Auf nach Nusa Lembongan
23. maj 2024, Indonesien ⋅ ☀️ 29 °C
Früh am Morgen mussten wir den schönen Ort verlassen. Wir waren 20 Minuten vor Abfahrt des Taxis am Gemeinschaftsraum, denn die Belegschaft wollte uns noch ein Frühstück zum Flughafen mitgeben. Als wir da ankamen, war jedoch alles ruhig. Ein Mann, welcher seine Hütte weiter hinten hatte, war hinter uns gewesen und weckte die vordere Hütte. Wir warteten und warteten. Eigentlich war es langsam Zeit aufzubrechen, da kam eine Frau mit zwei leckeren Tees heraus. Na gut, das Frühstück war eh noch nicht fertig und der Taxifahrer war bereits mit dem Auto nach unten gekommen. Schließlich waren wir etwas spät dran nach unserer Zeitrechnung. Mit dem Frühstück im Gepäck wurden wir herzlich von der Belegschaft verabschiedet und musste nicht mal alles zahlen. Langsam schaukelte das Auto die holprige Straße nach oben. Der Taxifahrer wusste, dass wir um sieben Uhr am Flughafen sein wollten und drückte immer weiter aufs Gaspedal. Den Platz auf der Straße erkämpfte er sich teilweise mit Hupen und er hatte meistens den größeren fahrbaren Untersatz. Wir kamen final nur wenige Minuten nach sieben Uhr an.
Am Check In Schalter standen bereits viele Reisende und warteten darauf ihr Gepäck abgeben zu dürfen. Wir nutzten die Zeit, um die Pancakes mit Palmenzucker aufzufuttern. Der Flughafen ist winzig und daher war alles sehr nah beieinander. Den Security Check und den Weg zum Gate hatten wir daher schnell hinter uns gelassen. Zum Flugzeug selbst ging es zu Fuß über das Rollfeld. Die Fährtickets nach Lembogan und wieder zurück konnten wir zum Glück umbuchen und mussten nur einen kleinen Betrag draufzahlen. Die Bestätigung hierfür sollte wir aber erst nach dem Flug erhalten. Leider war die 13Uhr Fähre bereits ausgebucht, sodass wir eine längere Zeit in Sanur auf Bali hatten.
Der Flug verging sehr schnell, lag vielleicht auch daran, dass meine Augen zu gewesen waren. Wir hatten beide Plätze im Gang bekommen, groß etwas sehen konnten wir somit nicht. Unser Gepäck kam zur Abwechslung früh auf dem Rollband zu uns, sodass wir als nächstes ein Taxi nach Sanur brauchten. Über Grab hatte ich bereits geschaut, wie teuer die einstündige Fahrt wäre und wir machten uns auf zur Straße. Am Flughafen waren neue Gebäude und Systeme errichtet worden, welche es mir erschwerten, das damalige Bild vom Flughafen abzurufen. Natürlich gab es wieder viele hungrige Taxifahrer. Ein Grabfahrer blieb hartnäckig und erriet, dass wir nach Sanur wollten. Ich sagte, dass ich schon gebucht hätte (was nicht stimmte) und er meinte, kommt mit, ich mach denselben Preis. Gesagt, getan, wir mussten nicht warten und er hatte Kundschaft. Zuerst auf der großen Hauptstraße, später auf kleineren Seitenstraßen versuchte unserer Fahrer, die dichteren Verkehrsbereiche zu meiden. Die Fähren waren nun bestätigt, sodass wir uns im Büro vor Ort gleich die Tickets abholen konnten. Bis 15 Uhr waren es noch ein paar Stunden, welche wir an der Uferpromenade verbrachten. Erst hieß es die Beine vertreten, ehe wir uns in einem Café stärkten. Es setzte gerade die Ebbe ein und ein paar Angler standen am Ufer und versuchten den ein oder anderen Fisch dem Meer abzuluchsen. Ein Mann ging dabei einen Schritt weiter, vielleicht auch ein paar. Am Anfang sah es so aus, als würde er zu einem Boot gehen wollen, aber das ließ er links liegen. Teilweise bis zur Brust im Wasser kämpfte er sich mit seiner Angel auf eine vorgelagerte Sandbank, um dort sein Glück zu versuchen. Auf dem Rückweg waren wir ziemlich schnell gewesen, sodass wir uns eine Kokosnuss auf der Hafenmauer gönnten.
Erst warteten wir ein wenig im Büro der Fährfirma, anschließend im Hafenterminal. Wir hatten eine schnellere Fähre bekommen, welche uns in etwas mehr als 30 Minuten nach Nusa Lembongan bringen sollte. Die Sitzreihen waren wieder verdammt eng gewesen. Während der Überfahrt fuhren wir an Balis Küste vorbei. Leider standen die Wolken zu tief, um die beiden Vulkane sehen zu können. Beim Einstieg in die Fähre ging es über den Steg, beim Ausstieg über den Strand. Leider waren es bis zur Unterkunft statt der berechneten halben Stunde nun eine Stunde Fußmarsch. Die Fähre hatte leider in einer anderen Bucht gehalten, als wir gedacht hatten. Unter der Sonne und teilweise wechselndes Gefälle, hatten wir ziemlich schnell Schweißtropfen auf der Stirn. Ein Taxi hatten wir wegen des überhöhten Preises abgelehnt. Nach einem Drittel der Strecke überdachten wir unsere Situation und nahmen dankend ein Taxi, welches angehalten hatte. Wir saßen etwas erhöht auf einer umgebauten Ladefläche eines Pickups, welcher die restliche Strecke in wenigen Minuten bewältigte.
Nach einem kalten Willkommensgetränk konnten wir unsere neue Unterkunft beziehen. Wir haben uns zum Abschluss einen doppelstöckige, mit Stroh gedeckte Holzhütte gegönnt. Diese hatte ihren eigenen kleinen Pool und war durch eine Mauer von anderen Hütten abgetrennt. Unten befand sich eine kleine Sitzgruppe und das Bad. Über eine Treppe gelangte man auf dem Balkon und das Schlafzimmer. Das Bett war riesig und verschiedenste Palmen fungierten als Sichtschutz zu den anderen Hütten. Wir waren etwas fertig, sodass wir uns erstmal ins kühle Schlafzimmer verzogen und uns erst zum Abendbrot wieder erhoben. Wir unternahmen an dem Abend nichts mehr. Das war jedoch kein Problem, denn wir hatten ja fünf volle Tage auf der Insel.Læs mere







