Lea Kleine-Arndt

Joined March 2019
  • Day17

    Porto

    May 11 in Portugal ⋅ ⛅ 18 °C

    Jetzt geht‘s leider für mich schon wieder nach Hause... (nicht ganz: erstmal zu Schlöttchen 😍)

    Eigentlich waren noch 3-4 Tage mehr geplant, die ich dann bis nach Finesterre pilgere, um dort das Meer zu sehen 🌊 Aber leider geht‘s mir nur so mäßig und ich will den Bogen mal nicht überspannen, da ich eigentlich seit meiner Ankunft diese Erkältung mit mir herumschleppe 🤧 Also werde ich Finesterre beim nächsten Jakobsweg besichtigen, denn, ja, ich plane den Jakobsweg nochmal zu gehen. Nicht unbedingt den Camino Francés, vielleicht den Camino Portugués oder einen der zahlreichen anderen Wege. Wie sagt man doch so schön? Alle Wege führen nach.. Santiago...
    Apropos, es gibt auch einen Weg der nach Rom verläuft und dementsprechend durch Italien 🇮🇹 Das klingtp auch sehr verlockend.
    Mich hat jedenfalls das Pilgern und das Gehen als solchen gepackt. Es befreit die Seele 💭 - wie Papa so schön sagen würde.
    Man sammelt hier so viele tolle Erfahrungen und kann extrem viel auf‘s Alltagsleben zuhause beziehen - Wahnsinn! Ich habe hier echt viel über mich und über andere gelernt. Das ist es nämlich auch: man lernt super viele Leute ganz leicht kennen (mal gute, mal schlechte - aber was soll’s? So ist nun mal das Leben und Erkenntnisse kann man daraus sowieso ziehen)

    Gerade sitze ich am Flughafen in Porto 🇵🇹 und vertrödel so meine Zeit, denn - classic me - ich war mal wieder 4 Stunden zu früh da. So manche Sachen werde ich mir wohl nicht so leicht abgewöhnen können 🤷🏻‍♀️
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  • Day15

    S A N T I A G O

    May 9 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Das heiß ersehnte Ziel (mimimi, der Weg ist das Ziel): heute Vormittag habe ich Santiago de Compostela erreicht 🎉 Und natürlich habe ich meine Compostela (Urkunde) auch schon an mich genommen (nach einstündigem Warten 🕑)
    Heute morgen sind wir ganz früh los, um noch an der Pilgermesse um 12 Uhr teilnehmen zu können und vorher noch die Kathedrale zu bestaunen (ohne Menschenmassen 👪👨‍👩‍👧👨‍👩‍👧‍👦👨‍👩‍👧‍👧👩‍👩‍👦👩‍👩‍👧‍👦👩‍👩‍👦‍👦👩‍👩‍👧‍👧👨‍👨‍👧👨‍👨‍👧‍👦👨‍👨‍👦‍👦👨‍👨‍👧‍👧👩‍👦👩‍👧👩‍👧‍👦👩‍👦‍👦👩‍👧‍👧👨‍👦👨‍👧👨‍👧‍👦👨‍👦‍👦👨‍👧‍👧👫👭👬🚶‍♀️🚶‍♂️🏃‍♀️🏃‍♂️)
    Gesagt, getan, um 6 Uhr morgens waren wir nämlich schon unterwegs. Und das im Dunkeln 🌚 Mit strammen Tempo marschierten wir dann gen Santiago. Kurz vor Ende fing es dann leider nochmal an zu regnen 🌧 aber das konnte uns nicht mehr abhalten, weiter in Richtung Santiago zu laufen.
    Es war überwältigend an der Kathedrale anzukommen! Das Gefühl, 340km (315km/324km) von León aus durch Nordspanien zu Fuß gelaufen zu sein und das in 13 Tagen ist einfach unbeschreiblich.. Ich bin so stolz darauf, dass mein Körper und ganz besonders meine Beine und Füße das mitgemacht haben (mehr schlecht als recht) und ich es bis hierhin geschafft habe! 😍 Als ich hier ankam, war es so surreal vor der Kirche zu stehen..
    Und später in der Pilgermesse ⛪️ als eine Nonne angefangen hat zu singen, brachen quasi alle in Tränen aus 😢 (zum einen wegen der bezaubernden Stimme, aber auch wegen der Last, die von einem fällt, da man sein Ziel erreicht hat und durch den Weg so viele Erkenntnisse gesammelt hat und dadurch gewachsen ist)

