• Termas El Sauce - Entspannung pur

    23. december 2025, Chile ⋅ 🌧 11 °C

    Entgegen des Titels mussten wir mitten in der Nacht (3Uhr) den Stellplatz wechseln. Der eiskalte Wind wehte vom Wasser und kühlte unseren kleinen Camper herunter, außerdem brachte er ihn immer wieder zum wanken. Ich räumte den Fahrersitz, Caro blieb hinten liegen und so fuhren wir bis zum Eingang des Nationalparkes, welcher geschützt im Wald lag. Augen wieder zu ….

    Von da an hatten wir durchgeschlafen. Morgens hatte wir den Wecker gestellt, denn 9Uhr wollten wir sofort rein, unser Zeitplan war straff. Die Onlinetickets waren zwingend erforderlich, aber wir hatten diese vergessen, zudem war hier weit und breit kein Empfang. Zum Glück war unser Campingplatz von der Hinfahrt in der Nähe, wo wir kurzer Hand das W-Lan anzapften.

    Wir waren mit die ersten im Nationalpark und wurden gleich wieder ausgebremst. Der eigentliche Weg, welcher zu einer erhöhtem Aussichtsplattform führt, um einen Gletscher und einen Wasserfall zu sehen, war mit Baustellen übersät und dadurch gesperrt. Es gibt einen neuen alternativen Weg, welcher nicht fertig ist und sehr matschig sei. Diesen nahmen wir sofort in Angriff aber das er derart nass und matschig sein würde, hätten wir nicht gedacht. Wir kämpften uns ein ganzes Stück nach oben aber hielten es für das Beste umzukehren. Wir hätten keine große Möglichkeit gehabt, unsere Schuhe wieder sauber und trocken zu bekommen. Die restliche Zeit, die wir hatten, vertrieben wir uns an einer Hängebrücke, welche über einen türkisen Wildwasserfluss hing und anderen kleinen Wegen, welche aus der Entfernung ein Blick auf den Gletscher erlaubten.

    Warum wir so zeitlich gebunden waren, waren die heißen Quellen … Hierfür ging es weitere Kilometer, mit einem kleinen Haken in Richtung Puerto Montt. Die Offroadpassage brachten wir auch hinter uns, welche an einen größeren Fluss, rechter Hand von uns die Umgebung prägte. Wir waren etwas früh und kamen mit dem Angestellten in Kontakt. Dieser kam aus Südtirol und war schon vor über zehn Jahre nach Chile ausgereist. Ein Eigenbrötler, welcher sich dem Wasserrafting bereits in Italien verschrieben hatte. Nebenbei arbeitete er bei den heißen Quellen. Zum Thema Regen, meinte er, dass der November ungewöhnlich trocken gewesen sei und dafür der Dezember regnerischer war. Ein wenig neben der Spur wirkte er schon, was uns nicht weiter stören sollte, denn umgezogen, waren wir bereit für Entspannung. Die Becken waren nicht tief aber mit Holzbrettern voneinander getrennt, so gab es heißere und kältere Becken. Der Ursprung war an einer Steinkante und ist dem Vulkan Cerro Macá zu verdanken. Um das Erlebnis nicht den Massentourismus zu überlassen, war die Besucheranzahl stark begrenzt. In unserem Fall waren wir allein, denn die andere Gruppe verspätetet sich um circa eine Stunde. Wir lagen im heißen Wasser und schauten direkt in den Regenwald und hörten den Tieren bzw. den Geräuschen des Waldes zu. Wenn uns zu heiß wurde, speiste ein Bach ein anderes Becken mit kaltem Wasser, wo wir in ein paar Sekunden abkühlten. Das Spiel konnten wir lange treiben, denn unser Time Slot war 3h lang. Mit der anderen Gruppe wurde es markant lauter, aber wir machten weiter unser Ding. Ab und zu regnete es und kühlte die Köpfe ab, während der restliche Körper weiter erhitzt wurde.

    Auch heute blieben wir von einem größeren Ritt, in Richtung Puerto Montt nicht verschont. Die morgige Fähre war bereits für 12:30Uhr gebucht und um den Morgen nicht so stressig zu gestalten fuhren wir nach Chaiten. In der Stadt hatten wir auf dem Hinweg gezeltet und wurden wie so oft vom Regen geplagt. Diesmal war der Weg fast regenfrei und die Wolkendecke um einiges höher. Dadurch konnten wir die Umgebung auf der Rücktour bestaunen, weite Seen aber auch Gletscher auf den Bergen kamen zum Vorschein. In der Stadt gingen wir kurz einkaufen und fanden uns unweit vom Strand, wo auch die LKW Fahrer schlafen, ein. Während Caro eine leckere Gemüsepfanne zauberte, entspannte ich kurz. Die Hälfte des Essens mussten wir dann im Auto genießen, denn die vorherige Sonne war schlagartig einem Starkregen gewichen.
    Læs mere