hatten wir zwei Busse Puffer eingeplant - die wir auch benötigten.

    Mit knapp 40 Minuten Verspätung kam dann unser Bus. Klimatisiert und fast leer - Top!

    Angekommen am Busbahnhof zur Weiterfahrt verlief alles weitere Reibungslos. Wir durften noch 30 Minuten Platz nehmen und warten bis der Fernbus nach Santa Marta kam. Dieser war in der Tat pünktlich und wir hatten uns gesagt, “schau an die können doch auch pünktlich sein 🤩”. .

    Dieser Fernbus war suuuuper bequem, Beinfreiheit ohne Ende, klimatisiert und sogar einen Bildschirm zum Filme oder Serien schauen.
    Das einzige Manko das mir (Manu) relativ schnell aufgefallen war ist, dass die Beifahrerscheibe vorne einen doch etwas größeren Riss hatte 🫣

    Wir vermuteten, dass das halt ein Stück weit “normal” ist und Kollateralschaden sei.

    Wir fuhren also los und schnell wurde uns klar, dass wir für absolut KEIN Geld der Welt jemals in unserem Leben dort Auto oder Motorrad fahren würden.
    Straßenverkehrsregeln sind nonexistent und es gilt das Recht des Stärkeren, manchmal auch des Flinkeren. Alleine beim Zuschauen (wir saßen in der ersten Reihe hinter dem Beifahrer) sind wir locker 10 Tode gestorben ☠️.

    Unterwegs passiert so allerlei abseits vom Straßenverkehr. Die Busfahrer telefonieren&schauten Videos am Handy, es wird Geld hin und her geschoben, Straßenhändler werden aufgegabelt und dürfen im Bus Wasser und Essen verkaufen, Pakete werden von A nach B mitgenommen und man kauft noch Medikamente am Straßenrand.

    Und (Trommelwirbel) da war ja noch der Riss in der Scheibe.

    Unser erster Stop im Bus nach Santa Marta ging problemlos über die Bühne. Der zweite Stop war Barranquilla (Shakira’s Heimatstadt 😊).
    Hier wurde es spannend. Bevor wir beim offiziellen Busstop waren sind wir auf eine Art Werkstatthof gefahren wo lauter Reisebusse unseres Anbieters standen. Einer der beiden Busfahrer stieg aus und zeigte einem Mechaniker den Riss in der Scheibe.
    Dieser winkte uns herein und im Handumdrehen hatten wir ein Gerüst vor dem Bus aufgebaut bekommen. 10 Minuten später und nach viel Trubel ging es ohne(!) neue Scheibe vom Hof und eine Kreuzung weiter an die Bushaltestelle.
    Dort hielten wir gefühlt unfassbar lange. Den Grund dafür erfuhren wir als wir die Bushaltestelle verließen.

    Einmal aus dem Busbahnhof gefahren und ca. 100 Meter weiter auf der Hauptstraße angehalten stand vor uns dann ein Pickup mit - genau, einer neuen Windschutzscheibe 🥳
    Das Gerüst vom Hof über die Dreispurige Hauptstraße vor den Bus gewuchtet stellten sich zwei Mechaniker darauf und fingen an die kaputte Scheibe auszutauschen. Innerhalb von 15 Minuten war das Thema erledigt und wir konnten unsere Fahrt mit neuer Scheibe nach Santa Marta fortsetzen.

    Aus geplanten 4:30 sind nun also 6:00h geworden. Uns war das egal da wir das Spektakel in der ersten Reihe hatten 🤩
    Am Busbahnhof in Santa Marta suchten wir nach der Bushaltestelle, worauf uns die nette Dame im Foyer gesagt hatte, es gäbe nur Taxis - nicht mit uns 🤠
    Wir hatten noch einen anderen Mann gefragt und dieser zeigte uns dann die gesuchte Haltestelle ins Stadtzentrum.

    Nächste Erkenntnis: Busse halten hier nicht wenn du nicht aktiv danach winkst.
    Wir erhielten noch den Tip, dass unser Bus die Farbe blau haben sollte, blöd nur, dass das ungefähr alle Busse hatten 🫠

    Nach 20 Minuten haben wir den richtigen Bus erwischt und durften über die hintere Seitentüre einsteigen. Für umgerechnet wieder 0,8€ pro Person 🦊
    Lisa schmiss sich direkt auf einen Sitz der geradeaus im Bus frei war. Manu jedoch sah keinen freien Platz mehr (der halbe Bus war frei) und den Busfahrer schien das relativ wenig zu interessieren und fuhr los - mit offenen Türen 🫠 so stand Manu bei voller Fahrt und offener Türe also im Bus, das war alles in Ordnung bis der erste Kreisverkehr kam. Einmal kurz die Fliehkraft gespürt war das nur noch halb so witzig. Zum Glück sind an der nächstens Haltestelle ein paar Leute ausgestiegen sodass er sich setzen konnte.

    Angekommen im Stadtzentrum sind wir noch ein kurzes Stück gegangen und dann ins Hostel eingecheckt. Wir hatten einen 6er Schlafsaal in dem außer uns niemand war, also quasi ein Privatzimmer bis zum letzten Tag.

    Am nächsten Tag stand eine Free Walking Tour auf dem Programm. Leider wurde diese morgens abgesagt und wir hatten uns natürlich kein Alternativprogramm ausgedacht - also gingen wir a den Strand. Wie es sich gehört, holten wir uns da dann auch direkt den ersten Sonnenbrand ab trotz mehreren Eincremungen 🤷🏽‍♂️🤷‍♀️
    Nachmittags hatten wir dann noch eine Ersatztour gebucht und wurden durch das historische Zentrum von Santa Marta geleitet. Nach der Tour ging es für uns noch mit einem Pärchen das wir auf der Tour kennengelernt hatten lecker essen.

    Für den darauffolgenden Morgen hatten wir einen Ausflug nach Minca geplant. Ein kleines Dörfchen im Dschungel. Bekannt für seine Wasserfälle und Kaffe/Kakaotouren.
    Wieder früh morgens zum Bus gelaufen meinte die Dame an dem Schalter, dass Minca heute bis 10 Uhr geschlossen sei und niemanden reinlässt.
    Da wir dort um 9:30 Uhr eine Kakaotour machen wollten, fiel das für uns aus. Wir - natürlich keinen Alternativplan haben dann kurzerhand beschlossen dass wir dann diesen Sonntag nutzen wollen um noch etwas weiter zu planen und Organisatorisches erledigen.

    Morgen geht es für uns weiter an die Karibik Kolumbiens und in Richtung Tayrona Nationalpark 🥰

    Hasta proxima!
    Lisa & Manu
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  • Karibikküste Kolumbiens ☀️🌊🍹

    Jun 10–14, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    ¡Hola Amigos!

    Für uns ging die Reise nachdem wir uns Santa Marta angeschaut hatten weiter in Richtung Norden, genauer an die Karibikküste Kolumbiens.

    In den Bus gestiegen ging die Fahrt ca 1:20h und dieses mal problemlos kolumbianisch 👌🏻

    An unserer Haltestelle „Costeño Beach“ ausgestiegen machten wir uns auf den ca. 3 Kilometer langen Weg. Zwischen Kokosnusspalmen und Bananenbäumen verlief der schlammige Pfad, da es die letzten Tage immer wieder mittags etwas regnete. Links und rechts des Weges entdeckten wir allerlei Getier. Blau schimmernde Krabben und eine Art überdimensionaler Eidechse die wir vielleicht alle aus dem Spanien Urlaub kennen 🦀🦎

    Nach ca. 30 Minuten und wieder einmal komplett durchgeschwitzt waren wir an unserem Hostel. Gebucht hatten wir ein „Mini Privates“ - ein keines Doppelzimmer mit scheinbar 12qm.

    Sagen wir mal so, der Name des Zimmers war zutreffender. Ein Zimmer in dem man nicht umfallen konnte. Ein Zimmer wo alles gefühlt schon etwas klamm und eine waaaahnsinnige Luftfeuchtigkeit hatte.
    Wir, bepackt mit unseren 2 Rucksäcken standen für einen Moment etwas ratlos da - wohin mit unserem Zeug? Lösung: ab unters Bett, mehr Platz haben wir nicht 🤠
    Aber egal, wir waren ja nur zum schlafen dort.

    Nachdem wir uns im wahrsten Sinne des Wortes einquartiert hatten gingen wir auf Entdeckungstour.
    Die Anlage ist sauber, es gab Hängematten und Liegen sowie ein Restaurant und ein gemütliches (künstliches) Lagerfeuer - alles direkt am Strand. Den Tag verbrachten wir vollends unter Schatten auf den Liegen und gingen Abends noch eine Kleinigkeit essen, das war auch schon der erste Tag.

    Leider war das Baden im Meer durch Rote Flaggen untersagt. Dennoch machte Manu mal einen kurzen Lagecheck und war knietief im Wasser. Einmal untergetaucht und direkt wieder raus, dann war auch klar wieso Baden verboten ist.
    Die an den Strand gespülten Wellen entwickelten beim zurück ins Meer laufen eine enorme Kraft, welche man von außen betrachtet niemals hätte erahnen können. Zudem ist der Strandabschnitt zwar sandig, aber dennoch gibt es viele kleine fiese Steinchen die dir den ein oder anderen blauen Fleck verpassen könnten.

    In den fünf Tagen die wir nun hier sind, war der Ablauf mehr oder weniger immer der gleiche:
    Früh aufstehen (im besten Fall zum Sonnenaufgang), Workout machen, frühstücken, entspannen und Sonnen, lesen, Cocktails schlürfen (die üppig Alkohol hatten 🍹), Sonnenuntergang schauen, Abendessen und hin und wieder etwas weitere Reiseplanung.

    Die Sonnenuntergänge sollten mit zu den schönsten des Landes gehören. An den ersten beiden Tagen war die Aussicht darauf aber seeeehr bewölkt.
    Der Dritte Tag hielt dann aber was er versprach, sowohl der Sonnenauf,- als auch Untergang!

    Seht es selbst in den Bildern! 🥰☀️🌊

    Für uns geht die Reise morgen - nachdem nun 2 Tage die Straßen von den Indigenen blockiert waren und passend zu unserer Abfahrt wieder frei sind - in den Dschungel zu Affen und Kakadus 🤩

    Bis dahin habt einen stressfreien Freitag und trinkt heute Abend ein Bierchen für uns mit! 🇩🇪 ⚽️
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  • Welcome to the Jungle ☀️🐒🌊

    Jun 14–16, 2024 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    ¡Hola!

    Nachdem wir es uns fünf Tage haben gut gehen lassen ging die Reise weiter in Richtung Dschungel.

    Nach dem Frühstück ging es für uns zurück über den Feldweg hin zur Hauptstraße.
    Diese war glücklicherweise nicht mehr durch den Indigenenstreik betroffen und es dauerte auch nur fünf Minuten bis unser Bus kam.

    Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir auch schon unser Fahrtende. Bushaltestellen im Sinne - wie wir sie aus Europa kennen gibt es quasi nicht.

    Wir machten uns auf den Weg zum Hostel und schon nach ungelogen einer Minute standen wir vor einem Fluss - der Weg den Google uns vorschlug ging gerade weg hindurch.
    Also Schuhe aus und ab durchs Knietiefe Wasser auf die andere Seite.
    Dort folgten wir dann der Beschilderung unseres Hostels und durchquerten dabei nochmal drei kleinere Flüsschen.
    Der Weg ging immer bergauf und war relativ schlammig, da es die Tage zuvor immer wieder regnete. Krass das die Einheimischen dort auch mit ihren Mopeds hochfuhren 🫣

    Leicht fertig aber super happy kamen wir in der Rezeption an und konnten auch direkt einchecken. Als wir beinahe mit dem Check-In Prozedere durch wahren, fragte uns ein junger Mann, der scheinbar der Chef des Hostels war zwei Fragen.

    First Question: Do you want a room upgrade for free?
    Second Question: Do you want to see the Germany Game later?

    Auf die erste Frage tauschten Lisa und Ich kurz Blicke aus, dann aber sagte Lisa klar, gerne! Und auch die zweite Fragen bejahten wir beide 🇩🇪⚽️

    Wie geil war das denn bitte? Wir hatten einfach ein kostenloses Zimmerupgrade bekommen! 🫶🏽
    Das Zimmer könnt ihr in den Bildern&Videos anschauen.

    Wir packten dann also das Zeug ins Zimmer, gingen eben kurz duschen und schauten dann gemeinsam das Eröffnungsspiel.
    Am nächsten Tag bzw. schon in der Nacht hatte es angefangen wie aus Eimern zu gießen.
    Also entschieden wir es gemütlich anzugehen.

    Also wir an der Bar saßen kamen wir mit ein paar Leuten ins Gespräch und daraus entwickelte sich der Plan noch eine Runde spazieren bzw. auf die Suche nach den Wasserfällen zu gehen.

    Der Weg führte hinunter über die drei Flüsschen die keine mehr waren. Der Regen lies sie anschwellen zu Bächen, also Schuhe aus und durch. Nachdem wir alle drei durchquerten und noch ca. 20 Minuten gegangen waren, sahen wir die Wasserfalllandschaft.

    Wir erkundigten ein wenig die Gegend und manche gingen auch baden.
    Abends saßen wir noch gemütlich beisammen und ließen den Tag mit Bierchen ausklingen.

    Für uns geht es Morgen in den Tayrona Nationalpark und wir sind sehr gespannt.
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  • Tayrona National Park

    Jun 16–17, 2024 in Colombia ⋅ ☀️ 28 °C

    Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 6:30 da wir uns auf den Weg in Richtung Tayrona National Parc machten. Der Haupteingang war ein kurzer Fußmarsch entfernt. Für umgerechnet ca. 25€ pro Person (Eintritt und extra Krankenversicherung, die man abschließen muss(!)) durften wir dann durch die Schranken das Tor zu Tayrona betreten.
    Schwäbisch wie wir sind haben wir uns den ersten Transportbus der 5km Strecke zurücklegt gespart und sind marschiert.
    Unsere Reiserucksäcke durften wir im Hostel zuvor lassen, sodass wir uns nur mit den Tagesrucksäcken bewaffnet auf den Weg machen konnten.
    Die erste Stunde ging es nur der besagten Straße entlang, unspektakulär.
    Danach aber ging es über kleine angelegte Pfade immer tiefer in den Dschungel.
    Nach drei Stunden wandern waren wir am Cabo de San Juan, dem Aushängeschild des Parks.

    Unsere Persönliche Meinung dazu ist kurz und knapp: Sonnenauf,- und Untergang sind wunderschön, der Strand ist in Ordnung und zwischen 10 und 17 Uhr weichst du besser dem Menschenandrang aus 😅
    Alle Tagesbesucher müssen den Park bis 17:00Uhr wieder verlassen haben und das merkt man eben extrem wenn man dort am Strand selbst übernachtet. Das Essen in den Restaurant dort ist wahnsinnig teuer für kolumbianische Verhältnisse und es gibt eben nichts anderes 😕
    Wir nehmen die Erfahrung mit, würden es aber vermutlich kein zweites Mal tun 🙃
    Was wir aber bestimmt nochmal während der Reise machen werden: in einer Hängematte schlafen 😍

    Für uns geht die Reise nun weiter in Richtung Minca, ein sehr bekanntes kleines Dörfchen in Richtung Landesinneren. Dort erwarten uns unter anderem Wasserfälle und unsere erste Kaffee&Kakaoplantage ☕️😍
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  • Minca ☕️🇨🇴

    Jun 17–20, 2024 in Colombia ⋅ ☀️ 28 °C

    Hola ihr Lieben,

    Nachdem wir uns früh auf den Weg gemacht hatten, mussten wir nochmal zurück ins Valley Hostel um unsere großen Backpacks abzuholen. Und Schwaben wie wir sind, haben wir unsere Flaschen mit dem gefilterten Wasser aus dem Hostel nochmal aufgefüllt. Dann ging es mit dem Bus zurück nach Santa Marta und mit einem Umstieg direkt weiter nach Minca.

    Gegen Mittag kamen wir unserem Hostel, direkt am Costeño River an.

    Nach einer ausgiebigen Dusche und dem Versuch unsere Klamotten von Hand zu waschen (die waren leider nass vom Valley/ Tayrona und geruchstechnisch unerträglich) sind wir losgezogen uns das Dörfchen noch etwas anzuschauen. In einem kleinen Restaurant haben wir dann noch das Menu del día gegessen und uns zwei Mojitos gegönnt für schlappe 15€ zusammen. Zum Nachtisch haben wir uns einen super leckeren organischrn Kakao-Nuss Muffin geteilt.
    Zurück im Hostel gab es noch ein Lagerfeuer inklusive Marshmallows 😍

    Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu einer Kaffee & Kakaofinca für eine Kakaotour. Der Weg dorthin waren nur knapp 5km, aber dafür 400 Höhenmeter - bei einer Luftfeuchtigkeit von 90% gar nicht so easy 😂
    Auf dem Weg zur Finca entdeckten wir schon lauter Avocados auf dem Weg liegen und packten direkt welche ein. Die Kakaotour sollte um 12 Uhr starten und wir kamen bereits um 11:30 an, mit 5 Franzosen. Tja und dann hat die Tour halt auch direkt gestartet, so ist das hier mit den Zeiten 🤷‍♀️
    Uns wurde der Herstellungsprozess von der einzelnen Kakaobohne bis hin zum fertigen Produkt erklärt und gezeigt. Dabei durften wir die unterschiedlichen Stadien teilweise selbst verarbeiten oder probieren.
    Zum Schluss gab es selbst hergestellte hochprozentige Schokoladenbonbons mit Kaffeebohnen und Salz und eine Kakaogesichtsmaske 🥰

    Manus Highlight waren die kostenlosen Minibananen die wir direkt vom Strauch essen durften - die waren so süß!

    Im leichten Regen machten wir uns auf den Rückweg ins Dorf. Im Hostel haben wir die Weiterreise geplant und waren abends essen in einem Restaurant namens "the lazy cat" 🐈

    Am Mittwoch haben wir gemütlich in den Tag gestartet, da nach unserer Zeit um 11 Uhr Deutschland das zweite Gruppenspiel hatte und wir uns das im Hostel noch angeschaut haben. Nach dem Sieg sind wir losgezogen zu einer kleinen Wanderung zu einem Wasserfall. Doch kurz vor dem Wasserfall haben sie tatsächlich ein Kassenhäuschen aufgestellt und verlangen Eintritt. Da wir kurz vorher den gleichen Fluss inklusive kleinerer Wasserfälle gequeert haben, entschieden wir dorthin zurückzugehen und dort zu baden.
    Am Abend sind wir zurück zur lazy cat und haben nochmal Burger mit Cocktails bestellt - jetzt reichts uns beiden auch erstmal mit Burgen.

