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Japan 2026

Tokyo, Kyoto Leer más
  • 13. Tag - Osaka

    14 de julio, Japón ⋅ ☁️ 35 °C

    Gleich in der Früh sind wir mit dem Schnellzug nach Osaka gefahren. Kyoto und Osaka sind eigentlich schon zusammengewachsen, aber Osaka hat ein ganz anderes Gefühl. Wie eine Mischung aus Tokyo (Hochhäuser), Kyoto (informell) und Wien (nicht so sauber, ein bisschen ruppiger).

    Das Zurechtfinden war zuerst gar nicht so einfach: Osaka Eki ist riesengroß! Mehrstöckig, verwinkelt, ineinander verschachtelt. Irgendwann haben wir es aber dann doch in die U-Bahn geschafft und sind durch die Einkaufsstrassen von Dōtonbori (道頓堀) spaziert.
    Danach sind wir ins Hafenviertel gefahren, dort ist das Aquarium und ein Riesenrad. Das Osaka Aquarium ist eines der wenigen weltweit, die Walhaie beherbergen. Eine Besonnenheit ist, dass die Tiere nicht ihr ganzes Leben dort verbringen. Das Aquarium nimmt Tiere auf, die sich in Fischernetzen verfangen haben und getötet werden würden und behält sie für eine Weile in Gewahrsam, bevor sie wieder in den Ozean ausgewildert werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Universität Hokkaido werden in der Zeit ihrer Gefangenschaft viele Daten erhoben, die dem zukünftigen Schutz der Tiere zum Ziel haben.
    Es ist unglaublich beeindruckend, diese riesigen Tiere aus der Nähe zu sehen!

    Das Aquarium hat uns aber nicht nur durch die Walhaie beeindruckt. Das ganze Konzept ist gut durchdacht: man reist auf mehreren Ebenen den pazifischen Feuerring entlang ( den Pazifik mit den Walhaien immer im Mittelpunkt) und gelangt von der Oberfläche langsam bis zum Meeresgrund und erfährt nebenbei viel über die Tiere, die dort leben.

    Das Essen im Foodcourt des anschließenden Einkaufszentrums (inklusive Legoland) war dann aber sehr enttäuschend. Umso schöner war die Fahrt mit dem Riesenrad, die wir nach Sonnenuntergang gemacht haben!
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  • 14. Tag - Hiei-zan (比叡山)

    15 de julio, Japón ⋅ ☁️ 31 °C

    Für heute war sehr heißes Wetter mit 35 Grad angesagt. Wie sind auf einen Berg, Hiei, geflüchtet. Mit dem Cable car und einer Gondel sind wir schließlich auf den 848m hohen Berg gefahren. Hiei-zan gilt als die „Wiege des japanischen Buddhismus“. Dementsprechend viele Tempel findet man hier. Der Haupttempel ist Enryaku-ji, von dem weit uns auch ein Goshuin geholt haben (als einzigen buddhistischen Tempel).

    Durch verschiedene Tempelanlagen, teils tief im Wald versteckt, sind wir auf der anderen Seite des Berges wieder abgestiegen und in Otsu (大津市), einer Großstadt am Biwa-See gelandet und von dort mit der Bahn nach Hause gefahren.
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  • 15. Tag - Biwa-See (琵琶湖)

    16 de julio, Japón ⋅ ☀️ 30 °C

    Den Tag haben wir mit einer kleinen Shopping-Tour begonnen - wir wollten einen „Don Quichote“-Shop von Innen sehen … und waren überwältigt! Auf einer ganzen Ebene reihen sich unzählige eng aneinander stehende Regale, gefüllt mit jedem nur denkbaren, bunten und/oder lauten Ramsch. Von Schlüsselanhängern über Haarspangerl und Süßigkeiten zu Koffern, Messern und T-Shirts. Um das Ganze noch unübersichtlicher zu gestalten sind einzelne Gruppen von Regalen immer wieder um 90 Grad verdreht, sodass man nicht durch die Reihen sehen kann. Schon nach ein paar Minuten haben wir völlig die Orientierung verloren …

    Aber irgendwann haben wir dann doch die Kasse (irgendwas findet man ja immer) und den Ausgang gefunden und haben uns in den Zug zum Biwa-See gesetzt. Leider in den falschen und so mussten wir (nach einen kleinen Mittagessen am südlichen Ufer) ein Stück zurück fahren und eine ganze Weile auf den richtigen warten. Wir sind bis Takashima gefahren und dann zu Fuß zum Shirahige Schrein , dessen Torii im Wasser steht. Der Weg hat uns durch kleine Dörfer und Reisfelder geführt - wir haben noch nie „in echt“ gesehen, wie Reis wird und dementsprechend interessant war das für uns.

