Water, water everywhere
Mar 21–22, 2024 in the United States ⋅ ☁️ 17 °C
Es ist Donnerstag und wir wachen beide wieder fresh auf. Mein Kopf hat fast Ruhe gegeben und ich habe gut geschlafen. Der Tag kann also kommen. Gestern schien es in der Vorhersage so, dass heute ein wenig durchwachsenes Wetter werden würde. Wir lassen den Tag auf uns zukommen und haben im Hinterkopf einfach schonmal eingeplant eventuell einen Waschtag einzulegen, falls der Himmel ein wenig weinen müsste.
Hier im Lake Sommerville State Park sind Duschen, das nutzen wir natürlich, bevor wir um 12 Uhr auschecken müssen. Ich hopse als Erste zur Dusche und Christian geht eine Runde mit Bella. Als ich nach dem erfrischenden Nass wieder zu unserem Platz komme, sehe ich dass die beiden bereits heute morgen in einen ordentlichen Schauer gekommen sind. Bella ist noch ganz nass, verstrubbelt und lugt vorwurfsvoll unter dem Tisch hervor und Christian ist ein wenig angefressen, dass das Regentiming nicht so aufgegangen ist wie erhofft. Aber mit einer warmen Dusche in Aussicht, ist es nur halb so wild.
Sieht also so aus, dass der Waschtag heute auf jeden Fall eingelegt wird. Die letzte Wäsche ist außerdem diesmal schon mehr als zwei Wochen her. Wir merken, dass wir sogar noch recht großzügig gepackt haben, daran, dass wir auf jeden Fall noch genügend frische Wäsche hätten. Allerdings quillt unsere Wäschebox ein bisschen über. Die Bettwäsche hat auch nach der letzten Waschung einen neuen Kaffeefleck, den diesmal Christian hierauf gezaubert hat. Ist doch schön wenn wir uns beide um das Schmücken unserer Ausstattung kümmern. Auch der Kühlschrank gähnt uns recht leer entgegen, wenn wir ihn öffnen und auch grundlegende Dinge wie Taschentücher, Küchenrolle, Öl etc. wollen mal wieder nachgekauft werden. Wir gehen also einen Orgatag an und allein die Aussicht darauf am Ende des Tages frisch geduscht in frisch gewaschenem Bettzeug schlafen zu können, macht mir ganz schön gute Laune.
Während Christian duschen ist, zahle ich unseren Platz noch im Headquarter, da wir gestern Abend recht spät eingetrudelt sind und die Rezeption nicht mehr besetzt war. Dann bereite ich Kaffee und Müsli für die Fahrt vor. Nach einem Blick auf die Wettervorhersage für Austin (unserem nächsten geplanten Stop) entschließen wir uns heute nach unserer Wasch- und Einkaufsaction nicht bis in die Stadt zu fahren, weil wir sie beide nicht bei Regen erobern wollen. Christian recherchiert und entdeckt den McKinney Falls State Park, der nur zwanzig Auto-Minuten von Austin Downtown entfernt liegt. Perfekt, hier buchen wir einen Platz und machen uns dann (nachdem wir noch Abwasser abgelassen, den Müll entsorgt und unseren Wassertank aufgefüllt haben) auf den Weg durch den Regen zu einer Wäscherei.
Wir rollen also los, während der Fahrt von eineinhalb Stunden hören wir unser Hörbuch von Outlander weiter und genießen Kaffee und Müsli. Es hat immer was Höhlenartiges bei solchem Schietwetter gut geschützt in Freddie über die Straßen zu rollen. In der Wäscherei kommen wir gegen 15 Uhr an, machen zwei Maschinen voll und widmen uns dann in Freddie den fehlenden Berichten, also Christian macht das (Danke :)) und ich quatsche eine Runde mit meiner Schwester, die mich auf dem Heimweg von der Arbeit anruft. Nach einer guten halben Stunde kommt die Wäsche in zwei Trockner und wir warten bis diese ihre Arbeit getan haben. Dann wird alles gefaltet und noch verräumt. Die ganze Action dauert ungefähr zwei Stunden, Freddie duftet nach frischer Wäsche und bevor wir zum State Park fahren, halten wir noch bei Walmart. Hier decken wir uns mit allem ein was das Herz so begehrt und erschrecken uns ein wenig, als wir an der Kasse auf die Uhr schauen und es einfach schon 18 Uhr ist. Im Vanlife dauert all sowas einfach immer einen ganzen Tag. Aber dafür breitet sich beim Verräumen der Einkäufe in Freddie eine richtig schöne Zufriedenheit aus. Ich bin dem Regen dankbar dafür, dass wir so nicht das Gefühl haben müssen, durch einen Orgatag einen ganzen Tag "verloren" zu haben. Unser Trinkwasser ist voll, alle anderen Tanks und der Müll sind leer, genauso wie der Wäschekorb und unsere Schränke sind wieder mit einer bunten Auswahl an Wohlfühlklamotten gefüllt. Unser Kühlschrank und die Vorräte sind voll und die Aussicht auf Reis mit Brokkoli, Paprika, Zwiebel und Knoblauch in Erdnusssoße, lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Wir kommen um kurz nach sieben im McKinney Falls State Park an und sind begeistert von diesem schönen Fleckchen Erde und dem riesigen, uns zugewiesenen Platz. Wir hopsen trockenen Fußes und Hauptes aus unserem Töff und gehen eine Runde mit Bella; die Regenpause muss genutzt werden. Danach mache ich mich ans Kochen und Christian schreibt den Bericht weiter, den ich vorhin beim Waschen angefangen hatte. Als das Essen fertig ist, genießen wir es und machen uns einen Film an. Wir lassen nach dem Essen den Abend mit dem Film und ein paar Bierchen ausklingen und schlafen bei ordentlichem Gewitter, frisch geduscht in frisch duftender Bettwäsche und einem trockenen Freddie dankbar für den erfolgreichen Orgatag ein.Read more




Traveler
Na das sieht doch mal nach Dem aus was Ihr gerne mögt :-)
TravelerDas war doch dann mal ein erfolgreicher Tagesablauf. 😘