    Abends hat Manu sein nasses Shirt im Außenbereiches des Hostel hängen lassen, das war am nächsten Morgen weg. Beim Personal nachgefragt, stellte sich schnell heraus dass es wohl in deren Waschmaschine gelandet sei, aber bald fertig sei.
    Na zu einer kostenlosen Wäsche sagen wir auch nicht nein!
    Als wir dann gegen 15:30 am Hostel aufbrechen wollten bekam Manu nach mehrfachen Nachhaken sein Shirt endlich wieder - nass und dem Geruch nach zu urteilen auch nicht gewaschen. Was sie mit dem Shirt stundenlang gemacht haben? Wir wissen es auch nicht...

    Wir hatten sowohl Dienstag Abend als auch Mittwoch Mittag in der Hostelnähe eine Hündin mit ihren 3 Welpen gesehen, wovon ein Welpe sehr abgemagert war. Also entschieden wir Mittwoch Mittag Hundefutter zu besorgen, doch leider haben wir bis zu unserer Abfahrt keinen der Hunde wiedergesehen 😢

    Jetzt machen wir uns auf den Weg zu unserem ersten Nachtbus und 15 Stunden Fahrt nach San Gil. Was wir dort Vorhaben? Lasst euch überraschen, es wird spannend.
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  • San Gil: Hoch hinaus & Wanderung

    Jun 21–23, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 26 °C

    Guten Tag aus San Gil - Der Stadt der Extremsportarten in Kolumbien.

    Unsere erste Nachtbusfahrt liegt hinter uns.
    Das Fazit: die Klimaanlage funktioniert und es ist klirrend kalt, ansonsten sind die Sitze super bequem und man kann sich hier durchaus die lange Fahrt zu nutzen machen und gemütlich schlafen.

    Nachdem wir die 15 Stunden im Bus ohne Übelkeit oder Ähnliches bewältigt hatten kamen wir mehr oder weniger ausgeruht um 12:00Uhr Mittags an. Wir machten uns auf direktem Wege ins Hostel, welches auch schon bezugsfertig war 😍

    Wir wurden super freundlich empfangen und bekamen auch direkt einen ersten Vorgeschmack was uns so erwarten kann.

    Das Programm schien gar endlos: Caving, Tubing, Rafting, Hiking, Canyoning oder Paragliding standen als Beispiele auf dem Programm.
    Für die letzten Beide entschieden wir uns am Abend unseres ersten Tages.

    Am darauffolgenden Tag ging es dann in die Lüfte! Aufgestanden, angezogen und kurz noch gefrühstückt standen wir pünktlich um kurz vor 9:00Uhr beim Veranstalter.
    Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon in einen kleinen Minibus und wir fuhren ca. 1:15 zum Start- und Landepunkt des Paraglidingfluges.
    Nach einer 15 minütigen Einführung (natürlich auf Spanisch) ging es in fünf Flugrunden nach einander los - von Leichtgewicht zu Schwergewicht 😄

    Lisa war in der dritten Runde endlich dran und konnte es kaum abwarten. Die ganze Zeit die Anderen zu beobachten heizte alleine schon ein und die Vorfreude endlich selbst in die Luft zu steigen stieg. Einmal die Haare in ein Haarnetz gepackt und ab auf die Startbahn - Gurte an und kurz mit dem Piloten vertraut machen.

    Nachdem alles gesichert und überprüft war wurde es ernst.
    Der erste Anlauf wurde aufgrund fehlendem Wind abgebrochen. Kurz ein wenig zurückgelaufen und direkt im zweiten Auflauf ging es dann aber für Lisa in die Luft.
    Die Thermik war super und so stiegen wir weiter und weiter auf eine Höhe von ca. 2000m.
    Der Ausblick und das Gefühl von Freiheit war unbeschreiblich. Als wir im Gleitflug waren, konnte Lisa sogar Aufnahmen der Landschaft machen mit unserer Insta360 - Atemberaubend!
    Nach ca. 15 Minuten waren wir den Canyon einmal ein Stück auf und abwärts geflogen und drehten allmählich in Richtung Flugplatz zurück. Dort angekommen landeten wir sicher auf dem Boden und Lisa strahlte über das ganze Gesicht wie ein Honigkuchenpferd 😍😍😍

    Nach einer weiteren Stunde und als Letzter durfte Manu dann an den Start.
    Ebenso angeschnallt und gecheckt ging es auch schon los. Das Wetter wurde etwas windiger, also perfekt um hoch hinaus zu gehen.
    Der erste Anlauf war erfolgreich, nach den ersten ein, zwei Schritten waren wir schon in der Luft, sanken aber wieder und liefen dann nochmals mit ein, zwei Bodenkontakten weiter bis wir schwebten.
    Das Gefühl war der Wahnsinn!
    Anders als bei Lisas Flug blieben wir quasi direkt neben dem Startpunkt und nutzen die Thermik um zu steigen.
    Es ging eine gefühlte Ewigkeit im Kreis immer höher und höher. Irgendwann sagte der Pilot zu Manu: We are at 2400 Meters - WOOHOOO 🙌🏽
    Aber es ging weiter, mit einer lachenden Stimme sagte der Pilot dann schlussendlich, dass wir über 2500 Meter über dem Boden fliegen 🤯🤩
    Der Ausblick war überwältigend. Kaum eine Wolke trübte die Sicht. Zugegebenermaßen war es dort oben dann doch etwas kälter und windiger - doch auch Manu hatte die Insta360 dabei und filmte das Panorama*.
    Nachdem die Filmaufnahmen im Kasten waren sagte Jarmon zu Manu, dass wir nun langsam wieder sinken da die Thermik nachlässt. Auf diese Ausage folgte im gleichen Atemzug: Do you like adrenaline?!
    Kurz die Insta360 sicher verstaut und mit einem: „yes sure“ ging es auch direkt los.
    Jarmon flog enge Kurven sodass wir teilweise über Kopf flogen und das mehrere Male hintereinander. Dabei schoss das Adrenalin wirklich einmal komplett durch den kompletten Körper - das war so ein Spaß 🤩😍
    Ebenso nach ca. 15 Minuten waren wir wieder sicher gelandet und machten uns allmählich auf die Rückreise.
    Um ehrlich zu sein, die 15 Minuten reichten vollkommen aus, da es (zumindest Manu) nach dem Actionreichen Flug ein klein wenig schlecht war 😂

    Am nächsten Morgen hatten wir eine neue Zimmernachbarin im Schlafsaal - Magdalena.
    Nach einer kurzen Begrüßung stellten wir fest, dass sie ebenfalls aus Deutschland kommt.
    Der Morgen war etwas verhangen und es regnete in Strömen! Wassermassen rasten die Straßen hinunter.
    Dennoch machten wir uns Gedanken, was wir denn bei diesem ausbaufähigen Wetter machen könnten.

    Die Antwort hieß: Regenjacken an und ab zum Bus um nach Barichara zu fahren um dann eine kleine Wanderung zum süßen Dörfchen Guane zu machen.
    Sagen wir mal so, der Weg zum Busbahnhof war nass und wirklich sehr nass 😂
    Dort kauften wir unsere Fahrkarten, stiegen ein und ca. 40 Minuten später waren wir in der „schönsten Stadt Kolumbiens“ - ohne Regen 👌🏻
    Wir erkundeten kurz das Städtchen, welches wirklich Bilderbuchartig schön war.
    Ganz leger in Regenjacke bzw. T-Shirt und Top, kurzer Hose und Flipflops machten wir uns dann auf den gut beschilderten Weg in Richtung 1000 Seelen Gemeinde Guane.

    Bei einer kurzen Pause ließen wir uns einen Ananassaft und Lulusaft (Kolumbianische Frucht, Lisas Beschreibung: Joa und leicht sauer und irgendwie… lecker😂) schmecken.
    Nach der kurzen Stärkung gingen wir vollends das letzte Stück. Wir passieren gerade die Ortsgrenze in Guane, als es wieder anfing aus Eimern zu regnen. In der Zeit schauten wir uns kurz die Kirche von innen an 😂
    Als es nachließ suchten wir uns ein kleines Restaurant aus.
    Maggie bestellte sich einen Fisch und wir uns nur einen Kaffee (2 Kaffee für 0,4€ 🥹).
    Der Anblick und Geruch von Maggie’s Fisch lies uns allerdings schwach werden, sodass wir uns kurz danach auch noch einen bestellten - Gott sei dank, denn der Fisch war hervorragend zubereitet 🥰

    Nachdem wir dann geschlemmt hatten gingen wir aus dem Restaurant und dort stand passenderweise schon direkt unser kleiner Colectivo (Minibus) der uns zurück nach Barichara brachte. Zurücklaufen war keine Option mehr, da es immer wieder etwas regnete und wir auch nicht mehr all zu viel Zeit hatten.
    Zurück in Barichara schlenderten wir nochmals tiefer durch die Gassen des Örtchens und liesen es auf uns wirken. Wirklich ein super verschlafenes und schönes Örtchen. Während wir durch die Straßen schlenderten folgte uns einer der Hunde und war ab da unser treuer Begleiter. Als wir es uns auf einer Parkbank bequem machten um auf den Bus zu warten, setzte er sich zu uns auf die Bank und lag halb auf Lisas Schoß. Leider mussten wir ihn zurücklassen, sein Name war Nacho der Zweite (Nacho der erste haben wir schon einen anderen Hund an dem Tag getauft 😂).
    Zum Glück haben wir uns vom Regen nicht abschrecken lassen und hatten noch einen wunderschönen Tag. Nachdem wir zurück in San Gil waren gingen wir nochmals kurzerhand in den Laden wo wir unsere Paragliding gebucht hatten da wir noch Canyoning machen wollten.
    Also buchten wir uns zusammen mit Maggie für den nächsten Tag ins Canyoning ein 😍

    * Das mit den Videos und der Insta360 ist noch so ein Thema für sich…. Manu sichtete im Hostel auf der App auf dem Handy die Videos und bemerkte ein 0 Sekunden Video und wollte das löschen, leider löschte er dabei sein eigenes Video vom Paragliding… und blöderweise bekommt man diese Videos nur zurück, wenn man ein Recovery der SD Karte macht. Blöd, dass wir keinen Laptop dabei haben. Mal schauen, ob wir das noch hinbekommen, das Video zu retten - wäre arg ärgerlich, wenn nicht. 😭
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  • San Gil: Ängste überwinden

    Jun 23–26, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 26 °C

    Buenas!
    Für uns ging es am nächsten Morgen also nach dem Frühstück wieder auf 9:00Uhr zum Veranstalter.
    Dieser sammelte nur uns drei ein. Wir hatten also in der Tat eine Canyoningtour für uns alleine 🧗‍♀️😍
    Die Tour begann mit einer kurzen Einweisung und wir bekamen alle Helm und Klettergurte.
    10 Minuten gingen wir dann in den Canyon hinab und dort wartete auch schon die erste Aufgabe auf uns. Ein Sprung aus ca. 4 Metern in 2,5 Meter tiefes Wasser. Naja, nicht soooo viel Platz für Leute die etwas größer sind. Dennoch war der Sprung kein Problem für uns und wir schlugen uns Stück für Stück weiter voran. Die nächste Aufgabe war 8 Meter Abseilen. Als Lisa das Seil begutachtete und dabei eine getapte nicht mehr ganz stabile Stelle entdeckte, fragte sie den Guide ob das so überhaupt noch sicher sei und er meinte nur, ja ja das hält… wie beruhigend, wenn man eh schon Höhenangst hat und dann noch Angst um das Equipment hat 🫣
    Der Guide sicherte uns doppelt und auch diese Aufgabe meisterten wir easy.
    Weiter durch den Bach, über Steine und durch Felsspalten hindurch kamen wir zum Highlight des Canyonings: 30(!!) Meter Abseilen am&im Wasserfall 🤯🤩

    Zugegebenermaßen hatten wir alle - die einen mehr die anderen weniger - Respekt davor.
    Manu ging als Erster. Der Guide meinte noch, es geht erst ein paar Schritte am Fels entlang, dann kommt ein Stück wo man quasi in der Luft hängt und da einfach sich normal weiter abseilen und nicht irritieren lassen soll.
    Also gut: es kostet wirklich Überwindung sich in dieses Seil zu hängen, an dem an dieser Stelle wirklich dein Leben hängt 🥹
    Aber einmal losgegangen gab es keinen Weg mehr zurück! Der erste Abschnitt war in der Tat am Fels entlang, doch nach vielleicht 4/5 Metern war NICHTS mehr da. Es ging dann einfach 25 Meter freihängend nach unten, unter dem ständigen einprasseln des Wasserfalls. Der Ausstieg aus dem Seil war etwas schwieriger, da man auf nassen, rutschigen Steinen (und den gewaltigen Wassermassen) nicht wirklich guten Halt hatte.

    Nach guten 20 Minuten waren wir alle sicher und Adrenalingeladen unten angekommen.
    Doch wo ein Weg hinunter geht, muss es im Normalfall auch wieder einen nach oben geben.
    Und dieser Weg nach oben war nichts anderes als eine lange, schweraussehende Hängeleiter aus Stahlseilen. Wir witzelten vor dem Abseilen noch damit, dass alle die zu feige sind sich abzuseilen über dieses wackelige Ding gehen müssten.. Lisas Aussage dazu war noch: nie im Leben, auf jeden Fall Seil ich mich lieber ab, als diese Hängeleiter runterzugehen…
    tja wir mussten das nur andersherum tun. Lisa und Maggie zuerst, gesichert an einem Karabiner der nur nach oben sich hat ziehen lassen - also konnten Beide mit beiden Händen sich an den Tritten halten und so die Leiter besteigen.
    Da es aber nur zwei Sicherungskarabiner gab, blieb für Manu nurnoch das gute alte Seil, welches aber mit einer Hand mithochgezogen werden musste, was diese wackelige Angelegenheit nicht gerade einfacher machte.
    Dennoch schafften wir es alle wieder nach oben.
    Danach folgten noch ein Aufstieg an einer Strickleiter, eine Flussdurchquerung bei der wir handgroße Spinnen sahen, die Überquerung einer Hängebrücke und eines dünnen Drahtseiles - all das meisterten wir ganz ohne Probleme und erreichten wieder das Ausstiegslevel. Von dort aus ging es dann wieder in Richtung Eingang des Parks, 20 Minuten steil und matschig Berg auf - Teil 1 des Canyoning Paketes geschafft 🤩

    Somit dann zu Teil 2 des Paketes.
    Nachdem wir alle wieder am Startpunkt der Tour waren, gingen wir in den zweiten Canyonabschnitt der ungefähr 10 Minuten Fußweg entfernt lag.
    Dort war die erste Station eine Himmelsschaukel mit der man einen wunderbaren Blick über San Gil und den Canyon hatte.
    Wieder mit dem Klettergurt gesichert wurde Lisa als erste hochgezogen.
    Das ganze dauerte vielleicht 20 Sekunden, wobei Lisa bei den letzten 10 Sekunden gerufen hatte: „No Mas“ - was so viel bedeutet wie ES REICHT. Den Guides war das relativ egal und gingen bis zum Anschlag. Mit einem Zug von unten löste die Schaukel aus und Lisa schwang wie der Wind los. Einen heftigen Adrenalinkick gab diese Schaukel, Halleluja! 😅
    Manu und Maggie machten sich noch lustig, bis sie selbst die Erfahrung machten 😂

    Als Grand Final stand eine Ziplinefahrt auf dem Programm. Und zwar sage und schreibe einmal 500 Meter hin und 600 Meter zurück quer über den Canyon in ca 100 Metern Höhe 🤯

    Also wieder: Sicherheitsgurt & Helm an und ab dafür. Mit einem Gerät das aussah wie ein alter Fahrradlenker an dem zwei Bremsen befestigt waren wurden wir aufgesattelt.
    Der Guide meinte, am Ende des Tracks steht einer seiner Mitarbeiter und zeigt ein grünes oder rotes Schild.
    Grün bedeutet alles top und nicht bremsen.
    Rot bedeutet zu schnell und mit beiden Bremsen gleichzeitig bremsen - Vollgas!
    Manu startete als Erster. Ohne einen einzigen Bremser bis zum letzten Stück raste er dahin.
    Die letzten 50 Meter waren dann eben eine Vollbremsung, welche aber looooocker ausreichte um sicher anzukommen.
    Kurz darauf kam Maggie an, vollkommen im Adrenalinmodus 🙌🏽
    Fehlte also nurnoch Lisa 🧐 nach kurzen Anlaufschwierigkeiten (die Guides hatten ihren Kratzer am Rücken vom Abseilen gefunden und zu Desinfektion geraten) und Überwindung der Panik ging es auch für sie dann auf die Reise - 500 Meter in den Abgrund.
    Ebenso Adrenalingeladen kam sie dann bei uns an und freute sich ihre Angst überwunden zu haben - sehr tapfer (♥️!)

    Aaaaaaber Moment: gleiches Spiel wie beim Canyoning, wo ein Weg runter oder rüber führt, muss es im Normalfall auch noch einen Weg zurück geben 😅 und das waren die 600 Meter die von etwas weiter oben starteten.
    Also packten wir die Beine in die Hand und gingen den Berg hinauf zur Abflugplattform.
    Wieder angeschnallt und gesichert waren Lisa und Manu die Ersten. Wir starteten zeitgleich und genossen den zweiten Teil deutlich mehr als den ersten Teil.
    Nach ein paar Sekunden verlor Manu jedoch Lisa aus den Augen, Lisa war ohne zu bremsen etwas langsamer geworden.
    Manu angekommen auf der anderen Plattform schaute also nach hinten, wo er (es sah wirklich witzig aus! 😂) Lisa ca. 30 Meter vor dem Ende hingen sah - ohne Tempo 😂
    Lisa war zu langsam geworden und hatte es nicht bis zur Plattform gepackt. Kurzerhand hatten unsere Guides das Abschleppseil ausgepackt und zogen Lisa dann damit vollends ans Ende, somit hatte auch sie wieder festen Boden unter den Füßen.
    Nachdem Maggie ebenfalls bei uns angekommen war, machten wir uns allmählich alle zusammen sehr zufrieden und glücklich auf den Heimweg.

    Am nächsten Tag gingen wir noch nach Curiti.
    Von dort aus gibt es eine Straße die zu Naturpools führt. Nach einer guten Stunde erreichten wir die Badestellen. Sonnige zwei Stunden lagen wir dort auf den Steinen und lasen ein wenig, snackten Nüsse und kühlten uns ab.
    Da das Wetter von Weitem betrachtet nach Weltuntergang aussah, beschlossen wir dann doch zu gehen. Gerade zurück im Dorf angekommen fuhr direkt der Bus vor uns vorbei und sammelte uns mit ein und kurz danach fing es tatsächlich an zu regnen.

