• Auf gehts unter Wasser

    May 7, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C

    Widererwarten und entgegen des Wetterberichtes hatten wir wunderschönen blauen Himmel über uns. Ausgeschlafen setzten wir uns für das Frühstück ans Meer, denn unsere Unterkunft hatte direkten Meerzugang. Auf einem Bambusgestellt, mehr eine Liegefläche mit Kissen und ein kleiner Tisch in der Mitte, machten wir es uns bequem. Während wir unser Frühstück genossen, waren die ersten bereits im Wasser und schnorchelten um die Wette. Die Servicekraft von der Unterkunft meinte, das wäre ein super Spot für Schildkröten. Caro wäre am liebsten gleich in die Wellen gesprungen aber lange musste sie nicht warten. Eingecremt und mit unserem Schnorchelequipment ausgestattet, waren wir schnell im Wasser und schon sahen wir eine sehr große Schildkröte vor unseren Augen. Wir bestaunten Sie eine ganze Weile, ehe sie sich aus dem Staub machte. Weiter ging es erst über viele abgestorbene Korallen, bis wir in tiefere Bereiche kamen, wo die Korallenwelt noch intakt war. Eine weitere Schildkröte sahen wir nicht aber dafür eine bunte Vielfalt an Fischen. Immer wieder achteten wir auf die Strömung und wo wir uns befanden, sodass dahingehend nichts schief gehen konnte. Was wir durch die Faszination der Unterwasserwelt verloren, war die Zeit. Von der hatten wir mehr als genug, der limitierende Faktor war eher die Sonne, welche immer mehr an Kraft gewann. Wir waren zwar eingecremt aber kamen trotzdem wie Krabben aus dem Wasser. Also verzogen wir uns wieder auf die im Schatten gelegenen Bambusliege.

    Ich hatte den Laptop mit ans Wasser genommen und komplettierte unsere letzten Buchungsaufgaben. Leider hatte sich die letzten Tage herausgestellt, dass wir nicht die öffentliche Fähre von Lombok nach Labuan Bajo nehmen können. Stattdessen mussten wir einen sehr viel teureren Flug buchen. Das Gute, jetzt ist bis zum Schluss alles gebucht und wir müssen uns diesbezüglich um nichts weiter kümmern. Anschließend packte ich die Drohne aus und drehte meine Runden um die Insel. Den zwischenzeitlichen Hunger stillten wir durch ein leckeres Curry. Währenddessen lass Caro die Berichte der letzten beiden Tage gegen.

    Die Zeit war ziemlich fortgeschritten und die Ebbe hatte bereits Einzug gehalten. Wir wollten abermals ins Wasser, was sich dadurch ein wenig schwieriger gestaltete. Gerade der Anfangsbereich ist komplett von der Korallenwelt zerstört und über den mussten wir jetzt drüber. Die Wasserhöhe war vielleicht 30cm. Da wir nicht darüber mit den Flossen laufen wollten, hieß es Bauch einziehen und langsam vorwärts schwimmen. Das Riff ragt circa 80 Meter ins Meer, was die Sache ein wenig in die Länge zog. Als es ein wenig tiefer wurde, wurden wir aber dafür belohnt. Durch die Ebbe befanden wir uns viel näher an den intakten Korallen und den Fischen. Diesmal würden wir der Sonne aber nicht so viel Zeit geben. Der Weg heraus war ein wenig anstrengender, denn das Wasser hatte sich weiter zurückgezogen, dass es mit Baucheinziehen nicht mehr erledigt war. Also aufstehen und mit den Flossen nach vorn watscheln. Zur besseren Stabilisierung nahmen wir uns an die Hände und beschritten den Weg gemeinsam, was bestimmt witzig aussah.

    Das salzige Wasser war zumindest teilweise von unserem Körper verschwunden und wir unterwegs durch das Innere der Insel. Auf der Suche nach einer Apres Lotion wurden wir zum Glück schnell fündig, denn diese war wirklich nötig. Unsere zweite Aufgabe führte uns zum Hafen. Wohl wissend, dass um diese Zeit keiner mehr da sein würde, erhofften wir uns ein paar Informationen zur Fähre auf die anderen Inseln. Unser morgiges Ziel sollte Gili Meno sein, auf die ich mich bereits sehr freute und gespannt war, was ich alles wiederkennen sollte. Und tatsächlich, wir fanden ein Schild mit Preis- und Uhrzeitangaben. Ein einheimischer hatte uns bemerkt und wollte mit seinem privaten Boot für die morgige Tour aushelfen aber von Gesamtkosten von 9,30€ zu 29€ hatte er schlechte Karten.
    Nun ging es wieder in das Innere der Insel, da wir heute ein wenig günstiger aber deswegen nicht schlechter Essen wollten. Wir fanden ein gemütliches, gutaussehendes Lokal. Für Caro gab es Gado Gado und für mich Satay, beides typische indonesische Gerichte und beide sehr lecker, nur an die Schärfe hatte Caro sich noch nicht ganz gewöhnt.

    Bereits zum Abend war eine dichte Wolkendecke aufgezogen und ließ vereinzelt ein paar Tropfen fallen. Wir hatten uns gerade bei unserer Unterkunft zwei Cocktails bestellt und ans Meer gesetzt, als wir unter den überdachten Bereich flüchten mussten. Wie die Schauer davor, war auch dieser schnell vorbei, sodass wir den nächsten wieder am Strand genießen konnten. Als Einstimmung auf Morgen, schauten wir uns mein Video von den Gili Inseln vor sieben Jahren an.
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