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  • Day97

    Einen Tag länger bitte

    April 14, 2017 in Australia ⋅ ☀️ 23 °C

    Ostern und ganz Australien reist an die Küste für eine gute Zeit. Das Hostel hat sich in kürzester Zeit gefüllt und mein neues Zimmer war voll besetzt. Ich hatte mir meinen Wecker gestellt, denn ich wollte früh zum Surfen. Geweckt wurde ich jedoch von Kindern, die über die Gänge rannten. Überhaupt haben viele Familien die Jugendherberge bezogen und nutzen dies als günstige Übernachtungsmöglichkeit. Vom Frühstückstisch sah ich den eher zugezogenen Himmel, entsprechend frisch war die Temperatur. Im Bezug auf das geplante Surfen war dies eher schlecht. In Yamba gab es ja Neoprenanzüge, welche man nutzten konnte aber hier hatte ich nur mein eigenes Zeug. Ich war fertig mit Frühstücken und traf Angie, wir beratschlagten uns kurz und hielten es beide für angenehmer die Mittagsstunden dazu zu nutzen. Laut Wetterbericht soll es sonnig werden und die Wolken weiterziehen. Angie wusste mit ihrer neuen Zeit nicht gleich was anzufangen, ich hingegen nutzte die Zeit und schnappte mir meinen Laptop und pflegte ein wenig meine Seite. Angie kam hinzu und schaute ein wenig im Reiseführer nach und ich erzählte ihr ein wenig über Yamba, wo sie schon Morgen hinfahren wird.

    Die Sonne zeigte sich wirklich langsam und wir schnappten uns unsere Badesachen und gingen zur Seebrücke am Jetty Beach. Dort angekommen, gingen wir zu der Stelle, wo man hineinspringen konnte. Ein Pärchen war vor uns, der Mann sprang vor uns rein und das Mädel zögerte ein wenig, traute sich aber dann doch. Gut, nun hatten wir genug zugeschaut und ich kletterte auf das Geländer und überlegte ein wenig und sprang schlieslich hinein. Jetzt war Angie dran. Sie ist bereits unten ins Wasser gegangen und hatte die Wassertemperatur geprüft. Sie brauchte eine Weile, ehe sie sich mit einen kleinen Angstschrei ins Wasser stürzte :D Für sie war es damit erledigt, ich sprang nochmal von einem anderen Punkt und gab ihr die Gopro in die Hand. Damit wäre das abgehackt und es war gut, das wir es nicht gestern sondern heute bei schönen Wetter gemacht hatten. Im Wasser neben der Seebrücke war eine kleine Luftburglandschaft, auf die wir drauf wollten. Der Eintritt dafür war uns der Spaß nicht wert, weswegen wir uns dagegen entschieden. Zurück ging es ins Hostel. Nächster Tagespunkt war Surfen :) Übrigens hatte ich durch ein paar aus dem Hostel erfahren, dass heute ein Food Market in einem Park nicht weit vom Hostel ist, wo Livemusik ist. Mal sehen wie wir das eintackten können.

