Satellite
  • Day6

    Ein Gedi

    January 4, 2016 in Israel ⋅ ☀️ 19 °C

    Am nächsten Tag ging es - selbstverständlich wieder mit dem Bus - durch die Wüste nach Norden. Unterwegs war nur äußerst karger Bewuchs zu sehen, was sich auch nicht änderte als wir das Tote Meer erreichten. Das Tote Meer trägt seinen Namen bekanntlich weil in ihm keinerlei Leben zu finden ist. Das ist durch den enorm hohen Salzgehalt der Fall, der wiederum daher kommt, dass das Wasser schneller verdunstet als es nach fließen kann. Was aber zumindest mir nicht bekannt war, ist, dass ebenfalls rund herum wenig bis kein Leben existiert.

    Auf dem Weg zum Toten Meer fährt man sehr lange bergab und kann dabei verschiedenste Gesteinsschichten sehen, die im Laufe der Jahrhunderte freigelegt wurden, als sich das Meer stetig zurückzog.

    In unserer Unterkunft in Ein Gedi, direkt am Toten Meer gelegen, angekommen, machten wir uns auf den Weg, das nahe gelegene Wadi David zu erkunden. Wadis sind riesige Schluchten, durch die bei sehr starkem Regen Unmengen an Wasser fließen. Zu unserem Glück war das Wetter gut, sodass wir eine schöne Wanderung machen konnten.

    Nach der Besichtigung einer Ausgrabungsstätte waren wir selbstverständlich noch im Toten Meer baden. Da der öffentliche Badeplatz in Ein Gedi geschlossen war suchten wir uns einen anderen, nicht ganz so öffentlichen ;-)

    Um allerdings zum Meer selbst zu kommen mussten wir nochmal gut 100 Höhenmeter nach unten laufen. Das Baden gestaltete sich dann sehr entspannend, da sich das aktive schwimmen erübrigt, man kann wirklich nicht untergehen! Körperspannung ist allerdings wichtig, sonst kann man schon mal umkippen.

    Nach 15 Minuten verließen wir das Wasser wieder, da das Salz sich inzwischen durch die Haut zu fressen begann. An dieser Stelle seien zwei Sachen erwähnt. Zum einen sollte man möglichst Wasserschuhe mitbringen (hatten wir nicht), da die letzten Meter mit einer zentimeterdicken, sehr scharfkantigen Salzschicht überzogen sind, deren Überquerung ein wenig schmerzhaft werden kann. Zum anderen, sollte man möglichst nicht mit offenen Wunden ins Wasser gehen und aufpassen, dass kein Wasser in die Augen gelangt - es ist nicht schön ;-)

    Nach dem Bad duschen wir uns alle erstmal, da sich das Salz an bestimmten Stellen sehr unangenehm anfühlt. Nach ca. 3 mal waschen waren auch die Haare endlich wieder größtenteils salzfrei.

    Zum Abschluss des Tages, gingen wir mit Taschenlampen/Smartphones und einer guten Kamera ausgestattet zum Farbenmalen. Wem das kein Begriff ist, nur so viel: Man "malt" mit Lichtquellen, wobei die Kamera sehr lange belichtet, sodass Bilder entstehen, die wie mit Licht gemalt aussehen. Es ist verdammt lustig :-)
    Read more

    Sandra Adams

    *Anmerkung: Die weiblichen Personen hatten allerdings an FlipFlops gedacht ;-)

    5/2/17Reply
    Felix Oeffner

    In der Tat! :-)

    5/3/17Reply