Elsa
2月26日, フィンランド ⋅ 🌫 -6 °C
Heute ist Verwöhnabend - wir lassen uns von Sirly im Elsa bekochen und sind in gespannter Erwartung!
Wenn wir in Lappland sind, in der Kälte, im Pulverschnee, zwischen Rentieren und Glitzerflocken, fällt es uns leicht, zu atmen und zu ruhen. Somit gehen wir bestens vorbereitet und mit der Empfehlung von Sirly in diesen Abend:
"It all starts with slowing down. Only when you disconnect, you can truly taste, feel and remember."
Im Elsa ist es nicht einfach ein Restaurantbesuch – es fühlt sich eher wie ein kleines, sorgfältig gehütetes Geheimnis an.
Schon beim Eintreten erhalten wir den Eindruck, dass hier etwas Besonderes entstehen kann. Ein einziger langer Tisch, ein Raum, Stein, Holz, Feuer. Die vier Ladies (zwei im Service, zwei in der Küche), die den Abend gestalten, tragen eine Freundlichkeit in sich, die sich nicht inszenieren lässt. Es ist die Mischung aus Herz, Stärke und persönlicher, weiblicher Note, die einladend wirkt und den Rahmen für alles Weitere setzt.
Das Menü selbst ist wie eine Reise durch Lappland: finnisch, regional, klar, tief aus der Erde und verwurzelt. Getreide aus finnischem Boden und eines der besten Brote, das wir je hatten, Fisch aus Muonio, Räucheraromen und Pilze, die an Herbstabende erinnern, Rentier aus der Gegend, Beeren, die es teilweise nur hier zu finden gibt und Eiscreme aus Lapin lehmän maito – jedes Gericht steht für sich, und doch fügen sich alle zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Wir schmecken die Erfahrung, die Sirly Ylläsjärvi (ursprünglich aus Estland) in Lappland gesammelt hat, und die Liebe zu den Zutaten, die sie mit Respekt und Kreativität in die Gegenwart holt.
Harmonisch und überraschend zugleich war auch das Getränkepairing, das den Abend auf eine ganz eigene Weise getragen hat. Unsere Wahl: eine nicht‑alkoholische und eine gemischte Begleitung – doch die eigentlichen Höhepunkte lagen eindeutig in den alkoholfreien Kompositionen. Jede davon wirkte wie ein kleines Destillat Lapplands, fein abgestimmt, mutig gedacht und mit einer weiblichen Sensibilität serviert, die perfekt zum gesamten Erlebnis passte.
Die Getränke waren keine Begleitung, sondern eigene Kapitel des Abends:
- Cloudberry–Dill: warm, weich, ein Hauch von Waldlichtung
- Sanddorn–Buttermilch: frisch, spritzig mit einer klaren Säure, die wach macht
- Lingonberry–Wacholder–Rosmarin: herb, nordisch, ein kleines Aromagedicht
- Kotikalja (finnisches, selbstgebautes Malzgetränk) dunkel, rund, wie ein tiefer Atemzug am Kamin
- Topinambur–Blueberry: unerwartet, verspielt, erdig mit einer leisen Süße
- Holunder–Estragon: floral, kräutrig, mit einem Hauch Lakritz, erinnert in der Nase an Apotheke im Mund an einen Süsswarenladen
Jedes Glas ist Teil des Menüs mit Bezug zum Gericht und fügt alles stimmig zusammen. Ein Pairing, das nicht nur begleitet, sondern berührt – bedacht, aber auch kräftig, finnisch, da Menü ergänzend.
Der große Kamin im Raum ist nicht nur Kulisse, sondern Teil des Erlebnisses: Hier wird das Poro am offenen Feuer durch Sirly vollendet. Am Ende des Abends duftet es nach frisch aufgebrühtem Nokipannukahvi – ein Ritual, das den Abend abrundet und wir werden eingeladen, den Marshmallow selber zu rösten.
14 Menschen am selben Tisch, 7 verschiedene Nationen in einem Raum, ein Ort, der mehr ist als ein Restaurant. Ein Abend voller Wow, Ladiespower, Genuss und Herzwärme! 💖もっと詳しく












旅行者
mega lecker
旅行者
Sehr lecker 😋
旅行者
Leckere Sachen, was ich da sehe... 😀 Wünsche euch viel Spaß und Freude 😀