    Wir schnappten uns die Surfboards und gingen zu unseren alt bekannten Platz. Wir gingen die Düne hoch und vor uns erstreckte sich der Park Beach. Leider waren die Wellen wieder sehr schlecht. Sie waren groß und brachen im hohen Bogen und das auch sehr schnell. Also schlechte Bedingungen, wir schauten es uns ein wenig an und gingen nach rechts Richtung der Hafenmauer. Dort beobachten wir ein paar Fallschirmspringer, die gerade am Strand landeten. Die Wellen an diesem Punkt sahen nicht so schlecht aus und wir gingen ohne Surfboard ins Wasser um zu testen, wie tief es war. Leider war es zu flach und wir gingen weiter zum Strand direkt neben der Hafenmauer. Hier probiert sich ein Surfer nach dem Anderen, mit wenig Erfolg. Wir relaxten ein wenig und hofften auf bessere Surfbedingungen. Wir waren übrigens am Hundestrand und ein paar kamen vorbei und schlichen sich von hinten an, was uns manchmal erschreckte. Schlieslich konnten wir uns aufraffen und schnappten uns unsere Boards und probierten was möglich ist. Das war jedoch nicht viel. Ich konnte gerade mal im Weißwasser ein paar was probieren aber es war sinnlos. Wieder an den Strand aber statt zum Hostel gingen wir zum Jetty Beach, welcher durch die Hafeneinfahrt sehr gut geschützt ist. Das hieß keine Wellen aber auf die waren wir auch nicht aus. Wir wollten einfach ein wenig herum paddeln. Die meisten haben bestimmt ein wenig blöd geschaut, was Surfer an einem Strand mit keinen Wellen suchen. Wir paddelten ein wenig heraus, genossen das Wetter und versuchten irgendwelche Übungen auf den Boards. Teilweise mit Erfolg aber wir vielen genauso oft ins Wasser. So trainierten wir aber gleich mal ein wenig die Balance auf den Board und hatten Spaß dabei. Wir schmissen uns auch ein paar mal gegenseitig runter. Also wir wussten uns die Zeit zu vertreiben. Neben der Sache, dass wir nicht surfen konnten, war es schade, dass ich das Board von Angie nicht nutzen konnte. Sie hatte eine Gopro Halterung an ihrem Board, wo ich gerne meine Fortschritte dokumentiert hätte. Wir paddelten nach einer Weile wieder zum Strand. Ich machte zurück zum Hostel, sie blieb dagegen am Strand und genoss ein wenig das Wetter. Ich musste noch ein wenig organisatorisches auf den Weg bringen. Ich war ein wenig spät dran, morgen soll es ja weiter gehen, denn Jerome hat für Nambucca Heads abgesagt und allein wollte ich mir kein Auto leihen. Nach einer Dusche machte ich mich mit meinem Laptop auf die Suche nach einer Unterkunft. Da Ostern ist, gestaltete sich dies nicht erfolgreich, sodass ich eine weitere Nacht in Coffs bleiben muss. Also buchte ich meinen Bus um und suchte für einen Tag später nach einer Unterkunft. Zur Auswahl standen drei Hostels, ich entschied mich für das günstigste aber mit der besten Lage. Angie kam von dort und meinte es wäre schön gewesen. Sie war inzwischen vom Strand zurück und stand mit gepackten Sachen vor mir, denn wir wollten zum Sonnenuntergang auf Multan Bird Island sein. Leider waren wir ein wenig zu spät und verpassten diesen knapp. Dafür sahen wir einen leicht rötlich eingefärbten Himmel und liefen die kleine Insel ab. Ich war ja bereits am zweiten Tag auf dieser gewesen aber in der Abendstimmung war es nochmal schön anzusehen. Anschliesend gingen wir direkt zum Food Market, welcher eine viertel Stunde weit entfernt war.

    Dort angekommen, war dieser echt klein. Es gab ein paar Stände mit verschiedenen Essen und einem Zelt wo sich Kinder geschminkt wurden. Die Livemusik bedeutete ein DJ, welcher Kindermusik spielte. Diese hatten sich in einem großen Kreis davor versammelt und tanzten fleißig. Im großen und ganzen war das also eher eine Familiengeschichte. Angie holte sich etwas zu Essen und wir setzten uns auf eine Bank und quatschten ein wenig. Später gab es einen Schokoshake für mich und ein Eis für sie und wir traten zeitnah den Rückweg an, denn es lohnte sich wirklich nicht länger zu bleiben. Auf dem hinweg hatte ich übrigens den Gedanken mit öffentlichen nach Nambucca Heads zu fahren, der Ort liegt ja gerade mal 30 Minuten mit dem Auto entfernt.

    Im Hostel packte Angie ihre Sachen und ich schnappte mir wieder mal meinen Laptop aber in der Sofalandschaft vielen mir fast die Augen zu. Ich ging in mein Zimmer, machte Musik an und schlief ein wenig. Halb zehn war ich wieder munter und holte mir etwas zu Essen aus der Küche. Dort bekam ich dann ein wenig Müsli geschenkt von einem Pärchen, was dies nicht mehr mitschleppen wollte, von Angie bekam ich später auch noch ein paar Reste :) Sie war inzwischen fertig mit Packen, was sich ein wenig hingezogen hatte, da sie neue Mitbewohnerinnen bekommen hatte. Da wir die letzten Tage viel gemeinsam gemacht hatten, wollte sie ein paar Bilder von den letzten Tagen haben. Somit schauten wir uns diese noch einmal an, was ganz witzig war. Anschlisend gab sie mir ein paar Tipps zu Port Macquarie und ich zeigte ihr ein paar Bilder von Yamba und erklärte ein paar Dinge dazu. Die Zeit schritt voran und sie muss um vier wieder raus, sodass wir uns verabschiedeten und sie in ihrem Zimmer verschwand. Ich blieb dagegen in der Lobby und telefonierte mit Jacky. Diesmal klappte es mit der Verbindung ein wenig besser und wir konnte auch ein paar Dinge hinsichtlich unsere Pläne für Mai besprechen. Diese wurde aber später schlechter, was eine weitere Kommunikation leider nicht mehr zu lies. So widmete ich mich den heutigen Tag und schrieb diesen nieder und bearbeitete ein wenig das nächste Video. Kurz vor zwei ging ich dann schlafen :)
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