• Auszeit auf der Insel

    24. maj 2024, Indonesien ⋅ ⛅ 30 °C

    Ohne Wecker schliefen wir in unserem XXL-Bett und ließen uns von der Sonne wecken. Von unseren Nachbarn hörten wir wenig, nur die Geckos waren wieder am Start. Allgemein wirkte die Anlage nicht sonderlich belebt, was wir zum Frühstück bestätigt bekamen. Von sieben Uhr bis zehn Uhr war die Frühstückszeit, welche wir von halb neun Uhr fast voll ausreizten und keinen weiteren Gast sahen. Am Morgen klärten wir noch unsere morgige Schnorcheltour ab. Nach dem Komodo National Park war hier die zweite Möglichkeit einen Manta zu sehen, welche wir auf jeden Fall wahrnehmen wollten. Unsere Unterkunft bot einen guten Preis, dass heißt morgen um acht Uhr beginnt unsere Tour. Den heutigen Tag ließen wir ganz entspannt angehen, konkret war nichts geplant außer die Füße hochzulegen.

    Wir hatten unsere Wäsche das letzte Mal abgegeben. Erstaunlicher Weise war hier der günstigste Preis von Indonesien, gerade mal 25.000Rp (1,40€) pro kg. Die nächste Wäsche müssen wir dann wieder selbst waschen. Anschließend schlenderten wir bei fast blauem Himmel über die Insel. Erst entlang der „Hauptstraße“, welche von den Rollern sehr befahren war, ging es über ein paar Nebenstraßen zum Meer. Immer wieder sahen wir kleinere Tempel, welche an privaten Häusern lagen. Das war wohl sowas wie der alte Stadtkern. Der Strand war ziemlich lang und sah gut aus aber war durch Fallstricke der vor Anker liegenden Boote immer wieder blockiert. Davon ließen wir uns jedoch nicht abbringen, wir mussten lediglich auf die Pausen warten, wo die Wellen das Boot zum Strand drückten und die Seile ihre Spannung verloren. Nach einer Weile in der Sonne war es Zeit für ein schattiges Plätzchen. In Verbindung mit einem Restaurant mit Meerblick ließ es sich wunderbar entspannen. In der Ferne beobachteten wir die Surfer, welche ihr Glück in den Wellen suchten. Da man dafür weiter herausfahren musste, gab es hier Surf Taxis, welche die Surfer immer wieder abholten oder wieder zurückbrachten. Die Sonne wanderte weiter, sodass wir wieder in der Sonne saßen. Um uns ein wenig im Schatten zu erholen, traten wir den Heimweg an.

    Zuerst ein kleines Schläfchen im gekühlten Schlafzimmer, dann ein wenig Berichte online stellen. Ach, den Pool vor dem Haus hatten wir ja auch. Also ab rein und Füße nach oben, Ohren unter Wasser und Wolken beobachten. Caro las die geschriebenen Berichte in der Zeit gegen und kam wenig später dazu. Am Himmel hatte sich inzwischen die Wolkendecke verdichtet aber es war immer noch sehr angenehm.

    Die Zeit war fortgeschritten und eine Stunde verblieb circa zum Sonnenuntergang. Wir liefen diesmal den Strand in die andere Richtung entlang. Die Ebbe hatte die vielen Algenfarmen freigelegt und wir zogen unsere FlipFlops aus, um vielleicht den ein oder anderen Strandbewohner beobachten zu können. Viel sahen wir nicht, ein kleiner Seestern, sowie eine kleine Krabbe, welche sich zeitnah im Sand eingrub. Ansonsten stachen die Überreste der toten Korallen in unsere Füße, sodass wir wieder an den Strand zurückkehrten. Die Tourismusecke, wich den einheimischen Bereichen. Ein großes Holzboot für Ausflüge, welches teilweise auseinander genommen am Strand lag, erinnerte an eine Werft. Ein paar Arbeiter kümmerten sich in den Abendstunden um die Algenfarmen, während ihre Kinder in den zurückgebliebenen Pfützen spielten. Für den Sonnenuntergang entschieden wir uns für eine kleine Bar, wo wir die einzigen Besucher waren. Die Gopro war aufgestellt, das Bier geöffnet und die Blicke schweiften in der Ferne umher. Währenddessen liefen ein paar andere Touristen und herrenlose Hunde den Strand entlang. Vom Sonnenuntergang war leider nicht viel zu sehen, da die Wolkendecke sich nicht groß geöffnet hatte.

    Bevor es dunkel wurde, suchten wir ein paar Meter weiter nach einem Lokal und ließen uns lecker verköstigen. Mit den Füßen im Sand und netter Musik, blickten wir zu den vereinzelten Lichtern von der Nachbarinsel Bali. Auf dem Nachhauseweg organisierten wir uns noch ein Bier, um den Abend entspannt auf dem Balkon ausklingen zu lassen.
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