• Hallo Oregon

    11.–12. maj 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 16 °C

    Auf dem Parkplatz herrscht schon reges Treiben, als wir am heutigen Samstagmorgen aufwachen. In unmittelbarer Nähe von uns ist ein kleines Fitnessstudio inklusive Schwimmbad und hier geben sich die Leute die Klinke in die Hand. Während ich mit Bella über den Parkplatz laufe, entdecke ich überall noch weitere Camper. Einige normale PKW sind auch „bewohnt“, mit aller größter Wahrscheinlichkeit nicht, weil die Bewohner das möchten, sondern weil es die Lebensumstände einfach nicht anders hergeben. Dankbar, dass wir uns den Luxus des Sabbaticals leisten können, erkunden wir beide noch ein wenig die Gegend um das Gemeinschaftszentrum.

    Wir verzichten auf den morgendlichen Kaffee in Freddie und holen diesen dafür wenig später beim Starbucks ab. Es geht Richtung Norden, dass Ziel in ein paar Tagen ist der Olympic National Park im Bundesstatt Washington und den Weg bis dorthin wollen wir einfach nur zurücklegen, es sind ohne kleinere Umwege auch noch etwas über 1400 Kilometer.
    Auf unserer heutigen Fahrt durchqueren wir den/die „Redwood National and State Parks“, einen Zusammenschluss von vier State Parks und einem National Park. Hier befindet sich auch der höchste Baum der Welt – der genaue Standort wird aber geheim gehalten. Für uns geht es dann heute aber auch nur entlang der Straßen, die direkt durch Teile der Parks führen. Unterm Strich hat uns die „Avenue of the Giants“ am Vortag mehr beeindruckt, vermutlich waren wir heute auch nicht wirklich empfänglich für die ganzen Eindrücke. Wesentlich mehr können wir uns dann für den Stopp begeistern, den wir direkt am pazifischen Ozean machen. Unter uns schlagen die Wellen auf der einen Seite gegen eine Steilküste, auf der anderen zerbrechen diese an einem Stand mit schwarzem Kies. Weit im Hintergrund können wir die Wälder mit den Mammutbäumen erkennen. Das Wetter ist mal wieder perfekt und so genießen wir die Sonnenstrahlen auf der Haut sehr.

    Wenig später verlassen wir das Gebiet und sind bereits kurz vor der Grenze nach Oregon, als Hanna eine E-Mail mit einer weiteren Rechnung vom Krankenhausbesuch bekommt. Für die Untersuchung und Auswertung der Röntgenaufnahmen durch den Arzt werden weitere 627$ fällig, die ursprünglichen 880$ bezogen sich nur auf die Durchführung der Röntgenaufnahmen selbst. Auch wenn wir noch nicht ganz überzeugt von der Auslandskrankenversicherung sind, möchten wir sie hier in den USA nicht missen.

    Es mag Einbildung sein, aber sobald wie die Grenze nach Oregon überquert haben, wirkt alles direkt viel grüner und die Wälder entlang der Straße saftiger. Die nächsten drei Stunden folgen wir dem Highway 101 entlang der Küste, werfen immer wieder Blicke auf das Meer. Wir sind beide mit der recht monotonen Szenerie zufrieden, lauschen einem Hörbuch und warten darauf, dass Freddie uns am Stellplatz für die Nacht „ausspucken“ wird.

    Es ist viertel vor acht, als letzteres dann auch geschieht. Für heute Nacht stehen wir auf einem Wanderparkplatz etwas abseits vom Highway. Wir haben hier tatsächlich so gar keinen Internetempfang und können daher auch keinen Bericht freischalten.
    Nachdem ich mit Bella eine Runde drehe, bereitet Hanna einen Salat vor. Gestern haben wir uns den Luxus von echtem griechischen Feta gegönnt. Im Bauernsalat griechischer Art kann er sich dann auch so richtig entfalten und fröhlich mampfend schauen wir dabei den aktuellen Ghostbusters-Film. Nachdem Essen ziehen wir auf das Bett um und mir fallen wenige Minuten später beim Schauen die Augen zu.
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