    Alles in allem war und ist San Gil eine unglaublich vielseitige schöne Erinnerung für uns. Die Stadt hat viele verschiedene Facetten und wir würden jederzeit wiederkommen 🥰

    Unsere Zeit ist also gekommen um das Actionparadis zu verlassen und weiter in Richtung Süden zu ziehen.
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  • Diese 3D-Ausstellung wird von einem Künstler einmal im Jahr neu gestaltet
    Comuna 13, der TouristenbereichDas neueste Bild in dem ViertelHier wurden sowohl Guerilla Mitglieder als auch Unschuldige hingerichtetUnterschied zu den bezahlten Bildern: das sind wirklich GraffitisAlles einfache Backsteinhäuser, ohne PlanungDiese Treppe wird von den Anwohnern ca alle 3 Jahre neu gestrichen auf eigene KostenComuna 13 und andere Teile Medellíns von obenJedes Tier steht für unterschiedliche Eigenschaften: Vögel z.B. für FreiheitDer Kopf ist in 3 Schichten und soll zeigen, dass wir unter der Haut alle gleich sindDie traurige Vergangenheit ohne Freude und die Gegenwart und Zukunft in der Kinder glücklich sindEin Überblick über Comuna 13 und die einfachen WohnhäuserManu unter seines gleichen 🐒😂Mutter Erde, die Erde brennt, was für den Klimawandel stehtDie Armee die am 16.10.2002 die Würfel entscheiden lassen hat wer in der Comuna 13 stirbtIn einigen Bars gibt es oben drauf verschiedene FotospotsWir auf der berühmten RolltreppeVöllige Eskalation, wenn Kolumbien beim Copa Amerika spielt

    Medellín

    Jun 27–29, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem wir uns in San Gil ausgetobt hatten wurde das Programm wieder etwas entspannter.

    Wir fuhren also mit dem Bus zurück durch den Chicamocha Canyon - mal wieder eine abenteuerliche Reise über den viel befahrenen Bergpass.

    Nach drei Stunden waren wir in Bucaramanga angekommen und mussten uns noch einen Augenblick gedulden bis unser Nachtbus nach Medellín kam.
    15 Minuten bevor unser Bus hätte da sein sollen kam eine Dame vom Busunternehmen und verklickerte uns, dass unser Bus einen Unfall hatte oder in einem Unfallstau stand, das hatten wir nicht so ganz verstanden. Was wir aber verstanden hatten war, dass unsere nächste Fahrt dann erst in zwei Stunden geht… na gut, was willst du auch machen 🤷🏻‍♂️🤷‍♀️

    Punkt 22:00Uhr fuhr tatsächlich unser Bus ein.
    Wieso auch immer, durften wir erst um 22:45 einsteigen und fuhren dann endlich los in Richtung Medellín. Die Nachtfahrt war wieder typisch arktisch kalt, aber darauf waren wir mehr oder weniger vorbereitet.

    Ausgeruht kamen wir um 9:00Uhr morgens an und fanden auch direkt den Weg zu unserem Hostel. Anders als in den anderen Städten gibt es in Medellín eine Tram die einmal durch die ganze Stadt führt. Einchecken konnten wir noch nicht, da wir erst ab 14:00 Uhr ins Zimmer durften. Egal, wir bekamen direkt im Hostel ein kleines Frühstück und frischen Kaffee.

    Auf 13:30 Uhr hatten wir eine Free Walking Tour durch das berühmt-berüchtigte Comuna 13 Viertel gebucht. Pünktlich am Treffpunkt, waren wir eine kleine Gruppe die dann loszog um 2:30h lang mehr über die Geschichte die sich hier verbirgt zu erfahren. Unser Tourguide lebte einst selber dort und konnte daher aus dem Nähkästchen plaudern, was faszinierend und erschreckend zugleich war.

    Kurze Erklärung zu Comuna 13:
    In Kolumbien herrschte lange Zeit Krieg zwischen der Regierung und den Guerilla. Um genau zu sein bis 2016 als dann endlich ein Friedensvertrag von beiden Seiten unterschrieben wurde. Dieser Gruppierungen machten kein Halt vor niemandem, daher flohen bzw. wurden viele Leute aus ihren ländlichen Regionen des Landes vertrieben - und gingen eben nach Medellín. Dort hatten die Menschen zwei Optionen - entweder obdachlos zu sein oder sich ein Haus in die Berge Medellins zu bauen. Auf die einfachste Art und Weise passierte dies, Backstein auf Backstein und nicht großartig von außen gestrichen, da aufgepasst: die Regierung sieht Häuser erst als bezugsfertige/komplette Häuser, sobald diese komplett verputzt und gestrichen sind 😂 dadurch können sich die Kolumbianer ein paar Pesos sparen 🦊
    Zurück zum Thema. Die Lage der Comuna 13 war noch dazu eine besondere. Geografisch gesehen, war dieses Viertel das Nächste zur Küste und zu Panama. Zudem hatte man am obersten Ende des Viertels einen Pfad der direkt zur Küstenregion des Landes führt und konnte darüber eben auch den Waffen-, und Drogenhandel regieren. Durch die extreme Steigung in dem Viertel war es eben auch für die Polizei unmöglich dort hin vorzudringen und das machte das Viertel für die Guerillas noch attraktiver, sie konnten quasi ungestört ihren Handel treiben. Sobald man bemerkte, dass Polizei oder später eben Militär am Fuß des Viertels stand wurde das Feuer eröffnet.

    Soweit zur Einordnung.
    Wir machten uns also auf den Weg, erstmal mit dem Bus ein ganzes Stück den Berg hinauf. Oben angekommen bekamen wir dann erste Informationen zur Lage und Historie.
    Wie oben bereits geschildert, war es ein Gefühl von Spannung und Grausamkeit.
    Wir gingen weiter zu unserem ersten Halt, der bunten Treppe. Diese Treppe wird alle 3 Jahre durch die Bewohner dort einmal in den Nationalfarben des Landes gestrichen.
    Weiter durch die kleinen Straßen und Gassen wurden wir immer wieder von faszinierender Streetart beeindruckt. Viele der Bilder werden in einem ein,- oder Mehrjahresturnus überstrichen um anderen Künstlern eben auch die Chance zu geben sich zu zeigen.
    Alle Bilder haben eine Message dahinter: einige davon könnt ihr in den Medien sehen 😍

    Insgesamt 24 Militäroperationen wurden in diesem Viertel bis 2002 gefahren.
    Die blutreichste und mit bekannteste ist vermutlich die letzte „Operation Orion“ am 16. Oktober 2002. Bei diesem Angriff des Militärs wurden erstmals Hubschrauber eingesetzt. Mit Panzern stand man am Fuß des Berges um nach oben zu feuern. Das Grausame, das Militär wurde bei der Operation nach Anzahl der getroffenen Guerilla Mitgliedern bezahlt, deswegen schossen sie leider wirklich auf alles: auf Freund und Feind… drei Tage lang. Dabei kamen etliche unschuldige Zivilsten - Männer, Frauen und Kinder ums Leben 🕊️😢
    Die Regierung hatte nie Zahlen zu den Opfern veröffentlich sagte unser Guide, aber zusätzlich zu den öffentlich hingerichteten Unschuldigen, vermute man, dass es über alle Operationen hinweg ca. 350 Menschen verschwunden sind, die zum großen Teil dann im naheliegenden Steinbruch verscharrt wurden.
    Auch er verlor bei dieser Operation einen Onkel mit 29 Jahren und seine Cousine mit gerade einmal 9 Jahren…

    Wir fuhren am Ende der Tour natürlich noch mit den Rolltreppen der Stadt. Um das Viertel nach all den Gräueltaten wieder etwas attraktiver zu machen und den Bewohnern was zu bieten, bot die Regierung über eine Umfrage den Bewohnern folgende Optionen an: entweder eine Seilbahn, ein Krankenhaus oder eben die besagte Rolltreppe - welche die meisten Stimmen erhalten hatte 😅
    Ein „MustDo“ wenn man schon mal dort sei. Unser Weg nach unten führte noch an einer sehr leckeren Eisdiele vorbei und über einen kleinen Hinterhof mit Straßenständen.

    Der nächste Tag startete verregnet, also beschlossen wir noch ein wenig Zeit im Hostel zu verbringen bis wir uns dann mittags auf den Weg zur lang ersehnten Boulderhalle machten. Da wir nicht schon wieder nur Tram fahren wollten sondern auch etwas von der Stadt sehen wollten beschlossen wir einen Spaziergang dorthin zu machen. Zugegebenermaßen war das nicht die schönste Route, aber so bekamen wir einen Eindruck 😊
    An der Halle angekommen staunten wir nicht schlecht, wie unterschiedlich Bouldern sein kann 😅 die Hallenhöhe überschritt kaum 2 Meter und die Routen waren super anspruchsvoll! Dennoch hatten wir unseren Spaß dort und gingen nach zwei Stunden auspowern wieder in Richtung Tram.
    Auf dem Weg dorthin erlebten wir, was Fußball für die Kolumbianer bedeutet. Kolumbien spielte gegen Costa Rica und schoss gerade das 2:0, als wir uns einen Burger am Straßenrand holten.
    Mindestens genau so feierten sie auch den dritten Treffer 🙌🏽

    Am nächsten Morgen hatten wir auch wieder genug von Großstadt und checkten aus. Wir machten uns auf den Weg zum Terminal del Norte um in einen Bus nach Guatapé zu steigen.
    Mehr davon gibt’s dann im nächsten Beitrag 😉🫶🏽
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  • Guatapé

    Jun 29–Jul 1, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem uns Medellín genug war ging es für uns wieder weiter in ein kleineres, aber keinesfalls weniger touristisches Städtchen.

    Etwas mehr als zwei Stunden ging die Fahrt. Es bot sich ein komplett anderes Bild von Kolumbien als dass was wir seither hatten. Bezaubernde kleine Dörfchen inmitten von Tälern mit Fincas, die schöner und größer kaum hätten sein können.

    Angekommen in Guatapé sattelten wir die Rucksäcke. Gerade als wir uns auf den Weg zum Hostel machen wollte fing es an, wie aus Eimern zu regnen 😅 also Regencapes drüber und los.

    Angekommen am “Lake-View-Hostel” fragten wir uns wo denn der Lake war 🤔 den Bildern nach auf der Hostelseite gab es mal einen Teil des Sees direkt vorm Hostel, dieser muss aber aus irgendeinem Grund gewichen sein, leider.

    Nach dem Check In machten wir uns auf zu einem Restaurant um noch die zweite Halbzeit des Achtelfinales zu schauen. Und natürlich um ein Menu del Dia zu schießen mit einer Suppe als Vorspeise, Hauptspeise mit Hähnchen, Reis und Bohnen plus zwei leckeren Ananassäften - für schlappe 6,50€ pro Person. Das ist hier einfach zuuuu gut 😍
    Wir schlenderten noch etwas durch die Stadt und gingen früh schlafen, da am nächsten Morgen eine kleine Wanderung auf dem Programm stand.
    Also klingelte am nächsten Morgen der Wecker wirklich früh um den Touristenmassen am Ziel aus dem Weg zu gehen.
    Nach einer Stunde waren wir am Ziel - Piedra del Peñol. Dort angekommen erwarteten uns dann die 700 - ja Siebenhundert Stufen um nach oben zu gelangen. Das Wetter hatte mittlerweile aufgeklart und wir konnten uns auf ein wunderschönes Panorama auf dem Plateau freuen.

    In Rekordverdächtigen 10 Minuten oder anderes gesagt mit 1,17 Stufen pro Sekunde stiegen wir die Treppen nach oben. Dort mussten wir dann erst einmal kurz durchschnaufen 😂 wurden aber dann mit dem Postkartenmotiv der Landschaft belohnt.

    Nachdem wir ausgiebig Bilder gemacht hatten, machten wir uns allmählich auf den Rückweg.
    Am Nachmittag gingen wir noch etwas durch die Stadt und bummelten von Laden zu Laden.
    Neben dem Dorfplatz war ein kleines bestuhltes Festzelt aufgebaut, bei dem wir uns entschieden zu essen.
    Veranstalter war die örtliche Kirchengemeinde. Wir bestellten mal wieder ein Menu del Dia, jedoch wollten wir uns das teilen da wir noch nicht so wirklich Hunger hatten, es aber dennoch probieren wollten.
    Es war zu süß, unser Teller kam einfach mit der doppelten Anzahl an Wurst und frittierten Bananen, da die Bedienung gecheckt hat, dass wir uns das Essen teilen wollten. Zu dem Menu gab es ein Getränk dazu, eine Art Limonade - richtig erfrischend. Mit dem vollbeladenen Teller und dem einen Getränk in der Hand wollten wir schon zum Tisch laufen, als uns die eine Frau hinterherrief und uns einen zweiten Becher Limo in die Hand drückte 🥹🫶🏽

    Der nächste Tag war unser Abreisetag.
    Wir frühstückten entspannt und machten noch eine kurze Runde Sport - das ist auch nötig bei diesem ganzen leckeren Essen hier 😂
    Gegen 15:30 Uhr wollten wir mit dem Bus zurück nach Medellín fahren.
    Wir kamen an der Bushaltestelle an und der Bus war geraaaade am losfahren.
    Kurzerhand durften wir noch einsteigen. Leider waren alle Sitzplätze belegt, somit durfte Lisa auf einer Ablage vor Fahrer und Beifahrer sitzen und Manu auf der Stufe in der hintersten Reihe. Naja, bequem ist anders aber dafür waren wir an Board 👌🏻
    Die Fahrt war in Ordnung und wir kamen nach 3 Stunden an. Kurz nochmal Geld auf unsere Metrokarte geladen fuhren wir an das Busterminal, wo uns der Nachtbus nach Salento erwartet.
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  • Salento - zwischen Palmen & Kaffee

    Jul 2–7, 2024 in Colombia ⋅ ☀️ 22 °C

    Hola chicos 🫶🏽

    Nachdem wir fünf Stunden lang am Busterminal in Medellin Zeit totschlagen mussten, kam endlich unser Nachtbus nach Armenia.
    Freunde es war mal wieder eine Abenteuerfahrt.
    Man hätte meinen können, dass des Busfahrers Hauptberuf Rennfahrer ist und er Personenbeförderung nur aus Spaß nebenher macht.
    Es ging über enge Bergstraßen und kleine Dörfer, in denen Tempo 50 erlaubt war - naja wir hatten zwischenzeitlich mal 85 km/h Innerorts drauf 😨
    Dank dieser rasanten Fahrweise kamen wir auch noch überpünktlich - um 4:20 anstatt 5:00Uhr in Armenia an. Von dort aus fuhr das erste Collectivo aber erst ab 5:15… übermüdet, leicht fertig aber trotzdem happy dass wir es (fast) geschafft hatten schleppten wir uns zum Minibus.

    Um kurz nach 6:00Uhr kamen wir bei leichtem Nieselregen in Salento an - finally!
    Unsere Unterkünfte hatten wir gesplittet: 2 Nächte in einem kleineren Hostel mit Privatzimmer und 3 Nächte in einem 8 Bett Schlafsaal in einem der beliebtesten Hostels um etwas socializing zu betreiben.

    Die erste Unterkunft hatte laut Buchung eine 24/7 Rezeption - denkste 😆 wir standen vor einer großen Türe die abgeschlossen war…
    Wir standen wie bestellt und nicht abgeholt, bepackt mit unserem Hab&Gut vor dem Hostel und klopften an der Türe. Es war totenstill und das einzige was schon munter war, waren unsere 5 Hunde die uns vom Dorfplatz aus folgten.
    Diese Rabauken bellten alles und Jeden an der vorbeilief oder fuhr. Beinahe hätte eine Frau einen der Hunde überfahren, als dieser urplötzlich aufsprang und in ihr Motorrad sprang.

    Als es allmählich in Richtung 7:00Uhr ging, liefen wir in Richtung eines Cafés, wo wir dann auch leckere süße Stückchen und frischen Kaffee bekamen. Zudem konnten wir uns etwas darin aufwärmen. Anschließend wagten wir den nächsten Anlauf um Einzuchecken. Wir kamen ins Hostel! Allerdings nur, da glücklicherweise eine Familie gerade auf dem Weg nach draußen war. Also gingen wir die Treppen hinauf zur Rezeption, wo keine Menschenseele war 😂
    Irgendwann gehen halb 9 trudelte dann der Besitzer ein und machte erstmal große Augen und fragte, wie wir denn reingekommen seien… sprachlos dachten wir uns unseren Teil als er uns erklärte, dass das Zimmer so gegen 11:00Uhr fertig sei.

    Wir gingen also etwas die Stadt erkunden und bummelten durch gefühlt alle Läden. Ansonsten rissen wir an diesem Tag keine Bäume mehr aus.

