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Patagon 2020

Das dritte und wohl letzte Jahr unser Segelreise steht an. Wegen Corona mit Verspätung, daher direkt zurück nach Frankreich. Okumaya devam et
  • Filmkulisse

    9 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach Procida, der italienischen Insel mit der höchsten Bevölkerungsdichte (aber nur 11.000 Einwohner), mussten wir nicht nur wegen dem Istituto Nautico (der ältesten Seefahrerschule Europas und auch die meisten italienischen Kapitäne kommen von der Insel) oder dem Schutzpatron der Insel (Erzengel Michael), sondern um die malerischen und engen Gassen zu bestaunen. Schließlich diente der Hauptort schon häufig als Filmkulisse, z. B. für “Der Postmann“ oder “Der talentierte Mr. Ripley“.Okumaya devam et

  • Aus Stein gehauen

    10 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 27 °C

    Mangels Wind ging es die 28 sm nach Ventotene unter Motor. Die römischen Kaiser nutzten die Insel als Verbannungsort für zumeist ungeliebte Frauen (egal ob Mutter, Ehefrau oder Tochter). Eine der Frauen ließ im vulkanischen Gestein einen Hafen ausgraben, der noch heute - trotz seiner Enge - als solcher genutzt wird. Nachdem Sabine einen guten Preis aushandelte, war es Ehrensache, in diesem außergewöhnlichen Ambiente eine Nacht zu verbringen.Okumaya devam et

  • Segleralltag

    11 Eylül 2020, İtalya ⋅ 🌧 25 °C

    Morgens gab es zum Frühstück ein paar Regentropfen und die Wettervorhersage versprach Gewitter und Wind für den Nachmittag. Zudem ließ sich das Ventil des Fäkalientanks kaum bewegen und eine Kakerlake tauchte an Deck auf. Kaum hörte der Regen auf, ging es raus aus dem Hafen und rein in das Gewitter, welches hinter der Insel auf uns gewartet hatte und eigentlich erst für den Nachmittag angekündigt war. Im Regen festgestellt, dass Michaels Regenjacke nicht mehr dicht ist und dass die Navigationslichter nicht funktionierten. Im Bad löste sich noch eine Zierleiste und der schon besiegt geglaubte Alarmton vom Motor meldete sich wieder.
    Aber erstmal reffen und durch das Gewitter durch. Danach passender Segelwind, der uns in eine schöne Bucht von Ponza brachte. Hier gab es einen natürlichen Triumphbogen und die “Flying Fox“ (die größte Charteryacht der Welt, vier Mio. €/Woche) zu bestaunen. Inzwischen ist das Tier erlegt, das Ventil geschmiert, das Imprägnierspray alle, die defekte Glühbirne ausgebaut, die Zierleiste geklebt, Motoröl kontrolliert und der Mechaniker zur weiteren Ursachensuche ausgefragt. Den Rest des Tages haben wir dann mit Malen, Schwimmen, Lesen, Spielen und Essen verbracht. Segleralltag - langweilig wird uns nicht.
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  • Inseltour

    12 Eylül 2020, İtalya ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir wollten die Insel etwas kennenlernen. Erstmal ging es Ponzas Küste entlang in der Bucht Frontone für einen Mittagsstopp.
    Ponza wurde, wie die meisten Inseln der Gegend, als Verbannungsort genutzt. Zu Zeiten des Faschismus war sogar Mussolini selbst hier einige Tage interniert. Uns begeisterte aber mehr die farbenfrohe Felsküste, die den vulkanischen Ursprung der Insel verrät.
    Dann gab es noch einen Abstecher zur Cala Chiaia di Luna, die wohl schönste Bucht der Insel, die durch einen 160 m langen Tunnel mit dem Hauptort verbunden ist (wegen Steinschlag gesperrt), bevor wir rüber zur unbewohnten Nachbarinsel Palmarola für die Nacht motorten. Auch in der dortigen Cala Brigantina erwartete uns eine imposante Kulisse.
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  • Alliierten-Landung

    13 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 28 °C

    In Anzio sind die Alliierten im Januar 1944 erstmals auf dem Italienischen Festland gelandet. Allerdings warteten die Amerikaner 10 Tage in der Stadt, bis sie 60.000 Soldaten zusammen hatten. Der Überraschungsmoment war verspielt, denn die Deutschen nutzten die Zeit, um Truppen zusammen zu ziehen und sie einzukesseln. Eine blutige Schlacht begann. Das Blatt wendete sich erst, als die in Sizilien gelandeten Truppen sich ihren Weg hier hoch erkämpft hatten.
    Ein kleines Museum erinnert an diese grausame Zeit, wie ein anderes an “Neros Hafen“ erinnert. Schließlich kam Nero von hier.
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  • Die moderne Stadt

    14 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 28 °C

    Die moderne Marina Porto di Roma in Ostia war unser Ziel. Zum einen trafen wir hier unsere Segelbekanntschaft aus Maratea wieder, mit der wir abends nett am Kanal von Fiumicino Essen waren und zum anderen lockten die Ausgrabungen von Ostia Antica. Wahrlich entdeckten wir Ruinen einer modernen Stadt mit fünfstöckigen Häusern, einem Wasserver- und -entsorgungssystem, Bäder mit Fußboden- und Wandheizungen, mehrstöckige Warenhäuser und vieles mehr. Eine moderne Großstadt vor den Toren Roms, allerdings 1500 Jahre alt.Okumaya devam et