    Am Weg liegt außerdem ein riesiger buddhistischer Friedhof, auf dem 48 steinerne Buddhafiguren stehen.

    Am Schrein angekommen waren wir dann doch etwas enttäuscht: die breite Straße, die wir die letzten Minuten entlang gegangen sind, trennt uns vom See - das Torii darf nicht betreten werden, lediglich von Süden aus gibt es geführte Touren …
    Ein Goshuin holen wir uns aber trotzdem und sehen uns die verschiedenen Nebenschreine im Wald an.

    Für den Rückweg wollen wir uns eigentlich ein Taxi rufen, der Weg ist ganz schön weit, aber hier im Nirgendwo ist keines zu bekommen … also machen wir uns zu Fuß auf nach Kita-Komatsu (北小松). Der Weg führt zunächst wieder an der breiten, lauten Straße entlang, biegt aber endlich Richtung See ab und wir haben Ruhe vom donnernden Verkehr.
    Kurz vor dem Dorf klettern wir gegenüber eines kleinen Tempels zum Strand hinunter und haben dort unser Abendessen. Den Weg durchs kleine Dorf legen wir im Dunkeln zurück, der Zug ist (wie alle hier!) super-pünktlich und hält punktgenau - immer wieder faszinierend!
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  • 16. Tag - Gion Matsuri (祇園祭)

    17 de julio, Japón ⋅ ☁️ 36 °C

    Am 17. Juli findet einer der Höhepunkte des Gion-Festes statt. Das Gion-Matsuri (Matsuri bedeutet etwa (Volksfest) findet den ganzen Juli über statt. Am 17. und am 24. Juli werden dann die riesigen, geschmückten Festwägen durch die Straßen Kyōtos gezogen.
    Der Legende nach hat ein solcher Umzug die Pestseuche im Jahr 869 beendet. Seither wir das Fest jedes Jahr gefeiert und die Wagen wurden immer prunkvoller.
    Und genau diese Parade haben wir uns angesehen: Am Vormittag haben wir uns mit tausenden anderen an den Rand der Kawaramachi-dori gestellt - es gab sogar vier Sitzreihen, die man buchen konnte! Nach einer gefühlten Ewigkeit ist das der erste Wagen aufgetaucht: ein Hoko, mit Baumspitze bis zu 25m hoch, auf riesigen Holzrädern und von vielen Männern im Schritttempo mühsam gezogen - im Wagen sitzen Musikanten, die (für unsere Ohren dissonant) Flöte und Trommel spielen; sogar am Dach der Wagen sitzen Männer. Hinter jedem Hoko werden mehrere kleinere, aber nicht weniger prachtvolle Yama gezogen. Dazwischen springen und tanzen verschieden gekleidete Menschen, Schulkinder zeigen einstudierte Tänze.
    Weil es sehr heiß war, sind wir nicht an einem Platz stehen geblieben, sondern ein Stück der Zugrichtung entgegen gegangen und haben die unterschiedlichen Wägen bestaunt.

    Danach sind wir den Philosophen-Weg (Tetsugaku no Michi, 哲学の道) entlang spaziert (der Philosoph Kitaro Nishida meditierte hier oft). Der Weg führt entlang eines kleinen Kanals, immer wieder kann man rechts oder links zu Schreinen und Tempeln abbiegen, außerdem gibt es ab und zu kleine Geschäfte, in denen man lokale Kleinigkeiten kaufen kann.