    Am nächste Tag klingelte der Wecker wieder früh, da wir den erste Willy (Jeep) ins Cocora-Valley nehmen wollten. Das Wetter war bedeckt und wirklich frisch 😅 aber egal, die anderen Tage sollten noch regnerischer werden.
    Nach einer halben Stunde Fahrt waren wir am Parkplatz des berühmten Tales angekommen und es ging auch direkt los. Der Weg führte an einem Fluss entlang und danach in den Dschungel. Immer weiter auf matschigen Wanderwegen ging es am Fluss entlang und tiefer und tiefer ins Gebüsch. Wir querten noch fünf Hängebrücken und bis wir schlussendlich an einer Gabelung standen. Wir wussten dass wir links herum gehen müssten um den Rundweg zu gehen. Rechts herum sollte noch ein Aussichtspunkt sein, doch leider hatten wir keine Karte und keinen Empfang um zu schauen wie weit das wirklich entfernt ist. Wir gingen also erstmals in Richtung Aussichtspunkt. Nach 15 Minuten kamen wir an ein Schild, welches eine 4 Tageswanderung zu einem Gletscher mit 5000m Höhe auswies. Als wir das lasen, beschlossen wir doch wieder umzudrehen und den normalen Rundgang fortzusetzen. Der Weg war steil und matschig und nach 35 min kamen wir an einer kleinen Berghütte vorbei - dem höchsten Punkt der Wanderung auf 2860m. Von dort aus ging dann ein richtig breiter Feldweg weiter in Richtung der sagenumwobenen Riesenpalmen.
    Diese erreichten wir dann auch nach gut einer Stunde. Der Anblick war faszinierend! Wie diese dünnen Palmen dort stehen und bis zu 60m hoch werden können 😍
    Insgesamt verbrachten wir dort gute fünf Stunden und machten etliche Bilder.
    Absolutes Highlight für Lisa waren die Pferde am Ende, welche extra Streicheleinheiten bekamen 😌

    Spaß beiseite, das Highlight war die Heimfahrt. Wieso? Seht selbst in unserem Video 🙌🏽

    Am Donnerstag gingen wir es ganz entspannt an, da es den ganzen Tag über regnete - Gott sei Dank ist bald Ende der Regenzeit!
    Wir lernten unsere Roommates kennen und saßen noch bis tief in die Nacht zusammen 🍻🍷

    Am Freitag war das Wetter nicht sonderlich besser, das war uns aber auch egal da wir erst noch Deutschland anfeuern wollten. Nach Abpfiff waren wir gefühlt 10 Jahre gealtert, was ein Spiel 🥹 im direkten Anschluss gingen wir mit einigen aus dem Hostel los in Richtung des Dorfplatzes um uns ein Transportticket zur Kaffeefarm zu kaufen. Die Tickets für die Kaffeefarm hatten wir im Hostel bereits bekommen.
    Also stieg unsere Gruppe vom Vorabend gemeinsam in den Willy und los ging die Fahrt. Etwas verwirrend war, dass der Mann am Schalter meinte dass die Straße gesperrt sei, und man dann halt 1km laufen müsste. War uns egal, die Regenjacken müssen ja auch mal getestet werden.
    Nach ungelogen 5 Minuten Fahrt hielt unser Fahrer an und sagte, wir müssten von hier aus laufen.. ein Witz! Wir kamen uns etwas verarscht vor 😂🤔
    Gut, das half alles nicht also gingen wir los, waren ja scheinbar nur 1km. Nach 20 Minuten laufen waren wir uns nicht mehr sicher, ob dass hier Sinn machte - es war bereits nach 14:30 und die Farm hatte nur bis 16:00Uhr offen.
    Super war dann auch, dass wir mit unseren weißen Schuhen und beiger Hose über einen Ölteppich auf der Straße laufen mussten… tja, die Schuhe waren einmal weiß 😨
    Nach weiteren 10 Minuten kam auf einmal ein Ruf von hinten, ein weiterer Fahrer wartet dort auf uns an dem wir aber schon vorbeigegangen waren. Dieser brachte uns dann erfolgreich zur Farm. Mit dem Fußmarsch wären wir in 100 kalten Wintern nicht angekommen.

    Auf der Farm angekommen ging es auch direkt los. Wir bekamen Poncho, Farmhüte und einen kleinen Korb um unsere selbstgepflückten Kaffeebohnen zu sammeln angelegt und dann liefen wir durch die Plantage.
    Während der Tour bekamen wir Infos über den Anbau der Kaffeebäume (Lisa durfte sogar einen pflanzen 🥰), die Instandhaltung der Farm, den Prozess von der rohen Bohne bis zur gerösteten Bohne, welche verschiedenen Arten es gibt und noch vieles mehr. Die Tour war wirklich ihr Geld wert. Nachdem wir einmal durch die Plantage gelaufen waren, gabs noch einen kleinen Snack und eine erfrischende Limo.
    Anschließend wurde uns erklärt, wie man richtig Kaffee macht. Sagen wir mal so, das hat nichts mit dem Kaffeeprozess normaler Maschinen zu tun 😅

    Eine kurze Zusammenfassung auf was man so achten sollte:

    Erst einmal ist es wichtig welchen Kaffee man kauft: an guten Arabica Kaffee gibt es 3 verschiedene Arten die Bohnen vorzubereiten:
    1. Traditionelle/ Waschmethode: dabei wird die Bohne geschält und in Wasser für 10-15 Stunden eingelegt -> das ist der bitterste Kaffee
    2. Honigmethode: die Bohnen werden geschält aber der schleimige Part wird an der Bohne gelassen -> hinterlässt einen Honig/Karamelligen Geschmack
    3. Natürliche Methode: besteht auf 80-120h Fermentation -> hinterlässt einen roten Beeren/ Rotwein Geschmack

    Es gibt dazu drei verschiedene Röstgrade auf die man beim Kauf auch achten sollte:
    1 Bohne: leichte Röstung
    2 Bohnen: mittlere Röstung
    3 Bohnen: starke Röstung, sehr dunkle Bohnen, wird für keine der oben genannten Premium Bohnen verwendet, weil es den schlechten Eigengeschmack von schlechteren (z.B. grünen) Bohnen überdeckt.

    Bei der Auswahl der Bohnen kommt es sehr auf den eigenen Geschmack an. Wir durften leider nur den traditionellen bei der Tour probieren, aber an allen drei riechen und würden gerne vor allem den natürlichen probieren.

    Beim Kaffee aufbrühen (nicht mit 100Grad warmen Wasser, sondern 88-94Grad) ist es wichtig, den richtigen Mahlgrad für die entsprechende Aufbereitung zu wählen. Beim Filtern sollte der Kaffee nicht länger als 3-5min durchlaufen und sowohl die Kanne als auch die Tassen mit warmen Wasser vorgewärmt werden, da der große Temperaturunterschied sonst auch zu einer ungewollten Geschmacksveränderung führt.

    Ein Kaffeetasting lässt sich im Prinzip mit einem Weintasting vergleichen, die Farbe und Konsistenz wird begutachtet und dann mit kleinen Schlücken und Zungebewegungen erschmeckt.

    Ihr seht, es ist eine Kunst für sich, die wir dann nächstes Jahr ausführlich Zuhause testen werden und euch dann zum Kaffeetasting einladen.

    Gegen 18:30 Uhr waren wir wieder in Salento und gingen noch gemütlich etwas schlemmen.

    Am Samstag war das erste Mal seit wir in Salento sind gutes Wetter, also beschlossen wir uns auf den Weg zu machen um ein paar Wasserfälle zu suchen. Diese fanden wir auch nach einem gemütlichen Spaziergang etwas außerhalb des Dorfes. Auf dem Rückweg bummelten wir noch ein wenig durch die Läden und kaufen ein paar Souvenirs 😉 abends kochten wir nach Knoblauchspaghetti mit Shrimps, was seeeeeehr lecker war 🤤

    Sonntag hieß es dann für uns Sachen packen und ab zum Bus. Wir ziehen weiter in Richtung Süden, genauer gesagt in die Tatacoa Wüste 🌵☀️
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  • Tatacoa Wüste ☀️🌵

    Jul 7–10, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 31 °C

    Hola Zusammen,

    Von Salento aus mussten wir mit dem Colectivo nach Armenia um dort in unseren Bus nach Neiva umzusteigen.
    Der Bus sollte um 11:15 Uhr losfahren und um 18 Uhr in Neiva ankommen, aber was wäre das für eine langweilige Geschichte.
    Wir saßen also da und warteten auf den Bus, der dann mit etwas über einer Stunde Verspätung endlich eintraf. Wir stiegen ein und unterhielten uns mit unseren Sitznachbarn: 2 Deutsche und Marie und Tim aus Frankreich.
    Es wurde immer wärmer und der Bus stand immer noch am Busbahnhof. Irgendwann hörten wir von unten Geräusche, die danach klangen als würden sie etwas am Bus reparieren. Nach nochmal etwa einer Stunde fingen die Mitreisenden an sich zu beschweren und erreichten, dass wir aus dem Bus aussteigen durften und ein Ersatzbus geordert wurde.
    Um 14:45 fuhren wir dann endlich los, doch leider mit der nächsten bösen Überraschung. Der direkte Weg zwischen Armenia und Ibagué sei gesperrt und wir müssten einen "kleinen" Umweg nehmen. Geschlagene 12:30h dauerte unsere Busfahrt nun und wir erreichten Neiva um 4:15 Uhr morgens. Wir konnten unser Hostel in Neiva zum Glück noch stornieren und haben die Zeit bis zum ersten Bus (5 Uhr) nach Villavieja am Bahnhof überbrückt.
    Mit dem kleinen Linienbus ging es dann nach Villavieja und um 6:15 Uhr sind wir in unserem Hostel angekommen. Unser Zimmer war zwar fertig, aber check-in erst um 15 Uhr, also ließen wir unser Gepäck an der Rezeption und machten es uns auf der Dachterasse gemütlich. Gegen 9 Uhr machten wir und dann auf den Weg zu einem süßen kleinen Café. Dort angekommen, gab es leckere Shakes und Waffeln und ganz viele Katzen 😍
    Den restlichen Tag verbrachten wir entspannt im Hostel inklusive Pool. Zu unserer Überraschung kamen auch Tim und Marie in dem Hostel unter.

    Am nächsten Tag wollten wir die Rote und Graue Wüste erkunden. Da die Tuktuk-Preise deutlich höher als erwartet waren und es morgens schön bewölkt war, liehen wir kurzerhand Fahrräder im Hostel für 6 Stunden aus und radelten die 15 Km bis zur grauen Wüste. Laut Google Maps sollte der Weg ziemlich eben bzw. abfällig dorthin sein. Merke Dir: Don’t trust google in those places 🥲
    Der Weg war extrem hügelig und dass alles bei entspannten 32 Grad - joa da kommt man dann doch ganz gut ins schwitzen 😅
    Dort angekommen machten wir eine kleine Wanderung, die mit 1,9 km und 2 Stunden angegeben war?! Nach nichtmal 30 min erreichten wir die Schwimmbecken, der letzte Stopp der Rundwanderung. Woher kommen die 2 Stunden Zeitangabe?
    Nach einer kurzen Trinkpause machten wir uns auf den Rückweg und radelten zurück zur roten Wüste. Auch hier machten wir einen Wanderstopp, jedoch war es mittlerweile Mittagszeit und genau die Zeit, die man zum Wandern meiden sollte. Wir stiegen trotzdem hinab in das Labyrinth und liefen in eine Hitzewand. Nach gut 45 min durch die Wüste erreichten wir wieder den Ausgang. Nun hieß es nur noch die letzten km zurückradeln, leider komplett in der Sonne und mit einigen Höhenmetern.
    Gut erschöpft, aber glücklich über die Radtour kamen wir gegen 14:30 im Hostel wieder an und machten uns mit Marie und einem Kanadier einen gemütlichen Nachmittag am Pool.
    Abends gingen wir mit Tim und Marie lecker essen und wollten im Anschluss nochmal in die Wüste fahren, um dort ins Observatorium zu gehen und Sterne zu schauen. Leider war es komplett bewölkt, sodass wir entschieden, dass wir uns das Geld sparen. Alternativ verbrachten wir zu viert den Abend auf der Dachterasse und spielten Spiele.

    Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder Rucksäcke packen und zurück nach Neiva um von dort den Bus nach Bogotá zu nehmen.
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  • Bogotá und Ciao Colombia 🇨🇴

    Jul 10–15, 2024 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Ein letztes mal: Hallo aus Kolumbien!

    Zurück in Neiva machten wir eine interessante Erfahrung: bisher hatten wir alle Langstreckentickets über die App Redbus gekauft, da die Tickets hier deutlich reduziert sind. Da wir aber nicht wussten wann wir in Neiva ankommen würden, entschieden wir kein Ticket vorab zu kaufen und gingen in Neiva an den Schalter. Als wir der Dame den Preis bei Redbus zeigten, verkaufte sie uns die Tickets zum gleichen reduzierten Preis, jedoch nur solange wir bar zahlten.
    Das machten wir und buchten den nächsten Bus um 11:30 Uhr, der ein Direktbus ohne Zwischenstopps war und zudem unser erster und einziger Doppeldeckerbus in Kolumbien 🥳
    Der Bus kam relativ pünktlich, fuhr aber leider auch erst eine Stunde später los... so ist das hier in Kolumbien 🙃

    Angekommen in Bogotá mussten wir noch ein Taxi zu unserem Airbnb bekommen, was gar nicht so einfach war. Kolumbien spielte an diesem Abend das Halbfinale und es herrschte wahrlich Ausnahmezustand.
    Manu ging zu mehreren Taxen und wurde abgewiesen mit der Begründung, es sei zu weit. Nach einer Stunde (!) fand Lisa dann über die App iDrive (ähnlich wie Uber) einen Fahrer - Halleluja!

    Angekommen in unserer Wohnung! Für die nächsten 5 Tage kochten wir nur noch.
    Am nächsten Tag starteten wir gemütlich in den Tag und gingen los Richtung Innenstadt. Auf dem Weg kamen wir am Militärmuseum vorbei, da der Eintritt kostenlos war, sind wir kurz durchgelaufen. Manu war deutlich faszinierter als Lisa 😅
    Im Anschluss sind wir in "das Highlight" von Bogotá gegangen, das Goldmuseum. Pro Person zahlt man ca 1,15€ Eintritt und hat 4 Stockwerke voll Infos. Ehrlich gesagt hatten wir uns etwas mehr erhofft, da doch irgendwie weniger zur Geschichte erzählt wird als gedacht. Naja da wir schon mal da waren, haben wir uns aber natürlich auch alle Stockwerke angeschaut. Wie wir einen Tag später bei unserer Freewalkingtour erfahren, dauert der durchschnittliche Besuch des Goldmuseums ca 4 Stunden - wir waren immerhin 1,5 Stunden da 😂
    Nach dieser spannenden Tour liefen wir noch Richtung Mall inklusive Decathlon. Dort besorgten wir eine zweite Stirnlampe und ein UV Shirt.
    Zurück zur Unterkunft wollten wir den Bus nehmen. Da wir bisher keine Bahnkarte hatten und der Busfahrer unser Bargeld nicht annehmen wollte, durften wir so mitfahren. Ehrlich sagt war das aber auch voll in Ordnung. Laut Schild durften in diesem winzigen Bus 24 Leute sitzen und 20 stehen. Es wäre nicht übertrieben wenn wir behaupten, dass dort mindestens 40 Leute, inkl. uns standen.
    Tag 2 in Bogotá war Lisas Highlight: es ging wieder zum Bouldern. Sie hatte sämtlichen Hallen vorher genau inspiziert und eine Halle gefunden, die dem System in Deutschland am nächsten kam 😍 und wenn man vor 14:30 ankommt, spart man sogar am Eintritt. Als Schwaben machten wir uns also morgens direkt zu Fuß auf den Weg.
    Dort blieben wir ca 3 Stunden und unterhielten uns zwischendurch mit einem super netten Kolumbianer, der uns ein paar Tipps gab.
    Auf dem Heimweg sind wir noch durch unseren Stadteil "La Candelaria" gelaufen und haben Batches für unsere Rucksäcke besorgt.
    Am Samstag wollten wir eigentlich morgens auf den Monserrate wandern, jedoch regnete es und war auf dem Berg nebelig. Dementsprechend machten wir uns einen gemütlichen Morgen und versuchten unser Glück mit den Waschmaschinen im Keller. Dank einer netten Bewohnerin aus dem Haus, die uns mit ihrem Account die Waschmaschine anmachte (natürlich haben wir ihr das Geld in Bar gegeben) konnten wir diese endlich starten - vieles läuft in Kolumbien suuuper unkompliziert, dass jedoch war der Horror 😀
    Da die Waschmaschine natürlich nicht auch noch Trockner ist, gestalteten wir kurzerhand unsere Wohnung zum Trocknungsplatz um. Um 14 Uhr startete dann noch unsere 3 Stündige Freewalkingtour durch La Candelaria. Dabei erfuhren wir, dass wir den Monserrate besser nicht Sonntags besteigen sollten, da an diesen Tagen bis zu 3500 Menschen pro Stunde auf dem Wanderweg sind.. tja blöd, wir hatten uns das für Sonntag vorgenommen 🙃
    Fest entschlossen starteten wir also um 6:45 Uhr und kamen um 8 Uhr morgens auf dem 3170m hohen Kirch,- und Hausberg an 🥳
    Dort oben war es ganz schön frisch und voller Menschen. Aber dafür war der Ausblick wirklich wunderbar! Nach einer Besichtigung der Kirche und einer Runde auf dem Berg machten wir uns durchgefroren an den Abstieg. Dabei kamen uns immer noch mehr Menschenmassen entgegen. Zurück in der Unterkunft verbrachten wir den restlichen Vormittag und Mittag mit Essen, Heimattelefonaten, dem EM-Finale und dem Buchen unseres Ausreisefluges von den Galapagos Inseln, da man den bei der Einreise schon nachweisen muss. Am Abend fand dann das Copa America Finale statt und da Kolumbien im Finale stand, wollten wir das auf jeden Fall anschauen. Also trafen wir uns in einer Bar mit Marie und Tim - die beiden sind heute auch angereist - und aßen Tapas, tranken Bier und schauten das Finale. Leider startete das Finale mit 80 Minuten Verspätung. Damit noch nicht genug gab's zur Halbzeit noch eine Show mit Shakira und damit wurde die Pause auch mal schnell auf 30 Minuten verlängert. Das Spiel ging in die Verlängerung und leider schoss Argentinien kurz vor Ende dann doch noch das 1:0 und wurde damit Copa America Meister.
    Der nächste Tag war unser Abreisetag, doch direkt morgens sahen wir schon, dass unser Flug auf 23 Uhr nachhintenverlegt wurde. Nach dem Check-out machten wir uns auf den Weg zur Mall, Lisa wollte nochmal in den Decathlon und wir brauchten noch Zahnpasta und Manu Duschgel und Rasierklingen. Ganz deutsch wie wir sind, holten wir uns bei Ikea (der auch in der Mall ist) ein Hotdog Menü 😂
    Nachmittags liefen wir noch kurz zu einem der vielen DHL Express Shops in der Stadt, da leider Gottes unsere Insta360 Action Cam erblindet ist… die Kamera ist keine 4 Monate alt 😡
    Nach langem hin und her mit dem Support bekamen wir die Anweisung die Kamera zur Reparatur nach Hong-Kong zu schicken.
    Am Paketshop verklickerte uns der Mitarbeiter, dass wir doch bitte direkt ans Luftfrachtzentrum von DHL gehen sollen und dass dort dann verschicken.
    Also gut, wir mussten ja eh an den Flughafen und dann konnten wir noch die Kamera dort verschicken. Um kurz nach 18:00Uhr verließen wir das Luftfrachtzentrum und unsere Kamera ging nicht wie geplant nach Hong-Kong, sondern zu Lisas Papa, der das (für uns Dankenswerterweise) nun weiter übernimmt.

