Schildkröten und Brisket
Mar 20–21, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 20 °C
Einer der größten Vorteile beim Parken am Cracker Barrel ist sicherlich, die Spontanität, mit der man auf den Parkplatz rollen kann. Das war genau das, was wir gestern noch brauchten. Einer der Nachteile ist dagegen die Lage. Meistens am Highway oder in rund um die Uhr frequentierten Bereichen, so dass die Lautstärke meistens eine ganz andere ist als in der freien Natur. Da wir beide zum Glück keinen leichten Schlaf haben, können wir damit aber ganz gut umgehen. Wir waren aber beide nicht darauf vorbereitet, dass gegen 4 Uhr am Morgen zwei Arbeiter angefangen haben mit Hochdruckreinigern die Fläche vor den Lagertüren zu reinigen und das Ganze in knapp 5 Metern Entfernung. Glücklicherweise haben wir es dann beide doch noch einigermaßen geschafft zurück in den Schlaf zu finden, so dass wir gegen kurz nach 9 Uhr gut gelaunt wachgeworden sind.
Auch wenn die Sonne nicht schien, war es doch schon recht warm in Freddie. Zum Glück haben wir dafür den Ventilator im Fenster, der dann prompt für das Verteilen der kühleren Außenluft gesorgt hat. Ein weiterer Nebeneffekt: in Freddie roch es dann auch ziemlich zügig nach Bacon, der in der Küche vom Cracker Barrel zubereitet wurde.
Nachdem wir uns abfahrbereit gemacht haben, ging es mit Freddie erstmal zu einem kleinen Park in der Nähe, dem Exploration Green. Hier wurde, vom Staat Texas finanziert, ein recht großes Areal zur Rückhaltung von Regenwasser umfunktioniert und zudem sehr ansehnlich renaturiert. Neben einer Vielzahl von Wasservögeln konnten wir hier auch einige Schildkröten beim Entspannen auf Steinen und Schwimmen im Wasser beobachten. Ziemlich nassgeschwitzt sind wir dann zwei Stündchen später wieder an Freddie angekommen. Trotz Abwesenheit der Sonne war es einfach unfassbar warm und extrem drückend, so dass wir vor der Abfahrt erstmal alle Türen und Fenster von Freddie offenstehen lassen mussten.
Gestern hatten wir uns im Laufe des Tages noch etwas über Texas und die Sehenswürdigkeiten informiert und so haben wir uns während des Spaziergangs auch über die grobe Route unterhalten. Texas ist in etwas doppelt so groß wie Deutschland und ein Großteil der 29 Millionen Bewohner verteilt sich auf Houston, Austin, San Antonio, Dallas und Fort Worth. Ansonsten gibt es viele kleine Städte und Dörfer die zum Teil einen ganz eigenen Cowboycharme versprühen sollen. Im Einklang mit unserer groben Route haben wir uns für ein typisch texanischen Barbecue in Houston, den Besuch von Austin und gegebenenfalls San Antonio entschieden. Von dort soll es dann in den Westen von Texas in einen Nationalpark gehen.
Erstmal ging es aber zu Killians BBQ, einer familiengeführten Restaurantkette mit einer handvoll Filialen im Großraum von Houston. Das Restaurant selbst bietet zwar die Möglichkeit an alá Carte zu Speisen, das hauptsächliche Konzept ist aber dem einer Kantine ähnlich. Mit einem Tablett bewaffnet stellt man sich an den Counter und bekommt seine Fleischgerichte direkt serviert. Wir haben uns beide für den Teller mit zwei Fleischsorten entschieden, für Hanna gab es Brisket und eine Wurst, für mich auch das Brisket und Truthahn. Dazu für beide Rosenkohl mit Bacon und Corn Smash, eine Art Maiskolbenpüree. Dazu Cola mit dem uns schon sehr vertrauten Chlornebengeschmack.
Die Qualität des Fleisches und Geflügels war ausgezeichnet, alles in allem hat mich aber weder das Brisket noch der Truthahn wirklich vom Hocker gehauen. Das Brisket war ziemlich trocken und der Truthahn erinnerte an eine Scheibe Kassler. Mal schauen, welche Genüsse uns hier noch erwarten, bislang habe ich definitiv nicht das Bedürfnis mein Leben als Vegetarier dauerhaft an den Nagel zu hängen. Die beiden Beilagen dagegen waren sehr lecker, davon hätten wir gerne mehr genommen.
Frisch gestärkt, aber auch mit dem ein oder anderen Holzkohle-Bäuerchen, ging es dann weiter durch die Rushhour an Houston vorbei in Richtung Austin. Weiter gestärkt mit einem Kaffee ging es dann in Richtung des Lake Sommerville State Parks in knapp 90 Minuten Entfernung.
Anders als gestern gab es hier noch mehr als genug freie Plätze, so dass unser angekommen anders als gestern viel, viel entspannter war. Direkt neben unserem kleinen Stück grün gab es den Zugang zu einem Trail um den See herum, den wir dann noch als kleine Abendrunde für Bella und uns begangen sind.
Das Abendessen haben wir ausfallen lassen, beide waren wir noch ziemlich satt und Hanna hatte den ganzen Abend mit einem ziemlichen Migräneanfall zu kämpfen, bei dem selbst ihre Tabletten keine Besserung brachten. Passend zur Gegend haben wir es dann aber noch geschafft den Film mit dem berühmten Zitat „Houston, wir haben ein Problem“ zu Ende zu schauen.Read more







Traveler
Oh mega,würd ich jetzt auch gerne essen😋
Traveler
Oha sieht etwas fette lich aus 😜 das Essen,,?