    Zum Abendessen waren wir wieder in der Innenstadt - und gerade rechtzeitig zum zweiten Teil der Parade: den Laternen-Willkommensfest. Drei heilige Schreine werden von hunderten Männern unter lauten „Hoita hoita“-Rufen („ho-ruck“) in verschiedene Teile der Stadt getragen, an großen Plätzen gibt es Aufführungen, bevor die Schreine mit Laternen geschmückt und zurück getragen werden. Wir haben den Zug von Rathaus aus durch den Tatamachi-Markt begleitet, bis zu dem Punkt, an dem die drei Scheine sich wieder getroffen haben und gemeinsam in den Yasuka-Schrein gezogen sind.
    Faszinierend war, wie friedlich und geordnet alles abgelaufen ist - kein Drängeln oder Schubsen, alle haben sich miteinander gefreut. Und das schönste: immer wieder haben uns die Menschen mitgenommen, uns erklärt, was passiert und sich darüber gefreut, dass wir - als eindeutig Fremde - dabei waren.
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  • 17. Tag - Kurama-dera (鞍馬寺)

    18 de julio, Japón ⋅ ⛅ 31 °C

    Ganz im Norden Kyōtos befinden sich zwei Tempelanlagen, die durch einen Pfad verbunden sind: Kurama und Kibune/Kifune. Eine kurze Wanderung im Wald ist ideal für einen heißen und schwülen Tag, also sind wir mit U-Bahn und Bus (sehr voll!) nach Kurama gefahren. Von der Endstation aus sind es nur wenige Meter bis zum ersten Tor des Tempels (Niō-Tor (仁王門)). Von dort aus kann man entweder die vom Tempel betriebene Seilbahn nehmen und den steilsten Teil gemütlich überwinden, oder eben zu Fuß gehen (ich bin mit den Kindern gefahren, eine Fehlentscheidung; wir haben länger auf die zweiminütige Fahrt gewartet, als wir zu Fuß gebraucht hätten; Gerd hat oben schon auf uns gewartet…).

    Der weitere Weg war gepflastert und von roten Laternen gesäumt, sobald es steiler wurde, waren Stufen verlegt - tausende Stufen sind wir gestiegen, bis wir am Gipfel des Kuramayama angekommen waren. Zwischendurch haben wir immer wieder Rast bei einem der vielen kleinen und großen Tempeln und natürlich auch am Kurama-dera gemacht. Dort haben wir auch einen super herzigen roten, gehäkelten Oktopus gefunden, dessen Begleitbrief uns gebeten hat, ihn doch mit nach Hause zu nehmen ❤️ Takopu, wie ihn Miri getauft hat, ist jetzt unser neues Reisemaskottchen.

    Vom Gipfel des Kuramayama führt der Weg nach Kifune hinunter. Dorthin waren aber die meisten Leute aus dem Bus in der Früh unterwegs, sodass wir uns entschieden haben, wieder zurück ins ruhigere Kurama zu gehen und von dort mit dem Zug nach Kyōto zu fahren.
    Am Rückweg haben wir noch einen Schrein besucht, der von vielen Holzlaternen erleuchtet war.
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  • 18. Tag: Himeji

    19 de julio, Japón ⋅ ☀️ 33 °C

    Eine der berühmtesten Burgen Japans ist vermutlich Himeji-jo - sie ist im Film „ Samurai“ zu sehen. Sie ist aber sich wirklich beeindruckend - schon vom Bahnhof Himeji aus ist sie gut sichtbar. Der Turm selber war vermutlich hauptsächlich ein Zeughaus, zu verschiedenen Zeiten dürfte er aber auch bewohnt gewesen sein. Die tatsächlichen Wohnhäuser haben sich aber auf der heute freien Fläche zwischen Turm und Tor befunden.
    Die Burganlage kann man heute besichtigen - durch die vorgelagerten Gärten bis zum letzten Stockwerk des Turms. Für letztes muss man allerdings die Schuhe ausziehen, um die alten Böden zu schonen.

    Wir hatten ein Zeitfester um zwei Uhr gebucht und haben uns die Zeit bis dahin im Schatten der Einkaufsstraßen und dem kleinen Markt vor der Burg vertrieben. Der Burgturm selber ist recht unspektakulär, viele Haken an den Wänden zeugen von seiner Vergangenheit. Wirklich grandios aber ist der Ausblick vom fünften Stock aus! Dafür lohnt es sich, die vielen steilen Stiegen zu steigen.

    Hinter der Burg liegt dann ein wunderschöner formaler Garten, durch den man gemütlich schlendern kann.