    Von dort aus ging es für uns dann zum Abflugsterminal. Da wir ja aber eine kleine Verspätung hatten, bleib noch genügend Zeit um noch etwas zu essen.
    Ach was wäre ein Abschluss des Kolumbienteils ohne „richtige“ Verzögerung?
    Wir saßen relativ früh an unserem Terminal.
    Irgendwann wurden die Menschen immer weniger und die Abflugzeit rückte näher - mittlerweile 0:25 🥹
    Lisa ging zu einer Anzeigetafel um nochmal zu checken ob sich nichts geändert hat. Jup, siehe da haben die kurzerhand das Gate geändert und wir mussten einmal 5 Minuten zum neuen Gate laufen. Dort wurden auch schon die ersten Leute geboardet.
    Der Flug war leicht turbulent aber wir sind wohlbehalten in Ecuador zwischengelandet.
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  • Ecuador: Willkommen auf den Galapagos!

    Jul 15–24, 2024 in Ecuador ⋅ ☀️ 23 °C

    (English version below)

    Wir sind auf den Galapagos-Inseln 🙌🏽

    Mit ein paar Minütchen Verspätung kamen wir letzten Endes in Guayaquil an. Es war mitten in der Nacht. Übermüdet stiegen wir aus dem Flieger aus und gingen in Richtung Ausgang.
    Die Schlange für die Einreise war riiiiesig, also hieß es durchhalten und abwarten. 30 Minuten später waren wir dran und bekamen unser Visum für Ecuador 🥳

    Offiziell eingereist gingen wir also weiter in Richtung Gepäckausgabe… leider wurde das Gepäck nicht automatisch weiter verladen - was uns aber irgendwie gelegen kam da wir dann schon eine Art Kopfkissen/Unterlagen für die Flughafennacht hatten 😅

    Mittlerweile war es 3:00 Uhr nachts und wir versuchten ein Auge zuzudrücken. Lisa gelang das mal wieder ohne Probleme, währenddessen Manu wach war.
    Wir mussten bis 6:00 Uhr warten, dann sollte der Schalter für die Galapagos Inseln aufmachen.
    Dort muss jeder Tourist der die Galapagos-Inseln besuchen möchte eine Art Touristenkarte kaufen. Zudem wird das Gepäck nochmals gesondert gecheckt.
    Mit der Karte in der Hand und durchgechecktem Gepäck gingen wir dann auch schon in Richtung Gates. Um kurz nach 11 starteten wir dann 🥳

    Am Flughafen in San Cristóbal gelandet stiegen wir aus und gingen direkten Weges ins Flughafengebäude. Ankunft und Abflug ist quasi ein Gebäude. Dort mussten wir dann die in Guayaquil gekaufte Permit vorzeigen.
    Allerdings kurz davor gingen wir in Richtung Toiletten - der Grund war nicht die biologische Pause sondern wir mussten noch alle unseren mitgebrachten Kräcker, Kekse und sonstigen Leckereien entsorgen, da man solches nicht einführen darf 🥲
    Na gut, alles entsorgt und mit der Permit in der Hand ging es dann durch die Warteschlange.
    Am Schalter darf man dann nochmals 100$ abdrücken, einfach nur dafür dass man nun im Nationalpark ist. Spaß: das Geld wird für nachhaltige Investitionen genutzt 😉

    Unsere erste Unterkunft war ein AirBnB, dass wir in 10 Minuten Fußweg erreichten. Es gibt nur eine Straße die vom Flughafen wegführt, also super easy!
    Dort angekommen konnten wir auch direkt einchecken, unseren Kram ablegen und dann direkt in Badehose und Bikini ab zum Strand.

    Auf dem Weg dorthin sahen wir schon unsere ersten Tiere: Seelöwen, Leguane und jeeede Menge Krabben.
    Diese Seelöwen lagen allerdings an einem abgesperrten Strandabschnitt mitten in der Stadt. Es war einfach nur faszinierend! Nach unzähligen Fotos gingen wir weiter Richtung Playa Mann.
    Dort sollten wir noch mehr von unseren neuen Freunden sehen - der Strand war übersäht mit Robben. Und mittendrin lagen wir ☺️

    Das ist das normalste von der Welt für die Robben hier - und da wir das nun soooo oft gefragt wurden: nein die Robben sind nicht gefährlich, wenn man sich benimmt und genug Abstand hält (~2m).
    Der Tag verflog im nichts, da wir auch noch einiges an Schlaf aufzuholen hatten 😅

    Am nächsten Tag hieß es dann für uns auschecken, nochmal ein wenig an den Strand und gegen Mittag ab zu unserer Volunteer Family. Dort angekommen lernte wir Tim&Crystal kennen und ihre drei Mädels Everly, Ally und Kaiya. Wir werden die nächsten vier Wochen hier Freiwilligen Arbeit machen. Unsere Aufgaben sind: die Mädels beim Homeschooling unterstützen, zu ihren Hobbys begleiten, rumtollen und abends für uns alle ein ausgiebiges Essen zaubern 🥰

    Nachdem wir die Familie kennengelernt hatten bekamen wir auch unseren „Arbeitsplan“.
    Jeden Tag bis auf Mittwoch und Sonntag haben wir ab 13:00 Uhr quasi Schicht. Dann geht es bis ca. 15:00Uhr ans Homeschooling und Hausaufgaben erledigen. Von 15:00 bis ca. 15:45/16:00Uhr haben wir dann quasi Auspowerphase, wo die Mädels nicht müde werden irgendwas zu spielen. Im Anschluss gehen beide entweder selber mit dem Rad zum Tanzen & Tennis oder einer von uns bringt sie dorthin. Ab dann wird ist die kleinste im Normalfall auch schon wach und wir starten parallel mit den Vorbereitungen fürs Essen.
    Planmäßig wollten wir immer so gegen 18:00Uhr Abendessen, das hat seither nur so semioptimal funktioniert 😅 meistens wurde es 18:45/19:00Uhr.

    An unseren freien Vormittagen versuchen wir den Tag immer früh zu starten und direkt mit einem Workout zu beginnen - was uns seither auch jeden Tag gelungen ist 🙌🏽
    Danach gibt es meistens ein kleinen Snack und wir vertrieben uns die Zeit mit lesen, informieren oder bummeln bis unsere Schicht beginnt.

    An unserem ersten freien Tag haben wir direkt eine kleine Wanderung zu einem nahegelegenen Strand gemacht. Auf dem Hinweg entdeckten wir auch ein paar Schildkröten vom Wanderweg aus. Zudem haben wir einen der vielen Schnorchelspots entdeckt, an dem man mit Seelöwen schnorcheln kann 😍

    Nach den zwei Stunden wandern (natürlich in FlipFlops) kamen wir am Playa Baquerizo an.
    Wir fanden einen wunderschönen karibischen Strand vor an dem, wie immer, Seelöwen lagen und sich dieses mal auch große Leguane dort sonnten.
    Als der Tag sich dem Ende neigte spottete Manu noch verdächtig nach Schildkrötenköpfe aussehende Dinge aus dem Wasser auf,- und abtauchen. Und in der Tat waren bestimmt ohne zu übertreiben 10 Schildkröten vor uns im Wasser auf Nahrungssuche.
    So schade dass wir kein Zeug zum Schnorcheln dabei hatten. Das bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass wir deeeefinitv nochmals dort vorbeischauen werden mit 🤿😉

    An unserem zweiten freien Tag beschlossen wir uns auf den Weg zum Playa Loberia zu machen.
    Davor machten wir noch halt bei zwei Tauchschulen die uns Tim empfohlen hatte. Wir wollen unbedingt mit Hammerhaien tauchen 😍
    Nachdem wir die Divecenters abgeklappert hatten führte der Weg entlang der einzigen Hauptstraße bis zur Abzweigung. Mittlerweile war es verregnet, aber wir waren guter Dinge dass es aufreißen könnte.
    Nach gut einer halben Stunde waren wir am Strand angekommen und es war immer noch verregnet & windig. Trotzdem waren suuuuper viele Menschen dort am Schnorcheln. Na ratet was wir nicht dabei hatten 😂
    Wie suchten uns vergebens ein windstilles Örtchen… wir hielten zwei-drei Stunden durch und brachen danach den Strandtag ab, es war zuuu ungemütlich und windig.
    Zurück im Ort füllten wir unsere Wasserflaschen wieder auf und es riss tatsächlich auf ☀️
    Also gingen wir wieder an unseren Hausstrand und ließen den Abend dann entspannt bei einer leckeren Pizzeria ums Eck ausklingen 😍 (mit den besten Cooooookies!)

    Die erste Woche ging für uns also vorbei wie im Handumdrehen. Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen werden 🙌🏽

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    🇬🇧
    We are on the Galapagos Islands 🙌🏽

    We finally arrived in Guayaquil a few minutes late. It was the middle of the night. Exhausted, we got off the plane and headed for the exit.
    The queue for immigration was huge, so we had to hold on and wait. 30 minutes later it was our turn and we got our visa for Ecuador 🥳

    Once we had officially entered the country, we continued towards the baggage claim area... unfortunately, the baggage wasn't loaded automatically - which was kind of convenient as we already had a kind of pillow/documents for the night at the airport 😅

    By now it was 3:00 a.m. and we tried to turn a blind eye. Lisa once again managed to do this without any problems, while Manu was awake.
    We had to wait until 6:00 a.m., when the counter for the Galapagos Islands was due to open.
    Every tourist who wants to visit the Galapagos Islands has to buy a kind of tourist card there. Luggage is also checked again separately.
    With the card in hand and our luggage checked through, we headed towards the gates. We took off shortly after 11 🥳

    When we landed at San Cristóbal airport, we got off the plane and went straight into the airport building. Arrivals and departures are practically one building. There we had to show the permit we had bought in Guayaquil.
    However, shortly before that we went to the toilets - the reason was not the biological break but we had to dispose of all the crackers, cookies and other treats we had brought with us, as you are not allowed to bring them in 🥲
    All right, everything disposed of and with the permit in hand we went through the queue.
    At the counter you have to pay another 100$, just for being in the national park. Fun: the money is used for sustainable investments 😉

    Our first accommodation was an AirBnB, which we reached in 10 minutes on foot. There is only one road leading away from the airport, so it was super easy!
    Once we arrived, we were able to check in straight away, drop off our stuff and then head straight to the beach in our swimming trunks and bikinis.

    On the way there we saw our first animals: sea lions, iguanas and lots of crabs.
    However, these sea lions were on a cordoned-off section of beach in the middle of the city. It was simply fascinating! After taking countless photos, we continued on towards Playa Mann.
    There we were to see even more of our new friends - the beach was littered with seals. And we were right in the middle of it ☺️

    This is the most normal thing in the world for the seals here - and since we've been asked this soooo often: no, the seals are not dangerous if you behave and keep enough distance (~2m).
    The day flew by, as we still had some sleep to catch up on 😅

    The next day it was time for us to check out, go to the beach again for a while and headed to our volunteer family around midday. Once there, we met Tim & Crystal and their three girls Everly, Ally and Kaiya. We will be volunteering here for the next four weeks. Our tasks are: supporting the girls with homeschooling, accompanying them to their hobbies, playing around and cooking a delicious meal for all of us in the evening 🥰

    After we got to know the family, we were also given our "work schedule".
    Every day except Wednesday and Sunday, we have a shift from 13:00. Then we homeschool and do our homework until around 3pm. From 15:00 to approx. 15:45/16:00 we then have a kind of power-out phase where the girls don't get tired of playing anything. Afterwards, they either go to dance and tennis on their own or one of us takes them there. From then on, the little one is usually already awake and we start preparing dinner at the same time.
    According to plan, we always wanted to have dinner around 6pm, but that has only worked semi-optimally since then 😅 it's usually been 6:45/19:00pm.

    On our mornings off, we always try to start the day early and get straight into a workout - which we've managed to do every day since then 🙌🏽
    Afterwards, we usually have a small snack and pass the time reading, catching up on information or strolling around until our shift starts.

    On our first day off, we went on a short hike to a nearby beach. On the way there, we spotted a few turtles from the hiking trail. We also discovered one of the many snorkeling spots where you can snorkel with sea lions 😍

    After two hours of hiking (in flip-flops, of course), we arrived at Playa Baquerizo.
    We found a beautiful Caribbean beach where, as always, sea lions were lying and this time large iguanas were also sunbathing there.
    As the day drew to a close, Manu spotted what looked suspiciously like turtle heads coming up and out of the water. And indeed, without exaggerating, there were probably 10 turtles in the water ahead of us looking for food.
    Too bad we didn't have any snorkeling gear with us. Conversely, however, this also means that we will deeeefinitely be visiting there again 🤿😉

    On our second day off, we decided to make our way to Playa Loberia.
    Before that, we stopped off at two diving schools that Tim had recommended to us. We really want to dive with hammerhead sharks 😍
    After we had checked out the dive centers, the path led us along the only main road to the junction. By now it was raining, but we were in good spirits that it might clear up.

    After about half an hour we arrived at the beach and it was still rainy and windy. Despite this, there were lots of people snorkeling. Guess what we didn't have with us 😂

    We searched in vain for a windless spot... we lasted two or three hours and then broke off the beach day, it was too uncomfortable and windy.

    Back in town, we refilled our water bottles and it actually started to blow ☀️
    So we went back to our local beach and then ended the evening relaxing at a delicious pizzeria around the corner 😍 (with the best cooooookies!)

    So the first week went by for us in the blink of an eye. Let's see what the next few days will bring 🙌🏽
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  • San Cristóbal Erkundungstour

    Jul 24–31, 2024 in Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Hola aus San Cristóbal,

    Da das Wetter morgens sehr nieselig und windig war, machten wir keine großen Ausflüge und unsere Tage bis Sonntag hin waren mehr oder weniger gleich: morgens Workouts, einen kurzen Snack und dann ab zur Familie.
    Homeschooling mit den Kids, eine halbe Stunde austoben und dann langsam aber sicher mal schauen, was wir denn so alles fürs Abendessen vorbereiten müssen. Seither haben wir es geschafft sehr unterschiedlich und vielseitig zu kochen & backen. Von Fisch&Garnelen über Spagetti Bolo bis hin zu einem (gut, eher missglücktem) Butter Chicken war alles dabei.
    Merke: Salsa de Tomate ist hier keine Tomatensoße sondern Ketchup. Und für unser Butter Chicken brauchten wir 2 Cups Tomatensoße - was dann in unserem Fall halt 2 Cups Ketchup wurde 😂 Ups, passiert halt 😉

    Am Samstag mussten wir auch wieder erst später anfangen zu arbeiten und wollten den Vormittag/ Mittag nutzen um Schnorcheln zu gehen. Tatsächlich hatten wir auf dem Weg dorthin Glück und haben unseren ersten Blue-footed Booby ganz aus der Nähe gesichtet: aber seht selbst in den Bildern/ Videos.

    Am Schnorchelspot angekommen war auch schon einiges an Betrieb. Viele Menschen und dazwischen natürlich unsere Robbenfreunde. Wir suchten uns noch ein kleines Plätzchen um unsere Handtücher auszubreiten und dann waren wir auch schon motiviert ins Wasser zu gehen. Naja - wir dachten nicht, dass das Wasser sooooooo kalt sei 😅
    Nach einer kurzen Aklimatisierungsphase waren wir dann also im Wasser. Wir schnorchelten an den Felsen der Bucht entlang und sahen direkt mehrere Schildkröten die gemütlich am Boden in aller Ruhe gegrast haben. Zwischendurch kamen auch ab und an Robben verbeigepfiffen und schauten neugierig was wir da so treiben 🥰
    Auf Hinweis einer anderen Schnorchlerin sahen wir dann noch einen kleineren Rochen, der halb unter Sand bedeckt schlief.
    Dann war es allerdings auch schon wieder genug, sodass wir aus dem Wasser gingen und uns erst einmal in die Sonne legen mussten.
    Für eine zweite Schnorchelsession war es uns dann tatsächlich zu kalt 🥶

    Sonntag kam der nächste komplett freie Tag. Das Wetter schien gut zu sein um einen kleinen Ausflug nach Puerto Chino zu machen. Klein ist in diesem Fall möglicherweise der falsche Begriff:
    25 Kilometer und 700 Höhenmeter einfach. Mit dem Fahrrad. Gut, wir hatten den Tag nur das geplant also stiegen wir auf die Sattel und traten in die Pedale. Kurze Anmerkung, wir fragten Tim&Chrys ob das schonmal jemand vor uns tat. Die Antwort war: Seitdem wir hier wohnen, hat das ein Volunteerpaar vor euch gemacht. Aber es ist wahnsinnig hart, denn es geht NUR bergauf und ihr müsst ein seeeeeehr gutes Fitnesslevel haben.
    Wir also: Challenge accepted.

    Was Chrys gesagt hatte schlug schnell in die Wahrheit um. Es ging wirklich nur stumpf den Berg hinauf - irgendwie logisch auf einer Vulkaninsel 🤯
    Die Strecke zog sich und zog sich. Nach e45 Minuten erreichten wir dann El Progresso, das erste kleine Dorf auf unserer Etappe. Aus dem Dorfkern kam ein lautes Geschrei und es schien, als dass dort irgendetwas los sei. Da wir eh durch das Dörfchen fahren mussten kamen wir zwangsläufig an dem Event vorbei.
    Ein Fußballstadion, dass mit Leuten auf der Tribüne und Stadionsprecher die beiden duellierenden Teams anfeuerte. Es schien uns, als sei dies DAS Event am Sonntag auf der ganzen Insel! Wir blieben kurz und schauten uns um und fuhren dann weiter. Das Dorf verlassen, ging es auch schon wieder steil bergauf.
    Ganz cool war, dass wir auf dem Weg noch frische Maracujas fanden die wir kurzerhand aufgepickt hatten und direkt gegessen - meeega lecker 😍
    Nach diesem klitzekleinen Snack ging alles noch vielleicht 20 Minuten weiterhin gut. Bis dann Manu irgendwann zu Lisa meinte: irgendwie fühlt sich mein Fahrrad schwammig an?!
    Gut, es war nichts zu sehen als wir abstiegen und das Rad betrachteten, also fuhr Lisa voraus.
    Ja… nach ein paar mal treten hatte Manu dann sein linkes Pedal verloren 😂 Das war der Grund, wieso es sich so schwammig anfühlte.
    Wir versuchten irgendwie diese Schraube wieder zu fixieren, vergebens. Mittlerweile hatte auch eine Taxifahrerin angehalten und hatte uns angeboten die offizielle Tour mit ihr abzufahren. 4 Stunden und 80$ - Danke, aber nein Danke 🙂‍↔️
    Nun, da wir selbstverständlich keinerlei Werkzeug dabei hatten (und die Räder eine Woche davor noch gewartet wurden?!) bleib uns also nichts anderes übrig, als den Weg zurück und bergab zu fahren… Ausflug gescheitert?!

