Ein Donnerstag im Samstagsgewand
11.–12. apr. 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 18 °C
Heute, am Donnerstag, war es gefühlt ein typischer Samstag. Ein solcher Samstag, an dem nach einer geschäftigen Woche viele der notwendigen Dinge erledigt werden. Nach unserer üblichen Morgenroutine ging es zunächst zum Walmart für einen Großeinkauf, der für die nächsten 7-10 Tage reichen soll.
Während Hanna den Einkauf dann verstaut hat, habe ich den Luftfilter ausgebaut. Seit der großen Inspektion vor der Abfahrt haben wir erst 12.000 Kilometer zurückgelegt, so dass der Verschleiß am Filter minimal sein sollte. Trotzdem war schon einiges an rotem Staub in den Luftfilter gelangt, der sich aber doch ziemlich gut ausklopfen ließ. Im gesamten Motorraum war auch einiges an Staub verteilt, so dass hier dann bei Gelegenheit (und erst nachdem wir Utah, Arizona sowie Nevada verlassen haben) eine Reinigung fällig wird. Die Kontrollleuchte hat sich von der Reinigung nicht beeindrucken lassen, so dass wir dann den Kauf und Austausch eines neuen Filters organisieren müssen.
In den nächsten Stunden haben wir uns dann aber erstmal um einen leckeren Kaffee, das Entleeren des Abwassers und eine Dusche gekümmert. Heute war ich zur Abwechslung mal der schnellere beim Duschen und konnte so noch in Erfahrung bringen, wie sich denn am bequemsten und schnellsten ein Luftfilter in der näheren Umgebung besorgen lässt. Bevor ich mit der Recherche komplett fertig war, war Hanna aber schon wieder zurück und wir haben uns ganz gespannt auf dem Weg zu Trader Joe’s gemacht. Hierbei handelt es sich um eine amerikanische Supermarktkette, die seit Ende der 1970er Jahre im Besitz der Aldi-Familie ist. Vom Konzept erinnert der Laden ziemlich an die bekannten Alnatura-Ökoläden in Deutschland und wir haben das Erforschen der einzelnen Gänge genossen. Frustriert vom letzten Cheddar haben wir dann auch willentlich tiefer in die Geldbörse gegriffen und uns Brie sowie Bergkäse weit jenseits der 25€ pro Kilogramm gegönnt.
Der nächste kurze Stopp hat dann zu einem Baumarkt geführt. Holzzuschnitt war dort nicht möglich, so dass wir erst einmal beim provisorischen Umbau für die neue Version des Hundebetts bei akuter nächtlicher Kälte bleiben. Fündig wurden wir dagegen bei den Eisenwaren, auch wenn das Heraussuchen passender zölliger Schrauben etwas Zeit in Anspruch genommen hat. Die Information auf der Verpackung der Gewindeschrauben gibt eine Schraubengröße an, z.B. 6-32, wobei sich die erste Ziffer auf die Schraubengröße bezieht. Bei den kleineren Schrauben reichen diese Ziffern von 0-12 und der Unterschied im Durchmesser zwischen zwei Schraubengrößen liegt dabei bei umgerechnet 0,33 mm, wobei der Durchmesser der kleinsten Schraube ungefähr 1,5 mm entspricht. Wir waren ohne dieses Wissen im Baumarkt und haben beide eine passende Schraubengröße – wie sich erst beim Verwenden am nächsten Tag zeigen sollte - erfühlt.
Aus dem Baumarkt zurück in Freddie habe ich dann noch kurz zu Ende recherchiert, wo sich denn der Luftfilter auf dem Weg abholen ließe. Zwar nicht die aktuell verbaute Variante, aber zumindest ein passender Filter mit guten Bewertungen. Es ist praktisch, dass der Mercedes Sprinter auf dem amerikanischen Markt von Mercedes selbst, aber auch von Dodge als Pro Master vertrieben wird und so eine gute Ersatzteilversorgung sichergestellt ist.
Praktischerweise wäre der Luftfilter dann entlang der geplanten Route verfügbar, aber kurz vor dem Losfahren konnten wir unsere Pläne dann verwerfen: Die Kontrollleuchte hat nicht mehr aufgeleuchtet und so haben wir das Beschaffen auf einen späteren Zeitpunkt vertagt, sofern das Ganze dann doch noch notwendig sein sollte.
Entlang der Interstate 15 ging es dann Richtung Süden zum Fishlake Nation Forest, wo wir nach ein paar Meilen auf der Rumpelpiste mit einem wunderschönen Stellplatz belohnt wurden. Umfasst von ein paar kleinen Bäumen, stehen wir umgeben von ein paar schneebedeckten Bergen. So anders wunderschön als vorgestern!Læs mere












Rejsende
🙂😎
Rejsende
Das hat schon was 😊