• Von Flodigarry in die Trotternish Ridge

    May 16 in Scotland ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach der durchwachsenen Nacht, starteten wir mit einer wunderschönen Aussicht auf die Berge.
    Wir stärkten uns für die zweite Etappe mit Porridge und füllten unsere Wasserflaschen und den Trinkbeutel mit frisch gefilterten Wasser vom See. Die 16,8km vom Vortag steckten schon ein wenig in unseren Knochen, aber wir waren trotzdem motiviert für die 23,2 km und 1.290 Höhenmeter, die in Etappe 2 auf uns warteten. Vom See aus wanderten wir entlang der beeindruckenden Gesteinsformationen im Quiraing, wo wir auf viele Tagestouristen trafen. Nach Überquerung der Quiraing Road ging es über die Trotternish Ridge im Wechsel den Hügel hinauf und wieder hinunter und das immer und immer wieder. Mit all dem Gepäck auf dem Rücken, war das so ungefähr das anstrengendste, was wir je gemacht haben. 😂 Da Hans leider immer noch etwas krank war, waren die Höhenmeter eine ziemliche Quälerei. 🤒
    Das Wetter war zum Glück recht angenehm, nur der Wind war ziemlich ungemütlich. 🥶
    Auf dem Bergkamm hatten wir wirklich epische Aussichten und trafen immer mal wieder ein paar andere Wanderer die den Trail liefen - Ansonsten war man die meiste Zeit für sich allein.
    Bevor ab Kilometer 8 der extrem steile Anstieg begann, machten wir noch ein Päuschen an einem Bach, um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Zur Stärkung gab es einen Erdnussbutter-Wrap für Laura und einen Thunfisch-Zwiebel-Wrap für Hans. Irgendwo muss die Energie ja herkommen. 😂 Bis zum Fuße des Hügels mussten wir immer wieder durch morastiges Gelände laufen, wobei Hans einmal bis zum Knie im Moor versank. Spoiler: Die Schuhe sind nie wieder trocken geworden. 🫡
    Das stetige auf und ab war spürbar fordernd und nach 16 Kilometern und 6,5h waren wir schon ziemlich geschafft und ordentlich durchgefroren. Es schlich sich der Gedanke ein, die heutige Tour nicht in einem Stück durchzuziehen und in einer geeigneten Senke das Nachtlager aufzuschlagen. Gute Entscheidung wie sich herausstellte, denn es sollte die nächsten 10 Stunden auch erstmal nicht aufhören zu regnen.
    Mit Blick auf das Wetter in den kommenden Tagen, mussten wir leider feststellen, dass uns noch viel mehr Regnen erwartet sollte. Auch der Husten und die Kälte ließen Zweifel aufkommen und brachten uns letzten Endes dazu eine kleine Planänderung vorzunehmen. Wir beschlossen die nächste Etappe abzuschließen und die Tour nach der ersten Hälfte zu beenden. Stattdessen schieben wir noch 3 Tage in Edinburgh ein und bringen etwas mehr Entspannung in den Urlaub. 💆‍♀️
    Es war hart sich einzugestehen, dass wir den Trail nicht zu Ende wandern würden, aber unter den Umständen wahrscheinlich die klügere Wahl.🐳
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