    Nach einem kurzen Stück kamen wir an einem Haus vorbei. Dort stand ein Motorrad vor dem offenen Gartentor - also versuchte Manu mal sein Glück. Im Garten selber war ein Mann, der gerade damit beschäftigt war seinen überreifen Orangen vom Baum zu schlagen - diese bot er uns auch direkt zum mitnehmen an 🥰
    Nachdem Manu dem Mann das Pedal gezeigt hatte und versucht mit Händen und Füßen sich zu verständigen, schaute der Mann nach seinem Werkzeugkanister. Naja, erkläre mal jemandem auf Spanisch dass du einen 6-Kant Schlüssel brauchst um dein abgefallenes Pedal wieder zu montieren 😂
    Natürlich hatte er kein passendes Werkzeug zuhause, dennoch aber versuchten wir mit Zange und Schraubendreher die lose Schraube irgendwie zu fixieren. Das klappte so semioptimal, dennoch teste Manu kurz, ob das Pedal hält. Aber dieses verabschiedete sich direkt wieder aus der Halterung..
    Von dem Haus bis nach El Progresso waren es keine 5 Minuten mehr und wir fuhren also notgedrungen weiter bergabwärts.
    Gott sei Dank war dieses Fußballturnier dort und gefühlt die halbe Insel dort vertreten! Das war unser nächster Plan. Vor Ort fragten und zeigten wir den Einheimischen unser Problem und in der Tat hatte jemand ein Imbussset im Auto - Halleluja!

    Also fixten wir das gebrochene Pedal und es hielt. Über eine Stunde (und 2 km Bergfahrt) hatte uns das nun gekostet und es war bereits Mittag. Aber wir wollten auch nicht abbrechen und wieder zurückfahren, also gab es eine Planänderung: nach El Junco. Das ist quasi der höchste Punkt bis nach Puerto Chino und von dort aus geht es dann nochmal ca. 9 Kilometer weiter bergab.
    Leute es war ein Kraftakt. Gegen 13:30 Uhr erreichten wir den Vulkan, der in seinem Krater einen Süßwassersee hat. Wir gingen eine Runde um den See und dann zurück zu unseren Bikes.
    Da der Tag durch diesen kleinen Zwischenfall schon etwas fortgeschrittener war, beschlossen wir wieder heimzufahren und an einem anderen freien Tag die Tour zu wiederholen - hoffentlich dann ohne Verluste 🙏

    Die Abfahrt war natürlich easy und dauerte nur 40 min. Google Maps hatte gemeint, die Abfahrt dauert 1:30?!
    Also hatten wir noch ein wenig Zeit um uns an den Strand zu legen und den Abend ausklingen zu lassen.

    Die nächsten zwei Tage waren wieder Arbeitstage und Mittwoch war der nächste freie Tag. Wir starteten den Tag entspannt mit einem Workout und holten uns dann eine leckere heiße Schoki und süße Stücke und machten uns damit ganz gemütlich auf den Weg zu unserem Hausstrand Playa Mann. Tageserfolg: Lisa hat ein komplettes Buch an dem Tag gelesen 🤣

    Für den kommenden Sonntag haben wir unseren Tauchgang zum Kickers Rock gebucht, worauf wir sehr hinfiebern 😍

    // English version:

    Hola from San Cristóbal,

    As the weather was very drizzly and windy in the morning, we didn't go on any big excursions and our days until Sunday were more or less the same: workouts in the morning, a quick snack and then off to the family.
    Homeschooling with the kids, letting off steam for half an hour and then slowly but surely seeing what we needed to prepare for dinner. Since then, we have managed to cook and bake very differently and in many different ways. From fish & prawns to spaghetti bolo to a (well, rather unsuccessful) butter chicken, everything was included.
    Note: Salsa de Tomate is not tomato sauce here, but ketchup. And for our butter chicken we needed 2 cups of tomato sauce - which in our case turned out to be 2 cups of ketchup 😂 Oops, it happens 😉

    On Saturday we had to start work later again and wanted to use the morning/lunch to go snorkeling. We were actually lucky on the way there and spotted our first blue-footed booby up close: but see for yourself in the pictures/videos.

    When we arrived at the snorkeling spot, it was already quite busy. Lots of people and, of course, our seal friends in between. We looked for a little spot to spread out our towels and then we were already motivated to go into the water. Well - we didn't think the water was sooooooo cold 😅
    After a short acclimatization phase, we were in the water.We snorkeled along the rocks of the bay and saw several turtles grazing peacefully on the bottom. From time to time, seals came whistling by and looked curiously at what we were doing 🥰
    Following a tip from another snorkeler, we saw a smaller ray sleeping half-covered under the sand.
    By then, however, it was already enough, so we got out of the water and had to lie down in the sun.
    It was actually too cold for a second snorkeling session 🥶

    Sunday was the next completely free day. The weather seemed to be good for a short trip to Puerto Chino. Small is probably the wrong term in this case:
    25 kilometers and 700 vertical meters easy. By bike. Well, that's all we had planned for the day, so we got on our bikes and started pedaling. Quick note, we asked Tim&Chrys if anyone had done this before us. The answer was: Since we've lived here, a couple of volunteers have done it before you. But it's incredibly tough, because it's ONLY uphill and you have to have a very good fitness level.
    So we accepted the challenge.

    What Chrys had said quickly turned into the truth. It was really just a blunt climb up the mountain - somehow logical on a volcanic island 🤯
    The route dragged on and on. After 45 minutes, we reached El Progresso, the first small village on our stage. From the center of the village and it seemed as if something was going on there. As we had to cycle through the village anyway, we inevitably passed the event.
    A soccer stadium with people in the stands and a stadium announcer cheering on the two dueling teams. It seemed to us that this was THE Sunday event on the whole island! We stayed for a while to look around and then drove on. Once we left the village, the road climbed steeply again.
    It was really cool that we found some fresh passion fruit on the way, which we quickly picked up and ate straight away - mega delicious 😍
    After this tiny snack, everything went well for another 20 minutes or so. Until Manu said to Lisa at some point: somehow my bike feels spongy?
    Well, there was nothing to see when we got off and looked at the bike, so Lisa rode ahead.
    Yes... after pedaling a few times, Manu had lost his left pedal 😂 That was the reason why it felt so spongy.
    We tried somehow to fix this screw again, but in vain. In the meantime, a cab driver had stopped and offered to take us on the official tour with her. 4 hours and 80$ - thanks, but no thanks 🙂‍↔️
    Well, as we obviously didn't have any tools with us (and the bikes had been serviced the week before?!) so we had no choice but to ride back the way we came and downhill... trip a failure?!

    After a short distance we passed a house. There was a motorcycle parked in front of the open garden gate - so Manu tried his luck. In the garden itself was a man who was busy knocking his overripe oranges off the tree - he offered them to us to take away 🥰
    After Manu had shown the man the pedal and tried to communicate with his hands and feet, the man looked for his tool canister. Well, explain to someone in Spanish that you need a hex key to put your pedal back on if it has fallen off 😂
    Of course, he didn't have a suitable tool at home, but we tried to fix the loose screw somehow with pliers and a screwdriver. It worked semi-optimally, but Manu still briefly tested whether the pedal would hold. But it came right out of the bracket again.
    It was less than 5 minutes from the house to El Progresso, so we were forced to continue downhill.
    Thank goodness the soccer tournament was there and it felt like half the island was there! That was our next plan. On the spot, we asked the locals and showed them our problem and indeed, someone had a set of Allen keys in the car - hallelujah!

    So we fixed the broken pedal and it held. It had now cost us over an hour (and 2 km uphill) and it was already lunchtime. But we didn't want to break off and ride back, so we changed our plans: to El Junco. This is basically the highest point up to Puerto Chino and from there it's another 9 kilometers downhill.
    Guys, it was a feat of strength. We reached the volcano, which has a freshwater lake in its crater, at around 13:30. We went for a walk around the lake and then back to our bikes.
    As the day was already a little more advanced due to this little incident, we decided to return home and repeat the tour on another day off - hopefully without any losses 🙏

    The descent was of course easy and only took 40 minutes. Google Maps had said that the descent would take 1:30?
    So we still had a little time to lie on the beach and let the evening fade away.

    The next two days were working days again and Wednesday was the next day off. We started the day with a relaxed workout and then grabbed a delicious hot chocolate and some sweets and made our way to our local beach, Playa Mann. Success of the day: Lisa read an entire book that day 🤣

    We have booked our dive to Kickers Rock for the coming Sunday, which we are really looking forward to 😍
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  • Tauchen am Kickers Rock

    Aug 1–4, 2024 in Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Nachdem der Donnerstag und Freitag unspektakulär verliefen, war unser Samstag wieder ein kurzer Arbeitstag. Also machten wir uns Morgens auf den Weg zur Tauchschule, um Neo und Co auszusuchen. Dabei bekam Lisa sogar einen 7,5mm Neo, die dicksten die sie da haben. Zusätzlich bekamen wir Schuhe, Handschuhe und Hauben - das bedeutet es wird kalt! 😬
    Im Anschluss machten wir uns nochmal auf den Weg zu unserem Schnorchelspot. Diesmal sogar mit Neos, in der Hoffnung dann länger im Wasser auszuhalten.
    Tatsächlich war es etwas angenehmer und so zogen wir los um die Unterwasserwelt zu beobachten. Neben unzähligen Fischen, sahen wir wieder einige Schildkröten und ein paar Robben. Wobei eine auf uns spielerisch zugeschossen kam.

    Am Sonntag hieß es dann Wecker stellen und ab zum Tauchen!
    Ziel der Tauchgänge: Hammerhaie!

    Also klingelte unser Wecker um 6:30Uhr und wir frühstückten noch eine kleine Portion Müsli bevor wir das Haus verließen. Wir mussten lediglich zwei Minuten gehen und schon standen wir vor unserem Tauchshop. Wir waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen Taucher, doch das sollte sich noch ergänzen mit einem Schweizer Pärchen.
    Nach einem kurzen Kennenlernen ging es auch schon ab zum Steg, wo unser Wassertaxi und eine Gruppe von weiteren Tauchern und Schnorcheln auf uns wartete.
    Eine Holländerin schloss sich noch unserer Tauchgruppe an. Der Rest der Gruppe waren Taucher, die für ein Projekt Unterwasseraufnahmen benötigten. Diese Gruppe fragte auch am Anfang unserer Tour, ob es denn in Ordnung wäre, sollten wir im Schnitt vorkommen - was ein Traumjob 😍

    Nach einer kurzen Ansage der Crew ging es dann auch los zu unserem ersten Stop: eine kleine Bucht wo wir unseren Check-Dive durchführten. Dabei findet man heraus, wie viel Blei man benötigt um perfekt austariert zu sein. Also hieß es rein in die Neos und ab ins Wasser. Sagen wir mal so: wir waren heilfroh, dass unsere Neos 7 bzw. 7,5mm hatten!
    Das Wasser war klirrend kalt 🥶
    Nachdem alle Taucher ihr optimales Bleigewicht herausgefunden hatten fuhren wir weiter in Richtung des eigentlichen Ziels: Kickers Rock.

    45 Minuten dauerte unsere Überfahrt. Währenddessen hielt unser Dive Instructor das Briefing mit uns. Zwei Tauchgänge sollten es werden mit ca. 40-45 Minuten. Was ganz cool war, wir durften für den ersten Tauchgang mitentscheiden, was wir lieber sehen wollen. Man kann entweder durch eine Art Kanal zwischen den zwei großen Felsen tauchen oder man geht am Felsen außerhalb entlang, wo die Chance besteht auch schon beim ersten Tauchgang Hammerhaie zu spotten - kommt aber relativ selten vor. Aber egal! Damit war das für uns alle einvernehmlich entschieden 😂
    Der zweite Tauchgang ging dann über eine Art Plateau wo wir an einer Stelle ca. 10-15 Minuten verweilen würden, da dort unser Hammerhaie im Fluss der Strömung um die Felsformation schwimmen sollten.

    Perfekt, also fertig machen zum Abtauchen!

    Nachdem wir alle im Wasser waren gingen wir auch direkt runter. Schon an der Wasseroberfläche merkten wir, wie sehr uns die Strömung abtrieb. Unter Wasser war es dann etwas besser. Wir tauchten die Route wie besprochen ab und sahen unter anderem Schildkröten, jede Menge Fische jeglicher Art, Tunfische, einen Rochen und das Highlight: keine Hammerhaie 🥲 dafür aber noch einen Octopus aus allernächster Nähe, der sein Können demonstriere 🐙 somit endete der erste Tauchgang und wir gingen wieder an die Oberfläche.

    Nach einer Dreiviertelstunde Pause und einer kleinen Stärkung machten wir uns dann erneut fertig um ins eiskalte Wasser (17 Grad) zu springen. Dieses Mal nur zu viert, da unsere Holländerin Probleme mit den Ohren bekam 😕 also Equipment an und Zack rein da!
    Gefühlt war das Wasser so kalt 🤏🏽
    Aber diese Kälte wurde zunächst von zwei Meeresschildkröten und einer spielenden Robbe direkt vor und unter uns unbeachtet gelassen. Dann hieß es ab Richtung Plateau. Auf ca. 10 Meter Tiefe merkten wir dann wie eine eiskalte Strömung uns erwischte. Egal, wir haben eine Mission! Angekommen am Plateau auf 15 Metern Tiefe hieß es dann warten und in die Tiefen des Ozeans schauen.
    An uns schwamm gefühlt alles vorbei, bis auf unsere Hammerhaie 🥺
    Was wir aber dennoch sahen, war zum Beispiel wer die runden Löcher in die Steine Unterwasser hämmert 😂 kleine Seeigel fressen den Papageienfischen das Plankton weg. Diese Fische sind seeeeehr Revierbedacht, sodass sie es gegen alles und jeden verteidigen wollen. Unser Dive Instructor nahm also einen Seeigel um uns seine Spitzen zu demonstrieren und setzte ihn zurück an seinen Platz. Da kam aber schon der Fisch angeschwommen und wollte nicht mehr, dass der Seeigel hier zu Hause war. Und warf ihn kurzerhand einfach mehrmals aus der kleinen Einbuchtung 😂
    Dann kommen wir zum wirklichen Highlight des zweiten Tauchganges. Die Hammerhaie blieben uns an diesem Tag leider fern, aber so ist das nunmal in der freien Natur.
    Zu unseren absoluten Glück sahen wir dann noch einen Mola-Mola - oder besser bekannt als Mondfisch. Es ist super selten, dass man diese einzigartigen Tiere am Kickers Rock antrifft.
    Wenn man so eine Begegnung hat, ist es auch kurz egal wie Tief man tauchen darf - zumindest für Manu da er nur den Open Water Diver hat, womit er auf 18m darf. Der Mondfisch allerdings war auf schätzungsweise 23-25 Metern 🤷🏻‍♂️
    Nachdem wir das Tier kurze Zeit beobachtet hatten schwamm es auch schon so einzigartig wie es ausschaut davon 😍

    Zurück an der Oberfläche hieß es dann warm werden, da es wirklich trotz der Ausrüstung einfach verdammt kalt im Wasser war. Nach einem kurzen Mittagessen a Board ging es ab zu unserem letzten Stop. Das war ein abgelegener Strand mit türkis blauem Wasser und weißem Sand. Wir fuhren mit dem kleinen Beiboot, welches wir dabei hatten, vom Tauchboot aus zum Strand. Natürlich waren unsere Robbenfreunde wieder zahlreich vertreten. Wir spazierten eine Stunde am Strand entlang und schauten uns um. Danach ging es wieder mit dem Zodiac zurück zum Boot und ab zum Hafen.

    Alles in allem war es dennoch ein weiterer wunderbarer Tag auf unserer Reise und wir sind uns sicher, dass das nicht die letzte Gelegenheit gewesen ist um Hammerhaie zu sehen 🥰
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  • Isla Isabela Teil 1/2

    Aug 5–14, 2024 in Ecuador ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem wir wieder in den Alltag starteten waren die Tage nicht super ereignisreich.
    Highlight war mehr oder weniger der letzte Arbeitstag mit unserer Gastfamilie, wo wir uns dazu entschlossen hatten Linsen mit Spätzle zu kochen.
    Lisa stand einfach ca. 3h dafür in der Küche 🥹, da sie Spätzle für 7 von Hand schabte (mit einem zu kleinen Topf, einem Schneidebrett und Messer). Kurz vor Ende entstand dann noch das legendäre Video wo wir auf den Galapagos Linsen & Spätzle kochen und Peter Schilling Major Tom auf dem TV läuft 😂
    Das Resultat war sehenswert und bis auf die fehlenden Saitenwürstchen war das Rezept quasi Orginal. Dafür gab es eben Chorizos und Frankfurter Würstchen. Geschmeckt hat es dennoch allen.

    Am Abend hieß es für uns vorerst Abschied nehmen, da unsere Fähre nach Isla Isabela am nächsten Morgen um 7:00Uhr ging.
    Um nach Isabela zu kommen mussten wir zuerst auf die dazwischenliegende Insel Santa Cruz. Nach guten zwei Stunden waren wir angekommen. Der erste Eindruck war: Joa, San Cristobal war irgendwie gemütlicher 😅
    Nun denn, da wir 5-6 h Zeit hatten schlenderten wir etwas durch die doch sehr bewohnte und aufgeweckte Insel und uns verschlug es zuerst einmal in ein kleines Café wo wir frühstückten.
    Danach sprangen wir von Shop zu Shop um noch das ein oder andere Souvenir zu shoppen.

    Gegen 14:00Uhr ging es dann schlussendlich weiter mit der nächsten Fähre nach Isla Isabela. Da vor allem Lisa die erste Überfahrt etwas zugesetzt hatte waren wir also relativ früh am Steg um das erste Wassertaxi zu sichern. Damit dachten wir, hätten wir gute Chancen, dass wir gute Plätze - also relativ weit hinten ergattern könnten.
    Unser Plan mit den Plätzen ging auf 😎
    Unser Plan mit der Übelkeit fertig zu werden ging (für Lisa) nicht auf 🫠
    Ohne Fische gefüttert zu haben sind wir dann nach weiteren zwei Stunden auf Isla Isabela angekommen.

    Wir hatten uns vorab etwas informiert und wollten für den kommenden Tag, der auch Lisas Geburtstag war, eine Tour buchen.
    Wir hatten ebenfalls gelesen Touren frühzeitig und vorab zu buchen, da es passieren kann dass man keinen Platz mehr bekommt.
    Wir taten das (Gott sei Dank) nicht!
    Also gingen wir in Richtung unseres vorab festgelegten Reisebüros. Dort hatten wir geplant die Los Tuneles Tour zu buchen.

