• It's raining

    26.–27. maj 2024, Canada ⋅ 🌫 10 °C

    Schade, die Wettervorhersage hat Wort gehalten und so werde ich das erste Mal um halb sechs in der Früh vom Trommeln des Regens auf den Dachluken wach. Nach ein paar kurzen Wälzern finde ich aber nochmal für knapp drei Stunden den Weg zurück in den Schlaf.

    Gestern Abend habe ich noch eine Anfrage an das Fährunternehmen gestellt, das die Insel und das Festland verbindet, aber der Blick in das E-Mail-Postfach offenbart die Nachricht, dass selbst die Warteliste für eine Fährfahrt vom Norden der Insel in Richtung des Ortes Bella Coola vollkommen ausgelastet sei. Die nächste reguläre Verbindung ist erst Ende Juni möglich, sodass wir hier nochmal an den Reiseplänen feilen müssen.

    Hanna und Bella machen sich auf, tapfer durch den Regen zu laufen, während ich mich um Kaffee und zusätzlich um Tee kümmere. Nachdem beide eine gute Stunde später wieder patschnass zurückkehren, wird Bella abgetrocknet und in ihren Mantel verpackt. Die Standheizung sorgt dann für ein schnelles Trocknen der Klamotten, während ich die grobe Route für die nächsten Tage raussuche und den ersten Bericht schreibe.

    Beim warmen Ramen zum Frühstück schauen wir zwei Folgen Outlander. Die Serie holt gerade in großen Schritten zum aktuellen Stand des Hörbuchs auf und wir haben beide Freude daran, vor kurzem Gehörtes nochmal auf dem Bildschirm zu sehen.

    Den Tag über beobachten wir, wie der Pegel des Flusses langsam, aber kontinuierlich steigt. Drei Steine, die unterschiedlich knapp aus dem Wasser ragen, sind dafür ein guter Indikator.

    Am späten Nachmittag setzen wir dann das Schreiben der Berichte, das Bearbeiten der Fotos und all die Kleinigkeiten fort, die im Alltag im Camper so anfallen. In einer kurzen Regenpause spaziere ich mit Bella nochmal den Waldweg entlang. Von Bären oder anderem Getier weit und breit keine Spur. Vermutlich sind sie alle in der jeweiligen Höhle und warten wie wir auf besseres Wetter.

    Zu Abend versuchen wir uns an Tortillas aus dem Sandwich-Toaster und lassen hier einfach die Bilder sprechen. Mit dem letzten Rest Tageslicht sehen wir, dass von den drei Steinen nur noch einer aus dem Wasser schaut.
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