    Das musste natürlich zelebriert werden und wie wenn nicht mit dem guten spanischen Wein 🍷 Abends saßen wir dann in einer Bar am Fenster und grinsten alle 10 Minuten bekannte Pilgergesichter an, die uns dann natürlich in der Bar Gesellschaft leisteten 🍻 Ach, war das ein toller Abschlussabend!
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  • Day14

    I [will] walk 500 miles

    May 8 in Spain ⋅ ⛅ 13 °C

    Erstmal sorry für die Abstinenz hier, die Beiträge hole ich noch nach.. genauso wie die restlichen aus Asien 😂

    Heute habe ich auf dem Weg ein Graffiti gesehen mit „I will Walk 500 Miles“, welcher sich höchstwahrscheinlich auf das bekannte Lied „I’m gonna be (500 miles)“ bezieht.
    So, die erste Zeile stimmt schon mal, wenn man ein Äuglein zudrückt. Aber ich bitte dich! Weitere 500 Meilen?? Näh! An der Tür zur Kathedrale von Santiago werde ich aber wahrscheinlich dennoch hinfallen 😉

    Ansonsten war heute ein sehr selbstbezogener Tag: ich habe durchgehend auf den 29km mit niemanden ein Gespräch geführt, außer bei meiner ersten Pause (aka 2. Frühstück). Es hatte in Strömen gegossen 🌧 (sogar teilweise mit Hagel), sodass ich gar nicht die schöne Landschaft Galiciens bewundern konnte. Deswegen entschied ich mich dazu, die ganze Stimmung mit etwas klassischer Musik zu untermalen 🎼, was herrlich funktioniert hat! Es war teilweise wirklich überwältigend.
    Nach dem ein oder anderen Päuschen, merkte ich allerdings schnell, dass meine Waden und Oberschenkel recht schmerzen (wegen der Kälte wird Muskelkater u.ä. einfach schneller hervorgerufen), wodurch ich teilweise nur langsam von der Stelle kam 🐌

    Hier im Städtchen angekommen bin ich dann aber doch noch zusammen mit drei Deutschen und einem Brasilianer. Die sind nämlich quasi seit dem ersten Tag zusammen unterwegs und haben mich aber netterweise noch irgendwie in ihre Gruppe integriert. Wir waren nett essen (Galicien steht nämlich für gelungenen Oktopus, also mussten ein paar natürlich selbigen probieren 🐙) und haben danach noch gemeinsam ein paar Naschereien verputzt 🍫🍪

    Es gab am Wegesrand im übrigen tolle Spruchreihen - sehr tiefgründig. Allerdings hatte ich nur die „Werbung“ dafür fotografiert und nicht die eigentlichen Sprüche selber, da es zu dem Zeitpunkt wie aus Eimern goss.
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  • Day11

    Wolkenfälle

    May 5 in Spain ⋅ ☀️ 3 °C

    Heute morgen ging’s traumhaft los: ich war noch hoch in den Bergen unterwegs, sodass ich auf Wolken hinunterblicke. Und diese schwammen förmlich im Tal und flossen über die verschiedenen Hügel. Ein atemberaubender Anblick 🌄😍
    Beim Abstieg war ich in Gesellschaft einer sehr netten Amerikanerin und wir führen ein äußerst anregendes Gespräch! Bis ich mich dazu entschied, etwas schneller zu gehen. Kurz darauf traf ich dann auf Maria, eine deutsche 25 jährige. Das ich mal so junge Leute hier auf dem Jakobsweg kennenlernen! 😅 Die restlichen 32km liefen wir dann zusammen und verstanden uns prächtig!
    Unsere Ankunft war aber dementsprechend für mich verhältnismäßig spät, allerdings hat sich der weite Weg gelohnt: nun sind wir nämlich in einer tollen Herberge in einer alten Mühle, tollem Garten und einem Teich, indem man die wundgelaufenen Füße kühlen kann.
    Und auf dem Weg gabs mal wieder ein ökologischen Essensspot, wo wir natürlich halten mussten (Maria ist nämlich auch eigentlich vegan 🌱)

    Meine neuste Errungenschaft: ein (hoffentlich warmer) Schlafsack 😊
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  • Day10