    Aufgepasst, Travel Advice Südamerika: Online war diese Tour eben dotiert mit 164 US-Dollars pro Person (autsch!). Dazu wären pro Tour 5,5% Kartengebühren gekommen wtf 😱
    Auf dem Weg zu dieser Agentur bekamen wir direkt das erste Angebot für die besagte Tour - für 95$! Wenn man also Zeit hat, lieber vor Ort nochmal nachfragen. Oftmals gibts auch Restplätze für etwas weniger Geld, wenn man etwas handelt 🤝

    Uns fiel quasi die Kinnlade runter und wir lehnten vorerst dankend ab und dachten uns, wenn die erste Agentur uns schon so kommt finden wir möglicherweise noch ein besseres Angebot?!
    Wir liefen also weiter die Hauptstraße in das Dorf hinein und wie es der Zufall wollte, fiel uns eine deutschsprachige Tauchschule ins Auge.
    Wir gingen rein und der Besitzer war super freundlich und sprach tatsächlich Deutsch 😅
    Eigentlich wollten wir uns nur erkundigen was denn ein Tauchtag kostet. Er meinte direkt, dass er uns wenn wir beides bei ihm buchen wollen einen guten Preis macht.
    Also Los Tuneles für 100$ und der Tauchtag pro Person 200$.
    Nachdem Manu ihm erzählte, dass Lisa morgen Geburtstag hat gabs noch ein kleinen Nachlass - fragen kostet ja bekanntlich nichts 😎🥰

    Somit gingen wir also dann mit 580$ weniger im Geldbeutel - aber trotzdem voller Vorfreude in unser Hostel.

    Am nächsten Tag gingen wir vor dem Frühstück noch zu einer Lagune, bei der wir Flamingos entdeckten 😍🦩
    Danach besorgten wir uns bei einer Bäckerei noch Frühstück und gingen los zur Tauchschule.
    Die Tauchschule brachte unsere Neos, Taucherbrillen usw. im Auto zum Hafen an dem wir dann ablegten.
    Nach einer halben Stunde erreichten wir das erste Ziel, einen alten Vulkan mitten im Ozean auf dem sich Robben und jede Menge Vogelarten befanden. Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir das eigentliche Ziel: Los Tuneles.
    Kurz zusammengefasst schnorchelt man unter Lavagestein hindurch wo es so allerlei zu entdecken gibt. Mit den Mangroven im Wasser und dem Vulkanpanorama im Hintergrund bietet sich dann wirklich ein einzigartiger Anblick der Natur. Durch die niedrige Wassertiefe ist das auch ein optimaler geschützter Pool für kleine Meeresbewohner.

    Wir spazierten erst eine Runde auf einer der kleinen Lavainseln und sahen von dort auch schon Baby Galapagoshaie, viiiieele Fische und riesige Schildkröten.
    Uns wurde in der Tat nicht zu viel versprochen.
    Im ersten Schnorchelgang sahen wir dann das eben Erwähnte unter Wasser.
    Nachdem wir eine halbe Stunde alles erkundet hatten ging es an einen 15 Minuten entfernten Spot.
    Also wieder volle Montur an und rein in das kaaaalte Wasser 😅

    Beim zweiten Schnorcheln sahen wir wieder riesige Schildkröten aus nächster Nähe, zu viele um sie zu zählen. Anderthalb Meter lange Weißspitzen Riffhaie lagen unter den Lavaformationen wenige Meter von uns entfernt und schliefen. Einige der Haie waren auch neugierig und schwammen zwischen uns hindurch 🦈
    Am Ende der Tour schnorchelten wir dann zu den Mangroven.
    Dort war das Wasser ziemlich seicht und wir sahen einfach kleine Seepferdchen und eine kleine Schule von Adlerrochen 🥹🥰😍
    Somit endete dann auch unsere Tour und wir machten uns auf den Rückweg, wo wir vorne auf unserem Boot die Premiumplätze bekamen 😍

    Kurz vor dem Hafen war auf einmal Aufregung da - PINGUINE 🐧😱😍
    Und Tatsache saßen in aller Ruhe vier Pinguine mit einem Blaufußtölpel ein paar wenige Meter von uns entfernt.
    Wir wussten und hatten gelesen, dass man mit ein wenig Glück Pinguine auf dieser Tour sehen konnte. Jedoch dachten wir eben in den Tuneles.
    Es sind die nördlichsten und zweitkleinsten Pinguine der Welt 🥹🥰🐧
    Als wir uns dann wirklich in Richtung Hafen aufmachten, schwamm unter uns dann nochmal eine Schule etwas größerer Adlerrochen vorbei.
    Wahnsinn, was für eine geile Tour! 🙌🏽

    Abends gingen wir dann noch gemütlich essen und waren bereits Feuer und Flamme für den kommenden Tag 🦈
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  • Isabela Teil 2/2 & Adios Ecuador 🇪🇨

    Aug 17–19, 2024, Südsee ⋅ ☁️ 21 °C

    Der heutige Tag begann dann sehr viel früher als der Gestrige. Aber was tut man nicht alles um die Hammerhaie zu suchen 😉 also standen wir um 7:00Uhr in der Tauchschule. Das allerdings erwies sich als etwas zu früh, da wir noch auf eine Familie aus Österreich warteten. Somit ging es eine gute Dreiviertelstunde später als geplant los.

    Unser erster Stop war Tintoreras. Eine kleine Lavainsel direkt am Hafen wo wir in einem Kanal gefühlt unendlich viele Weißspitzen Riffhaie sahen die gemütlich sich ausruhten.
    Nach einem kurzen Spaziergang fuhren wir dann weiter in Richtung Isla Tortuga. Die Fahrt dorthin war rau und die See war relativ unruhig. Angekommen im Schutz der alten Vulkaninsel war es etwas besser. Mittlerweile war es aber auch allerhöchste Eisenbahn um ins Wasser zu kommen.

    Ein kurzes Briefing und dann waren wir bereit mit den beiden erwachsenen Österreichern abzutauchen. Deren beiden Kinder sollten in der Zwischenzeit mit einem anderen Guide schnorcheln.

    Das Abtauchen klappt problemlos und die Sicht war super! Dann tauchten wir entlang des Riffs, wo allmählich die Sicht etwas trüber wurde. Unterwegs sahen wir Schildkröten, Seesterne, die Weißspitzen Riffhaie und viele bunte Fische.

    DANN ENDLICH!
    Unser Dive Instructor hob beide Hände, geballt zu einer Faust an die Schläfen und zeigte danach eine Richtung. Das Zeichen für einen Hammerhai und eben aus welcher Richtung kommend.

    Und so war es auch 🥰🦈 der Hai war zwar ein gutes Stück entfernt, dennoch hatten wir ihn gut sehen können. Ca. 5 Minuten später bekamen wir erneut das Zeichen Hammerhai!
    Und wieder schwamm einer dieser prächtigen Tiere ein paar Meter unter uns vorbei und verschwand in der Tiefe des Ozeans. Bei diesem Anblick hätten wir uns am liebsten die Regulatoren aus dem Mund gerissen und Freudenschreie von uns gegeben. Gegen Ende bekamen wir sogar noch einen großen Galapagoshai zu sehen - Wahnsinn!

    Zurück an der Oberfläche bekamen wir das Grinsen leider sehr schnell aus dem Gesicht 😅 der Wellengang hatte zugenommen und es schwankte doch ganz ordentlich. Beide Kids waren schon a Board und hatten auch schon Fische gefüttert 🫠 zudem wurde es langsam echt frisch. Irgendwie schafften wir es die Übelkeit wegzuatmen, jedoch wollte keiner von uns Beiden das angebotene Mittagssandwich. Nach der Pause hieß es dann ein zweitens mal Abtauchen. Hierbei zeigten sich uns wieder Schildkröten, die Riffhaie, Thunfische und yeeeeees Hammerhaie - und wie 😍 es war einfach faszinierend soooo nahe diesen Tieren zu kommen und ihnen quasi in die Augen schauen zu können. Denn diesmal bekamen wir zwei aus nächster Nähe zu sehen.🦈

    Zurück an der Wasseroberfläche war es genau wie beim ersten Ausstieg. Ziemlich rau und unsere Mägen fuhren gefühlt Achterbahn.
    Nachdem der Skipper den Motor startete wurde es etwas besser (zumindest bei Manu 🥹).
    Bei der Einfahrt in den Hafen hielten wir erneut an dem gestrigen Spot mit den Pinguinen. Und auch heute hatten sie wieder Lust sich uns in ihrer ganzen Pracht zu zeigen 🐧🥰.

    Dann hatten wir endlich wieder Land unter den Füßen. Wir fuhren zurück in die Tauchschule, schrieben unsere Logbücher und beschlossen dann uns eine Runde am Strand auszuruhen. Das Wetter hatte sich von Nieselregen in Sonnenschein verwandelt. Am Strand schliefen wir auch ein ganze Weile bis wir schließlich vom wiederkehrenden Hunger gepeitscht nach Hause liefen.

    Am nächsten Morgen riss uns der Wecker um 4:45 aus den Betten, da wir um 5:00Uhr am Hafen sein mussten. Pünktlich fuhren wir von Isabela aus los und nach etwas mehr als zwei Stunden war die Fahrt (für Manu mehr für Lisa weniger 🤢) überstanden.
    Das Wetter war mal wieder komplett bescheiden 🥲 es nieselte durchgängig und daher beschlossen wir unsere Zeit in einem Café zu verbringen bis es einigermaßen trocken wurde.

    Tatsächlich hörte irgendwann der Regen auf und wir schlenderten noch etwas durch die Gegend und besorgten noch das ein oder andere. Unter anderem Tabletten gegen Seekrankheit, damit Lisa die zweite Überfahrt hoffentlich mitsamt Mageninhalt übersteht. Die Rückfahrt nach San Christobal war dann noch holpriger als die vorherige Fahrt, aber die Tabletten wirkten. Zurück bei unserer Gastfamilie sagten wir natürlich kurz hallo, bis wir dann im Anschluss aber direkt noch auf die Jagd nach Essen gegangen sind.

    Am nächsten Morgen packten wir dann seit langem mal wieder die Rucksäcke. Mittags kamen die Mädels nochmal um eine letzte Runde “Among Us” zu spielen. Als es dann Zeit war Abschied zu nehmen gingen wir ein letztes Mal zu Crys und Tim und sagten Dankeschön für alles 🙏🥰
    Natürlich war die Stimmung etwas getrübt und der Abschied war auch nicht so leicht 🥲

    Auf dem Weg zum Flughafen gingen wir noch ein letztes Mal ein Menu del Dia verhaften, bevor es in die Lüfte ging.
    Die Flüge waren pünktlich und die Ausreise klappte bestens, somit ist das Kapitel Ecuador - Galapagos abgeschlossen und wir reisen weiter nach Peru 🇵🇪🥰
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  • Willkommen in Peru - Lima 🇵🇪

    Aug 18–21, 2024 in Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Angekommen in Peru unserem dritten Land! 🇵🇪

    Hola aus der Hauptstadt Lima!
    Da es schon super spät war, ging’s für uns dann mit dem Uber zur Unterkunft. Schon bei der Fahrt bekamen wir einen ersten Eindruck, wie riesig diese Stadt ist.

    Im Hostel angekommen checkten wir ein und wollten eigentlich direkt schlafen gehen, da wir schon etwas gerädert waren. Diesen Plan machte unser amerikanischer Zimmerkollege zunichte, in dem er uns eine “Free Listening Tour” bis gegen 2:00Uhr nachts gab 😮‍💨

    Am nächsten Vormittag machten wir uns auf den Weg ein wenig durch die Stadt zu bummeln. Dabei liefen wir als erstes durch den Kennedy Park oder besser Katzenpark. Lisa war im Himmel 🥰 im kompletten Park laufen unzählige Katzen umher. Diese werden dort auch gefüttert und haben kleine Häuschen wo sie sich verstecken oder schlafen können.
    Nachdem ausgiebig gestreichelt wurde liefen wir leicht planlos durch die Stadt.
    Der Eindruck einer Millionenstadt wurde weiter gefestigt. Zu unserem Erstaunen fanden wir es extrem sicher?! Baugefühl halt 🤷🏻‍♂️
    Wir strandeten an einer Einkaufspassage direkt am Meer, wo wir weiter durchbummelten.
    Langsam aber sicher machte sich der Hunger breit und wir suchten uns ein nettes kleines lokales Restaurant. Den Tag über verbrachten wir damit etwas weiter zu planen und auszuruhen.
    Highlight des Abends: Inca Kola.
    Um euch ein Gefühl zu geben wie es schmeckt, macht die Augen zu und stellt euch vor ihr kaut Hubba Bubba Kaugummi oder das Kaugummieis von früher - und schmeißt dann noch ca. 10 Würfelzucker hinzu 😂

    Am nächsten Tag beschlossen wir auf eine Free Walking Tour zu gehen. Da unser Hostel diese auch anbot, war das quasi easy peasy 😎

    Die Tour startete nach südamerikanischer Zeit pünktlich, also eine halbe Stunde zu spät 😅 egal, wir haben ja Zeit 🙏
    Die Tour führte uns einmal in das Historische Zentrum Limas. Dort vorbei an allen wichtigen Plätzen, Museen und Kirchen bis zum Palast des Präsidenten bzw. der Präsidentin 🙌🏽
    Das erste mal in der Geschichte Perus hat eine Frau die Regierung und das wurde auch in unserer Tour mit Beifall belegt.
    Unser Guide war nicht allzu begeistert von ihr, jedoch war er das von den vorherigen auch nicht sonderlich.
    Die Amtsperiode eines Präsidenten geht in Peru eigentlich 5 Jahre. In den letzten 10 Jahren hatte Peru 7 Präsidenten - die meisten wurden wegen Korruption scheinbar angeprangert und sind daher schon früher zurückgetreten 😂
    Der nächste Satz unseres Guides war, dass die aktuelle Präsidentin vor ca. 3 Wochen in einem Interview ebenfalls auf Korruption verdächtigt wurde - perfekt eingereiht 😂😂

    Nach der Tour genossen wir noch etwas die Stadt und machten uns dann auf den Weg zurück. Schließlich hatten wir noch keinen Bus für den Abend gebucht und wir wollten weiterreisen.
    Also im Hostel kurz die App angeschmissen und den passenden Bus rausgesucht. Tja leider wollte die App uns keinen Bus buchen lassen, sodass wir beschlossen ans Busterminal zu fahren und vor Ort einfach zu buchen.

    Mit den Rucksäcken gingen wir in Richtung Busstation und als wir dort ankamen, traf uns der heilige Schlag 🫠 die Schlange war RIESIG! Wir waren voll beladen und quasi im Feierabendverkehr gefangen. Also beschlossen wir wieder mit dem Uber zu fahren - was sich allerdings als genau so schlimm herausstellte. Geschlagene 1:30h brauchten wir für die gerade einmal 30 Minutenstrecke.

    Egal, am Busterminal angekommen liefen wir zu 2,3 Schaltern und buchten dann gaaanz bequem und entspannt unseren Nachtbus nach Huaraz. Das Gute bei den Bussen hier in Peru ist, das jeder man jeden Sitz mindestens um 140 Grad nach hinten lehnen kann. Wenn man einen Ticken mehr bezahlt, sogar 160 Grad - was zum Schlafen super war 😴👍🏻
    Zudem gab es dann an Board noch Decken damit man bei der Fahrt nicht erfriert und ein kleines Lunchpaket 😍

    Pünktlich um 6:30Uhr morgens hatten wir die Bergstadt Huaraz erreicht - von Meereshöhe in Lima auf 3050 Meter über Null dort ⛰️☀️
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  • Willkommen in den Bergen Huaraz' 🇵🇪✨😍
    Ankunft in Huaraz morgens um 6:40Uhr auf 3050m ☀️Lisa hatte im Hostel mit "Alpa" einen neuen Freund gefundenWelcome to Peru 🇵🇪😍Auf dem Weg zum Mirador kamen wir an den klassischen Einheimischen "Häuschen" vorbeiBlick auf HuarazSonne & schneebedeckte Berge 😍Gehalten wird so allerlei Getier bei den Einheimischen 🦆🐖🪿Ausblick von 3400m

    Huaraz & Akklimatisierung Nr. 1

    Aug 22–23, 2024 in Peru ⋅ ⛅ 22 °C

    Nachdem wir pünktlichst morgens um kurz nach 6:00 Uhr ankamen, bekamen wir auf dem Weg ins Hostel bereits einen ersten Eindruck der Landschaft.
    Wir waren umgeben von riesigen Bergen und auf manch weiter entfernterem Berg lag sogar Schnee 😍 das erste Mal in unserem Leben, dass wir 6000er sehen ✨⛰️

    Angekommen im Hostel mussten wir natürlich warten bis der Schlafsaal bezugsfertig war, da es gerade einmal kurz nach 7:00Uhr war. Wir hatten beide leichte Kopfschmerzen, so dass wir uns erstmal ein Sofa suchten und etwas ausruhten. Leider war dort bereits morgens reger Betrieb von Wanderern die zu Tagestouren aufbrachen, was einen kleinen Powernap beinahe unmöglich gemacht hat.

    Nachdem wir gegen 10:00Uhr eingecheckt hatten beschlossen wir ein wenig die Stadt zu erkunden und im Optimalfall noch ein Café zu finden. Schnell bekamen wir einen Eindruck, dass sich hier wirklich alles um Bergsport dreht. So weit das Auge reicht gibt es Wanderequipment und ein Touranbieter neben dem Anderen. Wir fanden ein Café wo wir uns erstmal ein Cappuccino und Kuchen zum Frühstück einverleibten 🤤

    Der Tag zog sich und unsere Kopfschmerzen wurden von Stunde zu Stunde schwerer. Daher blieb nichts anderes übrig, als sich aufs Ohr zu hauen und etwas Schlaf nachholen - aber dieser Versuch blieb vergebens.
    Geplagt von den Kopfschmerzen gingen wir noch einkaufen, denn wir mussten ja noch irgendwas zu uns nehmen.
    Als wir abends wieder im Bett lagen, nahm Manu noch eine Aspirin und Lisa hielt es so aus.

    Am nächsten Morgen ging’s Manu blendend und Lisa hatte noch leichte Kopfschmerzen, welche im Rahmen waren.
    Also hies es los zur ersten Akklimatisierungswanderung.

    Warum Akklimatisieren?
    Auf dieser Höhe nimmt der Luftdruck ab, dadurch gibt es nicht mehr so viel Sauerstoff wie auf Meereslevel. Daher arbeitet der Körper auch anders. Man spürt jeden Schritt und man atmet automatisch unbewusst schneller. Der Körper muss sich langsam daran anpassen, weswegen man durch solche Wanderungen Schritt für Schritt die Höhe steigert. Damit vermeidet man die sogenannte akute Höhenkrankheit.

