Danke für die schöne Reise :)
29. maj 2024, Indonesien ⋅ ☀️ 29 °C
Der letzte Tag auf Nusa Lembongan, der letzte Tag in Indonesien und damit der letzte Tag unserer zweimonatigen Reise. Unser Boot sollte erst 17 Uhr nach Bali gehen, dass hieß, etwas Zeit verblieb uns und so manche Idee wartete darauf in die Tat umgesetzt zu werden. In unserer Hütte durften wir netter Weise bis zum Schluss bleiben.
Das Frühstück lag bereits hinter uns und wir schnappten uns den Roller. Ich wollte von drei verschiedenen Positionen mit der Drohne in die Luft steigen. Zuerst am nördlichen Ende, dann an dem langen Strand vor der Haustür und zum Schluss quer über die Insel, auf die westliche Seite zum Dream Beach. Der erste Spot war schnell erledigt. Beim zweiten wollte Caro unbedingt einen Kuchen in einem Restaurant probieren, was wir gleich kombinierten. Aus einem Kuchen wurden für jeden eins und ein Glas Jamu. Im Hintergrund konnten wir wieder die Surfer beobachten, welche heute mit größeren Wellen zu kämpfen hatten. Der dritte Spot ersetzte uns abermals in Erstaunen. Das letzte Mal als wir hier waren, war gerade Ebbe und die Wellen eher gering. Nun waren wir fast beim Höhepunkt der Flut und die Wellen waren heute gefüllt eh schon größer, aber die Wellenfront, die wir vor uns hatten, waren gewaltig. Wir sicherten uns im Restaurant in der zweiten Etage einen guten Platz und beobachteten die Szenerie ausgiebig. Unten am Strand trauten sich nur vereinzelt Leute ins Wasser. Mit der Drohne nahm ich auch Devils Tears ins Objektiv. Die Wellen schlugen mit voller Kraft gegen die Felsen, was große Wasserfontaine zur Folge hatte. Mit infused Water und einem Schokoladendessert genossen wir den Moment und ließen unsere Gedanken in die Ferne schweifen.
Wir waren wieder in unserer Hütte, wir hatten noch zwei Stunden bis unser Taxi uns zur Fähre bringen sollte. Auf dem Rückweg hatten wir ein Kilogramm Mangostan geholt, was weitestgehend ich in unserem privaten Pool genoss. Die Rucksäcke waren bereits zur Hälfte gepackt, sodass bis zu unserer Abfahrt nicht mehr viel zu erledigen war. Die Abfahrt war schneller ran als gedacht. Die Rucksäcke waren vorne und die ausstehenden Schulden beglichen, da war unser Taxi bereits vor der Zeit da.
Gestern hatten wir noch andere beobachtet, wie sie die Fähre zurücknahmen, heute waren wir es selbst. Allerdings sollten wir von einem anderen Punkt, der gelben Hängebrücke starten, da die Wellen offenbar zu groß waren. Ehe wir mit einem Shuttle abgeholt wurden, holten wir uns einen Kaffee und schauten ein paar Surfern bei ihren ersten Anfängen zu.
Während wir mit dem Schnellboot in Richtung Bali unterwegs waren, verschwand die Sonne bereits hinter einer Wolkendecke und läutete den Abend ein. Unter den großen Wellen wankte das Boot immer von der einen auf die andere Seite. Des Öfteren flog der Bug über die Wellen und vibrierte unter leichten Ätzen, als er wieder aufkam. In Sanur angekommen ging die Jagd der Taxifahrer auf die Fahrgäste los. Wir wollten über Grab ein Taxi rufen und hatten zu tun alle abzuwimmeln. Beim ersten Grab warteten und warteten wir, leider kam keines und unsere Nachrichten blieben unbeantwortet. Das war natürlich gefundenes Fressen für die herumstehenden Taxifahrer. Wir hatten keinen weiten Weg und die App verriet uns, dass der Weg circa 30.000 RP kosten sollte. Die herumstehenden Taxifahrer riefen hier Preise von 50.000 Rp bis 100.000 Rp auf, welche wir dankend ablehnten. Die Buchung des ersten Grabfahrers hatten wir abgebrochen und probierten unser Glück an einer anderen Stelle. Wieder kamen uns die Taxifahrer hinterher und wollten uns weiß machen, dass keiner kommen würde. Unser Grab erschien zum Glück und wir waren auf dem Weg zu unserem Restaurant für den Abend.
Sanur hatte wirklich eine schöne Promenade mit vielen Restaurants. Überall lief Musik oder auch live Musik, dazu verliehen viele kleine Lampions dem Weg entlang der Küste eine entspannte Atmosphäre. Ich bestellte mir ein letztes Mal ein balinesisches Curry, während Caro bereits zu westlichen Gerichten abdriftete. Bei einem Kaffee schrieb ich anschließend den letzten Tag nieder, während Caro versuchte ihr letztes Buch auszulesen.
Eine schöne ereignisreiche Reise mit vielen Kontrasten und wunderschönen Momenten ging zu Ende. Von hohen Gebirgsketten zu weißen Sandstränden, von Motorrad Roadtrips bis hin zu Trekkingtouren, von tropischen kleinen Inseln bis aufs Dach Indochinas, vom hektischen Stadttreiben in den einsamen abgeschiedenen Regenwald, die Vergleiche könnte man noch lange fortführen. Zwei Monate, in denen wir mit Neugier viel entdecken und daran wachsen konnten. Vor allem sind wir reicher geworden, reicher an schönen Momenten und Erfahrungen, sei es Gute, schlechte oder welche, die uns an unsere Grenzen brachte.
Diese Reise mit zahlreichen Erinnerungen ist zwar vorüber, unsere gemeinsame Reise zu zweit, ist es noch lange nicht 😊
Vielen Dank an Caro, welche immer fleißig die Berichte gegengelesen hat und die Leser, welche trotz der teilweisen langen Berichte drangeblieben sind.
Die nächste große Reise kommt bestimmt. Bis dahin euer HenryLæs mere