    Hola Guapa

    May 4 in Spain ⋅ ☀️ 12 °C

    Hier kommt jetzt noch eine kleine Geschichte aus der Vergangenheit...
    Nichtsahnend saß ich mal wieder irgendwo rum und entspannte meine überstrapazierten Füße.
    Und plötzlich (!) aus dem Nichts höre ich jemanden „Hola guapa“ zu mir sagen. Bitte, was? Ich habe mich doch wohl gerade verhört, oder? „Hola guapa“ heißt nämlich so viel wie „Hallo schön Frau“ (für alle die kein Spanisch hatten oder deren Schulspanisch wie bei mir seine Lücken aufweist). Ich guckte vorsichtshalber auch nochmal die Vokabel nach, ob ich es nicht vielleicht verwechselt hätte mit der Bezeichung „hässlich“ 😅
    Den ganz entgegen meines sonstigen Erscheinungsbilds - welches natürlich vortrefflich ist! - gammelte ich zu diesem Zeitpunkt verschwitzt, rot angelaufen und mit meinem äußerst hässlich - sorry Papa, dafür ist aber immerhin praktisch, jaja - Sonnenhut herum. Der (was hätte man sonst auch erwartet) mittelalte Herr meinte das „Guapa“ allerdings ernst und nannte mich darauf zahlreiche Male ebenso. Ich sehe den Spanier nämlich gefühlt an jeder Ecke und bekomme dann immer ein mit einem Zwinkern verknüpftes „Hallo, schöne Frau“ hinzugerufen. Vielleicht deutet ja das Zwinkern doch auf einen Witz hin....
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  • Day10

    Stock und Hut...

    May 4 in Spain ⋅ ☀️ 4 °C

    Lea-Lein
    ging allein
    in die weite Welt hinein.
    Stock und Hut
    steh‘n ihr gut.
    Ist gar wohl gemut.

    Die Betonung liegt hier auf der Zeile: „Stock und Hut steh‘n ihr gut“, wie man auch der Überschrift entnehmen kann. Wieso ich dieses bekannte Gedicht zitiere, mögen sich wohl einige von euch fragen. Weil‘s passt!
    Ich bin so dankbar, dass ich die Wanderstöcke (und den Sonnenhut) habe, da ich dadurch so viel Energie spare!
    Und ich will jetzt wirklich nicht eingebildet klingen...

    ...

    ...ABER
    so viele Leute haben hier Wanderstöcke und wissen einfach nicht damit umzugehen!! 🤦🏻‍♀️
    Manche benutzen nur Einen, also eine einseitige, schiefe Stütze, die vollkommen sinnlos ist, außer man hat eine ebenfalls einseitige Einschränkung (was aber eigentlich niemand hat).
    Viel schlimmer sind aber die Leute, die ihre Stöcke entweder in einem bestimmten 3- oder 4-Schritt-Rhythmus verwenden und somit immer ein paar Schritte auslassen
    Oder
    Die Leute, die damit irgendwelche Tänzchen aufführen und ihre Stöcke mal 3m entfernt von einem aufsetzen, mal links hinten, dann im Bogen rechts schräg-vorne 💃🕺

    Dies ist anscheinend auch einigen anderen aufgefallen, denn ich bekomme tatsächlich häufig Komplimente dafür (von Wanderstockläufern die‘s selbst nicht drauf haben oder von wandeestocklosen Läufern), dass ich ja so exzellent mit deinen Stöcken umzugehen wisse. Mich hat tatsächlich schon jemand darauf angesprochen, ob ich denn nicht in einem Wanderstock-Kurs/-Training-/Club zurück zuhause wäre und dadurch die Kunst des Wanderstockgebrauchs gelernt habe.
    Ähm ja... neeeee. Skifahrern vielleicht, wenn das zählt ⛷ oder vielleicht hat mich auch das Essen mit Stäbchen im asiatischen Bereich darauf vorbereitet 🥢😅
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  • Day10