    Nun zur ersten Wanderung: diese stellte sich als ein eher kleiner Spaziergang heraus. Das Ziel war ein Aussichtspunkt nahe der Stadt, den wir innerhalb von zwei Stunden auch ohne größere Probleme erreichten.

    Damit waren wir das erste mal auf 3400m und vom Aussichtspunkt aus erstreckte sich ein Bergpanorama was sich sehen ließ 😍⛰️

    Abends kochten wir wieder und gingen bei Zeit ins Bett, denn am nächsten Tag sollte eine Wanderung auf 3700m das Ziel sein.
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  • Laguna Willcacocha here we go
    Unsere Kühe dürfen natürlich nicht fehlen 😄Auch hier oben gibt's eine Schule inkl. Fußballfeld - bei dem Ausblick macht's lernen doch Spaß 🥰Kleiner Esel wollte sich nicht streicheln lassen 🥺Empfangs Komitee war auch bereitWie beschrieben, reeeelativ unspektakulär 🫠Entspannt oben angekommen und erstmal den Ausblick wirken lassen ⛰️✨Fotoshooting mit Ausblick 🏔️⛰️✨Fotoshooting mit Ausblick 😂🏔️⛰️Jup, das war unsere einzige Möglichkeit herunter zu kommen...Jetzt oder nie 🤯🙏

    Wilcacocha 3680m & Fuego 🤯

    Aug 23–24, 2024 in Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Nachdem wir also am Tag davor problemlos auf 3400m waren ging es am heutigen Tag auf 3680m - zur Laguna Wilcacocha.

    Der Wecker klingelte früh, sodass wir noch frühstücken konnten und dann ab zum Collectivo. Die Fahrt dauerte gute 20 Minuten und dann waren wir an der Brücke die den Startpunkt der Wanderung markiert.

    Lisa hatte am Tag zuvor sich einen neuen Rucksack gekauft, da ihr geliebter Gymshark Rucksack kein Wanderrucksack mit Hüftgurt ist und das bei Tageswanderungen doch etwas unbequem sein kann. Also wanderten wir mit dem neuen Rucksack, gepackt mit Wasser und natürlich klassisch „German Vesper“ los.

    Der Weg wurde sehr schnell sehr steil. Dabei merkten wir dann doch, dass die Höhe einem zu schaffen machen kann. Je höher wir kamen desto langsamer wurden wir 🐌 aber egal, wir hatten ja Zeit.

    Nach ca. einer Stunde erreichten wir eine kleine weitläufige Siedlung in der gefühlt mehr Esel und Kühe unterwegs waren als Menschen 🤷🏻‍♂️ hinter der Siedlung ging der Weg etwas entspannter bergauf, bis zu den letzten ca. 30 Minuten - die haben sich gezogen und wollten nicht aufhören.

    Aber die Anstrengung war es allemal wert. Bei jedem Blick über die Schulter wurde das Bergpanorama größer und größer. Nach guten zwei Stunden war es dann soweit, wir waren an der Laguna Wilcacocha angekommen. Der Anblick um ehrlich zu sein, bescheiden 🫠😂
    Ein relativ unspektakulärer kleiner Tümpel mit ein paar Vögeln.

    Da es uns oben doch ganz gut ging und die Aussicht mehr oder weniger zufriedenstellend war beschlossen wir noch ein Stück weiter zur zweiten Lagune zu laufen.
    Eine halbe Stunde später waren wir auch dort angekommen und joa.. klassischer Griff ins Klo 😂 die Lagune war noch unanschaulicher als die vorherige, also gingen wir wieder zurück zur Laguna Wilcacocha um dort unser „German Vesper“ zu genießen 😍

    Der Ausblick war, abgesehen von der Lagune, atemberaubend 😍
    Nachdem wir gevespert hatten machten wir noch ein paar Bilder und trafen noch drei Schweizer mit denen wir uns kurz unterhielten.
    Dann ging es wieder an den Abstieg und der sollte es in sich haben.

    Das steile Stück am Anfang war in Ordnung, vorbei an der Bergsiedlung ebenfalls easy. Dann gingen wir einen anderen Weg hinunter, wo wir an ein paar Baumfällarbeiten vorbeikamen. Danach wurde der Weg etwas steiler über Geröll und vorbei an einzelnen Berghäusern.

    Und ab jetzt wurde es interessant. Auf einmal sahen wir ein paar abgebrannte Grasflächen, die aber irgendwie immer noch ein wenig loderten 🧐 ohne große Gedanken gingen wir weiter. Ein paar Meter weiter sahen wir dann ein kleines Stückchen Wald kokeln mit extrem viel Rauch. Manu meinte noch das schaue aus, als ob hier Waldrodung betrieben wird. Wobei Lisa schon widersprach und meinte, dass das eher unkontrolliert aussieht.
    Wir gingen weiter. Weiter vorbei an Stellen, die immer noch loderten und brannten. Uns wurde immer mulmiger…

    Als wir den Hauptwanderweg erreichten - der einzige wohlgemerkt der herab vom Berg führte (abgesehen von einer Straße, die aber oben im Dorf ganz anders lang fuhr) blieben wir wie erstarrt stehen.
    Bestimmt kennt ihr alle das Geräusch, wenn man mit einem Blasebalg ein Feuer anfächert. Und genau das passierte nun genau vor uns.
    Eine riesige Rauchwand, knisternd und immer näher kommend rollte auf uns zu.
    Man konnte buchstäblich im Sekundentakt sehen, wie der Waldbrand sich näherte. Erst standen wir wie angewurzelt da und wussten nicht was tun. Die Straße wieder hochzulaufen würde funktionieren, aber erstens wäre das erneut seeeeehr anstrengend und zweitens wussten wir nicht, wie schnell uns der Brand einholen würde 🤯

    Manu ging ein Stück die Straße hinunter um zu schauen wie die Chancen stehen dort vorbei zu kommen. Unser Glück war, dass der Brand auf der „richtigen“ Seite war, sodass es nur eine Option gab: Irgendwas vor den Mund halten um so wenig als möglich Rauch einzuatmen. Dann kurz abwarten bis der Wind abflacht und die Beine in die Hand und ab die Straße hinunter. Die Diastanz war überschaubar - vielleicht 50 Meter.

    Wir rannten los - beide mit T-Shirts vor dem Mund. Und erreichten das Ende des Weges wo keine Bäume mehr waren.
    In dem Moment als wir dort ankamen, blies der Wind erneut heftig, wir drehten uns um und dort wo wir vor fünf Sekunden noch waren schlug eine riesige Flamme über den Weg 😱

    Wir hatten auf jeden Fall nicht nur einen Schutzengel in diesem Moment 🙏

    10 Minuten später waren wir an der Straße angekommen und nahmen den nächsten Bus zurück nach Huaraz. Somit war dieser ereignisreiche Tag vorbei und wir wohlbehalten in unserem Bett.

    Die Ironie des Schicksals: Lisas Rucksack den sie neu gekauft hatte heißt Fuego, was auf deutsch übersetzt nichts anderes bedeutet als Feuer. Wenn dieser Rucksack mal nicht richtig eingeweiht wurde 😮‍💨
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  • Das Tagesziel
    Angekommen am Startpunkt und ab dafür 🥾Die Landschaft ist einfach traumhaft schön hier oben ⛰️✨Lisa in Action an der KletterpassageLisa war oben, dann durfte auch Manu hochDie Bemühungen waren es wert 😍Die Farbe des Bergsees kann man sich selbst durch die Bilder nur schlecht vorstellenDer abgebrochene Versuch weiter zu gehen 🫠Happy us 🥰 geschafft!

    Laguna Churup 4450m

    Aug 24–25, 2024 in Peru ⋅ ⛅ 10 °C

    Nach dem gestrigen Tag fühlten wir uns beide trotz Waldbrand relativ gut und entschieden daher eine weitere Tageswanderung zu unternehmen. Das Ziel: Laguna Churup auf 4450m über dem Meeresspiegel - Wow 🤩

    Also packten wir morgens unsere Sachen und selbstverständlich „The German Vesper“ und gingen in Richtung des Sammelpunktes vom Collectivo. Auf dem Weg dorthin wurden wir von diesem quasi aufgesammelt und zum eigentlichen Sammelpunkt gebracht 👏🏽
    Dort angekommen durften wir erst einmal noch zahlen und anschließend nochmal ein paar Minuten warten - denn Halbvoll ist nur eben nur halbes Geld verdient 🤷🏻‍♂️
    Nach gut 30 Minuten warten ging es dann endlich los. Nebenbei, Abfahrt geplant 8:40Uhr, losgekommen 9:15 Uhr - also für Südamerikanische Verhältnisse in Time 😂

    Nach einer weiteren Stunde Fahrt waren wir am Startpunkt der zweieinhalb Stunden (einfach) Wanderung angekommen. Wir waren das erste Mal auf 3900 Metern, so hoch wie noch nie in unserem Leben. Von hier aus ging es dann erstmals entspannt einen felsigen & stufigen Weg entlang bis zu einer Hütte, an der man dann 30 Soles pro Person (ca. 7,5€) Eintritt für den Nationalpark bezahlen durfte.
    Neben der Hütte lag so allerlei Baumaterial, was ein paar Peruaner um den Rücken tragend den Weg hinaufschleppten. Wir reden hier von 4 Stahlpfosten, also bestimmt locker 40kg, wenn nicht sogar mehr 😮‍💨 auf dieser Höhe fühlt sich das locker an wie dass doppelte - Maschinen! 🤯

    Wir überholten den Hombre und stiegen weiter auf. Bei ca der Mitte des Weges kam es zu einer kleinen Kletterpartie am Seil, was aber problemlos von uns gemeistert wurde 💪🏽
    Darauf folgte dann ein weiterer felsiger Weg, gefolgt von der zweiten Kletterpasage. Diese war genauso einfach wie die vorherige, jedoch mussten wir zwischen den Passagen pausieren, da weitere Wanderer dort im Stau steckten. Also hingen wir da eben mehr oder weniger entspannt an einem einzelnen Drahtseil auf ca. 4200m. 🫠

    Nach dieser Kraxelei war das Ziel quasi vor Augen. Wir mussten noch einen kleinen Berg übersteigen und dann wurden wir für all die Anstrengungen der letzten zwei Stunden belohnt. Vor uns lag nun Laguna Churup in einem sagenhaften Blau,- und Türkiston 😍

    Nach einer kurzen Verschnaufpause überlegten und beschlossen wir dann auch noch weiter zu gehen. Hinter dieser Lagune gibt es eine weitere, noch höher liegendere Lagune. Also „vamonos“ und ab dafür. Eine weitere Stunde würden wir noch packen.
    Tja… auf der Mitte des Weges zog das Wetter so urplötzlich zu, dass wir kehrt machten. Zumal wir am vorherigen Tag genug Abenteuer hatten 🫠

    Zurück an der Laguna Churup suchten wir uns ein einigermaßen Windstilles Örtchen für genau - German Vesper 😋 davor hatten wir aber noch eine Sache zu tun. Basti & Lena, gute Freunde von uns hatten ihre Hochzeit auf dieses Jahr vorverlegt, was bedeutete das wir nicht (persönlich) daran teilnehmen konnten 💔😢 dennoch wollten wir den Beiden selbstverständlich eine kleine Videobotschaft schicken, welche wir dann hier oben auf 4500m aufnahmen.

    Alles war im Kasten und quasi auch im Ranzen und somit ging es für uns wieder in Richtung Abstieg. Dieser war problemlos und dauerte knapp 1,5h. Insgesamt waren wir knapp 4 Stunden (inklusive Pause) unterwegs. Unten wartete dann auch schon unser Collectivo auf uns. Aber wie auch bei der Hinfahrt galt: gefahren wird nur voll ☝🏽
    Nach wieder beinahe 45 Minuten ging es dann endlich wieder in Richtung Huaraz.
    Den Abend verbrachten wir entspannt im Hostel und kochten noch lecker Spargel 😍😋
    Somit war der erste 4000er bestiegen und der Tag ohne große Zwischenfälle friedlich zu Ende gegangen 🙏

    Den darauffolgenden Tag wollten wir entspannen, da wir uns bereits für eine 8-Tageswanderung am Montag angemeldet hatten.
    Wie das Schicksal es wollte ging es Lisa bereits am Samstagabend nicht mehr sooooo gut…
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  • Huayhuash oder doch krank?

    Aug 25–28, 2024 in Peru ⋅ 🌙 12 °C

    Trotz Kombi aus Immdodium, Ibu und Paracetamol war die Nacht für Lisa mehr als bescheiden und schon am Sonntag Morgen war klar in dem Zustand wird das nichts mit dem 8 Tage Wandern. Also sagten wir schweren Herzens die Wanderung ab und buchten 2 weitere Nächte im Hostel - aber in einem Privatzimmer, damit Lisa sich gut auskurieren kann und das Bad allzeit zur Verfügung hat.

    Bis Dienstag lag Lisa einfach komplett flach und hat das Zimmer nicht verlassen. Manu kümmerte sich hervorragend um Lisa, versorgte sie mit Suppe, Apfel, Banane und Elektrolyten. Zwischendurch erkundete er die Stadt. Nachdem Lisas Kreislauf mittlerweile im Keller war, ging es am Dienstag zum lokalen Arzt. Dort stellte sich heraus, dass Lisa im Vergleich zu vor der Weltreise 7-8kg weniger wog. 🙃

    Es wurde Blut abgenommen für Tests und dann bekam Lisa per Infusion einen Cocktail aus verschiedenen Medikamenten inklusive Antibiotika (vorsichtshalber) und dann noch einen Liter Elektrolyte.
    3 Stunden später ging es ihr schon deutlich besser und wir beiden entschieden noch abends essen zu gehen. Da Lisa aber vegetarisch essen wollte, suchte Manu eine Stunde lang ein Restaurant mit wenigstens einer vegetarischen Option... Am Ende wurde es Indisch, was hervorragend schmeckte.

    Am Mittwoch ging es Lisa zum Glück schon deutlich besser und sie hat einen entspannten Tag im Hostel verbracht, während Manu eine Tageswanderung unternahm.
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  • Ziel des Tages: Laguna 69
    Schon die Abfahrt dorthin lohnt sich 😍Los geht's ⛰️6000er sind einfach magisch 🫶🏽Erste Lagune auf dem Weg nach obenWas ein Panorama 😍Gibt schlechtere Vesperplätze 🫠✨🏔️

    Laguna 69 - 4604m

    Aug 28–29, 2024 in Peru ⋅ ☁️ 7 °C

    Nachdem Lisa also beschlossen hatte sich nochmal einen Tag Auszeit zu gönnen ging es für mich super früh raus.

    Das Tagesziel war Laguna 69. Eine der beliebtesten Tageswanderungen - wenn nicht sogar “DIE” Akklimatisierungswanderung.
    Die Wanderung an und für sich ist relativ einfach. Dennoch entschied ich mich eine Tour zu buchen, das hatte den einfachen Grund der Transportsicherheit. Ca. 3 Stunden einfach braucht man dort hin 🥲

    Um 4:45 klingelte der Wecker 🫠 kurz frisch gemacht und dann abwarten bis der Fahrer sich meldete. Gegen 5:15 saß ich dann mit anderen Wanderern im Collectivo in Richtung Laguna 69. Bevor wir dort ankamen machten wir noch einmal kurz Rast bei einem kleinen Restaurant wo wir uns durch Kaffee & Tee kurz etwas Warmes in den Magen geschüttet hatten.

    Relativ schnell fand ich eine Gruppe, bestehend aus zwei Aussies und einem weiteren Deutschen. Nach dem warmen Kaffee ging es noch eine weitere Stunde in Serpentinen einen Pass hinauf - nichts für schwache Nerven & Mägen 😂
    Die Straßen zu diesen Wanderungen sind meistens irgendwelche Bergstraßen die hier und da Schlaglöcher haben oder halt auch mal komplett abgebrochen sind - man gewöhnt sich aber daran 😉

    Angekommen bei bestem Wetter machten wir uns also in dieser vierer Konstellation auf den Weg, der mit 6 Stunden insgesamt angegeben war. Unser Guide meinte noch 9:15 - 12:15 Aufstieg, 12:15 bis 13:30 Pause und Ausblick genießen und ab 13:30 dann zwei Stunden absteigen. Abfahrt am Parkplatz wieder um 15:30Uhr - alles klar 👌🏻

    Schnell wurde mir klar wieso diese Wanderung so beliebt ist. Große Teile des Weges würde man bei uns einfach als klassischen Feldweg bezeichnen. Das machte sich aber bemerkbar. Ich war natürlich in kompletter Wandermontour - Wanderhose & Wanderschuhe. Nach 15 Minuten fühlte ich mich manchmal wirklich overdressed 🫠 auf dem Weg waren etliche Leute mit normalen Sneakern und in Jeans unterwegs 🤷🏻‍♂️

    Das letzte Stück der Tour ging dann etwas steiler bergauf. Zugegebenermaßen haben wir beim Aufstieg extreeeeeem krass gebummelt und gechillt, aber dennoch hatten wir es in lockeren 2:15h nach oben geschafft. Der Ausblick war sagenhaft - die Lagune hat eine türkis blaue Farbe die mit dem Bergpanorama im Hintergrund zusammen einfach wie gemalt ausschaut 😍

    Wie es sich gehört gabs dann erstmal ein ausgiebiges German Vesper und dann wurde einfach bei strahlendem Sonnenschein entspannt. Nebenbei wurde natürlich noch so ein bisschen die Gegend beobachtet, wobei ich zwei Dinge durchaus erwähnenswert finde: während wir da so saßen und uns unterhielten ging an einem benachbartem Berg eine Lawine herunter, was hier scheinbar relativ normal ist. Naja, wenn man soetwas das erste Mal sieht ist es ein schon etwas beengendes Gefühl… das kann ja theoretisch immer und überall dort passieren. Zumal wir beim Aufstieg noch drei Amerikaner getroffen hatten die dort mit Zelt bewaffnet den Gipfel erklimmen wollten 😱

    Naja, das Zweite, eher witzige war ein Peruaner der wirklich ungelogen vom Start unten bis oben über die ganze Zeit hinweg TikTok Videos gedreht hat 😂 der hat sich einfach komplett unbeeindruckt gefühlt und hat natürlich auch uns gesehen und gefragt ob wir ihn mal filmen könnten 🫠

    Nach Videodreh, Lawine und Vesper ging es dann also wieder zurück in Richtung Parkplatz. Der Abstieg war unspektakulär und ging wirklich flott. Gegen 15:00Uhr und nicht einmal zwei Stunden waren wir wieder angeschnallt in unseren Sitzen.
    Drei Stunden später waren wir dann wieder in Huaraz, wo ich mit Lisa dann abends noch entspannt gekocht hatte und so den Tag wunderbar ausklingen hab lassen.
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