We're walkin'... and talkin'
25.–26. mar. 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 26 °C
Am Montagmorgen werden wir um neun Uhr wach und starten sehr entspannt in den Tag. Ich hopse zur Dusche, die super modern und sauber ist und genieße es in vollen Zügen mich fresh zu machen. Als ich zu unserem schönen Plätzchen wieder komme, erschnuppere ich schon zwei Plätze bevor ich an Freddie ankomme, einen herrlichen Kaffeeduft. Christian hat bereits einen Pott aufgesetzt und wir beide genießen den Kaffee und ich schreibe den Footprint von gestern, während Christian ebenfalls den Luxus der Duschen genießt.
Nachdem der Kaffee leer ist, wir gespült haben und wir beide alles verstaut und fest gemacht haben, halten wir noch kurz am Dumpster, entfernen Müll und Abwasser und stellen uns dann auf einen der Tagesparklplätze am Start einer kurzen Rundwanderung durch den State Park. Wir entscheiden uns für eine nette 4,3 Kilometer Runde, die wir in einem Stündchen absolvieren. Die Strecke besteht aus schönen abgelegenen grasigen Trampelpfaden, die gesäumt sind von Wiesen, Bäumen (mit grünen Kronen und ganz karge Totholzbäume), Kakteen, bunten Blumen (unter anderem wieder den schönen Bluebonnets) und kleinen Insekten. Ein weiteres Armadillo bekommen wir leider nicht zu sehen. Dennoch sind wir nach der Runde glücklich eine so schöne Morgen-/Mittagsrunde mit Bella gestapft zu sein.
Nach dem kurzen Trail machen wir uns auf den Weg in Richtung San Antonio. Im Vorhinein haben wir etwas länger überlegt, ob wir San Antonio "mitnehmen" wollen oder nur kurz durchfahren möchten. Die Stadt ist mit 1,5 Millionen Einwohnern auf Platz sieben der Top10 der einwohnerreichsten Städte der USA. Hauptsächlich bekannt für seine geschichtsträchtige Rolle im texanischen Unabhängigkeitskampf von Mexiko. Hier fand 1836 die Schlacht von Alamo statt, einer der wichtigsten Wendepunkte im eben genannten Unabhängigkeitskampf. Übrig blieb das Alamo, ein kleines Gebäude und heutiges Museum. Außerdem soll der Riverwalk sehenswert sein.
Wir tuckern ein Stündchen durch Texas immer weiter Richtung Süden, bevor wir in San Antonio ankommen. Der erste Stopp ist mal wieder ein Amazon Locker; wir haben neue "Kackbeutel" für Bella, ein Buch (das in den westlichen Staaten alles öffentliche Land skizziert), ein Ladekabel für unsere elektrischen Zahnbürsten (welches wir zu Hause vergessen haben - übrigens das einzige was wir bisher zu Hause vergessen haben) und noch ein paar andere Kleinigkeiten bestellt. Alles ausgepackt und den Abfall sofort in dem Mülleimer der Packstation entsorgt, machen wir uns auf die Suche nach einem Parkplatz von dem aus wir zu Fuß die Stadt gut erkunden können. Auf den ersten Blick sieht San Antonio um einiges grüner als erwartet aus, allerdings erstrahlen die Hochhäuser vorwiegend nicht mit schicken Glasfronten, sondern vereint in beigem Sandstein. Irgendwie ganz anders als alle bisherigen Großstädte hier.
Nachdem wir Freddie auf einem Kirchenparkplatz abgestellt haben, beschließen wir, uns zu Fuß in Richtung Riverwalk aufzumachen und diesen in Richtung Downtown zu laufen, um dann dort in einem Bistro oder Restaurant, etwas zu essen (bisher haben wir beide Banane, Mandarine und Apfel genossen). Nach ein paar 100 Metern kommen wir an einem Abgang zum Riverwalk an. Wir steigen ein paar Stufen hinab und fühlen uns, als wären wir in einen ganz anderen Teil der Stadt abgetaucht. Der Riverwalk zieht sich insgesamt 15 Meilen (ca. 25 Kilometer) durch San Antonio und liegt eine "Etage" unter der Straßenebene. Zu Beginn ist recht wenig los, im Zentrum sind aber auf der Flussebene unglaublich viele touristische Lokale, Bars und Restaurants, die den Riverwalk säumen. Es fahren Boote auf dem San Antonio River, die voller Besucher der Stadt sind, die Böötchen erinnern uns ein wenig ans Phantasialand. Auch die Restaurants sind alle proppevoll, kein Wunder denn das Wetter zeigt sich von einer königlichen Seite. Wir gucken uns recht schnell ein nett aussehendes Restaurant aus, werden allerdings bereits beim Einlass gefragt, ob Bella denn ein Service-dog sei, leider nein, also bleibt uns der Einlass verwehrt. Wir watscheln noch weitere zwei Kilometer durch den touristischsten Teil und leider sind die Restaurants entweder super rummelig, die Karten sagen uns nicht zu oder irgendetwas anderes passt nicht zu unserem Appetitgefühl. Wir sind beide durchaus hungrig und so schlägt der Appetit irgendwann in Hangry Sein um. Nicht das beste für unser grundsätzliches Harmoniebedürfnis. Unser Ausflug endet also mit hängendem Magen und einem etwas schief geratenen Haussegen in Freddie, wo ich mir einen Bagel mache und sich unsere Gemüter erstmal etwas beruhigen müssen. Es macht uns beide total fuchsig, wenn unsere Kommunikation in Schieflage gerät, obwohl wir beide in solchen Momenten genau das gleiche und keiner dem anderen etwas Böses möchte.
Nachdem wir uns bei dem jeweils anderen rückversichert haben, dass wir uns immer noch toll finden und die Situation einfach wirklich blöd aus dem Ruder gelaufen ist, machen wir uns nochmal kurz auf den Weg zum Alamo. Wie erwartet ist nicht wirklich viel zu sehen außer einem kleinen Steinhäuschen, das wirklich sehr geschichtsträchtig ist.
Gegen kurz vor acht machen wir uns auf den Weg zu einem Cracker Barrel im Nordwesten San Antonios und gönnen uns dort ein leckeres Abendessen. Es gibt Barbecue Chicken Tenders mit Pommes, Mais und Brokkoli und ein Stirloin Steak mit Pommes und Kartoffelpüree. Dazu gönnen wir uns je eine Bloody Mary und verziehen uns danach in Freddie. Ein wirklich schöner Tag mit einer leicht holprigen Phase geht vorbei und wir freuen uns darauf am nächsten Tag einen Fahrtag einzulegen, um weiter südlich gen Mexiko zu fahren. Hier wartet in ein paar Tagen der Big Bend National Park auf uns.Læs mere




















RejsendeWas da gegessen wird ist immer interessant, welche Informationen aber wirklich wichtig wäre: wie schwer kann man denn so ein Steak bekommen? Gibt’s da tatsächlich so schwere Dinger? Frage für einen Freund 😜