  • Kastell in Sicht

    15 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach unserem Ausflug in die moderne Stadt, ging es erst gegen Mittag los. Zuerst unter Motor, da der Wind erst gegen Nachmittag kam. Die Reise endete zum Sonnenuntergang in Santa Marinella, einem beschaulichen Ort mit einem kleinen Kastell, wo wir den Tag am Hauptplatz nett ausklingen ließen.Okumaya devam et

  • Bestens geschützt

    16 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 29 °C

    Früh ging es los für den langen Schlag nach Porto Ercole. Der beliebte Urlaubsort liegt in einer Bucht durch eine Hafenmole und zwei Festungen auf den Hügeln links und rechts hervorragend geschützt. Wir genossen das Ambiente der Toskana: Markus verbrachte den Nachmittag lesend in einer Bar, Sabine malte und Michael erklomm einen Festungshügel, um auf die Nordseite der Halbinsel zu schauen.Okumaya devam et

  • Schöner Segeltag

    17 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 29 °C

    Der Maestrale war für den Nachmittag angesagt. Also ging es kurz nach acht Uhr los. Kaum waren wir um das Cap von Argentario herum, drehte der Wind wie angesagt von NE auf NW, perfekt für schönes Segeln mit konstant über sechs kn nach Talamone, wo wir noch vor dem großen Wind fest machten. Ein Charterboot zeigte wenig später bei 6 Bft., wie man nicht anlegt und freute sich über Michaels Hilfe beim Festmachen. Als Dank dafür ist der Biervorrat wieder aufgestockt.Okumaya devam et

  • Statistik gerettet

    18 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☀️ 27 °C

    Morgens noch Wasser und Diesel gebunkert und bei gutem Wind ging es rasant nach Punta Ala (tolle Duschen!). Der Wind war so gut, dass am Abend sogar unsere Segeljahresbilanz wieder stimmte: 560,7 sm unter Segel zu 560,1 sm unter Motor. Das feierten wir mit Take-away Essen und dem gestern verdienten Bier bei einem gemütlichen Spieleabend.Okumaya devam et

  • Beleuchteter Bahnhofsstopp

    19 Eylül 2020, İtalya ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir haben unsere Route von vor zwei Jahren gekreuzt. Eigentlich wollten wir nach Salivoli bei Piombino, um Michaels Bruder zum Bahnhof zu bringen, aber dort hatte man keinen Platz für uns. Also ging es weiter in die moderne Marina von San Vincenzo. Eine gute Entscheidung: der Bahnhof war keine 200 m entfernt und auch der ansprechende Touristen-Ort gefiel. Dazu fanden wir ein tolles Restaurant und der Ort wurde abends im Rahmen eines Kunstprojekts geschmackvoll beleuchtet.Okumaya devam et

  • Korsika touchiert

    20 Eylül 2020, Fransa ⋅ ⛅ 24 °C

    Früh morgens ging unser Gast von Bord und wir starteten in den bewölkten Tag. Der Wind stand günstig und so segelten wir an Capraia vorbei direkt nach Korsika. Doch zwischen den zwei Inseln erwischte uns noch ein ordentliches Gewitter mit Böen bis zu 8 Windstärken. Gut durchnässt und bei Sonnenschein erreichten wir die Rade Santa Maria in Korsikas Norden nach 49 sm in 10 Stunden. Zurück in Frankreich!Okumaya devam et

  • Der Sonne hinterher

    22 Eylül 2020, Fransa ⋅ ☁️ 22 °C

    Das Angebot Anfang Oktober mit Sabines Eltern von Südfrankreich nach Deutschland zu fahren und eine passende Wettervorhersage für die Überfahrt ließen uns schnell machen. So brauchten wir für die Strecke, die wir vor zwei Jahren in knapp zwei Monaten besegelten, keine zwei Tage; allerdings direkt und zumeist mit Motor und Autopilot. Abgesehen von vielen Gewittern, eine Recht ruhige Überfahrt von 150 sm der Sonne hinterher zur Presqu'île de Giens.Okumaya devam et

  • Ausräumen

    23 Eylül 2020, Fransa ⋅ ⛅ 25 °C

    Zurück in Sanary. Die Tage während des angekündigten Starkwindes nutzten wir, zum Ausräumen des Bootes, zum Putzen und für kleinere Reparaturen. Nun ist das Boot leer und wir schlafen wieder an Land.
    Am 28. fuhren wir dann die Patagon zu ihrem Winterliegeplatz in Bandol.
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  • Endstation?

    29 Eylül 2020, Fransa ⋅ ☁️ 21 °C

    Erst Mitte September hatten wir die Zusage für den Platz ab Oktober in Bandol bekommen. Kaum war der Platz frei und der Sturm durchgezogen, motorten wir die drei Seemeilen zum Winterlager. Als wir beim Anlegen waren, kam das Hafenpersonal uns zur Hilfe und schäkelte eine Bugleine von uns als Muring in eine Grundkette. Bekommen wir die Leine jemals wieder? Wir schauten kurz im Hafenbüro vorbei, telefonierten mit einem Mechaniker wegen des Ölverlustes, installierten noch die frisch erworbenen (etwas klein geratenen) Ruckfender und ließen uns von Winfried abholen. Tschüss Patagon!Okumaya devam et

    Gezinin sonu
    30 Eylül 2020