    Oh! Krepiero

    May 4 in Spain ⋅ ☀️ 3 °C

    Nach einem stimmungsvollen Morgen mit Aufwachmusik der beiden Buddhisten, ging’s raus in die Kälte ❄️ Und dann find der Spaß er richtig an...
    Es ging nämlich von 630 Höhenmeter hoch zu 1.340 Höhenmeter - klingt spaßig, war‘s auch.
    Teilweise war der Anstieg so steil das ich gar nicht vom Fleck kam. Trotzdem muss ich stolz anmerken, dass ich wieder zu den fitteren gehörte (vielleicht wegen der Stöcke...) Und das obwohl ich meinen schweren 11kg Rucksack mit mir hoch schleppte. Hingegen ließen die meisten (Luschen) ihren schweren Rucksack durch ein Taxi hoch transportieren und trugen lediglich Wasser und Essen (2/3kg) mit sich rum. Hmm, ich habe nicht mal in meinem schweren Rucksack Essen mit 🙁 Oben in O Cebreiro (oder wie man in deutschen Fachkreisen sagt: Oh! Krepiero. Nh, wegen: ich krepiere. Trifft’s ganz gut) gönnte ich mir nach dem 11km Anstieg erstmal mein 2. Frühstück und einen Gang durch die Kirche ⛪️ Danach gab‘s zwei Optionen: weiter steil bergauf dafür nicht an der Straße oder bergab aber Straße. Natürlich entschied ich mich für den schweren Weg! Und bei der nächsten Entscheidung ebenfalls... Ja, sehr unsinnig möchte man meinen nach so einem bereits so anstrengend Weg...
    Am höchsten Punkt in Galicien (ich bin im übrigen seit heute in Galicien) aß ich dann endlich zu Mittag und wurde belohnt mit einer traumhaften Aussicht.
    Meine Herberge ist toll! 40 Menschen in einem Raum 😍
    Nein Quatsch, das wirklich tolle ist, dass das Essen extra vegetarisch zubereitet wurde und es einen Garten mit Sonnenliegen gibt ☀️ ich habe nette Menschen heute kennengelernt (und nur einen Opi, den ich aber einfach ignoriert habe)
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  • Day9

    Camino duro

    May 3 in Spain ⋅ ☀️ 17 °C

    Nach einem gemeinsamen Frühstück mit Opi 2.0 ließ ich meinen Tag heute recht entspannt angehen, da ich doch sehr angeschlagen bin. Ergo wählte ich den deutlich anstrengenderen und längeren Weg über einen Berg anstelle des langweiligen Wegs entlang der Straße/Autobahn 😃 Das hat sich aber definitiv gelohnt, denn die Aussicht war traumhaft! Auf dem steilen Abstieg habe ich sogar ein Reh vorbei hüpfen sehen, allerdings erst so spät, dass ich es mit meinem lauten Singsang schnell verschreckt habe. Ich singe nämlich seit neusten sehr, sehr laut zu meiner Musik oder auch ohne, einfach weil es so viel Spaß macht! Und zusätzlich vergraule ich es mir dadurch mit potenziellen neuen Opis 👍🏼 danach ging’s allerdings dann doch noch ein Stückchen an der Straße entlang, aber dafür war ich ja mit meiner Musik gewappnet 🛡 Mittags saß ich in einem lauschigen Restaurant mit Teich und Garten. Letztendlich bin ich nun in einem Albergue gelandet, was von zwei Buddhisten geleitet wird - herrlich! Die beiden haben für uns heute Abend gekocht, für mich sogar extra vegetarisch 😇
    Im übrigen war heute der erste Tag, an dem ich KEIN Kreuz am Wegesrand entdeckt habe, welches auf einen tödlich verunglückten Pilger hindeutet 😅⚰️
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  • Day8

    Opi's gehen in die nächste Runde

    May 2 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute morgen konnte ich mich wacker von Opi 1.0 losreißen, da ich alles extrem langsam ausgeführt habe. Ewig führte der Camino durch die nicht enden wollende Stadt 🙃 nach guten 5km nahm ich dann mein Lebenselixier zu mir ☕️ und konnte energiegeladen weiter trampeln.
    Kopfhörer rein 🎧, um sich möglichst jeder Konversation zu entziehen. Irgendwann traf ich in einem Tal auf einen - man mag es kaum glauben - VEGANEN SHOP! Mitten im nirgendwo! Betrieben wird der Laden von 3 Hippies und natürlich musste ich diese quasi einmalige Chance ergreifen! Aus dem gestrigen Tage hatte ich noch nicht gelernt, sodass ich 1.) in eine länger Unterhaltung mit einem deutsch-spanischen Hippie rutschte und 2.) mir ein köstliches Toast (5€), einen Smoothie (3,5€) und eine selbstgeschnitzte Jakobsmuschel (15€) aufschwatzen ließ.
    Danach lief ich weiter bis es gefühlte 10km auf und ab durch Weinfelder lief... ufff, anstrengend 😟 aber schön! Im Albergue angekommen quatschte mich dann Opi 2.0 an. Klar, ich trug ja auch nicht mehr mein Abwehrschild 🎧
    Er kochte für mich zu Mittag und Abend, lud mich auf Tee ein etc. etc. - was man eben so als Opi für eine Lea tut 🤷🏻‍♀️😂 Wir unterhielten uns ewig (Betonung liegt auf ewig, denn ich konnte mich aufgrund meiner Erkältung kaum konzentrieren geschweige denn dem Gespräch auf australisch Englisch folgen) und eigentlich könnte man es auch eher so formulieren: er unterhielt sich ewig. Ganz krumme Geschichten kamen dabei rum. Erstaunlich wie sich Leute von selbst tiefer und tiefer in ihre Geschichten verstricken ohne das ich was anderes zu sagen brauche als „ja“, „mhm“ und ab und zu „crazy“. Ich mache mich glaube ich gut als angehende Psychologin 🤓
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  • Day7