    Und dann war es auch schon wieder Zeit, „nach Hause“ zu fahren. Am Bahnsteig waren dann einige Trainspotter versammelt, die ganz begeistert den Zug am Nebengleis fotografiert haben. Wie sich heraus gestellt hat, war das ein besonders seltener Zug, von dem nur noch wenige Exemplare existieren.
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  • 19. Tag - Arashiyama

    20 de julio, Japón ⋅ ☀️ 33 °C

    Eigentlich wollten wir Arashiyama nicht besuchen - viel zu überlaufen. Interessiert hat es uns aber trotzdem und so sind wir doch noch hingefahren. Als erstes haben wir uns den Tenryu-ji angesehen, vor allem den „Nebeldrachen“, der eine der Decken ziert.
    Danach sind wir durch die daran anschließende Gärten spaziert - dort war es bedeutend ruhiger und vor allem auch kühler. Am Ende des Weges hat dann auch schon der bekannte Bambuswald begonnen. Der Weg durch ihn ist nicht besonders lang und an beiden Seiten eng durch einen Zaun begrenzt, aber immerhin waren nur wenige Menschen unterwegs und kein Eintritt zu bezahlen.

    Der Weg gabelt sich nach ein paar wenigen und führt nach rechts Bahnhof des „Romantikzuges“ und links in den Arashiyama-koen. Im Schatten der letzten Bambussäulen war ein Leiter Eiseahen geparkt, den wir natürlich genutzt haben 🍦
    Nach einem kleinen Snack und einem kurzen Spaziergang sind wir über Stufen hinunter zum Fluss gelangt. Hier fahren viele Boote - Ruderboote aber auch traditionelle, auf denen man sich flussaufwärts führen lassen kann. Während Miri und Gerd zum Affenhügel gegangen sind, bin ich mit Konstantin den Fluss entlang spaziert. Etwas weiter hinten haben wir eine Stelle entdeckt, an der wir ein kleines Stück in den Fluss hinein waten konnten - eine willkommene Abkühlung! Nachdem sich auch die beiden „Nachzügler“ abgekühlt haben, sind wir den Weg an Fluss entlang zu Ende gegangen und zu einem winzigen, ein wenig vergessenen Tempel am Arashiyama gelangt.

    Den Abend haben wir an der Promenade verbracht, wo wir am Holzsteg die Füße ins Wasser halten konnten. Von den Bootsverleihen sind dann plötzlich mehrere der flachen Boote herauf gekommen, wunderschön mit Laternen geschmückt. Und mit ihnen rum Fischerboot, das den Fischfang mit Kormoranen demonstriert hat (allerdings ohne tatsächlich Fische zu fangen).

    Den Tag haben wir im Kimono-Forest ausklingen lassen, einem kleinen aber sehr feinen Kunstprojekt am Bahnhof.
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  • 20. Tag - Railway Museum und Aquarium

    21 de julio, Japón ⋅ ☀️ 36 °C

    Heute war es definitiv zu heiß, um in der Stadt herum zu laufen, also war das Railway Museum unser erster Anlaufpunkt. Dummerweise waren viele der Züge, für die zu bestaunen waren, draußen untergebracht … die riesige Halle hat einfach nicht genug Platz. Der Hitze sind wir also nur teilweise entkommen, aber die Ausstellung war wirklich interessant, zum Teil interaktiv und gut gemacht. Die Fahrt mit einer der Dampfloks war aber eher unspektakulär. Die Kinder haben natürlich den Mugen-Train gesucht - und schlussendlich auch gefunden ☺️

    Im Anschluss sind wir noch durchs Aquarium spaziert und haben dort, neben vielen anderen interessanten Lebewesen auch Nishi, den japanischen Riesensalamander, gesehen. Der wird stattliche 1,60m lang und sieht träge aus - so lange, bis er nach Beute schnappt oder ein Rivale auftaucht…
    Besonders beeindruckend war auch das „Quallenwunderland“. Und als Überraschung am Schluss: ein Delphinbecken, bei dem es mehrmals täglich Vorführungen gibt. Die waren zwar schon vorbei, aber wir haben uns trotzdem in den leeren Tribünen ans Becken gesetzt. Und tatsächlich sind die Delphine nach einer Weile neugierig geworden und haben uns angeschaut. Nach einer Weile haben sie sogar begonnen, und ihre Kunststücke zu zeigen, sind weit in die Luft gesprungen, haben Salti geschlagen oder uns nass gespritzt ❤️

    Am Heimweg haben wir noch To-ji gesehen und dann mussten wir noch in der Station Gojo aussteigen (Gojo ist auch der Name des stärksten Charakters im Manga Jujutsu Kaisen).
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    Fin del viaje
    23 de julio de 2026