Anreise und Etappe 1 des Skye Trails
May 14 in Scotland ⋅ 🌬 9 °C
Unser erstes Reiseziel für dieses Jahr sind die schottischen Highlands. Wir wollen 6 Tage lang den Skye Trail auf der Insel „Isle of Skye“ wandern.
Mit der Bahn ging es von Leipzig nach Frankfurt und von dort aus mit dem Flieger nach Glasgow. In Glasgow angekommen, mussten wir noch die nötige Campingausrüstung wie Campinggas, Raincover und genug Essen für die nächsten Tage besorgen. Anschließend ging es nur noch schnell ins Bett, da wir am nächsten Tag um 5 Uhr aufstehen mussten. Denn bis wir zum Startpunkt des Skye Trails gelangen, müssen wir erstmal 7h mit dem Bus in den Norden fahren. Nach einer wirklich anstrengenden Busfahrt (Laura war mal wieder kotzübel dank der kurvigen Straßen 😅), sind wir um 13:15 Uhr in dem kleinen Ort Portree angekommen, von wo aus der nächste Bus um 13:20 Uhr fahren sollte. Dieser kam leider nicht, weshalb wir uns mit einer weiteren Deutschen (Julia), die auch den Bus nehmen wollte, ein Taxi zum Startpunkt der Wanderung teilten. Mit 1h Verspätung sind wir gg. 15:30 Uhr endlich am Ausgangspunkt angekommen und ab jetzt kann das Wander-und Campingabenteuer beginnen. 😃
Gemeinsam mit Julia starteten wir in die erste Etappe. Von der roten Telefonzelle (Ausgangspunkt) wanderten wir zunächst zu den Klippen und dem Meer am nördlichsten Punkt der Isles of Skye. Julia‘s und unsere Wege trennten sich dann auch schon wieder, da sie an der Rubha Hunish Hütte ihr Zelt aufschlug und die erste Etappe der Wanderung erst morgen läuft. Wir hingegen hatten noch ca. 12km vor uns. Es war bereits 17 Uhr, aber dunkel wird es zum Glück erst gegen 21:30 Uhr, sodass wir noch genug Zeit hatten. Wir wanderten also noch ca. 3h bei Sonnenschein, Wind und Regen im Wechsel entlang der Küste bis wir unseren Campingspot für die Nacht entdeckten. Das Zelt schlugen wir an einem See (Loch Langaig) hinter dem Ort Flodigarry auf, was sich auch als perfekte Trinkquelle herausstellte. 😃
Nach dem anstrengenden und langen Tag haben wir nur noch schnell gekocht und uns dann in die Schlafsäcke gelegt. Für Laura war die Nacht weniger erholsam, da sie ganz schön gefroren hat. 🥶Read more
Von Flodigarry in die Trotternish Ridge
May 16 in Scotland ⋅ ☁️ 9 °C
Nach der durchwachsenen Nacht, starteten wir mit einer wunderschönen Aussicht auf die Berge.
Wir stärkten uns für die zweite Etappe mit Porridge und füllten unsere Wasserflaschen und den Trinkbeutel mit frisch gefilterten Wasser vom See. Die 16,8km vom Vortag steckten schon ein wenig in unseren Knochen, aber wir waren trotzdem motiviert für die 23,2 km und 1.290 Höhenmeter, die in Etappe 2 auf uns warteten. Vom See aus wanderten wir entlang der beeindruckenden Gesteinsformationen im Quiraing, wo wir auf viele Tagestouristen trafen. Nach Überquerung der Quiraing Road ging es über die Trotternish Ridge im Wechsel den Hügel hinauf und wieder hinunter und das immer und immer wieder. Mit all dem Gepäck auf dem Rücken, war das so ungefähr das anstrengendste, was wir je gemacht haben. 😂 Da Hans leider immer noch etwas krank war, waren die Höhenmeter eine ziemliche Quälerei. 🤒
Das Wetter war zum Glück recht angenehm, nur der Wind war ziemlich ungemütlich. 🥶
Auf dem Bergkamm hatten wir wirklich epische Aussichten und trafen immer mal wieder ein paar andere Wanderer die den Trail liefen - Ansonsten war man die meiste Zeit für sich allein.
