• Kotor: Ugh, People! Aber schön!

    July 26 in Montenegro ⋅ ☀️ 25 °C

    Halb elf reichte scheinbar: Bevor Erna und Günther aus ihrem Kreuzfahrtschiff in das Weltkulturerbe purzeln konnten, stand ich in der Altstadt. Auf die geführte Tour hab ich dieses Mal verzichtet, weil mir noch nicht danach war, mir um diese Uhrzeit Geschichte ins Gesicht schreien zu lassen. (Die sind immer so laut und ich hatte erst zwei Kaffee.)
    Aber ich hab über Infotafeln genug gelernt: Die Straßen in der Altstadt haben keine Namen, und es gibt keine zwei, die gleich lang oder gleich breit sind. Vor zehn Jahren gab es nur zwei Souvenirläden, heute über hundert (glaube, das ist untertrieben). Alle historischen Herleitungen zur offensichtlichen Katzenpräsenz, die irgendwelche tiefere Verbindungen zur (Stadt)geschichte bemühen, sind Quatsch (sagt der Leiter des Katzenmuseums). Reicht doch, oder? Ich hätte bestimmt noch mehr erfahren, wenn ich die 1.350 Stufen entlang der alten Festungsmauer auf mich genommen hätte, aber so schön der Blick vom Berg bestimmt auch ist: So ungefähr drei Mal den Kölner Dom bei 28 Grad ohne Frühstück? Ähm… nein.
    Stattdessen noch ein Spaßprogramm mit Speedboat: Our Lady on the Rocks (eine Wallfahrtskirche auf einer künstlichen Insel, die von Seeleuten mit Steinen, Wrackteilen etc. erschaffen wurde) und Perast. Sehr charmant und ähnlich wie Kotor ein absolut perfekter Spot für romantische Dinner im Sonnenuntergang, wenn Erna und Günther wieder weg sind.
    Mein Sonnenuntergang fiel zeitgleich mit einem Gewitter zusammen, weshalb mein semi-romantisches Abendessen aus einer Handvoll Nic-Nacs und ein bisschen Brot bestand, das ich noch aus Sarajevo dabei hatte. Ich freu mich jetzt schon auf das Frühstück! (Wahrscheinlich Bananen auf dem Weg zum Bus.)
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