Transfertag
24. december 2025, Chile ⋅ ⛅ 15 °C
Mit nur 1:15h zu fahren und einer Abfahrtzeit von 12:30Uhr war der Morgen sehr entspannt. Nur der Nieselregen störte ein wenig beim Aufräumen und Frühstücken. Ein Straßenhund leistete uns Gesellschaft, welcher danach von Bus zu Bus zog, mit der Hoffnung einen Bissen abzubekommen. Auf dem LKW-Stellplatz war bereits reges Treiben. Es wurden Waren abgeholt oder die LKW-Fahrer brachen auf, um einen weiteren Arbeitstag zu beginnen.
Wir ließen Chaiten hinter uns mit dem Ziel, heute, so fern möglich, in einem Ritt über Straße und Fähren nach Chiloet? überzusetzen. Auf der Straße zur Fähre waren wir schon gewesen, aber vieles kam einen neu vor, da wir die Strecke entweder aus der Dunkelheit oder mit tiefhängenden Regewolken kannten. Jetzt jedoch war sehr schönes Wetter und der blaue Himmel ließ sich ab und zu blicken. Wir hatten es so zeitlich abgestimmt, dass wir eine Stunde früher an der Fähre wären, umso mehr staunten wir, dass wir gleich auf diese drauf fahren konnten. Wir waren das letzte Auto, danach wurde die Rampe hochgezogen und die Fähre legte eine Stunde früher ab. Daher, ist eine Onlinebuchung dringend erforderlich, sonst steht man da und wundert sich, wo die Fähre ist. Bei sehr gutem Wetter verbrachten wir die Zeit oben bei der Aussichtsplattform und genossen die Umgebung. Auch bei der zweiten Fähre blieb das Wetter stabil und wir konnten in der Sonne uns den Wind um die Nase wehen lassen. Am hinteren Deck, war der Wind kaum spürbar und wir blickten in die Ferne. Wasserfälle, Fischaufzucht, massive grünbedeckte Berge, schroffe Felsen, wilde Natur zog an uns vorüber. Die zweite Fähre war derart ausgebucht, dass eine kleine Kappe auf dem Parkdeck aufging (circa Fahrzeugbreite) und wir mit dem Camper eine Etage tiefer in den Rumpf fuhren. Auf dem Weg checkten wir unseren Zeitplan und änderten kurzfristig unsere Pläne. Statt zur Insel Chiloet überzusetzen werden wir zwei Fähren auslassen und über Puerto Varas in einen Nationalpark fahren. Statt einen weiteren Tag im Camper, wollen wir in die Natur und uns bewegen. Nach den letzten Tagen erscheint uns das als entspannterer Abschluss der Carretera Austral. Das Abenteuer neigt sich bereits dem Ende entgegen, denn am 26.12. müssen wir unseren Camper abgeben.
Die zweite Fähre hatte eine Fahrzeit von vier Stunden. Teilweise waren wir drin, um Geräte zu laden aber hauptsächlich verbrachten wir die Zeit draußen. Ob mit einem Kaffee oder einfach so, es war wunderschön.
Wir saßen im Auto und checkten kurz den Fahrtweg, welcher nun nur noch über Land weiterging. Die erste Strecke kannten wir, bevor wir in den Fjord einbogen und diesem am Ufer entlangfuhren. Die Straßenbedingungen hatten sich inzwischen zu einer Kiesstrecke mit vielen Schlaglöchern geändert aber die Ausblicke waren es allemal wert. Uns war klar, dass wir die gesamte Strecke nicht mehr schaffen würden und wir fanden einen sehr schönen Platz neben der Straße. Wir stellten den Camper auf der Wiese ab und konnten auf ein Panorama aus Fjord, grünen und weiß bedeckten Bergen schauen. Während Caro kochte, nutzte ich die Zeit mit der Drohne. Das Essen genossen wir, während die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand. Ein ganz anderer Heilig Abend aber mit einem wunderschönen Abschluss, hier in der Natur, traumhaft.Læs mere