Bevor ab Kilometer 8 der extrem steile Anstieg begann, machten wir noch ein Päuschen an einem Bach, um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Zur Stärkung gab es einen Erdnussbutter-Wrap für Laura und einen Thunfisch-Zwiebel-Wrap für Hans. Irgendwo muss die Energie ja herkommen. 😂 Bis zum Fuße des Hügels mussten wir immer wieder durch morastiges Gelände laufen, wobei Hans einmal bis zum Knie im Moor versank. Spoiler: Die Schuhe sind nie wieder trocken geworden. 🫡
Das stetige auf und ab war spürbar fordernd und nach 16 Kilometern und 6,5h waren wir schon ziemlich geschafft und ordentlich durchgefroren. Es schlich sich der Gedanke ein, die heutige Tour nicht in einem Stück durchzuziehen und in einer geeigneten Senke das Nachtlager aufzuschlagen. Gute Entscheidung wie sich herausstellte, denn es sollte die nächsten 10 Stunden auch erstmal nicht aufhören zu regnen.
Mit Blick auf das Wetter in den kommenden Tagen, mussten wir leider feststellen, dass uns noch viel mehr Regnen erwartet sollte. Auch der Husten und die Kälte ließen Zweifel aufkommen und brachten uns letzten Endes dazu eine kleine Planänderung vorzunehmen. Wir beschlossen die nächste Etappe abzuschließen und die Tour nach der ersten Hälfte zu beenden. Stattdessen schieben wir noch 3 Tage in Edinburgh ein und bringen etwas mehr Entspannung in den Urlaub. 💆♀️
Es war hart sich einzugestehen, dass wir den Trail nicht zu Ende wandern würden, aber unter den Umständen wahrscheinlich die klügere Wahl.🐳Read more
Old Man of Storr und Portree
May 17 in Scotland ⋅ ☁️ 10 °C
Nach dem Aufstehen starteten wir erstmal mit einem warmen Couscouseintopf in den Tag. Draußen stürmte und regnete es noch immer, daher war die Motivation, das Zelt abzubauen, entsprechend gering. 😅 Wir rafften uns aber allmählich auf, packten schnell unsere Rucksäcke, bauten das Zelt ab und machten uns bereit für den nächsten Anstieg. Bei Wind, Regen, Sonnenschein und Hagel wanderten wir die letzten Kilometer der Etappe Richtung dem Old Man of Storr - dem Wahrzeichen der Isle of Skye. Es waren noch einige steile Auf- und Abstiege, daher waren wir froh, diese nicht noch am Vortag gemacht zu haben. Auch wenn wir in kürzester Zeit alle 4 Jahreszeiten durchlebten, haben die Aussichten zwischen den Wetterfronten alle Anstrengung vergessen lassen.
Da wir mit ca. 400ml Wasser in die Wanderung starteten, mussten wir am nächsten Teich unsere Wasservorräte wieder auffüllen. Laura beklagte sich über abgefrorene Hände und wir konnten sogar unsere Atem sehen. 🥶
Die ersten Kilometer der dritten Etappe absolvierten wir überraschend schnell, da die Strecke wesentlich einfacher war. Der Ausblick auf den einsam thronenden Felsbrocken war auf jeden Fall ein Highlight.
Die restliche Strecke nach Portree wollten wir mit dem Bus absolvieren und machten uns entsprechend nach dem Abstieg auf den Weg zur Bushaltestelle. Aber naja … auch der kam mal wieder nicht. 🤣 Wir riefen also ein Taxi, machten während des Wartens noch Bekanntschaft mit einem Amerikaner, Kanadier und Schotten und zufälligerweise wollten alle zum Zeltplatz in Portree. Somit teilten wir uns schließlich alle das Taxi. 🚕
Auf dem Campingplatz angekommen, war plötzlich wieder strahlender Sonnenschein und wir konnten all unsere nassen Klamotten, Schlafsäcke und das Zelt trocknen. Außerdem nahmen wir beide erstmal eine heiße Dusche und wärmten uns auf - das tat so gut!!! Anschließend liefen wir in die Stadt und aßen in einem Pub Haggis (Spezialität aus der schottischen Küche, welche aus dem Magen eines Schafes gefüllt mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett, Hafermehl und Zwiebeln besteht - klingt eklig, ist aber lecker 😅) und Fish&Chips.
