• Sportprogramm und Spukdörfer

    July 20 in Serbia ⋅ ⛅ 22 °C

    Endlich aufs Pferd. Wobei - es war mehr ein Pony, das sich Pferd nennt. Gilt aber trotzdem. Mein Match für diese Woche heißt Bisma und war mir nach meiner letzten Erfahrung in Holland auf einer Stute, die auch super auf ner Rennbahn aufgehoben wäre, fast schon zu entspannt. Ich bin sowas aber auch einfach nicht mehr gewöhnt, glaube ich. Nach zwei Stunden Waldritt sind wir noch eine Runde im See geschwommen, weil seit gestern das Wasser im Dorf ausgefallen ist und sowas ähnliches wie eine Dusche sich langsam wie eine ziemlich gute Idee angehört hat.
    Danach kam das Wasser dann von oben - mit Gewitter. Der Ausflug in ein abgelegenes, verlassenes Dorf aus dem 18. Jahrhundert fiel daher sehr kurz aus. Man müsste mir viel Geld bieten, um da zu übernachten, aber es leben tatsächlich noch zwei Leute da, gucken auf verfallene Häuser und reparieren jedes Mal, wenn Iva mit einer Gruppe da vorbei kommt, den Trecker auf dem Dorfplatz. Kein Trecker in Sicht.
    Die Gänsegeier, deren Reservat auf dem Weg lag, hatten bei dem Wetter scheinbar auch keine Lust, vor die Tür zu gehen, obwohl das Gewitter sich mittlerweile verzogen hatte. Wir haben dann statt Vögelgucken so lange lustige Fotos mit elektrisch nach oben stehenden Haaren gemacht, bis mir eingefallen ist, dass ich mal gelesen habe, dass das in den Bergen auf einen bevorstehenden Blitzeinschlag hinweisen kann („Fangladung“). Hab also quasi drei Leuten das Leben gerettet ; ) (Oder es war einfach noch so viel Elektrizität in der Luft. Aber anders klingt cooler.)
    Danach: Käse von der Dorfkuh, Salat aus dem Garten und Brot und Rakija aus der Küche von Blanca. Let‘s call it a day.
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