• Der Wald und die Bäume

    July 21 in Serbia ⋅ ⛅ 17 °C

    „It was an adventure!“, um mir Ivas Worte auszuleihen. Die erste Hälfte lief noch super: Durch einen nur noch halb nebligen und deshalb ganz zauberhaften Kiefernwald bis zum See, ein kurzer Test, ob Bisma sich ohne Sattel ins Wasser legen würde (wollte sie nicht, tut nur immer so), ein Galopp über eine Heuwiese und dann irgendwann: Eine Warnmeldung per SMS an Iva vor extremen Gewittern ab 12 Uhr. Es war 10.30 Uhr und wir hatten noch ein Stückchen vor uns. Ansich kein großes Problem, wenn da nicht plötzlich ein Baum im Weg gewesen wäre, den es wohl gestern beim Gewitter erwischt hat. Wir also mit den Pferden durchs Unterholz, in der Hoffnung, wieder auf den Weg zu kommen. Kein Durchkommen. Also zurück, andere Strecke, wieder ein Baum. Irgendwie durch die Tannenspitze gemogelt, dann den Berg rauf und dabei alles an Büschen mitgenommen, was ging, nur um dann irgendwann vor Baum drei zu stehen. Der war wohl vor zwei Tagen auch noch nicht da. Also Umkehr, den kompletten Weg zurück.
    Weil ich dachte, dass es bestimmt einfacher ist, den ziemlich steilen Berg durchs Unterholz und sehr unebenes Gelände runter zu führen, statt ständig aufzupassen, nicht vom nächsten Ast aufgespießt zu werden, bin ich dann mit Pony am Zügel durch den Dschungel gerutscht. Oben bleiben wäre wahrscheinlich auch nicht viel schlechter gewesen, aber immerhin sind wir nicht wie Susanna mitten in einem Asthaufen stecken geblieben (mit einem ziemlich nervösen Wallach an der Hand). Bisma war einfach nur cool. Die Temperaturen und die Luft waren mittlerweile auch tropisch, und so langsam hab ich mich dann doch gefragt, ob wir rechtzeitig wieder am Hof wären. Vor allem, weil wir locker anderthalb Kilometer führen mussten, weil die Steine auf dem Weg zu scharfkantig zum Reiten waren. Aber: Alle Pferde gerade noch rechtzeitig wieder auf der Wiese (Stall kennen die nicht), Mittagessen und dann das Gewitter verschlafen. War wohl doch ein bißchen anstrengend : )
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