Zurück auf dem Campingplatz verbrachten wir den Abend mit 2 Schotten und dem Amerikaner, was sehr cool war. 😊Read more
Edinburgh Tag 1
May 19 in Scotland ⋅ ☁️ 15 °C
Die letzte Nacht im Zelt war mal wieder eiskalt – umso mehr freuen wir uns, die nächsten drei Nächte endlich wieder in einem Hotelzimmer schlafen zu können. 😅
Um 8 Uhr morgens ging es mit dem Bus zurück nach Glasgow und von dort aus mit dem Zug noch etwa eine Stunde weiter nach Edinburgh. Nach der siebenstündigen Busfahrt brauchten wir erstmal eine kleine Stärkung – eine heiße Phở war genau das Richtige nach den 3 kalten Tagen in den Highlands. 🍲
Erst am Abend kamen wir in unserem AirBnB an und sind völlig K.O. ins Bett gefallen.
Nach ganzen 10 Stunden Schlaf (die wir dringend nötig hatten 😄) starteten wir ausgeschlafen in unsere Sightseeing-Tour durch Edinburgh.
Zuerst ging es in die Altstadt zur St. Giles’ Cathedral, der Hauptkirche Schottlands, die direkt an der berühmten Royal Mile liegt. Danach liefen wir weiter zum Calton Hill, von wo aus man einen tollen Blick über die Stadt hat. Anschließend besuchten wir noch das National Museum of Scotland.
Obwohl uns vom Wandern eigentlich immer noch die Füße weh taten, sind wir heute schon wieder fast 17 Kilometer gelaufen. 😅 Nach einem leckeren indischen Abendessen ging es dann zurück ins AirBnB – und ziemlich schnell wieder ins Bett. 😴Read more
Edinburgh Tag 2
May 20 in Scotland ⋅ ⛅ 15 °C
Der zweite Tag in Edinburgh begann für Hans mit einem traditionellen Full Scottish Breakfast in einem nahegelegenen Café. Dazu gehören klassischerweise Bacon, Ei, Schweinswürstchen, Potato Scones (Kartoffelpfannkuchen), gegrillte Tomaten, Baked Beans, Pilze, Haggis und Black Pudding (Blutwurst). Laura traute sich nicht auch eins zu bestellen und probierte nur mal - war aber sehr lecker. 😋
Nach dem Frühstück stand das Edinburgh Castle auf dem Programm. Die Tickets hatten wir bereits vorab online gekauft, da diese oft schon am selben Tag ausverkauft sind. Wir konnten uns den Timeslot um 12:30 Uhr sichern – perfekt, um die tägliche „One O’Clock Gun“ mitzuerleben. 😅 Diese Tradition wurde bereits 1861 eingeführt, um den Schiffen im Hafen von Leith die genaue Uhrzeit zu signalisieren. Mit unserem Audioguide verbrachten wir insgesamt rund fünf Stunden in der Burg und erfuhren dabei viel über die schottischen Clans, Könige und die Jakobitenaufstände.
Nach der ausgiebigen Besichtigung waren wir ziemlich hungrig und steuerten ein malaysisches Restaurant an, das uns unsere Airbnb-Hosts empfohlen hatten. 😋
Zum Abschluss des Tages wollten wir noch auf den Arthur’s Seat wandern. Der Berg liegt im Holyrood Park und ist der erloschene Rest eines alten Vulkans. Nach etwa 30 Minuten Aufstieg wurden wir oben bei Sonnenuntergang mit einem wunderschönen Blick über ganz Edinburgh belohnt. ☀️
Anschließend weiteten wir unseren Abendspaziergang noch aus und liefen weiter zu den Salisbury Crags. Die imposanten Klippen boten noch einmal eine tolle Kulisse auf den Arthur’s Seat und die umliegende Stadt.
Nach knapp 20 Kilometern und rund 28.000 Schritten fielen wir am Ende des Tages einfach nur noch erschöpft ins Bett. 😅
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Zug zurück nach Glasgow. Da sich bei Laura schon eine Erkältung anbahnte, blieben wir auf dem Hotelzimmer. Am nächsten Tag ging es auch schon wieder zurück nach Deutschland. 😊Read more

































































