    Ein kleines Wunder...

    May 1 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Überall hört man von den Leuten: „Der Camino (oder Gott) versorgt dich mit dem, was du gerade brauchst“. Naja, ein „bisschen“ Hokuspokus ist wohl immer dabei. Aber heute durfte ich es tatsächlich selbst erfahren! 🙇🏻‍♀️
    Nach einem sehr (!) anstrengenden Tag (ich werde noch berichten), müsste ich feststellen, dass in meinem Albergue keine Decken vorhanden sind 😳 Ich habe meinen Schlafsack aufgrund des Gewichts zuhause gelassen... 🤦🏻‍♀️ Ersatzschläfsäcke gibt‘s nicht mehr, ein extra Bettlaken darf ich nicht benutzen und die Heizung geht automatisch an, aber nur an kalten Tag (hallo, es IST kalt!). Ich probierte mein Glück mit Regenjacke und Handtuch, aber das hielt natürlich nicht warm 😐 Da ich sowieso schon erkältet bin, frösteltet es mich wirklich permanent ❄️ Wie es das Glück (oder eher Unglück) so will, ist ausgerechnet HEUTE der 1. Mai und demnach sind alle Geschäfte geschlossen. Ich probierte mein Glück in einer Tankstellen. Vergebens. Gerade war ich - nachdem ich durch die halbe Stadt gelaufen war auf der Suche nach etwas Decken- oder Schlafsackähnlichem - Leute mit einem Auto anzusprechen, um nach Rettungsdecken zu fragen, da probierte ich meine letzte Chance in einem anderen Albergue:
    Die Frau konnte englisch und das sogar ausgesprochen gut! Das kommt hier so gut wie nie vor! Erst war sie dem ganzen skeptisch eingestellt 😕 Sie müsse die Decke ja zwingend danach waschen, da sie nicht wüsste, ob meine Herberge vielleicht dreckig ist. Kein Problem, sagte ich, ich bezahle was immer es kosten möge 🤑
    So, wer mich kennt, weiß, ich bin sehr sehr SEHR nahe am Wasser gebaut, weshalb ich auch gerne mal „grundlos“ anfange zu weinen. So natürlich auch in diesem Fall (und NEIN Papa, das ist KEINE Mitleidsnummer! Das ist mein Erbmaterial - Danke dafür 🙃😅)
    Eine Weile ließ sie mich also alleine im Raum sitzen, bis sie triumphierend mit einer dünnen Decke und Deckbezug wiederkam. Das hatte nämlich ein anderer Pilger vor Jahren dort gelassen. Demnach könne ich es umsonst benutzen und sogar behalten!! 😍

    2m aus der Herberge raus, rannte ein kleiner Junge mit Plastiktüte vorbei. Diese riss just in dem Moment und er guckte ganz verzweifelt auf den überall verstreuten Müll 😳🙁 Ich überlies ihm dann feierlich meine gerade erworbene Plastiktüte, in der die Decke war.
    Jaja, so ist das mit dem Kreislauf, oder Karma, oder Whatever. Ich bin jedenfalls überglücklich und fühle mich vom Camino unterstützt 😇 Grüße gehen demnach raus an den Camino, oder an Gott, oder Buddha, Shiva (und alle anderen hinduistischen Götter) , Jehova, Allah, oder das fliegende Spaghetti-Monster 🖐🏼🍝
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